#30: Marketing & Facebook – Teil 2 (Sandra Staub im Gespräch)

#30: Marketing & Facebook – Teil 2 (Sandra Staub im Gespräch)

Sandra Staub ist Expertin für Facebook. Und außerdem ist sie Ex-Journalistin, Marketing-Ausbrecherin, Bloggerin, Autorin (‚Facebook für Frauen‚) und freie Social Media Beraterin mit Frauen-Fokus. Seit 2007 bereits dabei – damals gab’s das Wort „Social Media“ noch gar nicht – liebt und atmet Sandra Marketing!

Sandra bringt uns eine Menge Insides aus ihrem Tagesgeschäft mit, dem „Marketing-Kanal“ Facebook und wir unterhalten uns über blöde Fragen 😉

Sandras Facebook-Seite findest du hier: https://www.facebook.com/spot23net
Hier geht’s zu „Facebook für Frauen“: https://www.facebook.com/fuer.Frauen.Buch/
Und Sandras Webseite findest du hier: http://sandra-staub.de/

Finde in den beiden Episoden „Marketing & Facebook“ heraus, warum langsames Wachstum besser ist als schnelles und was es bedeutet – jedenfalls für Sandra für mich – wir selbst sein und frei entscheiden zu können.

Viel Spaß! 😀


Transkription: Marketing & Facebook – Gespräch mit Sandra Staub Teil 2

Sebastian Eisenbürger: Heute wieder im Podcast Sandra Staub, die nach wie vor faszinierende Facebook Frau. #00:00:05-3#

Sebastian Eisenbürger: Herzlich Willkommen im Podcast für positives Marketing. Mein Name ist Sebastian Eisenbürger und heute reden wir weiter mit der Sandra, Sandra Staub. Sie ist Facebookexpertin und hat sich auf Facebook für Frauen spezialisiert. Hallo Sandra. #00:00:26-4#

Sandra Staub: Hallo. #00:00:27-9#

Sebastian Eisenbürger: Schön, dass du wieder da bist. #00:00:28-9#

Sandra Staub: Ja toll, dass du mich nochmal haben wolltest. Das ich finde es immer als riesen Kompliment. #00:00:33-6#

Sebastian Eisenbürger: Ich glaube wir können ganz, ganz viele Folgen machen. Du hast so viele Inhalte, über die ich immer noch nachdenke. #00:00:37-5#

Sandra Staub: Ok. Lass uns doch mal anfangen. Was waren die ersten Fragen? #00:00:43-0#

Sebastian Eisenbürger: Willst du ganz kurz nochmal zusammenfassen, wo du herkommst, was du tust? Warum Facebook für Frauen? Warum Facebook überhaupt? Einfach zwei drei Sätze. #00:00:49-2#

Sandra Staub: Mein Name ist Sandra Staub. Ich bin den meisten bekannt als Sandra Staub von Facebook für Frauen. Das ist ein Projekt von mir, das ich ursprünglich für mein Buch gestartet hatte. Dann haben wir auch das zweite Buch gecrowdfundet. Dann sind wir noch bekannter geworden und heute ist es eigentlich nur noch ein Nebenprojekt. Hauptsächlich bin ich eigentlich in meiner Marketingagentur, die genauso heißt wie ich, Sandra Staub, wie der Schmutz, ganz einfach, kann man sich gut merken, unterwegs, und arbeite da mit vielen tollen Menschen zusammen und hoffe, dass ich all diesen Menschen etwas Gutes mitgeben kann auf ihren Marketingweg. Genau. #00:01:24-2#

Sebastian Eisenbürger: Das klingt total gut. Dann lasse uns direkt anfangen und den Marketingweg beschreiten. #00:01:30-0#

Sandra Staub: Mhm (bejahend). #00:01:31-0#

Sebastian Eisenbürger: Wenn du das, was du tust, irgendwo mit dem Begriff positives Marketing in Verbindung bringst, wie passt das für dich und warum passt das so oder so nicht? #00:01:39-3#

Sandra Staub: Ich finde das positives Marketing im Sinne von Dinge positiv formulieren, Dinge positiv mit einem positiven Mindset angehen unfassbar wichtig ist, denn wenn jemand zu mir kommt und von Vornherein sagt: „Oh mein Gott, das wird alles nichts werden. Das ist viel zu teuer“, dann will ich mit diesen Menschen auch meist gar nicht arbeiten. Ich arbeite ganz, ganz gerne mit positiven Menschen, die sagen: „Oh ja, meine Idee ist es dieses und jenes zu machen.“ Und das finde ich dann auch, das inspiriert auch mich. Das ist auch mein Feuerholz. Das ist für mich ganz wichtig. #00:02:10-5#

Sebastian Eisenbürger: Ok, das heißt du suchst Unternehmen die schon so ticken, die das Mindset mitbringen und dann mit denen gemeinsam, ok. #00:02:14-5#

Sandra Staub: Ja. Ich bin niemand, der das Mindset von jemanden verändern wollen würde. DAs ist mir oft zu anstrengend. Ich will einfach Menschen genauso mitnehmen, wie sie sind. Und wenn wir da auf einer Linie liegen und auf einer Welle, perfekt. #00:02:26-8#

Sebastian Eisenbürger: Ok, dann haben wir zumindest keinen Zielgruppenkonflikt, weil ich bin derjenige, der das gerne tut. #00:02:30-7#

Sandra Staub: Genau. #00:02:31-0#

Sebastian Eisenbürger: Der in Unternehmen geht, die noch nicht so ticken in den meisten Fällen und ich darf dann den Leuten erklären, warum es vielleicht besser ist anders zu handeln als bisher. #00:02:38-0#

Sandra Staub: Ich finde es ist ein großes Können, weil ich kann das zum Beispiel nicht, also #00:02:41-9#

Sebastian Eisenbürger: Ich mag das. Prima, aber ja, magst du ein bisschen drüber erzählen, wie du das machst, also wie du konkret zum einen diese Kunden auswählst, oder wie du auf sie stößt, die jetzt diese positive Mindset mitbringen und wie du mit ihnen arbeitest? #00:02:54-9#

Sandra Staub: Oh je. Da habe ich leider die verkehrte Antwort auf diese Frage. Die meisten Kunden kommen auf mich zu. Die meisten Kunden haben über meine Blogs, die ich schreibe, über Gastbeiträge, Interviews, Podcasts die Möglichkeit mich kennenzulernen. Und die können mich, teilweise verfolgen mich die Leute über ein Jahr. Und schreiben mir dann irgendwann mal Nachricht, sie finden es so toll und sie würden da gerne mit mir arbeiten. Ich habe auch schon Leute gehabt, die mich angerufen haben und gesagt haben: „Ich habe Sie jetzt in diesem Podcast gehört und ich musste jetzt einfach mal mit Ihnen sprechen.“ #00:03:27-4#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:03:27-8#

Sandra Staub: Dann sage ich immer: „Oh, da haben Sie Glück, dass ich jetzt gerade an das Telefon gehe, weil ich gehe nur alle paar Stunden ans Telefon.“ Ich habe nicht immer Lust auf Telefon. #00:03:34-2#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:03:34-7#

Sandra Staub: Und wenn es zusammen passt und da ein Lachen und eine Fröhlichkeit herrscht und auch eine eben eine Haltung zum Leben, mit der ich auch schwinge und die auch zu mir passt, dann kommt man meist sehr schnell zusammen mit mir. Und dann kommen meistens ganz schnell die Fragen und sehr schnell wird dann gefragt über das Thema „ja, wir haben da so eine Facebookseite“. Das ist die häufigste Art und Weise der Nachrichten, die auf mich zukommen: „Ich habe da so eine Facebookseite. Die läuft nicht so. Könnten wir da mal Werbung schalten?“ #00:04:04-9#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:04:05-5#

Sandra Staub: Sage ich immer: „Im Prinzip ja. Wir müssen aber erst mal drüber sprechen: Warum haben sie die Facebookseite? Für wen machen Sie die Facebookseite? Für sich? Für die Kunden? Wer soll die angucken?“ Ja. Und da kommen wir dann schon tief, ziemlich tief rein in das: Warum mache ich das eigentlich? #00:04:23-7#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:04:24-2#

Sandra Staub: Für wen mache ich das eigentlich? Und dann ist mein erster Ansatzpunkt ist immer die Zielgruppe. Wer ist eigentlich die Zielgruppe? Wer soll das Ding kaufen? #00:04:32-8#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:04:33-7#

Sandra Staub: Und interessanterweise funktioniert das für Facebookmarketing ausgesprochen gut. Und ich glaube darüber werde ich auch aktuell sehr viel weiterempfohlen. Ganz viele Unternehmen holen mich nur, damit ich deren Zielgruppen definiere. Und die restliche Werbung schalten sie dann teilweise selbst. Aber die Kunst bei Facebookmarketing scheint zu sein zu wissen wer die Zielgruppe ist. #00:04:59-1#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:04:59-6#

Sandra Staub: Ja. Und das ist auch genau der Weg, den ich mit meinen Kunden, die ich sehr oft Gäste nenne, bestreite. Genau. #00:05:06-7#

Sebastian Eisenbürger: Jetzt diese Zwischenfrage brauche ich jetzt: Warum Gäste? #00:05:09-0#

Sandra Staub: Warum Gäste? Weil ich mal Gastronomie gelernt habe. In Österreich ist das normal glaube ich. Da rennen irgendwie, ja, fast die Hälfte aller Österreicher hat irgendeine Ausbildung, die irgendwie gastronomienah ist. Wirklich nicht ungewöhnlich. Aber was man dort lernt ist ganz krass der Servicegedanke, dass es nämlich nicht um mich geht, sondern es geht um den anderen. Und deshalb sage ich oft, dass die nur meine Gäste sind. Im Schnitt bleiben Kunden bei mir zwischen 6 und 20 Monaten. Also das ist so die maximale Zeit, die ein Kunde mit mir gehen möchte. Danach ist immer mein Ziel, dass der Kunde all das, was ich ihm beigebracht habe, vollkommen selbstständig kann und mich nicht mehr braucht. #00:05:53-5#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:05:53-8#

Sandra Staub: Ich mache mich also professionell überflüssig. #00:05:55-9#

Sebastian Eisenbürger: Sehr gut. #00:05:56-7#

Sandra Staub: Ja, finden jetzt nicht alle immer so gut, aber ja. #00:05:59-4#

Sebastian Eisenbürger: Ja, da hast du Zeit für die Nächsten, die da auf der Liste stehen und kommen wollen. #00:06:03-2#

Sandra Staub: Ja, die Nächsten, die einfach anfragen und die jetzt dran sind. #00:06:05-9#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Ja, aber ist spannend, tatsächlich dann dort schließt sich es dann wieder. Da arbeiten wir recht ähnlich. Tatsächlich habe ich auch das Glück, dass ich mehr Anfragen kriege als ich bedienen kann und dann schauen kann: Wer ist das und wer ist für mich spannend? #00:06:17-8#

Sandra Staub: Mhm (bejahend). #00:06:18-9#

Sebastian Eisenbürger: Ja tatsächlich läuft es genauso. Leute lesen meinen Blog, hören Podcast und kriegen irgendwie raus, was ich tue und die Art und Weise, wie ich es dann tue, finden sie gut und so kommt das dann Zustande. Und auch mir ist es wichtig tatsächlich mehr so ein Enabling zu machen, also den Leuten zu erklären: Wie geht das denn, was du da tust, und warum tust du das? Weil diese Frage „Warum?“, die stellt sich aus irgendwelchen Gründen fast niemand. #00:06:39-8#

Sandra Staub: Ja. #00:06:40-9#

Sebastian Eisenbürger: Das ist total unverständlich, aber #00:06:42-2#

Sandra Staub: Ich weiß auch nicht warum nicht, also warum fragt sich niemand warum? Ich finde es sehr schade. #00:06:47-6#

Sebastian Eisenbürger: Ja, ich glaube die Frage wird einfach zu (…) Wir haben in der letzten Episode über Oberflächlichkeit gesprochen. Diese Frage, die wird Oberflächlichkeit durchbrechen. Da geht es tatsächlich darum: Warum tun wir das, was wir tun? Und viele Unternehmen denken tatsächlich auch nur oberflächlich und sagen: „Klar, wegen des Geldes, wegen irgendwelcher KPIs, die wir irgendwo definiert haben.“ Und da gibt es dann halt irgendeinen anderen Topf, also irgendein Budget, was wir da zusammenbringen wollen und deswegen machen wir das jetzt drei bis fünf Jahre so und es klappt halt einfach nicht, aber das Geld ist da und (…) #00:07:15-1#

Sandra Staub: Wir probieren es mal, ne? #00:07:17-2#

Sebastian Eisenbürger: Richtig. #00:07:17-9#

Sandra Staub: Ja. Das sind mir die Allerliebsten. #00:07:19-8#

Sebastian Eisenbürger: Mir auch, ja. #00:07:21-4#

Sandra Staub: Fast alle meine Kunden kriegen, wenn sie mit mir anfangen zu arbeiten, einen Fragebogen. In dem stehen lauter so Fragen drinnen: „Welche Charakterzüge hat Ihre Marke? Was sollen Ihre Kunden gelernt haben am Ende des Tages?“ Ja. All solche Fragen stehen da drin. Bis hin zu: „Mit welchen Formen assoziieren Sie Ihre Marke? Rund, Eckig? Ist es eher ein Ball? Ist es ein Quader? Ist es eine Kiste?“ Ja. Das ist hochinteressant, weil ich denke da kann man sehr tief in die Vorstellungen reingucken. Und am allerschönsten ist es, ich habe jetzt erst vor kurzen einen Termin bei einer Firma gehabt, die mich einfach blind eingeladen hat zum Termin. Und dann habe ich gesagt: „Könnten wir uns erst mal über Ihre Ziele unterhalten?“ Und da mache ich immer gerne so eine Blindübung. Die kann ich jetzt einfach mal so mitgeben. Die finde ich super interessant. Wenn nämlich drei Menschen in einem Raum sitzen, um etwas zu entscheiden, dann sage ich immer: „Ok, ich gebe Ihnen jetzt drei Assoziationen, und Sie schreiben jeder auf Ihren Blatt Ihre Sache auf und dann falten Sie das Blatt nach innen.“ Also es wird so eine Ziehharmonika im Schluss. Und wenn man, wir haben da ebenso die Frage gestellt ist: „Was verkaufen Sie eigentlich? Welche Emotion steckt in Ihrem Produkt?“ Ganz geile Frage, weil da kommen Sachen raus, würde man sich nicht denken. Und in letzter Zeit mache ich immer öfter: „Wie schmeckt oder riecht ihr Produkt?“ Also ganz, ganz, ganz viele unterschiedliche Sinne einfach ansprechen, weil wir haben zum Beispiel rausgefunden: Während die eine das Produkt eher als zitronig und frisch definiert, hat die andere gesagt: „Mmh, es riecht nach Wald.“ #00:09:05-8#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:09:06-6#

Sandra Staub: Das zeigt mir aber, dass die zwei nicht das gleiche Produkt verkaufen können. #00:09:10-9#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:09:11-3#

Sandra Staub: Und das fand ich hochinteressant und ist auch glaube ich der Grund, warum ich weiterhin für dieses Unternehmen als Beraterin arbeiten werde, denn damit haben sie sehr schnell verstanden, dass sie zusammen für eines arbeiten müssen, und nicht jeder für sich irgendwas hin wurschteln sollte. Ist doch ein großes Unternehmen, dann ist es auch wichtig, denke ich. #00:09:31-2#

Sebastian Eisenbürger: Ja, ja. Je größer das Unternehmen, desto schwieriger. Also die Erfahrung mache ich auch. Aber ist ja spannend. Das klingt ein bisschen, als ob du ja doch auch andere Wege gehst. Also es klingt für mich so ein bisschen nach diesen Archetypen-Vorgehen, dass man sich irgendwelche Eigenschaften herauszieht, den Geschmack habe ich jetzt auch noch nicht gemacht. #00:09:49-0#

Sandra Staub: Es ist super interessant. Mach das mal. Es ist unglaublich. #00:09:52-3#

Sebastian Eisenbürger: Ich mache halt, deshalb komme ich gerade drauf, diese Archetypen, dass du wirklich irgendwelche Figuren nimmst, die mit irgendwas assoziiert werden. Und ich jetzt sage: „Ok.“ Ähnlich wie du, ich mache es jetzt nicht in der Form von Zettel zusammenfalten, aber jeder sagt mal, da gibt es diesen Kreis, ich weiß gar nicht, wie der heißt, mit diesen unterschiedlichen Archetypen. Und jeder sagt mal das Unternehmen und das Produkt und die Kunden: Wo packt ihr die hin? #00:10:15-2#

Sandra Staub: DISG-Farben meinst du? #00:10:17-3#

Sebastian Eisenbürger: Bitte? #00:10:18-0#

Sandra Staub: Die DISG-Farben, die vier Farben? #00:10:19-4#

Sebastian Eisenbürger: Ne, ne, das ist wirklich dann Archetypen. Mir fällt der Name von dem Modell gerade nicht ein. #00:10:24-1#

Sandra Staub: Ok. #00:10:24-9#

Sebastian Eisenbürger: Der Zauberer, die Jungfrauen (…) Und noch. Ich glaube 12 Stück sind das. #00:10:29-8#

Sandra Staub: Ich wollte gerade sagen, das sind richtig viele. Da kann man richtig toll auswählen. #00:10:32-8#

Sebastian Eisenbürger: Richtig. Und ich finde, also für mich gab mir immer diese Archetypen so ein richtig gutes Bild her, wenn man sich dann entschieden hat, dann hat man eine Vorstellung davon: Wie sieht denn ein Zauberer aus? Was hat der für Eigenschaften? Eben auch welche Farben hat er? Und du kannst auf den Geschmack schließen. Das sind so Dinge, die ich gerne tue. Aber es klingt so, als ob du auch Sachen gerne ausprobierst, oder wie kamst du drauf nach dem Geschmack zu fragen? #00:10:52-7#

Sandra Staub: Das mit dem Geschmack kam von einer Kundin, die tatsächlich etwas mit also tatsächlich mit Gastronomie zu tun hatte und wo es wirklich tatsächlich um Definitionen von Geschmack ging. Und da bin ich drauf gekommen, dass ich einmal den Fragebogen vertauscht hatte und bei einer anderen Kundin mit dem falschen Fragebogen aufgetaucht war, und ich dachte mir: „Hey, probiere es.“ Und ich muss sagen es hat faszinierende Ergebnisse gebracht. Tja. Ungefähr so stelle ich mir vor, dass die Entdeckung des Brotes auch gewesen sein muss. Huch, mir ist da was ins Feuer gefallen. Hey, schmeckt gar nicht so doof. #00:11:25-6#

Sebastian Eisenbürger: Kann gut sein. #00:11:26-8#

Sandra Staub: Ja. #00:11:27-3#

Sebastian Eisenbürger: Finde ich gut. #00:11:28-8#

Sandra Staub: Genau. #00:11:30-0#

Sebastian Eisenbürger: Wie kamen wir jetzt auf dieses Thema? Ich wollte irgendwas von dir wissen. #00:11:33-1#

Sandra Staub: Wie ich quasi das angehe, wenn man mit mir arbeiten möchte ja, wie die ersten Schritte sind ja. #00:11:39-6#

Sebastian Eisenbürger: Genau. Hast du jetzt erklärt, eben diese Frage. So gehst du ran. Ist es ein Projekt, das du da tatsächlich machst. Also, keine Ahnung: „Wie definiere ich meine Zielgruppe?“ Oder: „Wie definiere ich irgendwelche Anzeigen bei Facebook?“ Geht das darüber auch hinaus? Inhalte meine ich jetzt. #00:11:57-1#

Sandra Staub: Ja, das ist ja das Fiese. Und zwar geht es genau in die andere Richtung. Die Werbung ist ja am Ende dieser Denkkette. Am Anfang muss ja der Inhalt geschaffen werden, den ich in dieser Werbung zum Beispiel verschenken möchte. Gutes Beispiel ist eine Kundin von mir hat gemeint, ja sie möchte gerne E-Mail-Adressen sammeln, damit sie den Leuten Neuigkeiten schicken kann. Auch etwas, was aus einem langen Prozess hervorgegangen ist, wo ich gesagt habe: „Sehr gut, weil dann können wir die Menschen wirklich ansprechen. Oh, tja, dann müssten wir denen was geben, einen Anreiz.“ Sage ich: „Hmm, hast du schon mal überlegt dein Buch fertig zu schreiben?“, weil ich wusste sie hatte eins angefangen. Ja, sie hat schon drüber nachgedacht. Habe ich gesagt: „Hmm, lass uns mal das Inhaltsverzeichnis angucken.“ Habe ich gesagt: „Schau, da könnten wir doch ein kleines eBook draus basteln. Dann könnte man da schon ein bisschen Schreiben üben für das größere Buch, das mal rauskommt.“ Na ja, und dann haben wir erst lange am Inhalt gebastelt. Und dann ne, es hat sich dann immer weiter entwickelt und irgendwann war das eBook fertig. Dann haben wir Landing Pages gebaut. Und dann erst kommt die Facebookwerbung. Leider wird das immer andersrum aufgezäumt, dass man sagt: „Oh ja, wir schalten da Facebookwerbung.“ Der Prozess wäre aber andersherum wesentlich sinniger und man tut sich auch sehr viel leichter, weil wenn ich schon mal das eBook habe, oder das, was immer ich verschenken möchte, dann ist es viel leichter dafür Werbung zu machen, weil ich mir dann die Zielgruppe natürlich vorstellen kann, der das gefallen wird und helfen wird. Und ja. #00:13:18-5#

Sebastian Eisenbürger: (unv.) so einen Inhalt zu erstellen. #00:13:20-9#

Sandra Staub: Ja, auch das, ja. #00:13:22-4#

Sebastian Eisenbürger: Und tatsächlich die Frage interessiert mich jetzt persönlich sehr: Wie gehst du das an, wie schaffst du es deinen Kunden zu erklären, deinen Gästen zu klären: Ok, die Werbung ist das Ziel. Das setzen wir irgendwo mal in drei Monaten an, und bis dahin ja hacken wir alle Schritte ab, die bis dahin notwendig sind. Wie kommt das an? #00:13:38-0#

Sandra Staub: Sehr unterschiedlich. Ich nutze dazu eine Technik, die heißt Logic Sheet. Ist aus Australien offenbar. Die originale Agentur, die das früher mal gemacht hat, gibt es nicht mehr. Sehr schade. Trotzdem möchte ich diese Idee weiterführen, denn die sagt: „Du kannst alles, was du erreichen wirst, oder was du machen möchtest, auf ein Blatt Papier abbilden.“ Und das ist sehr clever, denn dann nehme ich nämlich einfach ein Blatt Papier und einen schwarzen Stift und sage: „Ok, du möchtest gerne Facebookwerbung, du möchtest gerne dieses Ziel.“ Und dann zeichnen wir rückwärts. „Es sieht aus wie ein Spielbrett“, sage ich immer. Und das ist dann für die Leute sehr, sehr einleuchtend. Und immer öfter passiert es mir, dass die Leute, sobald sie dieses Logic Sheet haben, mich gar nicht mehr brauchen, weil das genau die Klarheit und der Weg ist, den sie brauchten. Aber wenn es das ist, um Gottes Willen gerne ja. Und das ist glaube ich das, wie ich den Prozess einfach darstellen kann und sagen kann: „Gucke mal, dein Marketing ist nicht nur ‚kaufen, kaufen, kaufen.'“ Das ist, finde ich, ziemlich öde. Klar kann man das machen, aber das ist es funktioniert auch kaum. Also ja. Schwierig. Und wie gesagt, daher sage ich immer: „Lasst es uns mal aufzeichnen. Was hättet ihr denn gerne?“ Und meistens zeichne ich das dann so in Schneckenform. Und irgendwann merkt man: „Oh, des Pudels Kern, oder der Schneckenkern, ist dann irgendwo: Ja, wir müssten mal attraktiv sein. Was ist denn attraktiv? Wen wollen wir denn?“ Und so weiter. Ja. #00:15:01-3#

Sebastian Eisenbürger: Ist spannend. Also wie gesagt, das erkenne ich zu 100%. Die Methode ist mir jetzt neu. #00:15:04-9#

Sandra Staub: Ja, ganz wenige kennen die. Ich kenne nur eine weitere Frau in Deutschland, die das auch schon mal gehört hat. Die war auch lange Zeit in Australien. Vielleicht liegt es daran. Ich weiß es nicht. #00:15:14-2#

Sebastian Eisenbürger: Ja, ich war noch nie da. #00:15:15-3#

Sandra Staub: Ich auch nicht. Ich war nie in Australien. Dafür musste ich nicht reisen. Ich musste meinen Computer nicht verlassen. #00:15:20-5#

Sebastian Eisenbürger: Ok, spannend. Ja. Was mich noch interessiert: Du, zumindest klingt es so, als würdest du Facebook recht gekapselt betrachten so als Tool, als Kanal. Siehst du das auch so, oder ist es für dich wirklich ein Kanal von vielen, der neben dem klassischen Marketing und der Webseite und diversen anderen Marketingformen existieren kann und sollte? #00:15:44-1#

Sandra Staub: Ja, das ist eine Frage, die man sehr differenziert beantworten sollte, denn ich kenne Unternehmen, wo ganz klar ist, dass eigentlich eine Vielzahl von Kanälen bedient werden soll ja. Die sind auf Snapchat super aktiv. Die machen gar dies und jenes auf Instagram. Die sind, keine Ahnung, selbst in Vine noch mit drinnen. Machen den wildesten scheiß auf Tribe. Keine Ahnung ja. Aber diese Vielschichtigkeit, finde ich, sollte man jedem Unternehmen zugestehen. Und auch mein Unternehmen hat das ja. Man findet mich auf fast allen für mich relevanten Kanälen. #00:16:19-2#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:16:20-0#

Sandra Staub: Der Punkt ist der: Es ist für meine Kunden viel einfacher mich als eingekapselt nur die Frau für Facebook einzukaufen, bis ich zu einem Zeitpunkt dann sage: „Ok, übrigens, über Facebookwerbung schalten wir auch Werbung auf Instagram und in der Audience Network.“ Ein Audience Network von Facebook, das sind übrigens die Seiten Bing und so weiter und so fort ja. Und dann fächert es sich automatisch auf und es wird dann auch sehr schnell komplexer. Und ja, muss man einfach wollen. Viele wollen einfach nur ganz konkret jetzt über Facebook Werbung und diesen ganz speziellen einen Wund Punkt mal drüberkommen ja. Das ist, ich finde es immer einen sehr guten Startpunkt. #00:17:03-3#

Sebastian Eisenbürger: Ja, ist ja auch sehr sinnvoll, das als Aushängeschild zu verwenden, um den Fuß in die Tür zu bekommen und dann (…) #00:17:08-8#

Sandra Staub: Ich finde auch. Und ich muss mich nicht als die Alleskönnerin von da bis dort aufblähen. Finde ich nicht richtig. Ich finde eine Fokussierung sehr, sehr gut für mein Business. Und ich würde mich wirklich freuen, wenn ganz viele auch ein bisschen mehr Fokus in das bringen könnten, was sie tun. Dann könnte man nämlich auch die Dienstleistungen gleich da einkaufen, oder die Produkte. Das wäre einfacher. #00:17:29-9#

Sebastian Eisenbürger: Definitiv. Also gerade im Social Media Bereich gibt es glaube ich keine Agentur, die das nicht anbietet. #00:17:35-0#

Sandra Staub: Ja. Ja, jeder kann alles ne? Den Eindruck habe ich sehr oft bei Agenturen. Jeder kann alles wirklich wahnsinnig gut. Die haben ja Influencer Marketing, Experten dort sitzen. Die tun den ganzen Tag nichts anderes als mit Bloggern zum Kaffee gehen hat man den Eindruck. Und dann haben sie natürlich auch Twitter Experten, die dann nur Twitter Ads und Twitter Influencer Marketing machen, wo ich mir immer denke: „Leute, sagt den Leuten doch ganz klar, was ihr verkauft.“ Macht ihr übergreifende Social Media Kampagnen, dann müsst ihr wirklich jeden Kanal einfach ein bisschen bedienen können. Dann wird vermutlich auch niemand erwarten, dass man dann im fünften Tweak Unterpunkt Unterschritt bei Facebook sagt: „Mmh, da stellen wir jetzt die Optimierung um, weil dann kommen wir noch auf 0,2% mehr Interaktionen.“ Ja. #00:18:23-4#

Sebastian Eisenbürger: Ja, da bin ich voll bei dir. Das ist so ein großes, weiß ich nicht, Sammelsurium von Raketenwissenschaften, die da geschaffen werden, obwohl es eigentlich keine sind. Also an sich sind es Werkzeuge, wie viele andere auch. Wer sie bedienen kann, kann sie bedienen und wer nicht, der halt nicht und er kann es lernen, oder er lässt es sein. Ja. #00:18:40-2#

Sandra Staub: Ja, Raketenwissenschaft ist ein interessanter Punkt, weil in Wahrheit ist es viel eher eine Feuerwerksfabrik. Es ist tatsächlich so. Man muss wohl wissen, welche Chemikalien man zusammenmischt und das man nicht unbedingt darin auf dem Zünder mit einem Funken gehen soll, aber jeder kann das lernen. Und das ist auch das, was ich all meinen Kunden mitgeben möchte immer, dass ich sage: „Hey, du kannst das lernen selbst zu tun. Du musst nicht da jemanden folgen und den anbeten und dem jeden Monat 10.000€ überweisen. Du kannst, aber du musst nicht.“ #00:19:14-3#

Sebastian Eisenbürger: Ja, ja. Das ist mein täglich Brot. Also meine Themen sind Automatisierung und Personalisierung und das klingt so riesengroße Worte, wo jeder sich alles drunter vorstellt und jeder will es haben. Keiner weiß aber, was er will. Und ja, das ist super spannend. Facebook ist auch ein kleiner Teil drin, weil da bin ich tatsächlich kein Experte. Aber dafür gibt es so Leute wie dich. #00:19:34-3#

Sandra Staub: Genau. #00:19:35-0#

Sebastian Eisenbürger: Für die Frauen darunter und Unternehmen darunter. #00:19:37-7#

Sandra Staub: Ich wollte gerade sagen. Also es sind ungefähr 90% Frauen bei mir. Das ist halt auch meinem Projekt Facebook für Frauen geschuldet. #00:19:45-0#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Nein, aber wie gesagt, also Raketenwissenschaft, dieses Wort fällt in jedem Workshop, aber tatsächlich nur um zu erklären, dass das keine sind, und dass es keine gibt, weil ich tatsächlich auch derjenige bin, der immer aufräumen darf. Ich habe immer das Gefühl: Da kommt eine Agentur, erzählt dem Kunden irgendetwas, setzt da irgendwelche Flöhe in den Kopf und irgendwelche Ideen und stellt Sachen so kompliziert dar auf irgendwelchen ganz hohen Leveln, wie Dinge funktionieren können, aber ohne konkret zu sagen: „Hier, an sich sind es irgendwie 5 oder 10 oder 20 Schritte, die man aufschreiben kann und einfach machen kann nacheinander und am Ende ist das Ergebnis da, wie man es sich vorstellt.“ #00:20:20-1#

Sandra Staub: Genau, deshalb mache ich die Logic Sheets, wo man quasi einfach rückwärts aufzeichnet, was passiert. Man kann dann auch rückwärts oder vorwärts aufzeichnen zum Beispiel, wie zum Beispiel ein Klick einer Anzeige funktioniert. Also jemand sieht eine Facebook Werbeeinblendung, klickt drauf, kommt dann auf welche Unterseite. Was soll er da tun? Welche Möglichkeiten hat er? Kann er einfach abbrechen? Kann er sich eintragen? Ok, was passiert, wenn er abbricht? Kommt dann auch ein Pop-up? Kommt da keines? Oder sich einträgt, was passiert dann? Wie sieht das Double Opt-In aus? Also all das zeichne ich eben auf. #00:20:52-7#

Sebastian Eisenbürger: Ok. Ja, so was tue ich tatsächlich auch. Ich nenne es nur nicht so. Das ist dann tatsächlich bei mir ein Marketingprozess, so wie ich ihn nenne, der irgendwo anfängt und irgendwo aufhört, mit seinen ganzen Verschachtelungen und Wegverzweigungen, die es da geben kann, kanalübergreifend und weiß ich nicht, wie kompliziert das werden kann, oder einfach. Ja. Aber das ist sehr spannend. Ich würde ganz gerne jetzt ein bisschen das Thema wechseln weg von der Businessfrau Sandra hin zur Privatfrau Sandra. #00:21:16-5#

Sandra Staub: Ok. #00:21:17-0#

Sebastian Eisenbürger: Und würde gerne ein bisschen hören, wie du persönlich Marketing erfährst, gerade wie dir das gefällt, wenn du durch die Welt gehst, wenn du deinen Computer einschaltest, vielleicht den Fernseher einschaltest, wenn du noch schaust und andere Medien nutzt, die du so nutzt. #00:21:29-7#

Sandra Staub: Das ist, das kommt ein bisschen auf meine Stimmung an. Es gibt so Tage, da ist mein Bullshitfilter sehr, sehr eng eingestellt. Da habe ich andere Dinge, über die ich nachdenke und dann nehme ich auch die tollste Werbung in Facebook, die tollste Einblendung da oder dort nicht wahr. Ich nehme sie nicht bewusst wahr. Also ich weiß darum, dass es bei mir so ist, und ich glaube es durchwandert einfach nur meinen optischen Cortex und fällt dann in den Müllkorb oder irgendwie so. Also das kann man sich so vorstellen. Aber es gibt schon Tage, wo ich mir sehr genau Gedanken mache, was ich da eigentlich angucke. Und ich bin eine, ich bin ja verliebt in das Programm Skitch ja, mit dem man Screenshots machen kann. Ich habe, glaube ich, mehrere 10.000 Screenshots von Werbeanzeigen, wo ich mir dachte: „Das ist ja mal schräg gemacht, oder boah heftig gemacht.“ Also ich lasse mich da schon auch gerne inspirieren von den Menschen in meiner Umgebung. Und es kommt aber einfach ganz stark auf meinen persönlichen Tag an ja. Das mache ich auch keinen Hehl draus. Und sehr oft merke ich, also mir fällt zum Beispiel sexistische Werbung sehr schnell auf. Sexistisch im Sinne von Frauen abwertend darstellen ja. Es gibt auch sexistische Werbung, die damit spielt, die ein bisschen clever ist. #00:22:56-0#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:22:56-4#

Sandra Staub: Aber es gibt auch welche, die es nicht ist und die gucke ich mir dann auch immer an und denke mir: „Woher kommst du? Warum macht ihr das so? Wollt ihr provozieren? Wollt ihr eine ganz spezielle Zielgruppe ansprechen, die genauso tickt?“ Es ist ja unterschiedlich. Und ja. Also das finde ich schon hochinteressant. Mir fällt auf, dadurch, dass ja mein Browsverhalten sehr, sehr stark personalisiert ist, dass ich natürlich immer mehr, wie soll ich sagen, Frauen geprägte Werbung sehe. Ich weiß es nicht. Aber Werbung sehe, die halt stärker für Frauen gemacht ist. Und auch da sehe ich halt sehr schnell, wenn eine Werbung nicht treffen wird. Ich habe es auch manchmal schon mir rausgenommen den Werbemachern dann zu schreiben, wenn sie wirklich glauben, dass sie auf diese Werbeanzeige überhaupt eine Conversion erzielen, dann kann ich ihnen sagen, warum das nicht funktioniert. Und denen schicke ich dann auch manchmal eine Nachricht. Und das sind auch Unternehmen, mit denen ich nicht arbeiten will ja. Aber wenn der Tag richtig ist, dann mache ich das. Und dann schicke ich denen das auch gerne mal einfach so an deren Facebookseite, natürlich als privater Nachricht, weil das brauche ich nicht breittreten. Aber ja. Manchmal tue ich das. #00:24:10-2#

Sebastian Eisenbürger: Das klingt so, als ob du Werbung grundsätzlich eher analytisch betrachtest, wenn du es denn tust, oder einfach ignorierst, und jetzt nicht so wie ein, ich sage mal, Ottonormalverbraucher, oder Verbraucherin. #00:24:20-9#

Sandra Staub: Ich kann es nicht sagen. #00:24:22-0#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:24:22-7#

Sandra Staub: Also die durchschnittlichen Verbraucher, ich weiß nicht, wie die ticken und ich weiß nicht, wie die sind. Ich kann immer nur sagen, wie ich bin und ich bin halt stark geprägt durch das, was ich weiß, was ich gelernt habe. Und ich weiß halt, dass wenn jemand einen gelben Call to Action Button irgendwo einfügt, dass es dringend ist, und dass es wertvoll sein soll ja. Und wenn jemand irgendwo einen grünen Call to Action Button einbaut, weiß ich: Aha, es geht darum, etwas zu kaufen. Ja, also wenn man das einfach mal weiß, man kann es nicht mehr unlearnen, also du kannst es nicht mehr, du kriegst es nicht raus aus dem Kopf. Es ist da. Und auch alle Podcasthörer wissen das jetzt. #00:24:59-7#

Sebastian Eisenbürger: (lacht) Danke dafür. #00:25:01-7#

Sandra Staub: Gerne, weil das ist nämlich, es ist ganz interessant. Und ich bin eine prinzipiell immer eher analytische Persönlichkeit, also eher ein analytischer Mensch. Klar kann ich auch mal emotional sein, aber auch dafür gibt es oft eine analytische Grundlage, damit ich mich über etwas echauffieren kann. #00:25:21-1#

Sebastian Eisenbürger: Ok, sehr spannend. Wie stehst du grundsätzlich zu der Thematik Störerwerbung, oder eben nicht Störerwerbung? #00:25:27-3#

Sandra Staub: Na ja, wer Störerwerbung macht, der will ja stören. Also keine Ahnung, wenn jetzt hier jemand in unserem Gespräch plötzlich reinploppen würde und würde sagen: „Das und das, das und das, kostet so und so viel, kaufen sie es jetzt“, dann weiß jeder, dass das stört. Und das ist mit der Grund, warum ich seit sagen wir einfach mal sehr lange Zeit kein Radio mehr höre. Es regt mich tierisch auf, wenn mich jemand ständig stören will. Und deshalb bin ich ein Fan von Mehrwertwerbung, nämlich wenn mir was eingeblendet wird als Werbung, die mich nicht anbrüllt, nicht anschreit, sondern die nur sagt: „Hey, hier gibt es ein Webinar. Das ist kostenlos zu diesem und jenen Thema.“ Oder: „Hey, du kannst dieses eBook runterladen.“ Oder: „Du kannst dir das angucken.“ Oder: „Komm dorthin.“ Ich habe es lieber, wenn mir Werbung Möglichkeiten bietet und nicht, wenn mir Werbung sagt, gerade Facebookwerbung sagt, was ich zu tun habe ja. Klar, ein Call to Action ist nicht die Frage. Komm hin am so und so Vielten, klicke hierhin und melde dich da an, alles gut. Aber wenn ich „du musst dabei sein“ ja, also. #00:26:30-4#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Spannend finde ich, dass diese Werbung, wenn man sie noch so nennen kann, dann tatsächlich niemals Werbung war, sondern als Information und auch den Stempel nützlich und relevant bekommt. #00:26:41-4#

Sandra Staub: Idealerweise sollte man etwas bewerben, hinter dem man steht, das tatsächlich relevant und nützlich sein kann. #00:26:48-9#

Sebastian Eisenbürger: Idealerweise ist das so, ja. #00:26:51-6#

Sandra Staub: Ja. Ich mache keine Werbung für andere Sachen, weil ich das selbst nicht verantworten können würde. Also ich weiß, dass ich Telekomunternehmen und Zigarettenunternehmen und selbst Alkoholunternehmen haben es bei mir schwer, weil, aber am allerschwersten haben es bei mir Banken und Versicherungen. Ich werde auf ihre E-Mails nicht antworten, weil wir haben da leider keine Basis. #00:27:18-9#

Sebastian Eisenbürger: Ok. Da ist mein Revolutionsgedanke zu groß. Also gerade Versicherungen, mit denen arbeite ich gerade. Das ist ganz spannend. Und tatsächlich ist es auch dort möglich dort ein Umdenken irgendwie hinzukriegen, auch in etwas größeren Versicherungen. #00:27:32-2#

Sandra Staub: Das glaube ich gerne ja. #00:27:33-9#

Sebastian Eisenbürger: Aber ich weiß, was du meinst. #00:27:34-9#

Sandra Staub: Ja. #00:27:35-8#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:27:36-2#

Sandra Staub: Aber wie gesagt, ich zum Beispiel bin nach wie vor der festen Überzeugung, dass sich Banken und Versicherungen überleben werden. Das klingt hart. Aber ich denke, dass es viele Banken und Versicherungen einfach nicht braucht. Und das tut sehr weh, wenn dir jemand ins Gesicht sagt: „Sorry, aber wir brauchen dich nicht.“ Das ist unglaublich schmerzlich. Es ist genauso wie mit den vielen kleinen Läden, die irgendwo jemanden für 8,50€ pro Stunde reinstellen, damit da jemand drinnen ist und sich dann wundert, dass am Schluss das Geschäft nicht so toll läuft. Es tut mir wahnsinnig weh, wenn ich den Leuten immer sagen muss: „Wisst ihr schon, dass ihr in zehn Jahren nicht mehr existieren werdet?“ Nicht, weil ich ein boshafter Mensch bin. Nicht, weil ich dir das Glück nicht gönne. Aber einfach, weil sich die Zielgruppe verändert hat. Die Menschen da draußen sind nicht mehr so. Die hängen nicht vier Stunden in irgendeinem Laden ab und kaufen dann für 290€ was ein. Wenn sie es tun, richtig cool, aber dann hast du vorher was richtig gemacht. #00:28:37-5#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Also da bin ich so 100% bei dir. Ich sehe es nicht ganz so krass. Ich bin auch der Überzeugung, dass Banken und Versicherungen sich überleben werden, dass es sich sehr, sehr stark ändern wird, das ganze Geschäftsmodell dahinter. Ich sehe das momentan mehr als Chance tatsächlich, dass mental die Zeit da ist, sich zu überlegen: „Was machen wir da eigentlich und gibt es andere Möglichkeiten, Dinge zu tun?“ Und ja, es ist dieselbe Art und Weise, wie wir in Zukunft Geld verwalten, anlegen, vermehren, was auch immer und irgendwie Risiken absichern, oder nicht. Ich habe das Gefühl, das ist ein bisschen subjektiv, weil ich tatsächlich gerade einen recht großen Kunden habe im Versicherungsbereich. Da tut sich gerade einiges. Kann sein, dass das (…) #00:29:17-4#

Sandra Staub: Ja hoffentlich, das wäre so schön, wenn sich wirklich viel tut. Das wäre toll. Also ich bin dafür. #00:29:22-9#

Sebastian Eisenbürger: (lacht) Ich bin auch dafür. Ich arbeite dran. Ich glaube dran. Und was diese kleinen Läden betrifft ja, da bin ich leider, muss ich dir sagen, auch deiner Meinung. Vor allem diese kleinen Läden werden nicht gegründet, um irgendwie etwas Gutes zu tun, die werden gegründet, weil es irgendeine Businessidee ist von irgendjemanden, der eigentlich nur Geld verdienen möchte und das auf die günstigste Art und Weise tut. #00:29:44-2#

Sandra Staub: Eben, und das tut mir halt immer in der Seele weh, wenn ich dann Leute da sitzen habe, die meinen: „Was könnte ich denn noch tun, damit mein Second Hand Laden besser läuft?“ Und ich weiß nie, was ich sagen soll, weil ich habe nie vor mit meinen Worten Menschen zu verletzen. Aber manchmal hilft es einfach nicht. #00:30:02-3#

Sebastian Eisenbürger: Ja, ich stelle mal eine Frage, die meistens hilfreich ist. Ich frage: „Würdest du in deinem eigenen Laden einkaufen gehen?“ #00:30:07-8#

Sandra Staub: Ja, da belügen sich ja die Menschen so gerne. Menschen sind ja wahnsinnig, wie sage ich immer, opportunistisch. Sie belügen sich, wenn immer es geht. Und da bin ich nicht anders. Wenn ich mich frage: „Möchte ich ein Eis, oder möchte ich lieber, keine Ahnung, eine Mango essen?“ Na, kannst du mal raten. An manchen Tagen wird es die Mango sein, aber mehrheitlich wird es das Eis sein. Und das ist einfach nur, ja, weil wir halt einfach nach der einfachsten Lösung suchen. Und so ein Gespräch, wenn ich dann fragen würde: „Ja würdest du denn bei dir selbst einkaufen?“ Dann sagen die: „Ja natürlich. Ich bin meine beste Kundin.“ Dann habe ich die Antwort eigentlich schon wieder gekriegt. #00:30:46-8#

Sebastian Eisenbürger: Aber du siehst es der Person an in dem Moment. #00:30:48-7#

Sandra Staub: Im Moment, ja klar, du siehst ja rein in die Gesichter. #00:30:51-3#

Sebastian Eisenbürger: Eben. #00:30:52-1#

Sandra Staub: Und ja. Und mir tut es weh. Ich will niemanden weh tun ja. Mir tut es weh, wenn es jemand anderem weh tut. Und daher tue ich es nicht. #00:30:59-9#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Ja, ist auch definitiv ein schwieriges Thema. Ich komme mit der Frage oft weit, weil das meistens die Stelle ich nicht irgendwem, den ich nicht kenne, sondern tatsächlich wenn man sich ein bisschen unterhalten hat und dann kriege ich doch häufig eine ehrliche Antwort. Und wenn nicht, dann kriege ich einen Blick und dann schaue ich irgendwie so ein bisschen schräg zurück und dann weiß derjenige auch, was ich dazu was ich davon halte. Und ja, dann wissen wir beide genug, um das Gespräch auch irgendwie anderweitig fortzuführen. #00:31:24-0#

Sandra Staub: Ist clever ja. Das kann ich mir ja durchaus mal notieren und abschauen. #00:31:27-3#

Sebastian Eisenbürger: Gerne ja. Was mich noch interessiert: Wie stehst du zu diesen ganzen Datenkrakenthemen, die wir so aus den Medien vorgetischt bekommen jeden Tag? #00:31:36-7#

Sandra Staub: Ja, es ist Fakt, dass hier ganz viele Daten umgewälzt werden, dass über uns mehr Daten angelegt werden über unser Surfverhalten, als jemals zuvor überhaupt geschrieben und gelesen wurde. Ich fürchte wir müssen uns da überlegen inwieweit wir mit dabei sein wollen, denn es ist wohl super interessant, wenn ich selbst ein Business habe, zu sehen: „Wie viele Menschen haben meine E-Mails geöffnet?“ Aber als Konsument gestehe ich das dem Unternehmer nicht zu, zu wissen, ob ich meine E-Mail geöffnet habe. Ich sage immer: „Ich denke wir müssen uns da mal mit uns selbst auf eine Linie einigen. Was möchte ich eigentlich? Möchte ich eigentlich ständig die Unerkannte sein im Netz, oder der Unerkannte Surfer, oder habe ich auch Lust darauf, dass mir nicht Viagrawerbung angeboten wird, wenn es nachweislich an einem Körperteil dafür fehlt ja?“ Das ist halt einfach, es ist eine Entscheidung. Und das krasse, jetzt muss ich ein bisschen ausholen, ist: Vor kurzem habe ich wieder mal Lust gehabt, das kommt bei mir manchmal, dass ich dieses Lied The Age of Aquarius höre. #00:32:53-8#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:32:54-1#

Sandra Staub: Total lustig, weil es eigentlich zwei Lieder in einem sind. Es ist ja Age of Aquarius und Let the Sunshine. Und ich hatte definitiv Lust auf Age of Aquarius. Und dann lief mir auf YouTube dieses lustige Lady aus England rein, die dann erklärt, was das eigentlich heißt und was es bedeutet. Und das ist sehr, sehr esoterisch, fand ich, was sie erzählt hat ja, nämlich dass es weg vom Ego, vom Ich-Bewusstsein mehr zum Wir-Bewusstsein geht und so weiter und so fort. Und da dachte ich mir: „Boah, ist das krass, wenn ich mir überlege, wenn wir uns eher im Wir-Bewusstsein bewegen.“ Und dann haben wir da lauter kleine Egos rumsitzen, die wir alle haben. Jeder braucht eins. Wenn er gar keins hat, die Person hat kein Selbstbewusstsein ne? Ja wie machen wir denn das? Und es ist logisch, dass es da Reibereien gibt. Und ich kann mir das auch sehr gut, wie gesagt, wer den ersten Podcast gehört hat mit mir kann das vielleicht auch bisschen nachvollziehen, weil ich immer sage: „Ich mache manchmal Dinge eher für das Gesamtbewusstsein ja, eher für die Umwelt und sage: ‚Ne, ich muss jetzt kein dickes, blutiges Steak essen, denn ich weiß das ist massiver Schwachsinn für den Planeten.'“ Und wie gesagt, das tue ich auch eher für die anderen. Und da ertappe ich mich, dass ich auch eher in dieses Wir reingehe. Und da muss ich immer sagen: „Ok. Wenn ich tatsächlich Angst habe permanent überwacht zu werden ja, und ein lieber Freund von mir hat diese Angst permanent, dann muss ich mir überlegen, ob ich an dieser hochdigitalen Gesellschaft so viel Spaß habe.“ #00:34:33-4#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:34:34-1#

Sandra Staub: Mein Problem ist: Ich habe einen wahnsinnigen Spaß daran dabei zu sein und daher bin ich da eher entspannt was das angeht und kann nur sagen: „Ja.“ Da bin ich dann eher in die Richtung, da ist mein Ego dann vielleicht gar nicht so wichtig. Ist es so schlimm, wenn jemand weiß, dass ich mein Toilettenpapier online gekauft habe, oder dass ich mir etwas online angucke, es aber niemals online kaufe, weil ich das bei mir ums Eck kaufe? Also tja. Mir ist sehr, sehr bewusst, was im Datenschutz sich alles versteckt und was man alles ableiten kann, wenn man einer Person böses möchte. Nur ich habe es einfach satt, dass wir alles immer negativ sehen. #00:35:19-2#

Sebastian Eisenbürger: Ja, das ist der Punkt, auf den ich eigentlich hinaus möchte. Ganz meine Meinung. Also für mich sind Daten auch ein Werkzeug, genauso wie Software und vieles andere auch. Und wer sie einsetzt, setzt sie ein. Er kann entscheiden in welche Richtung er es tut. #00:35:31-2#

Sandra Staub: Immer. Und deshalb sage ich: „Ich würde mich lieber mit einer Welt mit besseren Menschen unterhalten.“ Ja, also das wäre mit viel sympathischer, wenn ich weiß: „Die Menschen, die da draußen sind, sind nicht alle prinzipiell schlecht.“ #00:35:44-2#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:35:44-9#

Sandra Staub: Aber leider wird dieses Bild auch immer gerne geschürt und produziert. #00:35:48-5#

Sebastian Eisenbürger: Ja, definitiv. #00:35:49-5#

Sandra Staub: Ist ja praktisch, weil Angst ist ja ein sehr guter Steuerer für Menschen. #00:35:53-0#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:35:53-5#

Sandra Staub: Ja. Ich habe leider keine. #00:35:56-2#

Sebastian Eisenbürger: (lacht). #00:35:57-0#

Sandra Staub: Es muss schrecklich sein, wenn man keine Angst produziert. Tja. #00:36:00-3#

Sebastian Eisenbürger: Ja tatsächlich, das dem kann ich gut folgen. Geht mir seit einiger Zeit auch so. Seit ich mich mal mit diesem Worst Case Szenario auseinandergesetzt habe und überlegt habe. Es gibt für mich jetzt keinen so super schlimmen (…) #00:36:14-6#

Sandra Staub: Der Worst Case ist der Film Staatsfeind Nr.1 mit Will Smith. Wenn jemand es darauf anlegt dich durch den Kakao oder durch den Dreck zu ziehen und ja, dann wird er das schaffen. Das wird er immer schaffen. #00:36:28-0#

Sebastian Eisenbürger: Eben. #00:36:28-6#

Sandra Staub: Ich wollte gerade sagen. #00:36:28-8#

Sebastian Eisenbürger: Ist völlig unabhängig von irgendwelchen Daten oder so. #00:36:31-4#

Sandra Staub: Es haben auch die Watergate Journalisten hingekriegt ja. Und wenn man sich dransetzt und wenn da was ist, wirst du immer etwas finden. Natürlich ist es heute leichter etwas zu finden. Aber die Größe der Munition ist nicht gewachsen. Nur wenn ich mehr Daten habe ist nicht mehr Dreck drin. #00:36:46-4#

Sebastian Eisenbürger: Eben. #00:36:47-8#

Sandra Staub: Ja. #00:36:48-4#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Sehr schön. Gut, hätte mich auch gewundert, wenn du das anders sehen würdest als Facebookexpertin. #00:36:54-8#

Sandra Staub: Na ja, ich bin ja die, die ganz vielen Menschen dazu rät sich von Facebook abzumelden. Es sind immer ganz, ganz viele gerade, ja da sehe ich bei vielen so einen Gesichtsausdruck so wie bei dir jetzt, so: „What?!“ Ja tatsächlich, weil ich will keine unglücklichen Menschen und ich sage: „Bevor du unglücklich bist, melde dich halt einfach ab.“ Ta da, wo ist das Thema? Bist halt nicht dabei. Ok, so what? #00:37:18-3#

Sebastian Eisenbürger: Ja, ist sehr konsequent, tut aber keiner wahrscheinlich, weil (…) #00:37:22-4#

Sandra Staub: Weil die Leute die Eier nicht in der Hose haben. Es tut mir immer leid. Wieso machen so viele Menschen halbe Entscheidungen? Weil sie Angst haben. #00:37:31-4#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:37:31-9#

Sandra Staub: Gar nicht notwendig. Kann man ja ganz ehrlich sagen: „Ne, will nicht auf Facebook sein. Ist mir zu viel Geschnatter. Ich habe keine Lust auf euch.“ Ja, ist ok. #00:37:39-5#

Sebastian Eisenbürger: Ja eben natürlich, und es ist auch nur ein Aspekt von einer viel größeren Welt, die draußen existiert. #00:37:44-0#

Sandra Staub: Ich wollte gerade sagen. Ein lieber Freund von mir zum Beispiel kann Facebook nicht haben. Er mag es nicht. Er findet es doof. Dann sage: „Gut, dann bist du halt nur auf Instagram.“ Es ist für ihn positiver. Es ist für ihn schöner. #00:37:54-1#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:37:54-6#

Sandra Staub: Und nichts auf dem Planeten spricht dagegen, dass er es nicht genau so machen sollte, also bitte soll er es so tun. #00:38:00-6#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Ne, ganz meine Meinung. Also ich habe bin jetzt seit kurzem erst bei Instagram tatsächlich, um mal zu schauen, mal zu stöbern, und finde es eigentlich ganz interessant, weil es ein anderer Ansatz ist als Facebook, oder andere soziale Medien. Aber möglich ist, dass ich mich wieder abmelde, weil es mir einfach zu viel ist und ich es nicht brauche. Warum? #00:38:20-4#

Sandra Staub: Man braucht ja leider ganz wenig. #00:38:22-4#

Sebastian Eisenbürger: Leider? Zum Glück würde ich sagen (lacht). #00:38:24-8#

Sandra Staub: Ja, ich glaube sehr viele Menschen im Marketing enttäuscht das immer, dass wir so wenig brauchen. Tja. Wenn wir den neuesten Joghurt nicht kaufen, oder wir nicht auf die neueste Schokolade Lust haben, weil wir dieses und jenes nicht wollen, ja, es muss, ja, es muss halt so sein, dass wir nicht alles brauchen. #00:38:43-1#

Sebastian Eisenbürger: Ja, da unterscheide ich ein bisschen zwischen brauchen und wollen. Wir dürfen es ohne Probleme und wir dürfen es denken kann man durchaus, finde ich, auch mit einem neuen Joghurt, den man nicht braucht, aber der doch lecker sein kann. Aber ich bin komplett bei dir, also wirklich brauchen tut keiner den Joghurt. #00:38:58-9#

Sandra Staub: Richtig. #00:38:59-8#

Sebastian Eisenbürger: Da haben wir vor vielen, vielen Jahren auch ohne gut gelebt. #00:39:02-6#

Sandra Staub: Ich wollte gerade sagen. Braucht man Facebookmarketing? Nein, um Gottes Willen. Niemals. Die Frage ist, ob man es möchte, ob es Spaß macht, ob es was bringt. Ich finde es auch immer schlimm, wenn Menschen zu mir kommen und sagen: „Ja Facebook, ja ich weiß, eigentlich ist es mir total unsympathisch, aber ich muss es ja machen.“ Oh, brech, furchtbar. Nein. Dann lasse es bitte. Nein furchtbar. #00:39:25-4#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Ja, das ist auch so ein Ding. Schlimm finde ich auch die, die über Facebook noch die Dinge veröffentlichen, die woanders schon drei Mal wiedergekaut wurden, bei Facebook dann das vierte Mal. #00:39:33-3#

Sandra Staub: Das zeigt dir die Persönlichkeit. #00:39:36-2#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Ja, aber bei Unternehmen ist das gang und gäbe, zumindest bei denen mit denen ich mich beschäftige, dass in Facebook einfach nur dann die Inhalte zum weiß ich nicht, 20. Mal veröffentlicht werden. #00:39:48-0#

Sandra Staub: Profis am Werk. Profis am Werk. Also es tut mir leid ja, aber ja. #00:39:54-6#

Sebastian Eisenbürger: Ja es ist halt immer noch dann die Praktikantenstelle, die sich um Facebook kümmert ganz häufig. #00:39:58-9#

Sandra Staub: Wirklich? #00:39:59-7#

Sebastian Eisenbürger: Tatsächlich. #00:40:00-2#

Sandra Staub: Oh mein Gott. Ja, ok. #00:40:02-9#

Sebastian Eisenbürger: Mit der offiziellen Begründung: Das ist der Jüngste, der kennt sich am ehesten damit aus. #00:40:07-3#

Sandra Staub: Ach Gott, es gibt so Unternehmen, wo ich immer sagen muss: „Och, es tut mir so leid, dass ihr eine so überalterte Struktur habt, beziehungsweise dass die Menschen dann keinen Mut mehr haben.“ Weil ich arbeite mit sehr vielen Frauen, die über 50 sind und die so Bock haben auf die neuen Medien und die so Bock haben auf Facebook, wo ich echt sage: „Krass, wie die sich reintigern.“ Es ist immer die Frage, ob die Persönlichkeiten einfach bequem geworden sind und alles soll bitte immer so bleiben, wie es war. Nein, ein neues Programm lernen, nein, das tun wir nicht mehr. Wie, ihr wollt eine neue Software einführen? Och nein, da sind wir dagegen. Es ist Arbeit. Es ist Aufwand. Da muss ich denken. Ganz ehrlich: Ich freue mich immer wie ein Kind, wenn irgendwo was Neues kommt, was ich angucken kann, was ich erforschen kann, ja. #00:40:52-3#

Sebastian Eisenbürger: Ja, da sind wir bei dem Veränderungsdenken, dass Veränderungen tatsächlich meistens was Gutes hat und nichts Schlechtes, wie es oft vermutet wird. #00:40:59-8#

Sandra Staub: Es ist vollkommen egal, sie kommen ohnehin. #00:41:01-9#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:41:02-6#

Sandra Staub: Ich kann dafür oder dagegen sein. Und ich tue mir viel leichter, wenn ich dafür bin. Ich meine ich wohne hier am Oktoberfest. Ich habe in meinem Leben noch nie ein Bier getrunken. #00:41:10-4#

Sebastian Eisenbürger: Ok. #00:41:11-3#

Sandra Staub: Ich bin auch sonst nicht der mega Trinker, aber wie gesagt, ich habe als wir hierher gezogen sind mir auch gedacht: „Ok, ich kann jetzt die ganze Zeit wild in Brand stocksauer sein, dass es da ist und drei Monate vorher wird aufgebaut und alles abgesperrt, damit die Touristen nicht reinfallen in die Baugruben. Und zwei Monate nachher ist es auch nicht gerade unbedingt hübsch.“ Aber ich habe mich damit arrangiert, weil ich gesagt habe: „Es ist ohnehin. Es ist (…) Du kannst es jetzt nicht ändern.“ #00:41:42-5#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Und vor Facebook kann sich tatsächlich auch keiner verschließen. Es ist da. Es hat eine gewisse Größe. #00:41:46-9#

Sandra Staub: Genau die gleiche Nummer. #00:41:48-2#

Sebastian Eisenbürger: Nicht ganz irrelevantes Unternehmen auf der Welt. #00:41:49-8#

Sandra Staub: Ja. #00:41:50-6#

Sebastian Eisenbürger: Also eine Rolle spielt es. Und die Frage ist tatsächlich: „Wie gehen wir damit um?“ #00:41:54-9#

Sandra Staub: Kann ich meine Einstellung irgendwie in die Richtung heben, dass es auch was positives haben könnte ja? #00:42:00-2#

Sebastian Eisenbürger: Ja, und wenn nicht für mich, dann vielleicht für jemand anderes. #00:42:02-2#

Sandra Staub: Ja, ganz zentral. #00:42:03-4#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Ja, ich würde dir die Chance geben noch ein paar Dinge zu erzählen, die du loswerden magst von dir, ob es jetzt irgendwas gibt, dass du jetzt an der Stelle noch passenderweise unterbringen magst. Außer mit Kontaktdaten passen immer ganz gut. Wie erreichen dich welche, wenn sie dich erreichen möchten? #00:42:19-4#

Sandra Staub: Alle Menschen, die mich jetzt nicht für total durchgeknallt halten, sondern sich gedacht haben zwischendurch: „Hey, könnte doch mal ganz interessant sein“, die lade ich herzlich ein mal einfach „Facebook für Frauen“ zu googeln. Das klingt total banal, aber die URL ist tatsächlich Facebook-fuer-Frauen.de #00:42:37-4#

Sebastian Eisenbürger: Das ist auch gut so. #00:42:38-2#

Sandra Staub: Ja, ich weiß. Wir haben auch eine Facebookseite dazu, ganz klar. Dort ist natürlich jeder herzlich eingeladen sich die gratis Sicherheitscheckliste runterzuladen. Es ist immer mein persönliches größtes Anliegen, dass die Menschen, wenn sie auf Facebook unterwegs sind, mit ihrem privaten Profil einfach mal, ich sage immer, den TÜV machen ja. Es ist wir beim Auto. Und auch bei Facebook sollte man zumindest seine Sicherheitseinstellungen so machen, dass zumindest nicht böse Leute reinkommen. Und das wäre mir ein großes Anliegen, die Sicherheitscheckliste gibt es auf Facebook für Frauen gratis, sowohl am Blog, als auch am Shop, sondern auch auf der und auch auf der Facebookseite natürlich. Das ist durchgängig bei uns. Genau. Und alle, die jetzt der Meinung waren, dass das Marketing mit mir Spaß macht, oder Spaß machen könnte, die können gerne Sandra Staub einfach mal googeln. Und Sandra Staub ist dann Sandra-Staub.de ist die Webseite. Da findet man dann, worüber ich aktuell so nachdenke und was für aktuell so Projekte haben, mache ich immer weniger rein, denn fast alle meine Kunden wünschen sich Geheimhaltungsvereinbarungen. #00:43:43-0#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:43:43-6#

Sandra Staub: Das heißt da kann ich nicht viel über meine Kunden sprechen. Das ist leider so. Ich zähle nicht so denen, die mega große Referenzkundenseiten hat mit bunten Logos, dem sogenannten Logo Friedhof. Es tut mir leid, das geht leider nicht bei mir. Das liegt dann (…) #00:43:59-0#

Sebastian Eisenbürger: Es klappt offensichtlich trotzdem. #00:44:00-4#

Sandra Staub: Es tratscht sich ja trotzdem weiter. Und keine Ahnung. Ganz ehrlich: Mir ist es so eigentlich viel lieber so ein bisschen unter dem Radar zu sein und nicht alle zwei Tage von RTL angerufen zu werden, ob man nicht da ein Interview dazu geben möchte. Da gebe ich viel lieber irgendeinen netten Podcast, wo genau die richtigen Menschen dann auch zuhören. #00:44:21-2#

Sebastian Eisenbürger: Das freut mich. #00:44:22-2#

Sandra Staub: Also es kommen Hinz und Kunz und fragen an. Und das ist eigentlich nicht, was ich möchte. Ich will die richtigen Menschen ansprechen, womit wir wieder bei der Zielgruppe sind, die man (unv.) bleibt. #00:44:30-2#

Sebastian Eisenbürger: Wollte ich gerade sagen. Das positivste Marketing, was es geben kann, wenn du nämlich nur die ansprichst, oder wenn du nur die erreichst, die du erreichen möchtest, dann erreichst du den Rest nicht und störst die nicht, nervst sie nicht. #00:44:39-4#

Sandra Staub: Eben. Ich will nicht stören. Ich will nicht nerven. Deshalb wie gesagt Störerwerbung ist für alle, die sich nicht auskennen in meinen Augen ja. #00:44:45-8#

Sebastian Eisenbürger: Ja, für alle die vor 50 Jahren noch angefangen haben, oder stehengeblieben sind. #00:44:49-6#

Sandra Staub: Passt einfach nicht zu mir. #00:44:51-5#

Sebastian Eisenbürger: Ok. Ganz, ganz herzlichen Dank Sandra. #00:44:53-8#

Sandra Staub: Ich danke dir, dass du mich haben wolltest und ich hoffe, dass die Menschen was mitnehmen können aus unserem Gespräch. #00:45:00-1#

Sebastian Eisenbürger: Ich bin sicher. Und ich glaube auch tatsächlich es ist die erste Folge, die ersten beiden Folgen, die sich lohnt auch nochmal zwei Mal anzuhören, weil da viele Sachen drinnen gewesen sind von dir, die tatsächlich ja, die man mehrfach anhören sollte. Ich werde es tun. Also jetzt nach dem Gespräch habe ich das Bedürfnis das nochmal zu tun. Ich fand das extrem gut, wirklich richtig, richtig gut. Und mal schauen, vielleicht komme ich nochmal auf dich zu. #00:45:22-7#

Sandra Staub: Ich freue mich gigantisch. Ich sage vielen lieben Dank und werde natürlich weiterhin brav Podcast hören. #00:45:29-6#

Sebastian Eisenbürger: Sehr, sehr gut. #00:45:30-6#

Sandra Staub: (lacht) Danke. #00:45:32-1#

Sebastian Eisenbürger: Ich danke dir. Und bei dir, lieben Zuhörer, möchte ich mich auch ganz arg bedanken, dass du bis hierher zugehört hast. Es ist total schön. Freut mich sehr. Und noch viel mehr freuen würde ich mich, wenn du mir ein kleines Feedback hinterlässt auf iTunes, gerade die Sterne anklickst und einen kleinen Text hinterlässt in den Bewertungen, dann weiß ich, was ich in Zukunft noch besser machen kann, was dir vielleicht nicht so gut gefällt, was dir total gut gefällt, ja, und ich weiß, wie der Podcast weitergehen soll für dich. Dann mache es gut bis zur nächsten Woche. Tschüss! #00:45:58-1#

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