#04: Marketing & einfach machen – Teil 1

#04: Marketing & einfach machen – Teil 1

Michael Turbanisch ist der Gründer des „Internet Marketing Frühschoppen“, er betreibt den Podcast „Nochmal von vorn“ und unterstützt Vertriebsprofi Dirk Kreuter.

Michael nimmt uns mit auf seinem persönlichen Weg.

Hier die Links zu den Seiten von Michael Turbanisch:

http://internetmarketing-fruehschoppen.de/

http://nochmalvonvorn.com/

https://www.youtube.com/user/Tubi73


Transkription: Heute im Interview Michael Turbanisch von „Noch mal von vorn“ – Teil 1

Sebastian Eisenbürger: Ja, herzlich Willkommen zu einer neuen Episode des Podcasts für positives Marketing. In dieser Episode da interviewe ich Michael Turbanisch von „Noch mal von vorn“ und er erzählt ein bisschen von seiner Geschichte, wie er zu dem geworden ist, was er ist. Und wundert euch nicht: Zum einen ist die Aufzeichnung schon ein bisschen älter, das heißt die Tonqualität, da haben wir noch mit Skype aufgenommen, ist nicht so das Wahre, aber man kann alles bestens verstehen. Das zweite ist: Er spricht mich mit „Sai“ an. Wundert euch nicht. Das war mein Pseudonym. Das habe ich damals noch getragen. Jetzt nicht mehr. Ich bin Sebastian. Sai war ich früher eine Zeit lang. Ja, jetzt viel Spaß beim Interview mit Michael Turbanisch. #00:00:57-6#

 

Sebastian Eisenbürger: Mein heutiger Gast ist Michael Turbanisch. Der ist sowohl in der Online- als auch in der Offline-Welt Zuhause. Hauptberuflich ist er seit 2000 im Tele-Sales tätig und verstärkt hier aktuell das Team von Dirk Kreuter. 2009 fing Michael an sich mit dem Online-Marketing zu beschäftigen und nach einigen Lernkurven gelang es ihm mit dem „Internetmarketing Frühschoppen“ ein Format zu schaffen, welches sich mittlerweile zur wahren Institution entwickelt hat, denn die Sendung ist bei Teilnehmern und Zuschauern so beliebt, dass die Slots bereits auf mehrere Monate hinweg ausgebucht sind. Seit Anfang 2006 betreibt Michael ergänzend dazu mit „Noch mal von vorn“ einen eigenen Podcast, der ebenfalls sehr gut bei den Leuten ankommt. Und im heutigen Interview rede ich mit Michael unter anderem darüber, wie er das alles zeitlich unter einem Hut bringt, woher er seine Kraft und Energie zieht und welche Werte ihm im Business wichtig sind und natürlich um das Thema Marketing. Hallo Michael. #00:01:47-1#

 

Michael Turbanisch: Hallo Sai. Ich danke dir. Vielen Dank für die Einladung. Schön, dass ich da sein darf. #00:01:51-5#

 

Sebastian Eisenbürger: Sehr gerne. Schön, dass du da bist. Ich habe dich kurz vorgestellt. Erzähl doch ein bisschen mehr über dich. Wo kommst du her und wie kamst du dahin? Wie hast du dich entwickelt? Wie wurdest du zu dem, der du heute bist? #00:02:02-9#

 

Michael Turbanisch: Also das ist so: Wie viel Zeit haben wir? (lacht) #00:02:05-1#

 

Sebastian Eisenbürger: (lacht) So viel du brauchst. #00:02:07-2#

 

Michael Turbanisch: Ok. Ich fange mal im Jahr 2000 an, weil da hat sich für mich sehr viel verändert. Ich komme eigentlich aus der fränkischen Schweiz, aus der Nähe von Bamberg. #00:02:19-9#

 

Sebastian Eisenbürger: Ok. #00:02:20-6#

 

Michael Turbanisch: Und das Leben hat mich im Jahr 2000, nachdem ich die letzten 2 Jahre davor, zwischen 1998 und 2000, diesen (…) da hülle ich ganz gerne den Mantel des Schweigens drüber, weil da haben mich ganz, ganz böse Zungen haben nämlich gesagt ich bin die Wiedergeburt von Jim Morrison, wie immer die das gemeint haben. Auf jeden Fall war mir klar ich muss was an meinem Leben ändern und das Leben hat mich dann tatsächlich nach Essen verschlagen, weil ich da jemanden kennengelernt habe. #00:02:53-4#

 

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:02:54-1#

 

Michael Turbanisch: Und ich (…) mir war klar: Ich muss mein Leben ändern. Ich wollte mein Leben ändern. Und, ja, dann bin ich da eben zu der Dame nach Essen gezogen. Melde mich arbeitslos. Das war im Februar 2000 wie gesagt und sehe da so ein Plakat „Weiterbildung zum Call-Center-Agent (IHK)“. Ich mache das Plakat runter, stelle mich da eine 3/4 Stunde an. Sage: „Da, bitteschön, da bin ich. Das möchte ich machen.“ – „Alles klar, stellen sie sich bitte im nächsten Zimmer an.“ Nochmal eine 3/4 Stunde. #00:03:25-3#

 

Sebastian Eisenbürger: (lacht) Ja. #00:03:26-3#

 

Michael Turbanisch: Ja, das war der Test wahrscheinlich, ob ich es ernst meine. Ja, und gut. Dann habe ich diese Weiterbildung gemacht. Habe dann eben gemacht, also ich war damals noch so, dass ich gedacht habe: Ich brauche irgendwo einen Zettel, wo draufsteht, dass ich was ganz besonders gut kann. #00:03:38-8#

 

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:03:39-1#

 

Michael Turbanisch: Und hatte dann eben diesen Call-Center-Agent (IHK) gemacht und hat mich dann eigentlich sofort in das Thema Outbound Telefonverkauf verliebt. Also das mag ich einfach. Das macht mir einfach Spaß. Ja, und dann ist also eine Sache passiert. Also es sind ein paar Sachen passiert. Aber, die Frau und ich, wir haben uns getrennt. Ich habe mich in meine jetzige Frau verliebt. Wir haben uns da kennengelernt. Und sind dann auch relativ schnell zusammengezogen. Und dann ist was passiert, dass Arbeitgeber, verschiedene Arbeitgeber und ich also unterschiedliche Einstellungen zum Thema Geld hatten. Also ich vertrete die Meinung, wenn ich irgendwo angestellt bin, dann habe ich ein Recht darauf bezahlt zu werden, für das, was ich tue. #00:04:30-9#

 

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:04:32-2#

 

Michael Turbanisch: Ja, normal. Die sahen das irgendwie anders. #00:04:34-8#

 

Sebastian Eisenbürger: (lacht) Ok. #00:04:36-2#

 

Michael Turbanisch: (lacht) Und der langen Rede kurzer Sinn, eine Alternative musste her. Und so gab ich 2009 in etwa die berühmten Worte „Geld verdienen im Internet“ ein. Hatte da sehr viel gemacht, was man besser jetzt nicht so macht. Also ich habe im Prinzip alle Fehler gemacht, die man so machen kann: Freunde zuspammen mit irgendwelchen ominösen Angeboten, irgendwelche Paidmailer, das ganze Programm halt, ne. Und Networking Marketing und (…) Also ich sage jetzt nichts gegen Network Marketing, aber es ist halt nicht meins. Das durfte ich dann halt auch lernen. Ja. Und 2013, nachdem ich dann zwischenzeitlich aus diesem Geld verdienen Markt also komplett ausgestiegen bin und einfach nur gebloggt habe, mit dem Blog, der sich mit der Zielgruppe Mann beschäftigt, so rein für mich. Und 2013 fing es dann an, im Herbst 2013, dass ich mit Freunden einfach über Google Hangouts so sagen wir mal Fragen beantwortet habe von anderen Internetmarketing Anfängern. Wir wussten ein bisschen was und hatten einfach Fragen beantwortet. Das kam so super an, dass wir das ein paar Mal regelmäßig gemacht haben. Allerdings wir hatten das zeitlich schlecht unter einem Hut gebracht. Und dann habe ich gesagt: „Mensch, ich bekomme Sonntag morgens 10 Uhr 10:30 Uhr immer sehr viele Werbemails.“ Warum? Weil die Leute da Zuhause sind und entspannt sind. Und es trifft sich prima, weil ist bei mir genau so. Lass uns das doch mal am Sonntag machen, wie so ein Frühschoppen. Ja, da hatten die anderen aber keinen Bock drauf und ich hatte aber den Bock und habe das Ding dann alleine gemacht und tada, der Internetmarketing Frühschoppen war geboren. Und, ja, der ist also von Anfang an echt eingeschlagen, dass ich mir wirklich sage: „Ok, das gibt es gar nicht, wen ich alles in der Sendung schon hatte, wer alles noch kommt.“ Und vor allem, dass ich wirklich eine Fanbase habe, die wo mich da unterstützt und supportet und, ja, die eigentlich bei jedem Call, also im Prinzip alle zwei Wochen, dabei ist. Und den Podcast, Noch mal von vorn, hast du angesprochen, war eigentlich ergänzend dazu gedacht. Ist aber mittlerweile auch ein eigenes Format und der macht dann momentan auch ganz gut Welle. #00:06:47-0#

 

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Also ich finde es wahnsinnig, ich bin ja selbst mit einem Podcast vertreten bei iTunes, und deiner ist ja immer ganz, ganz vorne dabei. Ich finde das total spannend und absoluten Glückwunsch an dich, dass du das geschafft hast. Vor allem, den gibt es doch noch gar nicht so lange. Ich glaube seit Anfang des Jahres bist du damit live? #00:07:01-1#

 

Michael Turbanisch: 27. Januar, ja. #00:07:03-5#

 

Sebastian Eisenbürger: Ja, das ist noch nicht so richtig lange. Unser Glückspodcast von Julia und mir, der ist schon ein paar Tage länger, ich glaube seit Ende November ist der live. Und ich schaffe zwar auch regelmäßig die ganz oberen Positionen, aber nicht zu dem Gesamtranking von iTunes. Und da ich weiß wie schwierig das ist und meine Hochachtung. Und auch zu dem Format, dem Internetmarketing Frühschoppen: Ich finde es total genial. Ich bin leider familiär eingebunden Sonntag morgens und habe da nicht immer Zeit. Aber ich schaue es total gerne an und auch gerne mal die Aufzeichnung. Sind schon total gut. Dachte nicht, dass es schon so alt ist, also von 2013. #00:07:37-4#

 

Michael Turbanisch: Doch. Oktober 2013 war die erste Folge mit dem Alexander Gasser und mit der Jessica Ebert. #00:07:46-1#

 

Sebastian Eisenbürger: Ok. Und das weißt du alles noch (lacht). #00:07:47-7#

 

Michael Turbanisch: Und das war dann wirklich so ein Sonntags morgens Plausch und (…) also auch direkt über YouTube dann halt. Und die ganzen Sachen: Wie kanalisiere ich das, dass ich mir eine E-Mail-Liste aufbauen kann? Wie monetarisiere ich das, dass das mir auch finanzielle Spaß macht? Das kam alles im Nachhinein erst. Also es war dann im Januar Februar 2014, wo ich dann halt in einem WordPress Plug-In Webinar Admission investiert habe, wo man sich so eine Webinaroberfläche eben erstellen kann. Damit arbeite ich bis zum heutigen Tag super einfach, super simpel, Und, ja, dass das wenn der Content gut ist, dass dann also auch gar nichts dagegen ist am Ende ein Angebot zu machen, wenn es passt und den Leuten weiterhilft, ja, und ich dann auch was davon habe, dann ist doch wunderbar. #00:08:39-9#

 

Sebastian Eisenbürger: Aber total schön zu hören, diesen Weg, den du gegangen bist, mit Höhen und mit Tiefen. Und jetzt bist du angekommen, wo du bist. Und scheinst (unv.) #00:08:47-5#

 

Michael Turbanisch: Ne (lacht). Ich bin auf der Reise. Ich bin auf der Reise, aber ich bin sehr glücklich dabei. Und es gibt ein Buch von Dr. Rainer Zitelmann „Setze dir größere Ziele“. Kennst du das? #00:09:01-2#

 

Sebastian Eisenbürger: Ne, das kenne ich leider nicht. #00:09:02-4#

 

Michael Turbanisch: Kann ich dir wirklich empfehlen. Der kocht und destilliert die Lebensläufe, die Biografien, von 50 Erfolgsmenschen herunter auf ich glaube 20 Kernaussagen. Ne, 20 Punkte, die also wirklich alle gemeinsam haben. Und da sind also Sachen dabei wie der Gründer von IKEA. Da ist der Gründer vom Otto-Versand dabei. Aber auch Arnold Schwarzenegger und solche Sachen. Aber dieser Überbau „Setze dir größere Ziele“, der trifft es also bei mir. Das heißt also ich habe ganz, ganz große Fernziele. In der Zwischenzeit also ganz, ganz viele Dinge, die ich erreichen möchte, die also in allen Lebensbereichen, ja, schaffen will. Und da bin ich halt auf dem Weg. #00:09:52-6#

 

Sebastian Eisenbürger: Ok, alles klar. Was macht dich besonders Michael? Und was zeichnet dich aus? #00:09:58-0#

 

Michael Turbanisch: Über die Frage habe ich ein bisschen nachgedacht. Wenn ich es runterkochen muss zwei Schlagworte, die ich einfach mal reinknalle. Das eine ist „Energie“. Energie, also ich habe wirklich viel davon. Und das andere ist „Authentizität“, Echtheit. Guck mal, die Energie die habe ich aus dem Erlebten. Wir hatten uns im anderen Rahmen mal unterhalten darüber. #00:10:27-8#

 

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:10:28-4#

 

Michael Turbanisch: Und alle Dinge, die ich erlebt habe, ob sie jetzt positiv waren, ob sie jetzt negativ waren, gerade die negativen Dinge, die haben in mir einen unwahrscheinlichen Wunsch und ein unwahrscheinliches Verlangen entfacht daraus zu verändern. Und das hat mir so viel Energie gegeben, dass ich jetzt zwar sage: „Mir geht es schon seit langer Zeit eigentlich echt gut.“ Ja, aber die Energie ist halt noch da. Und Echtheit, Authentizität, ist einfach der Schlüssel, dass ich einfach gemerkt habe: Wenn du so bist, wie du bist, dann ist es cool. Dann ist es cool für dich. Dann ist es cool für die Leute und dann wird es also am ehesten angenommen. Also Echtheit und Authentizität, das ist das, was mich auszeichnet besonders. #00:11:17-4#

 

Sebastian Eisenbürger: Und wer ein Problem damit hat, der hat da das Problem. #00:11:18-9#

 

Michael Turbanisch: Ja, was ist ein Problem? Schön, dass du das ansprichst und dann in dem Fall wie von der Heraufforderung von irgendwelchem anderem Wording besprichst, weil dadurch wird das Problem ja nicht gelöst, einfach weil du es anders bekleidest, ja, oder anders nennst. Probleme für mich, kleiner Exkurs in Latein, Pro – für, Lem – Lösung, die Aufgabe. #00:11:41-5#

 

Sebastian Eisenbürger: Ungelöste Aufgabe. #00:11:42-6#

 

Michael Turbanisch: Ungelöste Aufgabe. Genau. Da weiß man, wo die Asterix-Lateiner herkommen. Also ich hatte es jetzt wirklich nicht, aber ich habe es mir einfach angelesen. #00:11:52-1#

 

Sebastian Eisenbürger: (unv.) kenne ich da noch. #00:11:53-7#

 

Michael Turbanisch: Ich glaube (…) kennst du Penis Mysticus? Weißt du, was das ist? #00:11:57-5#

 

Sebastian Eisenbürger: Ne. #00:11:58-0#

 

Michael Turbanisch: Die Zauberflöte. #00:11:59-3#

 

Sebastian Eisenbürger: Ah, ok. Und das passiert mir, der in einem Musikverlag damals groß geworden ist. #00:12:03-8#

 

Michael Turbanisch: Genau. #00:12:05-0#

 

Sebastian Eisenbürger: Aber total spannend. Du hast von Energie gesprochen, Authentizität, schwieriges Wort. Wo kommt die Energie her? #00:12:12-4#

 

Michael Turbanisch: Ja, habe ich gerade eben schon #00:12:15-9#

 

Sebastian Eisenbürger: Du hast gesagt, was dich motiviert. Aber irgendwo ist ein Akku ja mal leer irgendwann. Und wie füllst du denn jeden Tag neu auf? #00:12:23-7#

 

Michael Turbanisch: Das ist die Frage, ok. Weil wo sie herkommt kann ich dir wirklich nicht sagen. Ich kann dir wohl sagen, was ich tue, um den Akku wieder aufzufüllen. Das ist einfach die Dinge tun, mit denen (…) die mir Freude bereiten. Das ist das Eine. #00:12:39-7#

 

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:12:40-8#

 

Michael Turbanisch: Ich führe mir inspirierende Gedanken zu. Ich weiß das klingt jetzt unwahrscheinlich pathetisch. Guck mal, ich höre sehr viel Podcast vom, also unter anderem euren auch, aber dann noch ein paar andere Business- Podcasts. Ich lese sehr viel. Ich gucke mir sehr viele Dinge auf YouTube an. Also das zum Einen. Das heißt ich füttere mein Hirn einfach mit den wie ich finde richtigen Gedanken. #00:13:06-3#

 

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:13:07-8#

 

Michael Turbanisch: Break. Am Abend gucke ich dann aber auch mal ganz gerne Fernseher. Also ich gucke dann auch durchaus Dschungelcamp und solche Sachen. #00:13:16-4#

 

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:13:17-0#

 

Michael Turbanisch: Weiß nicht, ich finde das ist gar nichts (…) hm? #00:13:19-2#

 

Sebastian Eisenbürger: Ich habe mir das ja komplett abgewöhnt das Fernsehschauen. Aber mehr aus Zeitgründen, jetzt gar nicht wegen der Inhalte, sondern weil ich die Zeit anders verbringen kann, Familie und so. #00:13:26-5#

 

Michael Turbanisch: Ja, gut. Also das hat alles seinen Platz. Aber abends dann, kurz vorm (…) so die letzten zwei Stunden, da brauche ich dann auch einfach einmal den Puls. Und wenn du den ganzen Tag am Quatschen bist, also im Tele-Sales ist das ja so, dann magst du echt nicht mehr viel reden. #00:13:40-2#

 

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:13:41-0#

 

Michael Turbanisch: Ne. Und dann so ab 20 Uhr, 20:30 Uhr, irgendwie sowas, dann guckst du halt nochmal zwei Serien und gerne auch mal Dschungelcamp. Ich finde es auch gar nicht schlimm, wenn du das bewusst tust. Wenn du bewusst diese Entscheidung triffst, das dann und dann zu tun. Fies wird es meiner Meinung nach nur, wenn die Kiste den ganzen Tag so nebenbei nur läuft und, ja, du irgendwelche, also du außer dem keine guten Gedanken in deinen Kopf reinlässt. Dann wird es glaube ich ziemlich fies. Aber wenn du es ab und zu mal bewusst machst, genauso wenn du ab und zu mal einen richtig guten Film dir anschaust, so what, why not? #00:14:15-9#

 

Sebastian Eisenbürger: Ja. Ist wie mit dem Glas Rotwein von Zeit zu Zeit. #00:14:18-0#

 

Michael Turbanisch: Genau. #00:14:19-0#

 

Sebastian Eisenbürger: Ja. Das sehe ich ganz genau so wie du. Und ich finde auch, wenn man etwas bewusst tut und weiß, wie man damit umzugehen hat, nämlich das es halt Fernsehen ist, also gemachte Unterhaltung ist, und nicht das wirkliche Leben widerspiegelt ist es auch völlig ok. #00:14:30-0#

 

Michael Turbanisch: Absolut. Nur weil Reality-Soap draufsteht, muss es nicht wirklich sein. #00:14:34-4#

 

Sebastian Eisenbürger: Ja, richtig (lacht). Sind wir wieder beim Marketing. Ok. #00:14:37-3#

 

Michael Turbanisch: Genau. #00:14:37-6#

 

Sebastian Eisenbürger: Lass uns ein bisschen über Werte plaudern. Welche Werte sind für dich im Business total wichtig und warum? #00:14:43-7#

 

Michael Turbanisch: Ehrlichkeit. #00:14:46-7#

 

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:14:47-9#

 

Michael Turbanisch: Und zwar Ehrlichkeit in dem Sinne, dass ich sage: „Ok, Mensch, ich will dir was Gutes tun, deshalb biete ich es dir an.“ Aber auch zu sagen: „Hey, ich verkaufe dir jetzt was.“ #00:15:03-0#

 

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:15:03-6#

 

Michael Turbanisch: Sind wir mal offen und ehrlich: Also ich bezeichne mich sehr stolz als Sales-Person, als Verkäufer, ja. Und einfach aus dem Grund, weil wir Verkäufer es sind, die das Geld in die Kassen der Company spülen. Es ist nicht die Entwicklung. Es ist auch nicht das Marketing. Alles kostet Geld. Und diejenigen, die dafür sorgen, dass der Return of Invest kommt und das da Profit gemacht wird, das sind die Sales-Persons an der Front. #00:15:32-0#

 

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:15:32-5#

 

Michael Turbanisch: Da kann man verdammt stolz drauf sein. So, und ich würde mir einfach mehr wünschen, auch wenn du als Verkäufer in Deutschland das Image, das kommt ja direkt hinter Schwerverbrecher irgendwo (…) Und ich würde mir also wirklich mehr wünschen, dass mehr Verkäufer also wirklich, wirklich eine breitere Brust haben an der Stelle. „Was wollen Sie mir verkaufen?“ – „Nichts.“ Dann kommt da doch irgendwie so ein Angebot. Ist doch wirklich, ne. Aber wenn jemand (…) Also ich habe bis vor kurzem habe ich für StepStone gearbeitet, Deutschlands führendem Job- und Karriere-Portal. #00:16:05-3#

 

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:16:06-7#

 

Michael Turbanisch: Wenn mich da jemand gefragt hat: „Was wollen Sie mir verkaufen?“ sage ich „Stellenanzeigen, möglichst viel davon. Die Frage ist: Wie viel können Sie gebrauchen?“ #00:16:12-3#

 

Sebastian Eisenbürger: (lacht) Ja, das ist ja die relevante Frage tatsächlich: Was ist der Nutzen für den Kunden oder für den Empfänger. Und ich definiere vielleicht auch Marketing ein bisschen anders als du. Für mich bist du auch Marketer, weil du eine Stimme hast zum Endkunden, und für mich ist immer dann, wenn ein Unternehmen zu seinen Kunden spricht, ganz egal ob über Menschen oder irgendwelche Kanäle, E-Mail, Brief, was auch immer, ist es für mich Marketing. Also die Art und Weise, wie du mit dem Kunden kommunizierst. Ich glaube das macht da den Unterschied aus, ob du eben verkaufst, also wirklich irgendwie in den Kopf reindrücken, bis es nicht mehr geht, oder eben einen Nutzen bietest. #00:16:46-3#

 

Michael Turbanisch: Ne, ne. Also was ist denn Verkaufen? Wir können da gerne drüber reden. #00:16:50-9#

 

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:16:51-9#

 

Michael Turbanisch: Verkaufen ist aus meiner Sicht dem Kunden dabei helfen eine Entscheidung zu treffen. #00:16:57-8#

 

Sebastian Eisenbürger: Da bin ich ganz bei dir. #00:16:58-9#

 

Michael Turbanisch: Also das ist meine Definition von Verkaufen tatsächlich. Auch ein „Nein“ ist eine Entscheidung. Ja, und wenn er da keinen Nutzen von hat, so what? Warum soll er es dann kaufen? Aber wenn er einen Nutzen hat, dann ist es meine Pflicht und Schuldigkeit ihm diesen Nutzen also auch begreifbar zu machen und zu kommunizieren. Alles andere wäre unterlassene Hilfeleistung. #00:17:23-7#

 

Sebastian Eisenbürger: Ich bin sogar ganz bei dir. Ich sage das ist sogar deine Pflicht das zu tun und wenn du es nicht tätest, dann würdest du ihm was vorenthalten, deinem Kunden. #00:17:29-3#

 

Michael Turbanisch: Ja, sage ich doch: Unterlassene Hilfeleistung. #00:17:31-2#

 

Sebastian Eisenbürger: Ja, genau. Habe ich nicht mitgedacht. Ja, genau das ist es. #00:17:33-3#

 

Michael Turbanisch: Genau. #00:17:34-5#

 

Sebastian Eisenbürger: Prima. Finde ich total cool. Hast du noch andere Werte? #00:17:36-0#

 

Michael Turbanisch: Echtheit, Authentizität (unv.) Ja, und, also (…) Wie drücke ich mich da jetzt aus? Echtheit, Ehrlichkeit, ja und das war es doch. #00:18:00-1#

 

Sebastian Eisenbürger: Alles klar, alles gut. Reicht für mich auch vollkommen. Das sind genug Werte. Ja, lass uns mal bisschen noch näher zum Thema Marketing kommen. Wie sprichst denn du mit deinem Tribe, also mit deinen Fans, deinen Kunden und deinen Interessenten? Wie sprichst du die an? Oder hast du dabei irgendwelche besonderen Erfahrungen gemacht, die du hier ganz gerne teilen möchtest? #00:18:16-7#

 

Michael Turbanisch: Mhm (bejahend). Da unterscheide ich in den Techniken unterscheide ich zwischen Online und Offline. Also in meinem Online-Business, da spreche ich die Leute per E-Mail-Marketing an. #00:18:32-2#

 

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:18:33-1#

 

Michael Turbanisch: Oder aber auch: Ich kommuniziere in den Sendungen, beziehungsweise speziell im Internetmarketing Frühschoppen, weil das Ding einfach live ist. #00:18:42-1#

 

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:18:42-8#

 

Michael Turbanisch: Ja, und greife dann dort Sachen auf, ja. Da kommuniziere ich sehr (…) Und ich habe mich lange gegen dieses Wort „Fan“ gewehrt ehrlich gesagt. #00:18:52-7#

 

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:18:53-7#

 

Michael Turbanisch: Ja, wer bin ich denn schon? Und ich bin doch jetzt nicht irgendwie so ein Popstar oder sowas, ne? Und dann habe ich einen sehr, sehr schlauen Satz gehört. Ich glaube das war von Calvin Hollywood, der gesagt hat: „Wer Fans haben will, der muss auch Star sein können.“ #00:19:12-7#

 

Sebastian Eisenbürger: Ja. Der ist woanders her. Den Satz hat er mir auch schon mal gesagt. (lacht) #00:19:16-0#

 

Michael Turbanisch: Ja. Von seinem Vater glaube ich. Ich weiß es gerade nicht. Von ihm habe ich ihn gehört. Und wenn man (…) er hat dadrüber nachgedacht und ich finde das jetzt richtig. Also ich glaube jetzt nicht, dass ich diese Überperson bin. Aber wenn es dort Leute gibt, die mich gut finden, mein Gott. Dann muss ich das also so annehmen können. So habe ich es für mich definiert, ja. Und das ist die eine Ebene. Im Tele-Sale, da ist es ein bisschen einfacher, weil ich da die direkte Reaktion mit dem Interessenten, mit dem Suspect, mit dem Prospect, mit dem Kunden habe. Und da möchte ich dir vielleicht sagen, wie ich es früher gemacht habe und wie ich es jetzt mache. #00:20:00-4#

 

Sebastian Eisenbürger: Ja, sehr gerne. Leg los. #00:20:01-8#

 

Michael Turbanisch: Ok. Früher, ich bin sicher vielleicht kennst du solche Leute, solche Verkäufer, die dich anrufen, oder die dir irgendwo auf einer Messe begegnest. Die Stellen sich vor. Dann präsentieren die und dann kommt ein ganz, ganz großer Block Einwandbehandlung: Keine Zeit, kein Interesse, meine Frau ist dagegen, ich habe schon einen Lieferanten… Was es da so alles gibt. Und am Ende kommt eine Entscheidung. Die kann sein „Ja“, „Nein“, oder „Wir vertagen uns“. Kennst du solche Verkäufer? #00:20:27-7#

 

Sebastian Eisenbürger: Ganz klar. #00:20:28-5#

 

Michael Turbanisch: Ja. Wenn wir das ganze jetzt so wie eine Pyramide betrachten drehe ich diese Pyramide ganz gerne um. Das heißt das breite Ende nach oben und das Spitze zum Schluss. Auch ich stelle vor. Aber dann präsentiere ich nicht, sondern dann kommt die Bedarfsanalyse. #00:20:49-2#

 

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:20:50-4#

 

Michael Turbanisch: Und die kommt nach der Formel „gestern, heute, morgen“. Das heißt: Wie hast du es gestern gelöst? Was sind aktuell deine Herausforderungen? Wie wünschst du es dir für die Zukunft? #00:21:01-3#

 

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:21:02-1#

 

Michael Turbanisch: Für alle, die da jetzt im Verkauf also auch tatsächlich drin sind, wirklich eine wertvolle Frage ist dann die sogenannte Feen-Frage. Kennst du die? #00:21:13-8#

 

Sebastian Eisenbürger: Ne. #00:21:14-4#

 

Michael Turbanisch: Sai, stell dir mal vor ich bin die Fee, die gute. Und in Bezug auf deine jetzige Lösung hast du drei Wünsche frei, wie es einfach besser laufen kann. Was wäre das? #00:21:25-9#

 

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:21:26-9#

 

Michael Turbanisch: Und schon sagt du mir deine Kaufmotive. Und Anekdote am Rande: Ich hatte das im Seminar gehört und bin aufgestanden und habe gesagt: „Menschenskinder, stellen Sie sich mal vor ich bin die Fee, die gute“ dann gucke ich so an mir runter und ich meine, ich bin ja jetzt also auch nicht unbedingt die zierlichste Person. Und dann fange ich sowas von das Lachen an. Fragt der am Ende der Leitung: „Ja, warum lachen sie denn?“ Dann sage ich: „Jetzt wollen Sie aber nicht wissen, in welcher Relation die Flügelchen zum Rest von dem Korpus sind von der guten Fee.“ Ja, dann musste der auch lachen, aber der hat das Bild verstanden. Dann habe ich ganz, ganz lange gesagt: „Stellen Sie sich vor Sie treffen eine Fee.“ Also das ist also auch wichtig. Und mittlerweile bin ich halt wieder die gute Fee. (unv.) Ja, und, ja, habe ich seine Kaufmotive. Dann kommt der moralische Vorvertrag. #00:22:17-4#

 

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:22:18-4#

 

Michael Turbanisch: Das heißt ich frage solange: Ist da noch was? Ist da noch was? Ist da noch was? Bis er sagt: Ne, das war es. So, dann fasse ich das nochmal zusammen: „Also wenn wir das und das und das und das jetzt hier und heute zu Ihrer vollsten Zufriedenheit klären, dann machen wir es? Dann sind wir im Geschäft? Dann kriege ich den Deal von Ihnen?“ #00:22:35-0#

 

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:22:36-9#

 

Michael Turbanisch: Ja. Und dann gibt es ein „Ja“ oder „Nein“. Wenn der sagt „Nein“ – „Wie nein?“. Also dann muss ich ja weiterbohren, denn es stört ja noch was. #00:22:43-3#

 

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:22:43-8#

 

Michael Turbanisch: Und das ist im Prinzip so, wie ich das heute mache. #00:22:46-3#

 

Sebastian Eisenbürger: Alles klar. Ja, vielen Dank. Also ich glaube diese Feen-Frage, das wird hier einigen von unseren Hörern ganz, ganz viel bringen, weil das kann man tatsächlich immer stellen. Und ich finde das total cool. Also noch nie gehört. Hat sich extrem schon gelohnt jetzt hier, das Interview. #00:22:58-9#

 

Michael Turbanisch: (lacht) Vielen Dank. #00:23:00-4#

 

Sebastian Eisenbürger: Ok. Jetzt würde mich interessieren ,wie du privat mit Marketing umgehst. Du hast erzählt du schaust fern. Nutzt du AdBlocker zum Beispiel. Hast du Aufkleber am Briefkasten „Keine Werbung“. #00:23:11-2#

 

Michael Turbanisch: Nein. #00:23:11-7#

 

Sebastian Eisenbürger: Auch nicht. Freust du dich über Bannerwerbung im Internet? #00:23:14-9#

 

Michael Turbanisch: Freuen wäre (…) sie stört mich nicht. #00:23:19-2#

 

Sebastian Eisenbürger: Stört dich nicht. #00:23:20-1#

 

Michael Turbanisch: Mhm (bejahend). #00:23:21-2#

 

Sebastian Eisenbürger: Scannst du regelmäßig deinen E-Mail Spamfilter nach falsch sortierten, wichtigen Mails? #00:23:24-6#

 

Michael Turbanisch: Jain. Also ich bin der Meinung, dadurch, dass ich ja selbst im Marketing tätig bin, schaue ich mir schon mal aus beruflichem Interesse sehr viel Werbung an. #00:23:38-1#

 

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:23:38-5#

 

Michael Turbanisch: Und was ich ein bisschen schade finde ist, dass es also wenige witzige Werbung eigentlich gibt finde ich. Wirklich wenig Werbung, wo ich sage: Ey, das bleibt einem dauerhaft in Erinnerung. So wie früher „Pril, sie baden gerade ihre Hände drin“. Wie bescheuert war denn das? Aber das habe ich mir gemerkt, ne? Und heutzutage hast du entweder, ja, sehr, sehr commercial getan, oder du hast es halt sehr emotional. Und beides spricht mich ehrlich gesagt nicht wirklich an. Und aussortieren tue ich so „enlarge your penis“ Dinger. #00:24:18-1#

 

Sebastian Eisenbürger: Davon gehe ich aus, dass du die nicht in Anspruch nimmst. #00:24:21-7#

 

Michael Turbanisch: Ne, ich habe da noch nie drüber nachgedacht. #00:24:24-1#

 

Sebastian Eisenbürger: (lacht) Ja. Aber du bist jetzt grundsätzlich einer eher, der, ja, eher pro Werbung ist, so wie das klingt. #00:24:31-1#

 

Michael Turbanisch: Mhm (bejahend). Klar. #00:24:32-2#

 

Sebastian Eisenbürger: Ok. Also da gehörst du eher tatsächlich zu der Ausnahme. Also Studien gibt es ganz viele, die belegen, dass der Großteil der Verbraucher sich immer mehr davon distanziert, weil es immer, eben es wird immer mehr, immer noch mehr, immer lauter. Und die Unternehmen müssen immer neue Methoden finden. Und die werden dann tatsächlich immer lauter und aggressiver, was die Farben betrifft, was die Kontraste betrifft, was die Preiseinblendung betrifft im Fernsehen und so. #00:24:53-3#

 

Michael Turbanisch: Mhm (bejahend). #00:24:54-0#

 

Sebastian Eisenbürger: Dass die meisten eben umschalten wollen. Dass die meisten auf Streaming-Dienste ausweichen, AdBlocker einschalten im Internet und so weiter. #00:25:00-2#

 

Michael Turbanisch: Mhm (bejahend). #00:25:01-2#

 

Sebastian Eisenbürger: Was würdest du denn sagen, wenn du an deine Empfänger von Marketingbotschaften denkst? Ticken die genau so wie du, oder sind die da vielleicht ein bisschen sensibler? #00:25:09-7#

 

Michael Turbanisch: Die werden sensibler sein. Aber es ist halt, ich sagte ja, also ich beschäftige mich also auch damit, weil ich also gelernt habe ich kann von jedem was lernen. Und wenn er mir nur ein schlechtes Beispiel geben kann, sage ich: „So bitte nicht, aber das finde ich das ganz cool.“ Was ich zum Beispiel richtig cool finde, ist, dass ich wo gesehen habe, dass der unten in seinem Newsletter so einen „per WhatsApp weiterempfehlen“ Button vom Newsletter eingebunden hat. #00:25:37-1#

 

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:25:37-4#

 

Michael Turbanisch: Das fand ich richtig klasse, ja. Und dann habe ich den angerufen und habe gesagt: „Ey, wie hast du denn das gemacht?“ (lacht) Ja, und solche Sachen also. Und als Konsument, jetzt als reiner Konsument, da ist es mir ehrlich gesagt egal. Wenn ich jetzt abends beim Fernsehgucken bin, dann hole ich mir eben Getränke oder ich bringe eins weg. #00:25:56-7#

 

Sebastian Eisenbürger: (lacht) Alles klar. Was hältst du denn von diesen sogenannten Datenkraken? Wie stehst du zu dieser zunehmenden Personalisierung im Marketing? #00:26:04-6#

 

Michael Turbanisch: Was meinst du mit Personalisierung? #00:26:07-4#

 

Sebastian Eisenbürger: Na ja, wenn ich Daten sammle habe ich die Möglichkeit meine Werbung immer mehr zu personalisieren. Ich kenne deinen Namen, weiß vielleicht wie alt du bist, weiß vielleicht, welchen Beruf du hast, kann ungefähr einschätzen, wie viel du verdienst, kann darauf auch auf die Produkte (…) ja, kann die Produkte raten, die dich interessieren könnten. Wenn ich diese Daten habe gelte ich möglicherweise als Datenkrake, Google, Facebook, und so weiter. Und viele Menschen sind der Meinung, dadurch, dass sie personalisierte Werbung erhalten, geben sie dadurch Daten preis. Und das beizt sich bei ganz vielen. Wie stehst du dazu? #00:26:36-3#

 

Michael Turbanisch: Mhm (bejahend). Also ich sage: „Die Geister, die ich rief.“ Wenn ich mich bei so einem Dienst wie Facebook anmelde, oder bei Google, und diese Dienste kostenlos in Anspruch nehme, dann muss ich meiner Meinung nach damit leben, dass die das eben tun. Mir steht es ja frei mich da abzumelden. #00:26:58-4#

 

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:26:59-3#

 

Michael Turbanisch: Das steht mir ja wirklich frei. Bloß ich kann nicht sagen: „Hey ok, ich nutze das sonst gerne und es ist alles super, aber meine Daten will ich nicht hergeben.“ Zumal man bei Facebook nach meinem Kenntnisstand, du bist da sicherlich besser im Thema, sehr viele Einstellungsmöglichkeiten hat, was seine Daten betrifft. #00:27:18-5#

 

Sebastian Eisenbürger: Die man halt auch kennen muss und bedienen muss entsprechend, also einstellen muss. #00:27:21-8#

 

Michael Turbanisch: Da wünsche ich mir vielleicht ein bisschen mehr Transparenz, ja. Aber grundsätzlich, da ich es nie verhindern kann und aber auch nicht vorhabe mich von Facebook oder Google abzumelden, lege ich halt dann ein notwendiges #00:27:34-9#

 

Sebastian Eisenbürger: Und jetzt du als Verbraucher / Konsument #00:27:38-7#

 

Michael Turbanisch: Ja, ich spreche von mir als Verbraucher, als Konsument. #00:27:41-4#

 

Sebastian Eisenbürger: Ja, findest du es gut, dass du personalisierte Mails und Briefe bekommst, oder eher nicht? #00:27:45-6#

 

Michael Turbanisch: Das sind dann die, die ich ganz schnell aussortiere. Also stört mich jetzt nicht sonderlich. Finde ich auch nicht gut. Die lösche ich dann halt. #00:27:55-5#

 

Sebastian Eisenbürger: Ok. Kannst du mir erzählen, warum du das nicht gut findest? #00:27:58-7#

 

Michael Turbanisch: Ja, weil ich diese Werbung nicht angefordert habe. #00:28:03-7#

 

Sebastian Eisenbürger: Ok. Das heißt also, wenn #00:28:07-0#

 

Michael Turbanisch: Weil sie mich jetzt auch in den seltensten Fällen also tatsächlich interessiert. Also wenn mir jetzt jemand mit Retargeting arbeitet, wenn ich jetzt irgendwo bei Amazon was gucken war, ok, das ist was anderes. Da hilft mir Retargeting vielleicht auch eine Entscheidung zu treffen. Mag sein. Aber wenn ich jetzt irgendwelche Mails bekomme, dann, also, ja, dann habe ich die nicht angefordert. Und das finde ich jetzt nicht so gut da dran. #00:28:33-8#

 

Sebastian Eisenbürger: Ok. Ja ist total spannend, weil das ja genau mein Thema ist. Also ich sorge ja dafür, dass Mails nur dort ankommen, wenn sie auch erwartet werden und dann auch noch Inhalt haben, der dazu, ja, dazu motiviert, diese Mail zu öffnen und zu lesen. Und ich finde Personalisierung ist ein wichtiger Punkt, weil nur über Personalisierung und Daten kann ich rausfinden, was dich interessiert und was dich motiviert, eine Mail zu öffnen und zu lesen. #00:28:54-3#

 

Michael Turbanisch: Mhm (bejahend). #00:28:55-5#

 

Sebastian Eisenbürger: Aber ich bin komplett bei dir. Ich würde niemals Mails verschicken, von denen ich nicht sicher bin, dass sie zumindestens wahrscheinlich den Empfänger interessieren. Alles andere ist Spam und irrelevant und unnütz und führt dazu, dass Werbung so wahrgenommen wird, wie es gerade wahrgenommen wird. #00:29:08-5#

 

Michael Turbanisch: Mhm (bejahend). Also, guck mal. Es kommt also wirklich auf den Funnel an, den ich da außen rum baue, ne. Wenn du personalisiert Daten von mir hast und du weißt „Ok, das und das und das interessiert mich. Das und das und das interessiert mich nicht. Das und das ist mein Alter. Jetzt ist mein Familienstand (unv.)“, dann kannst du mir auf Werbeplätzen beispielsweise deine Landing Page, also Werbung für deine Landing Page oder was, ausspielen. Und wenn ich mich dann dort eintrage, dann ist das eine bewusste Entscheidung. #00:29:38-6#

 

Sebastian Eisenbürger: Genau. #00:29:39-3#

 

Michael Turbanisch: Und dann ist das wieder cool. Dann bin ich wieder dabei. #00:29:43-1#

 

Sebastian Eisenbürger: Prima. Alles klar. Dachte du würdest mein Geschäftsmodell überdenken. #00:29:46-4#

 

Michael Turbanisch: Nein. Also vielleicht habe ich es auch nur falsch verstanden. Ich hatte jetzt unaufgeforderte Werbung im Kopf. #00:29:54-2#

 

Sebastian Eisenbürger: Ja. Ne, die meinte ich nicht. Also unaufgeforderte Werbung gibt es bei mir nicht. Das ist tatsächlich Müll. Das ist wie wenn dir jemand von Hinten gegen den Hinterkopf haust (unv.) und das braucht (unv.) #00:30:03-3#

 

Sebastian Eisenbürger: Stopp. Ja, das ist ein bisschen viel für eine Episode und deshalb geht das nächste Woche weiter mit dem Interview von Michael Turbanisch. Und es wird noch super spannend. Also hör dir das auf jeden Fall an. Und bis dahin kannst du ja auch seinen Podcast anhören. „Noch mal von vorn“ heißt der ja und, ja, den „Internet Frühschoppen“ besuchen, jeden zweiten Sonntag, oder die Aufzeichnung anschauen auf YouTube. Ich würde mich freuen, wenn du mir deinen Kommentar hinterlässt bei iTunes und deine Sternebewertung, damit ich weiß, wie ich meinen Podcast noch besser gestalten kann. Dann hören wir uns bald wieder. Bis dann, dein Sebastian. Tschüss! #00:30:41-3#

 

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