#59: Marketing & Ziele – Teil 1 (Norman Gräter im Gespräch)

#59: Marketing & Ziele – Teil 1 (Norman Gräter im Gespräch)

Norman Gräter, der Top-Speaker, Inspirator und zweifacher Europameister im öffentlichen Reden hat ein Ziel. Ein gewaltiges Ziel! Und ich nehme ihm ab, dass er dieses Ziel erreichen wird. Welches Ziel das ist, verrät Norman im Podcast.

Jeder von uns kann Ziele haben und seine Ziele erreichen. Am Anfang steht der WUNSCH. Der drängende Wunsch, etwas zu erreichen.

Norman erzählt in den beiden Episoden, wie du aus deinem Wunsch ein Ziel machst und was zu tun ist, um dieses Ziel auch zu erreichen. Dabei gibt er praktische Tipps und verrät einen ultimativsten Satz, der jeden seiner Vorträge abschließt und der das ganze Thema Zielerreichung perfekt zusammenfasst.

Es ist sehr spannend, zu erfahren, wie Norman Marketing betreibt und welche Methoden er nutzt, um sein persönliches Ziel zu erreichen.

Viel Spaß beim Zuhören und Ziele formulieren! 🙂


Transkription: Marketing & Wünsche – Teil 1, Gespräch mit Norman Gräter

Sebastian Eisenbürger: Marketing und Wünsche. #00:00:02-2#

Sebastian Eisenbürger: Herzlich Willkommen zu einer neuen Episode des Podcasts für positives Marketing. Mein Name ist Sebastian Eisenbürger und heute habe ich den Norman Gräter hier im Gespräch. Wir sitzen hier in Stuttgart am Flughafen im Mövenpick Hotel an einer perfekten Stelle. Es ist ganz ruhig und es ist ein netter Hintergrund hinter uns, hier wir trinken einen Kaffee und freue mich total, dass du da bist Norman. Hallo. #00:00:29-2#

Norman Gräter: Ich freue mich auch. Auch von meiner Seite hallo. Danke für die Einladung. #00:00:32-8#

Sebastian Eisenbürger: Bitte, bitte. Wie geht es dir? Bist du gut gelandet hier? #00:00:34-8#

Norman Gräter: Hervorragend. Flug war zeitig da. Das Wetter ist schön. Was wollen wir mehr (lacht)? #00:00:40-1#

Sebastian Eisenbürger: Das stimmt. Ja, Norman ist Speaker und Experte für Zielerreichung. Magst du kurz mal ausbreiten, was sich dahinter verbirgt und auch, wie du dahin gekommen bist? #00:00:50-3#

Norman Gräter: Sehr gerne. Es verbirgt sich dahinter natürlich, dass ich herausgefunden habe, was jedem Menschen tief im inneren klar ist, jedoch die wenigsten danach leben, dass wir Dinge in unserem Leben nur erreichen, wenn wir auch wirklich ein Ziel haben, und ohne dieses Ziel dümpeln wir dann durch unser Leben und kommen nie wirklich an und regen uns immer über alles auf, was da draußen so ist und dran schuld ist, dass wir Dinge nicht erreichen, jedoch haben über 90% aller Menschen weltweit kein Ziel im Leben. Und drum habe ich mir das auf die Fahne geschrieben, zu sagen: „Hey, Zielsetzung, Zielerreichung. Bring ich doch den Menschen einfach die Dinge näher, die ich aus meiner Erfahrung mitgenommen habe und gelernt von sehr, sehr vielen Top Rednern der ganzen Welt, wie die ihre Ziele setzen, erreichen und was auf dem Weg dahin alles passieren kann.“ Wie ich da selbst dazu kam? Hmm, eher durch Zufall. Ich wusste immer tief im inneren: Ich bin nicht für die Bühne geboren. #00:01:45-2#

Sebastian Eisenbürger: Ok. Das ist jetzt spannend (lacht). #00:01:47-5#

Norman Gräter: Genau das Gegenteil zu dem, was ich jetzt tue. Ich nenne es mal „die versteckte Berufung“. Und von jedem Seminar, von dem ich kam, dass ich, ja ich durfte als Eventmanager damals mit über 16 Jahren im Eventmanagement sehr, sehr viele Vorträge sehen und Seminare besuchen und war immer für die Redner und Prominenten verantwortlich und konnte ja mit denen reden, und habe die dann natürlich immer gefragt, wie wir jetzt bei einem Kaffee, wenn du da natürlich mit einem Gerhard Schröder sitzt bevor der auf die Bühne geht und da ist sonst keiner, da hast du zwei Möglichkeiten: Entweder hältst du die Fresse und guckst ihn nur an, oder du sagst: „Ey ich nutze die Chance einfach mal und stelle eine clevere Frage.“ Und die habe ich dann immer gestellt in der Form von: „Was macht Sie denn erfolgreich? Also warum sind Sie da, wo Sie heute sind?“, oder damals waren, „Und warum sind so viele da eben nicht?“ #00:02:38-6#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:02:39-5#

Norman Gräter: Und interessanterweise habe ich bei allen, die ich gefragt habe, mehr oder weniger die gleiche Antwort bekommen, und die verraten wir deinen Hörern ein bisschen später. #00:02:51-5#

Sebastian Eisenbürger: (lacht) Und mir vor allem. Ok, da bin ich jetzt neugierig. #00:02:54-9#

Norman Gräter: (lacht) Wir kommen nachher drauf zurück. Und das habe ich dann so immer meiner Kollegin Evelyn über den Tisch erzählt, so quasi über ein Tisch Coaching während der Arbeit, dass ich wieder Neues weiß, und irgendwann sagte die: „Ey Norman, hättest du nicht mal Lust das all unseren Kollegen zu erzählen, weil da gibt es jetzt“, keine Ahnung, so eine Art Wettbewerb war es, oder eine Ausschreibung: Wer zu irgendeinem Thema intern was sagen kann, muss nicht unbedingt Thema Event sein, kann sich quasi bewerben für einen Vortrag und den dann vor den Kollegen halten. Und da dachte ich: „Ja, also wäre ja schon toll, weil das Wissen, das ich habe, werden ja andere in der Form nicht bekommen, wenn ich es ihnen nicht mitteile.“ #00:03:33-0#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:03:33-7#

Norman Gräter: Und saß dann Zuhause eines Abends und habe natürlich ein Thema finden müssen aus diesem ganzen breiten Feld von Marketing, Persönlichkeitsentwicklung, alles, was es gibt. Und dachte mir dann: „Ja gut, ohne diese Wünsche, ohne diese Ziele bringt alles andere nichts.“ Ich muss kein Marketing machen, wenn ich nicht weiß, wozu ich es mache. #00:03:53-7#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:03:54-4#

Norman Gräter: Und habe dann alles, was ich hatte, auf einen Haufen geworfen Zuhause auf den Esszimmertisch und habe mich da durchgearbeitet, nochmal alle Unterlagen, alle Aufzeichnungen, alle Hörbücher, alles, was es gab, und gesagt: „Wenn ich jetzt noch nie mit dem Bereich Persönlichkeitsentwicklung, Marketing, Verkauf und so weiter zu tun gehabt hätte, wie müsste ich es hören und verstehen, dass es ich verstehe als absoluter Anfänger?“ Und habe dann einen 2:45 Stunden Vortrag kreiert, den ich dann präsentiert habe vor meinen Kollegen und da hat mich dann quasi meine Berufung gefunden bei diesem ersten Auftritt. Und das lief so gut, dass ich direkt dabei geblieben bin und gedacht: „Hey, da konnte ich so viel bewegen und Leute haben so viel mitgenommen für sich, dass es Verschwendung wäre den nur einmal zu machen.“ Und so hat es sich weiterentwickelt. #00:04:44-0#

Sebastian Eisenbürger: Ok, und das Thema war damals klassisch Persönlichkeitsentwicklung, also tatsächlich für Einsteiger, oder war das hat das schon einen Businesskontext gehabt damals, wenn du sagst: „Für Kollegen und so“? #00:04:53-0#

Norman Gräter: Sowohl als auch. Es hieß „Zielerreichung beginnt im Kopf“. Das war mein Titel, denn mir ist ganz klar: Alles steht und fällt nicht mit dem Geldbeutel, nicht mit den guten Genen, nicht mit dem reichen, oder armen, Papa, nicht mit dem Partner, dem Nachbar, sondern es beginnt und endet in deinem Kopf und auch in meinem. Daher war der Titel so. Ich habe es bewusst strukturiert, dass jeder für sich sowohl fürs Private, fürs Sportliche, fürs Berufliche was mitnehmen kann, weil ich sage: „Wenn dir einmal die Systematik bewusst ist, was unser Körper mit uns macht, ganz automatisch, dann kannst du das für alle Bereiche anwenden.“ #00:05:29-8#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:05:30-3#

Norman Gräter: Und daher auch den Vortrag, den ich jetzt im Anschluss an unser Gespräch haben werde, ist genauso gebaut, dass ich sage: „Ich möchte nicht nur auf den Businesskontext gehen“, sondern du kannst auch sagen: „Hey, ich ziehe mir da was für meine Beziehung raus“, oder: „Ich möchte mal ein tolles Auto fahren, oder ein größeres Haus“, auch dafür funktioniert es. Es soll einfach praktikabel für alle Menschen sein. #00:05:51-1#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Wirst du gebucht aufgrund dieser Inhalte, aufgrund der Zielerreichung, oder aufgrund des Businesskontext und du bringst quasi so die Zielerreichung mit durch die Hintertür mit? Oder andersrum? #00:06:02-7#

Norman Gräter: (lacht) Ja, da müssten wir die Firmen direkt fragen, jedoch aus meiner Eventerfahrung weiß ich, dass sehr viele Firmen Redner buchen, die primär unterhalten sollen. Wir hatten es ja gerade: „Bist du Trainer? Bist du Speaker? Bist du Berater?“ Der Speaker hat primär die Aufgabe wirklich zu unterhalten und das natürlich mit einem Businesskontext, dass die Leute was lernen, also nur Witze erzählen wird jetzt keiner buchen. Es ist schon die Mischung. Und natürlich Zielerreichung, da es sehr allgemein ist und für alle greifbar buchen das gerne die Leute, die halt dann sagen: „Ja gut, ein reiner Marketingvortrag, reiner Verkaufsvortrag, ein reiner ‚Wie spreche ich Null- und Neukunden an?‘, das ist sehr spezifisch, aber Ziele haben wir alle. Ziele haben Firmen. Ziele habe ich vielleicht als Privatperson.“ Und daher funktioniert das sehr, sehr gut mit diesem Themenblock, dass Firmen mich da buchen. #00:06:55-1#

Sebastian Eisenbürger: Alles klar. Jetzt heißt unsere Episode „Marketing und Wünsche“. Wie gehören jetzt die Wünsche mit in dieses Szenario der Ziele mit hinein? #00:07:03-8#

Norman Gräter: Ich glaube, dass Wünsche nur ein anderes Wort für Ziele ist, beziehungsweise die Ziele aus den Wünschen resultieren, denn sind wir mal ehrlich, ob du dir das bewusst macht, oder nicht: Du hast Wünsche in dir. #00:07:20-7#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:07:21-4#

Norman Gräter: Sehr viele Menschen fokussieren sich leider auf das, was sie nicht haben möchten, anstatt zu sagen: „Ich jammere nicht den ganzen Tag und rege mich auf über die Sachen, die ich nicht habe, sondern ich fokussiere mich auf das, was ich möchte.“ Eine ganz andere Baustelle, auch wenn man jetzt sagt: „Ja gut, ist doch im Grunde noch egal, ob ich sage: ‚Ich möchte von etwas weg‘, oder: ‚Ich möchte zu etwas hin.'“ Jedoch ist es nicht so und auch in unserem Körper nicht. Du kannst zum Beispiel, oder all die Hörer können jetzt eine kleine Übung mal mitmachen, wenn ihr Lust habt: Schaut euch mal in dem Raum um, in dem ihr seid, oder vielleicht seid ihr im Auto, oder Zuhause irgendwo unterwegs, ist ganz egal. Schaut euch mal in diesem Bereich Raum um und prägt euch so zwei drei Gegenstände, oder vielleicht andere Fahrzeuge, in der Farbe Weiß ein, oder vielleicht gibt es ein Schild an der Seite, das weiß ist beim Vorbeifahren. Einfach ein paar weiße Dinge merken. Vielleicht liegt auch im Auto, im Büro was weißes wie eine Visitenkarte, oder ein Block liegt hier bei uns zum Beispiel. Die Wand ist weiß. Die Decke ist weiß. Einfach so zwei drei Dinge angucken und merken. Und jetzt schließen mal bis auf die Autofahrer, ihr lasst bitte die Augen auf, aber alle anderen, die gerade kein Fahrzeug, oder Flugzeug, oder sonst was steuern, schließt mal bitte kurz die Augen und stellt euch nur vor eurem geistigen Auge einige Gegenstände in der Farbe schwarz vor, die ihr gerade gesehen habt. Ihr merkt schon zwei drei sind jetzt verwirrt, die sagen: „Moment, der wollte doch weiß.“ Könnt die Augen wieder aufmachen. Das ist genau das, was in unserem Körper auch passiert. Das ist der Fokus. Natürlich schaut euch um: Es gibt sehr viel Schwarze und Braune, bei uns gibt es noch Grün, Orange, alles Mögliche, Gold. Es gibt sehr viele Gegenstände in anderen Farben und doch haben wir die gerade bewusst nicht wahrgenommen, weil ich drum gebeten habe: „Fokussiere dich bitte rein auf weiß.“ #00:09:12-4#

Sebastian Eisenbürger: Auf weiß, ja. #00:09:13-3#

Norman Gräter: Und so macht das unser Unterbewusstsein auch, wenn ich sage: „Ich möchte weg von etwas“, also: „Mich regt dieser Job auf. Der kotzt mich an. Die Kollegen sind schlecht. Das Produkt ist schlecht. Die Bezahlung ist mies“, dann fokussiere ich mich ja damit automatisch auf all die Dinge, die ich nicht haben möchte. Und somit sehe ich viel, viel mehr von den Dingen, die ich nicht haben möchte und ich bekomme in meinem Leben viel mehr Beweise, dass das Leben und alles Scheiße ist. Wenn ich jetzt jedoch sage: „Ich drehe den Fokus um, und ich gucke nicht auf Weiß, sondern ich gucke auf Schwarz zum Beispiel, oder auf Rot“, drehe ich den Fokus und ich sage: „Was kann ich denn verändern? Gibt es denn Möglichkeiten?“ Vielleicht ist in der Firma, in deinem Berufsleben, im Privatleben nicht alles Gold was glänzt und nicht alles toll, jedoch schau mal auf die positiven Dinge, denn es gibt ja einen Grund, warum du in einer Beziehung bist, warum du einen bestimmten Job machst: Was waren die Dinge, die dich da reingebracht haben? Was macht wirklich Spaß und Freude? Daher ist es so wichtig wirklich sich auf das zu fokussieren, was man möchte, und nicht, was man nicht möchte, weil genau da geht die Energie hin und man bekommt immer mehr. #00:10:17-9#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:10:18-8#

Norman Gräter: Vielleicht noch einfacher gesagt, kennt sicher auch jeder das Naturgesetz von Saat und Ernte. Ich möchte Kopfsalat, säe aber Gurkensamen ein, da kann ich so sehr auf diesen Boden antrampeln und den anschreiben, es wird einfach kein Kopfsalat wachsen, denn der Samen, den ich säe, der wird aufgehen. Es ist auch mit unserem Fokus, mit unseren Gedanken: Das, was ich rausschicke, kommt zu mir zurück. #00:10:44-2#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Vielen Dank, also sehr eindrucksvolles Bild, zum einen das mit dem Salat und auch das mit der Farbe. Und ich stelle fest: Im Grunde könntest du auch meinen Marketingvortrag halten, den ich hier jede Woche einmal halte, weil es im Grunde um dasselbe geht. Es geht um den Perspektivwechsel, den Unternehmen einnehmen müssen, um sich auf die richtige Seite zu fokussieren. Ja, also tatsächlich gibt es da schon ganz, ganz viele Parallelen. Ja. Ich habe gelesen, oder gehört besser gesagt im Interview, dass du mit dem Daniel Zebezauer gemacht hast, dass du ein ziemlich großes Ziel verfolgst, und zwar ist das in einigen Jahren eine etwas größere Halle zu füllen mit Menschen. Magst du da ein bisschen erzählen? Es ist ja so ein ja ein ziemlich bombastisches Ziel aus meiner Sicht. #00:11:20-0#

Norman Gräter: Es passt natürlich auch sehr gut zu unserer, beziehungsweise deiner Vorfrage „Was hat jetzt Marketing mit Wünschen und Zielen zu tun?“. Irgendwann kommt man natürlich in seinem Leben an den Punkt, besonders wenn man drüber spricht, dass ich sage: „Na gut, ich sollte doch selber ein großes Ziel haben.“ Also ich kann jetzt nicht dir und den Zuhörern und den Menschen da draußen was zu Zielsetzung sagen, und dann fragen mich die Leute vielleicht: „Sag mal, was hast du für ein Ziel Norman?“ Und ich sage: „Ja, keine Ahnung. Frieden in der Welt.“ Miss Germany. Ist zu klein. Und da saß ich nach meinem zweiten Vortrag, den ich gehalten hatte, also zwei Vorträge vor Kollegen, so weit weg von Weltkarriere, saß ich in einem Hamburger Hotel über einem Dokument von Anthony Robbins, einer der Top Motivatoren weltweit, und da stand: „Setz dir bitte ein Ziel in einem, in 5, in 10, in 15 und 20 Jahren.“ #00:12:12-0#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:12:12-8#

Norman Gräter: Und ja gut, dann saß ich da und habe überlegt: „Ja was wär denn zu dem Thema ‚Reden‘ eine tolle Geschichte? Ja mal so eine große Halle voll machen.“ Ist ja das Ziel von jedem, der auf eine Bühne geht. Gesagt, getan. Überlegt: „Was für ein Jahr kann ich nehmen?“ Das war vor, glaube, vor vier Jahren mittlerweile und dachte: „Gut, 2020 ist toll. Das klingt rund. Das ist schön. Nehmen wir 2020.“ Nur stand da dabei: „Sei bitte konkret.“ Das heißt ein Datum, ohne konkretes Datum dahinter, also nur ein Jahr, oder so „ich möchte mal in ein zwei Jahren“, das ist ein Wunsch, aber keine Vision. Das heißt ich möchte das zwar, aber da ist kein Drive dahinter, weil ich ja keinen Druck habe bis zu einem gewissen Punkt fertig zu sein. Mir fiel da nichts Besseres ein, sechs Jahre im Voraus, wie mein eigener Geburtstag. Ich dachte das ist ein cooles Datum, weil selbst wenn es warum auch immer nicht klappen sollte, meine Gedanken damals, heute gibt es die nicht mehr, kann ich zumindest sagen: „Ich habe eine geile Geburtstagsparty.“ Gesagt, getan: 24.03.2020 war gesetzt und habe mich da natürlich gedanklich umgeschaut in der Region, aus Künzelsau kommend, da gibt es die Stadthalle. Die hatte ich mittlerweile schon öfter gefüllt, von daher war das kein Ziel. Damals hatte ich es noch nicht. Dachte: „Stuttgart ist toll. Schleyer-Halle gibt es. Porsche-Arena. Was klingt cooler? Schleyer-Halle, Porsche-Arena? Porsche-Arena! Wie viele passen da rein? 6000. Nach zwei Vorträgen vor Kollegen ambitioniertes Ziel. Gut, machen wir. Brauchen ja ein Ziel im Leben.“ Und habe das Ziel dann nicht nur bei mir auf Papier geschrieben, sondern wirklich verfolgt und bin am gleichen Abend noch in die Bar mit einem Kollegen und Freund von mir und habe dem davon erzählt, Christian Doll, der aus Stuttgart der Konzertveranstalter ist. #00:14:04-4#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:14:05-0#

Norman Gräter: Und sage: „Du Christian, ich habe vorhin festgelegt: Ich mache die Porsche-Arena voll in sechs Jahren.“ #00:14:09-8#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:14:10-7#

Norman Gräter: Und dann war er kurz still und hat so überlegt und sagte dann zu mir: „Das ist cool. Das machen wir.“ Dann war ich still. Sagte: „Wie das machen wir?“ Er hat so im Kopf so: „Ja Freundschaft und Beruf sind zwei paar Stiefel. 6000 Leute, das kostet ein bisschen was. Und du willst Veranstalter für den Event?“ Da hat er gesagt: „Ja, ich habe dich doch gehört bei deinem ersten Vortrag. Das war cool. Ich glaube da dran, du schaffst das. Wir machen das zusammen.“ Und dann hatte ich quasi mit einem Fingerschnips einen Veranstalter, der gesagt hat: „Ich mache das mit dir.“ Und das ist das Ziel dahinter, also die Porsche-Arena in mittlerweile nur noch vier Jahren zu füllen, aus dem einzigen Grund gar nicht des Egos Willen, sondern als klassische Beweisführung, da es ja immer wieder Menschen gibt, die sagen: „Hey, das ist toll, was du in den Vorträgen sagst, nur funktioniert das auch?“, dass ich sage, manchmal klingt es so einfach, das kannst du auch im Marketing: Allein der Perspektivwechsel kostet jetzt nichts, nur der Mut ist zu tun. Und man sagt: „Ok, das ist der Weisheit letzter Schluss.“ So ging es mir auch. Und habe gesagt: „Ja ich beweise es euch selber, dass es möglich ist, und zwar jedes Ziel, dass du dir setzt im Leben.“ Für mich ist es die Halle voll zu machen, ein Ziel, dass weit über meine Grenzen hinaus ging damals und heute noch geht, 6000 Karten zu verkaufen. An wen? Ich meine da geht es ja nicht drum das zu verschenken, sondern für 36,50€ so eine Karte loszukriegen, und habe gesagt: „Ich nehme die Leute mit auf den Weg.“ Also wo ich zu Beginn, das ist vielleicht auch eine coole Marketinggeschichte, also aus meiner Sicht sicher, aber als Hinweis auch für die Hörer, was sie tun können: Ihr müsst Dinge anders machen. Weil mir klar war: Ich bin kein Reinhold Messner, ich bin kein Franz Beckenbauer, der jetzt von Erfolgen berichten kann, zwar ein spannendes Leben gehabt und tolle Sachen erlebt und viele Menschen getroffen, nur in so einer Businesswelt bezahlt keine Firma Geld, damit ich Geschichten erzähle, wie ich irgendwelche Prominenten betreut habe. Und daher war mir klar: Ich kann das System nur bezwingen, wenn ich es auf den Kopf stelle und habe gesagt: „Ich erzähle dir nicht vom Berg, wie es war, sondern ich nehme die Erfahrungen von Leuten, die auf einem Berg waren und baue mir selber einen in sechs Jahren.“ Das heißt ich nehme dich mit auf meinen Berg. #00:16:28-5#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:16:29-8#

Norman Gräter: Und somit ist dieser Event in vier Jahren die klassische Beweisführung, dass es funktioniert. Das heißt du kannst jetzt durch meine Blogs, durch Facebook mich verfolgen: „Was mache ich? Ich schreibe ein Tagebuch, wo direkt und genau reinkommt: Was haben wir heute gemacht? Was habe ich gelesen? Was habe ich gehört? Was habe ich erfahren? Wie habe ich es umgesetzt? Was hat geklappt? Was hat nicht geklappt?“, damit jeder, der am 24.03.2020 kommt für sich selber einen Bauplan bekommt und sagt: „Hey, da hat es einer vorgemacht, über sechs Jahre Feldstudie, sage ich mal, anhand seines eigenen Lebens. Und von dem gesehen kann ich doch jetzt auch mir ein Ziel setzen?“ Es gibt mein Tagebuch, das gibt es noch gratis mit dem Ticket, also dass du wirklich nachher rausgehen kannst und sagen: „Ich nehme jetzt das, was er gemacht hat, und packe es nur auf mein eigenes Thema und bringe den Mut auf das wirklich anzugehen.“ Und das war die Idee hinter diese 2020 Vision und der großen Halle, was Daniel gesagt hat. #00:17:27-2#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Ja, das ist total spannend. Also mich musst du gar nicht überzeugen. Ich habe das ja schon hinter mir zum Glück. Ich habe mein 10-Jahre-Ziel vor zwei Jahren erreicht und weiß, wie ich es gemacht habe und auch weiß jetzt, wie es geht tatsächlich. Was mich bei dir interessieren würde, ich meine sechs Jahre ist eine lange Zeit, bei mir die zehn Jahre waren es die waren noch länger: Wie schaffst du es dennoch jeden Tag auf dieses lange Perspektive hin auf dieses Ziel zuzuarbeiten, oder hast du Zwischenziele, oder wie organisierst du das, dass du motivierst bleibst? #00:17:53-4#

Norman Gräter: So ist es. Also du hast es schon richtig gesagt. Das hattest du sicherlich auch. Zwischenziele sind das A und O, denn über einen Zeitraum von mehreren Jahren hältst du deine Motivation und Laune nicht oben. #00:18:05-3#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:18:06-0#

Norman Gräter: Was die Zwischenziele natürlich auch noch anfeuert auch die Zwischenziele zu erreichen sind sogenannte Visionsbilder, Amerikaner sagt ja Vision Board, haben wir sicher alle schon mal gehört. Im Grunde genommen ein Board, eine Collage zum Beispiel, auf die du Fotos packst von Dingen, die du erreichen möchtest. Die kannst du Publik machen. Die kannst du nur für dich behalten. Das ist ganz egal. Wichtig ist, dass du sie anschaust. Ich habe zum Beispiel mein Vision Board 2020 ist bei mir der Bildschirmhintergrund meines Laptops, also immer, wenn ich meinen Laptop aufmache, sehe ich „Norman Gräter Live Porsche-Arena mit klassischem Orchester 24.03.2020“. Somit werde ich jedes Mal, wenn ich in den Laptop schaue, das hängt bei mir in Künzelsau zum Beispiel auch im Bad. Es hängt im Schlafzimmer. Es hängt überall, dass egal, wo ich bin, ich immer wieder mit diesem Ziel konfrontiert werde und weiß: „Oh Moment, vielleicht bin ich ja gerade auf einem anderen, ich möchte nicht falschen Weg sagen, sondern auf einem anderen Weg, der nicht dem Ziel hilft“, dass ich mir durch dieses Vision Board im Grunde genommen immer wieder persönliche Punkte und Anker setze, dass ich einfach zurückgeholt werde und sage: „Hey Norman, fokussiere dich auf das, denn das wirst du erreichen.“ #00:19:20-7#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:19:21-1#

Norman Gräter: Und da hilft mir das unheimlich. Packt das auf euer Handy. Ich kenne Leute, die legen ihre Vision Boards sogar ins Bett, also nicht ins Bett selber, sondern an die Decke des Bettes, also sagen: „Da liege ich nachts drin und gucke an die weiße Decke und fokussiere mich dann genau auf das, was ich erreichen werde.“ Toilette ist ein guter Platz. Da sitze ich rum und glotze gegen die Kachelwand. Kann ich auch auf meine Ziele schauen. Und das mache ich unter anderem, um es zu tun. Ich meditiere seit einigen Monaten, oder mittlerweile Jahren, und bring da auch meinen Fokus rein, jedoch für jeden, der noch nicht so wirklich konform in dem Thema ist und sagt: „Nee, Meditation geht mir zu weit“, macht dieses Vision Board! Hängt euch das auf. Nimmt es als Bildschirmhintergrund, Handyhintergrund und konfrontiert euch selber immer wieder mit diesem Ziel und holt euch selber zurück. #00:20:11-3#

Sebastian Eisenbürger: Wie geht dein Umfeld damit um? Also wenn ich mich an mich zurückerinnere: Ich habe da anfangs überall erzählt und habe sehr, sehr viele Dämpfer gekriegt, von wegen: Du spinnst. Und du kannst das nicht. Und das wird doch nie was. Und warum solltest gerade du derjenige sein, der das schafft und so weiter. Da habe ich schnell angefangen das alles für mich zu behalten und das ja schon noch jeden Tag drüber nachzudenken, aber eben nicht mehr drüber zu sprechen. #00:20:29-6#

Norman Gräter: Mhm (bejahend). #00:20:30-2#

Sebastian Eisenbürger: Wie machst du das anders? Also du machst das sehr, sehr öffentlich. Jeder weiß das, der das wissen möchte und ich weiß nicht, ob du da mit Anfeindungen leben darfst, oder ob das bei dir gar nicht passiert. #00:20:39-7#

Norman Gräter: Bei der Vision 2020 glücklicherweise nicht. #00:20:43-5#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:20:44-3#

Norman Gräter: Ich habe bisher noch niemanden getroffen, der gesagt hat: „Das ist eine scheiß Idee.“ Also jeden, den ich treffe, sagt: „Das ist ja eine coole Sache. Respekt vor deinem Mut, vor dem Herangehen.“ Es gibt ja Menschen, die helfen wollen, zum Beispiel die Werbung läuft jeden Tag vor der Halle. Und da gab es auch Menschen, die angerufen haben und gesagt haben: „Liebe Schleyer-Halle, Porsche-Arena, ihr habt euch verschrieben in der Werbung. Es müsste doch sicher damals 2015 heißen und nicht 2020, weil einfach zwischen 2016 zu Beginn und 2020 nichts kam.“ Da kam so ein Break in der Werbung und da kam dieser gefühlte Quantensprung und da dachten die Leute natürlich: „Ja gut, das muss ja nächstes Jahr sein. Die haben sich verschrieben.“ Auch da wieder Marketingeffekt. Werbung, die anders ist, die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Jedoch zurück zur Frage. Die Anfeindung in der Form gab es nicht. Muss mich wirklich zurückerinnern. Nee, es gab nur Zuspruch. Ich weiß jedoch, was du meinst. #00:21:40-7#

Sebastian Eisenbürger: Ich muss mich noch ergänzen: Also ich war damals Anfang 20, hatte keine Ausbildung, habe ein mega schlechtes Abitur hingelegt, habe so vier Jahre vor mich hingedümpelt und tatsächlich auch nichts erreicht. Also ich habe nicht die beste Ausgangssituation gehabt damals, um zu sagen: „Ok, ich werde Geschäftsführer. Ich werde mein eigenes Haus in zehn Jahren haben und mir nie wieder Sorgen um Geld machen müssen.“ Also das war eine andere Ausgangssituation möglicherweise als bei dir vor zwei Jahren (lacht). #00:22:02-6#

Norman Gräter: Das ist richtig. Ich habe ein Vergleichsbeispiel aus meiner Seite. Ich war 24 Jahre angestellt und hatte einen Job in einer ganz tollen Firma, mit der ich auch heute noch sehr verbunden bin, die mir einfach Sicherheit garantiert hätte, also hätte ich nicht diamantene Löffel gestohlen, bis zu meiner Rente. Und ich dachte auch zu einem gewissen Zeitpunkt mal: „Da werde ich immer sein und bleiben.“ Und dann kam eben dieser Wechsel, dass ich gemerkt habe: „Meine Passion geht in eine andere Richtung.“ Und ich habe mich woanders hin entwickelt, eben Menschen zu helfen über das über die Plattform der Bühne. Und irgendwann traf diese Nachricht natürlich auch meine Eltern, respektive auch meine Mutter, dass ich jetzt vorhätte in der Agentur damals zu kündigen, was ich natürlich verschwiegen habe. Mir war klar, was kommen würde als Reaktion. Da vorausschicken: Ich liebe meine Eltern über alles, und ihre Reaktion ist auf den ersten Blick der von dir angesprochene Dämpfer, jedoch in ihrer Welt genau das Richtige. Sage ich gleich noch einen Satz dazu. Auf jeden Fall rief sie an und sagte: „Ja Norman, hast du denn schon bei der Agentur gekündigt?“ Da habe ich gesagt: „Ja.“ Da war Stille. Habe so im Hintergrund die Strohballen vorbeiwehen sehen, nur noch die Mundharmonika gefehlt, die spielen „Spiel mir das Lied vom Tod“. Und da sagt meine liebende Mutter: „Oh. Dann ist das Kind ja schon in den Brunnen gefallen.“ Mein Puls Blutdruck ging natürlich ins Unermessliche und ich habe mich dann sehr schnell aus diesem Telefonat verabschiedet und mich natürlich maßlos aufgeregt gleich dieser nicht vorhandenen Unterstützung meiner Eltern, jedoch revidieren, was ich gerade erwähnt habe: Meine Mutter hat alles richtig gemacht, und zwar aus ihrer Sicht. #00:23:52-0#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:23:53-3#

Norman Gräter: Sie hat eine gewisse Sicht. Sie war immer angestellt. Mein Papa ist immer angestellt. Der Großteil der Freunde ist angestellt. Und somit ist ihre Welt der Sicherheit eben, dass du angestellt sein solltest, um diese Sicherheit zu haben. Und Frauen haben sowieso ein extrem hohes Sicherheitsbedürfnis im Vergleich zu uns Männern. Das ist quasi angeboren, genetisch bedingt. Von daher war ihr nur wichtig, dass es mir einfach ein Leben lang gut geht und sie befürchtet, dass wenn ich mich selbstständig mache, ich quasi mit eben, ähnlich wie du gesagt hast, nicht so gut in der Schule, können wir uns die Hand geben, mit dem geringsten Aufwand einmal durch, ohne zu fragen, Hurra, jedoch weit weg von gut, hat sie gedacht: „Ja gut, das stürzt ihn in seinen Ruin. Der kann dann für die Familie nicht mehr sorgen und für die Kinder. Und wie soll das werden?“ Somit war ihr Tipp aus rein ihrer Sicht der richtige. Aus meiner Sicht hätte ich mir natürlich mehr Unterstützung gewünscht, was in dem Fall nicht da war. Und da mein Tipp: Auch wenn die Welt gegen euch ist, das weißt du aus deinem eigenen Beispiel, bleibt dran! Wenn du weißt, wozu du es machst, oder warum du was machst, und der Grund ist so stark, dass er dich morgens aus dem Bett reißt, dann ist es das Richtige, dann gehe durch. Und wenn du den Druck massiv auf dich selbst erhöhen möchtest: Mache es publik! So wie ich mit der Halle. Ich habe einen anderen Kollegen, der ist Trainer, da weiß ich: Der möchte irgendwann in ein paar Jahren das Olympiastadion füllen in München. #00:25:20-3#

Sebastian Eisenbürger: Ok. #00:25:20-9#

Norman Gräter: Ich glaube, ich weiß es nicht sicher, ich glaube jedoch, dass er es noch nicht gebucht hat. Er hat es publik gemacht, aber noch nicht gebucht. Und ich möchte da gar nichts Schlechtes drüber sagen. Ich finde das toll. Ich wünsche ihm, dass er es erreicht, nur der Hinweis für all die Hörer: Mache es publik und ziehe es durch! Also sage nicht: „Ich möchte irgendwann mal irgendwas“, sondern sage: „Nee, ich committe mich. Ich buche diese Halle. Ich buche das Orchester. Ich setze es mir nicht nur als Ziel, sondern ich stehe auch gleich dazu und sage: ‚Volles Risiko. All-In.‘ Und ich gebe es raus in die Welt, denn die Welt kommt immer wieder zurück zu mir und fragt: ‚Na Norman, wie viele Karten hast du denn schon verkauft?'“ Regelmäßige Fragen. #00:26:01-3#

Sebastian Eisenbürger: Wie viele Karten hast du denn schon verkauft (lacht)? #00:26:03-6#

Norman Gräter: Danke Sebastian. Aktuell sind es 670. #00:26:07-8#

Sebastian Eisenbürger: Ok, Respekt. #00:26:09-0#

Norman Gräter: 10% Hürde ist geknackt. Habe noch vier Jahre. Phänomenal. Wenn ich zurückblicke und sage: „Hey, kleiner Junge aus Künzelsau hat 670 Karten gegen Geld verkauft“, also nicht verschenkt, sondern wirklich verkauft, haben mir Leute teilweise sechs Jahre im Voraus Geld gegeben, ist grandios. Und das funktioniert natürlich nur, und auch deine Glaubwürdigkeit funktioniert nur, wenn du nicht nur sagst: „Ich habe das irgendwann mal vor“, sondern wenn du auch sagst: „Nee, ich habe es nicht nur vor, sondern ich mache es und es läuft.“ Und auch das war wieder, um in die marketingtechnische Richtung zu denken, natürlich auch mein USP zu sagen: „Ich beginne den Kartenvorverkauf 2020 Tage vor dem Event.“ Hat auch noch keine gemacht. Und somit bin ich nicht aufgrund meiner Beliebtheit, oder Bekanntheit, aber aufgrund der Vorverkaufszeit und der verkauften Karten in dieser Zeit, besser als es Lady Gaga ist, die Rolling Stones, und alle Robbie Williams, Justin Bieber und wie sie heißen. Nochmal: Nicht, weil ich der bessere Künstler bin, nur weil ich früher angefangen habe. Eine Beyonce hat, warum soll die sechs Jahre im Voraus Karten verkaufen. Das kauft keiner. #00:27:18-7#

Sebastian Eisenbürger: Ja klar. #00:27:19-3#

Norman Gräter: Und das ist auch wieder so ein Ding: Sei ein bisschen anders. Wir alle können das Rad nicht neu erfinden. Du als Marketingexperte nicht. Ich als Zielsetzungexperte nicht. Was wir jedoch machen können: Wir können die Felge verändern auf dem Reifen. Und das habe ich gemacht mit dem Teil und das war das, was mir sehr, sehr oft Tür und Tor öffnet, eben diese Vision, dass dann auch Firmen sagen: „Hey, guck mal. Das ist nicht nur ein Schwätzer, sondern der macht auch. Der geht ein großes Risiko ein.“ Und das gefällt Unternehmern. Und das ist auch so ein Grund, warum viele Buchungen zustande kommen, weil die einfach sagen: „Hey, wer so ein Risiko eingeht, der muss ja einen guten Plan haben, um das zu erreichen, sonst würde er es ja nicht machen.“ Von daher immer ein bisschen was verändern. #00:28:03-4#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Ja, also ich kann das alles unterschreiben, was du sagst (lacht). Was mich jetzt noch interessiert, wir sind schon fast am Ende unserer ersten Episode angekommen, bevor wir nachher bisschen tiefer ins Thema Marketing einsteigen: Ich habe festgestellt für mich, und vielleicht bist du da meiner Meinung, dass es da gewisse Voraussetzung bedarf, um überhaupt Ziele erreichen zu wollen und dann auch zu können. Willst du mal aus deiner Sicht erzählen, welche Voraussetzung das sein können? Also ich denke gerade so an Werte, finde ich für mich persönlich ganz, ganz wichtig, die ich damals annehmen, oder angenommen habe, und aufgrund derer es eben geklappt hat. Wie war das bei dir, oder wie ist es bei dir? #00:28:38-2#

Norman Gräter: Absolut. Wenn du natürlich mehr in die Tiefe gehst, sind die Werte ganz wichtig. Was sind meine Werte, für die ich stehe? Was ist das, was ich erreichen möchte? Was für Werte transportiert das? Die sechs menschlichen Grundbedürfnisse sind auch ganz wichtig, also geht es mir drum, dass ich Sicherheit habe, dass ich als zweiten Punkt Unsicherheit habe, oder Abwechslung, was sich im Grunde nochmal aufhebt jetzt für viele sagen: „Ja, Sicherheit Unsicherheit macht ja keinen Sinn.“ Jedoch haben wir alle das Bedürfnis nach Sicherheit, also Dach über den Kopf, einen Job, was zu Essen. Und Unsicherheit haben wir, dass wir sagen: „Wir wollen nicht jeden Tag Kartoffel mit Schnitzel zum Beispiel essen, sondern wir wollen auch mal was anderes. Wir wollen auch nicht immer den gleichen Urlaubsort.“ Wir brauchen Dinge, die sich abwechseln in unserem Leben, sonst wird es zu monoton. #00:29:23-9#

Sebastian Eisenbürger: Aufregung, eine gewisse, gesunde Aufregung. #00:29:26-2#

Norman Gräter: So ist es ja. Punkt Nummer 3 ist Anerkennung. Viele streben nach Anerkennung. Ist auch eins der menschlichen Grundbedürfnisse. 4 ist Liebe und Verbindung. 5 ist Wachstum. Und 6 ist etwas zurückgeben. Und auch da ist es ganz wichtig: In welcher Phase dieser 6 bin ich denn gerade? Also die mischen sich immer durch, je nach Lebensphase. Und trifft das, was ich machen möchte, dieses Ziel, das ich erreichen möchte, auch mein Grundbedürfnis? Denn wenn ich Mensch bin, der ein unheimliches Sicherheitsbedürfnis hat und sage: „Jetzt setze ich mir so ein Ziel wie mit der Halle und ich weiß, dass so ein Abend, also meine Erfahrungen, so, wie ich es haben möchte, sicherlich an die 150.000€ kosten wird.“ Und jetzt guckst du dir deinen Kontoanzug Kontoauszug an und sagst: „Hmm, leichte Diskrepanz zwischen was da steht an Summe und das, was es kostet, für den Fall, dass niemand kommen sollte.“ Also da ist ganz wichtig. Wer sich jetzt nicht in die Meta-Modelle des Menschen einarbeiten möchte, sondern sagen: „Was ist denn grundsätzlich wichtig?“, möchte ich jetzt den Satz verraten, den mir die ganzen Prominenten gesagt haben (…) #00:30:32-9#

Sebastian Eisenbürger: Ja, bitte. #00:30:34-0#

Norman Gräter: (…) der für mich das Ultimativste ist zum Thema Ziele angehen, Wünsche erreichen und so weiter, bevor es in die Werte geht und die anderen Sachen. Das ist ein ganz einfacher Satz, der jeder, der mir das gesagt hat, in seinen eigenen Worten gesagt hat, jedoch die Quintessenz und mein Motto, das ist auch immer mein letzter Satz in einem Vortrag: „Mache mehr von dem, was dich wirklich glücklich macht.“ Denn wenn du es schaffst, das zu leben, dass du, egal, was es ist, dass du mehr von dem machst, was dich wirklich tief im inneren glücklich macht und du auch noch weißt, wozu du es machst. Kennst du deine Grundbedürfnisse, was befriedigst du damit? Das heißt dir muss klar sein: Was brennt in mir? Was macht mir Spaß? Wo könnte der Tag 50 Stunden haben und ich sage: „Ich würde immer noch weitermachen.“ Das ist dein Ding. Und wenn du das noch verbindest mit der Antwort auf die Frage: „Wozu möchte ich das jetzt machen?“ Also was ist am Ende des Tages, oder von Jahren, oder bei mir nach sechs Jahren mit dieser Vision 2020, was soll der Grund sein? Warum mache ich das? Wozu? Mache ich das für mein Ego? Oder mache ich das für andere? Oder mache ich es, um Geld zu verdienen? Sind wir bei den Grundbedürfnissen. Wenn du das klar hast, und dann noch die Werte dazu packst und sagst: „Ist ja ähnlich wie die Grundbedürfnisse. Warum ist es denn wichtig?“ Und die Antwort auf die Frage: „Wozu möchte ich es erreichen?“, stark genug ist, dann reißt es dich morgens aus dem Bett und lässt dich nicht mehr schlafen. Dann erreichst du jedes Ziel, ob dein Konto voll ist, ob du tolle und bekannte Eltern hast, ob du nicht so eine tolle Jugendkarriere, wie du vorhin gesagt hast, hattest mit schlecht in der Schule und das Umfeld war gegen mich und alles ist eingebrochen, das weißt du aus eigener Erfahrung. Es ist egal. Wichtig ist: Habe ich gecentered, möchte ich sagen, also du musst mittig in deiner Mitte sein. Setze dir ein Ziel, was in dir brennt, wo du sagst: „Da gehe ich durch jede Wand.“ Sei dir bewusst: „Warum will ich es erreichen?“ Und all die anderen Sachen kommen dann nach und nach. #00:32:39-3#

Sebastian Eisenbürger: Perfekt. Lass uns jetzt hiermit unsere erste Episode abschließen. Ich könnte dir noch stundenlang zuhören und auch noch ganz viele Fragen stellen, doch unsere Zeit. Ja, dann möchte ich mich ganz herzlich mal bedanken für jetzt. Wir reden dann gleich weiter, bisschen stärker um das Thema Marketing. Und du hast noch eine Sache, über die wir gerne sprechen möchten, die dann bei dir kurz davor steht. Ganz herzlichen Dank Norman für die vielen, vielen Dinge, die du mit uns geteilt hast hier. Ja, es ist großartig zu hören ja was Ziele mit einem machen können, und dass es irgendwie einen Wunsch bedarf, um überhaupt an das Ziel zu kommen. Und ja, dann bin ich gespannt, wie es weitergeht. Vielen Dank. #00:33:15-2#

Norman Gräter: Sehr gerne. #00:33:15-9#

Sebastian Eisenbürger: Und bei dir, lieben Zuhörer, möchte ich mich bedanken, dass du bis hierhin zugehört hast und fände es total cool, wenn du mir eine Bewertung hinterlässt bei iTunes, ein paar Sterne anklickst und einen Kommentar schreibst, was dir gut gefällt an meinem Podcast, was dir vielleicht nicht so gut gefällt, und ob es Themen gibt, die dich irgendwo bewegen, die ich in meinem Podcast mit aufnehmen kann. Dann hören wir uns nächste Woche wieder. Bis dann und tschüss! #00:33:35-7#

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