#18: Marketing & Geld – Teil 2 (Eric Promm im Gespräch)

#18: Marketing & Geld – Teil 2 (Eric Promm im Gespräch)

Eric Promm, genannt „Mr. Cashflow“, ist dein Ansprechpartner, wenn du eines von zweien Problem hast:

  1. Du hast zu wenig Geld. Eric zeigt dir, wie du mehr „Cash“ generieren kannst
  2. Du hast zu viel Geld. Eric hilft dir, dein „Cash“ gewinnbringend anzulegen

Okay, anfangs war ich skeptisch, als ich mit Eric telefonierte und wir über diesen Podcast zum Positiven Marketing gesprochen haben. Denn einem „gewissen Klientel“ möchte ich über meinen Podcast keine Bühne geben.

Doch Eric hat mich tatsächlich überzeugt. Ich nehme ihm ab, tatsächlich im Sinnde des Empfängers von Marketingbotschaften zu handeln und nicht vorrangig, um selbst eine Menge Geld zu verdienen.

Damit ich mir auch über unser Gespräch im Podcast hinaus ein Bild über ihn uns deine Arbeit machen kann, hat Eric mir einen kostenfreien Zugang zu seinen Online-Kursen bereitgestellt. Ich werde mich damit auseinander setzen. 😉

In jedem Fall nimmst du aus den beiden Episoden mit Mr. Cashflow Eric Promm eine Menge Inhalte mit. Über sein Privatleben (über das du sonst nirgendwo erfährst), über seine Tätigkeit und die Frage nach Freiheit, Werten und Glück im Leben.

Viel Spaß! 😀

 

Alles zu Eric findest du auf seiner Webseite http://ericpromm.de/ und bei Facebook unter https://www.facebook.com/CashflowMarketingde-570923203076233/


Transkription: Marketing & Geld – Gespräch mit Eric Promm Teil 2

Sebastian Eisenbürger: Heute reden wir wieder über Marketing und Geld. #00:00:03-0#

Sebastian Eisenbürger: Herzlich Willkommen im Podcast für positives Marketing. Mein Name ist Sebastian Eisenbürger und letzte Woche da habe ich mit dem Eric Promm gesprochen. Er nennt sich Mr. Cashflow und Eric ist wieder da. Hi Eric. #00:00:24-2#

Eric Promm: Hallo Sebastian. Grüß dich. #00:00:26-0#

Sebastian Eisenbürger: Hi. Geht es dir immer noch gut (lacht)? #00:00:28-2#

Eric Promm: Ja du, alles fit. Ich könnte jetzt natürlich ganz schleimisch sagen: „Wenn man mit jemandem wie dir reden darf, muss es einem ja gut sein, gut gehen.“ (lacht) Ne, aber ich habe mich wirklich auf unser Gespräch gefreut. #00:00:39-3#

Sebastian Eisenbürger: Schön. Freut mich. Ja, ich fand es total spannend von dir zu erfahren, was du tust, wie du dahin gekommen bist, was dir wichtig ist. Magst du es in ein paar Sätzen mal kurz zusammenfassen, was wir alles besprochen haben in der letzten Episode? #00:00:50-5#

Eric Promm: Was wir alles besprochen haben. Ja, wir haben uns über Marketing und Geld, wie du einleitend gesagt hast, schon so schön unterhalten. Praktisch wo ich herkomme, dass ich eigentlich aus einer völlig langweiligen Schiene als Bänker komme und dass deswegen die Geschichte mit dem Cashflow für mich ein Thema ist. Ja, dass ich im Bereich Internetmarketing tätig bin und anderen Menschen lehre, wie man Cashflow durch Internetmarketing, also zu passiven Einkommensströmen kommt. Und wir sind auch ja ziemlich in die tiefe gegangen, was ja so psychologische und persönliche Geschichten angeht. Also ich fand es wirklich ein super spannendes Thema mit dir letzte Woche, ja dass man wirklich so in Thema Mindset und Einstellung und wie sehen wir die Welt, fand ich ganz, ganz toll. Und auch, ich habe von dir gelernt, dass diese Kurzschlafphasen funktionieren können. Also fand ich auch ein spannendes Thema. #00:01:43-4#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Einfach ausprobieren. #00:01:45-3#

Eric Promm: Ja, ja. Weiß noch nicht, ob ich mich ran traue, aber zumindest weiß ich jetzt schon mal, dass es funktioniert. Also es ist die Neugier da. #00:01:52-6#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Ich fände es spannend. Also mach es ruhig und erzähle wie es war. Machen wir eine Podcastepisode dazu. #00:01:57-8#

Eric Promm: (lacht) Ok. #00:01:58-6#

Sebastian Eisenbürger: Marketing und Schlafen. Mal schauen (lacht). #00:02:00-3#

Eric Promm: (lacht) Marketing und Schlafen, genau. Sleep Marketing (lacht). #00:02:03-9#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Ok. Dann lass uns doch mal ein bisschen Richtung Marketing hier einschlagen. #00:02:09-9#

Eric Promm: Gerne. #00:02:10-7#

Sebastian Eisenbürger: Was tust du? Du hast ein Unternehmen. Du bist selbstständig. Was machst du für Marketing, damit du neue Kunden bekommst, damit du die Kunden, die du hast, ansprichst? Ja, wie kommunizierst du? #00:02:21-1#

Eric Promm: Wie kommuniziere ich? Also ich habe für mich festgestellt, dass meine Zielgruppe auf Video steht. Also ich split teste so ziemlich alles. Also es gibt fast nichts, was ich nicht split teste, außer vielleicht meinen Morgenkaffee. Und ich habe festgestellt, dass das die Zielgruppe, die ich anspreche, die für mich auch passt und für die ich passe, das ist ja noch viel wichtiger, dass für die Video funktioniert. Also mache ich eine ganze Menge Videos. Ich mache es auch gerne. Habe also hier nebenan im zweiten Büro ein komplettes Videostudio stehen, so dass ich nur noch rüber muss, drücke den Knopf und fange an zu labern. Und ja, habe eine Menge Videos auf YouTube und Facebook. Und das funktioniert sehr, sehr gut für mich. #00:03:09-1#

Sebastian Eisenbürger: Und damit werden auch neue Kunden auf dich aufmerksam, mögliche Interessenten und so? #00:03:13-2#

Eric Promm: Genau, richtig. Also ich gebe ja den Mark Zuckerberg jeden Monat eine Menge Geld, dass viele Leute meine Videos sehen. Hat den großen Vorteil, wer von Haus auf sagt: „Was ist denn das für ein Spinner?“, der wird nicht hinklicken, der wird nie mit mir zu tun haben und das ist auch in Ordnung so. Und die, die sagen: „Hey, der Typ scheint ganz sympathisch zu sein und ich glaube der kann mir vorstellen, der weiß auch, wovon er spricht.“ Die klicken hin, mit denen habe ich zu tun. So ziehst du von Haus auf die richtigen Leute an. Bei reinem Text, (räuspern) schuldige, ist es natürlich ein bisschen schwieriger die Persönlichkeit rüberzubringen. Da kann es durchaus passieren, dass man ja ein paar Ecken später feststellt, also als Kunde zum Beispiel: Passt dieser Marketer auf der anderen Seite auch zu mir? Bei Video stellst du das sehr schnell fest. Und insofern ist es dann auch im zweiten Schritt ein sehr angenehmes Arbeiten, weil die, die mit mir nicht können, die sagen: „Ey, dem seine Nase gefällt mir nicht.“ Ja die kommen erst gar nicht bei mir an. Also insofern, für die ist vielleicht ein anderer Kollege, der es komplett anders macht, die bessere Wahl. Also auch sowas ist völlig in Ordnung. #00:04:23-4#

Sebastian Eisenbürger: Ja, finde ich cool, dass du das sagst, weil die meisten sehen das eben genau andersrum. Da geht es darum möglichst viele Interessenten erst mal zu sammeln, um dann hinterher auszusieben. Und das ist natürlich ja, vor allem nicht so richtig befriedigend. #00:04:36-4#

Eric Promm: Ja, genau, weil bestimmte Menschen, das ist, wir kennen das alle von der Schule. Der Typ, der da vorne steht, oder die Dame, weiß mit Sicherheit, was er oder sie uns damals beibringen konnte in der Schule. Jetzt ist es aber so, mit manchen Lehrern konnten wir als Kinder einfach nicht, egal ob der da vorne recht hat. Wir konnten einfach zwischenmenschlich nicht. Und manchmal kann man es auch gar nicht begründen. Es läuft einfach, oder es geht nicht. Und genau das kannst du mit Video von Haus auf schon mal sicherstellen. Die, die feststellen: „Ne, mit dem kann ich nicht. Der Dialekt gefällt mir nicht. Die Art, wie er redet, das entspannte. Ich mag lieber gesiezt werden.“ Ich duze meine Leute. Ja. Dann lieber habe ich eine Liste, die für die ich funktioniere, ich sage es gerne andersrum, weil ich ja praktisch nur die Kamera sehe, aber die Menschen in meiner Liste, die sehen ja mein Gesicht und die müssen damit leben können (lacht). Und dann lieber eine Liste die passt, als eine elendig große Liste, wo immer wieder Leute feststellen: „Ne, der Typ geht mir einfach auf den Senkel.“ #00:05:42-1#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Ich würde da gerne ein bisschen bei bleiben bei diesem Punkt, weil der ist wie ich finde richtig wichtig und das ist tatsächlich was, was ich im täglichen Gesprächen, die ich in Unternehmen führe, sehr, sehr oft vermisse. Da geht es tatsächlich immer nur um die Quantität. Da geht es darum möglichst viele anzusprechen und eher, ja tatsächlich sich versuchen und was zu verstellen, anzupassen, so dass möglichst viele, eine möglichst breite Menge an Menschen das Angebot gut finden, und hinterher irgendwo ein (…) das sind ganz komische Prozesse, die da stattfinden. Da finde ich es cool, dass du sagst einfach: „ehrlich sein, authentisch sein, sich so zeigen, wie man ist“, und dann eben schon direkt von Vornherein abgrenzen. Ja, der ist es nicht, aber dafür ist es der und der und der.“ #00:06:23-0#

Eric Promm: Genau. Man sollte es nur ohne, ja, ich sage mal ohne Aggression machen, also ich sage jetzt nicht: „Woah, wenn du so bist, passt du mir nicht, bist du hier falsch, verzieh dich“, sondern (…) #00:06:34-4#

Sebastian Eisenbürger: Ja das passiert ja. Das passiert ja einfach. #00:06:36-8#

Eric Promm: Genau. Ich gebe nur ganz normal meine Persönlichkeit ehrlich nach außen und die richtigen Leute zieht es an und die falschen klicken weg und das ist in Ordnung. #00:06:44-5#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Ja, ich habe da auch ein Beispiel. Ich habe letztes Jahr meinen Blog gestartet und zwar so, wie er mir gefällt, also vom Design her. Und das ist halt eher dunkel, ich sage mal ist für mich nicht düster im Sinne von nicht einladend, aber ein eher dunkleres Design, also nicht weiß, sondern eher schwarz. #00:06:57-6#

Eric Promm: Mhm (bejahend). #00:06:58-1#

Sebastian Eisenbürger: Und ich habe mir da gar nicht viel dabei gedacht. Das hat mir einfach gefallen, fand ich cool, also habe ich das gemacht. Und habe da echt eine Zeit lang ganz, ganz schlechtes Feedback gekriegt. „Wie kann ich das tun?“ Das würde ja keinem gefallen. Das liest ja keiner. Ist auch schwer lesbar, also schwerer lesbar als wenn die Farben jetzt andersrum wären. #00:07:13-4#

Eric Promm: Mhm (bejahend). #00:07:13-8#

Sebastian Eisenbürger: Und ich war kam echt ins Zweifeln. Sollte ich das wirklich so lassen? Sollte ich das ändern? #00:07:17-0#

Eric Promm: Mhm (bejahend). #00:07:18-0#

Sebastian Eisenbürger: Und irgendwann habe ich auch festgellt, dass ganz, ganz wenige, die mich angeschrieben haben über den Blog, dass die hinterher festgestellt haben, dass das doch nicht so gepasst hat. Und das ist genau diese Filterfunktion, die du beschreibst. #00:07:29-2#

Eric Promm: Ja, ja. #00:07:29-9#

Sebastian Eisenbürger: Ich habe nicht und ich habe da kein Video gehabt. Ich hatte einfach nur ein Style, ein Design, veröffentlicht und schon darüber habe ich es geschafft die Menschen anzuziehen. Die, die das cool fanden, fanden das auch cool, was ich gemacht habe und wie ich das gemacht habe. #00:07:44-3#

Eric Promm: Ja, ja, genau deswegen. #00:07:45-6#

Sebastian Eisenbürger: War für mich immer klar: Ok, das glaubt genau so, weil besser geht es für mich nicht. #00:07:49-5#

Eric Promm: Ja, absolut. Es ist gut, dass du dir treu geblieben bist. #00:07:52-6#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Und es ist schwierig tatsächlich, weil natürlich kommt auch anderes Feedback. Und (…) #00:07:58-9#

Eric Promm: Ja klar. #00:07:59-6#

Sebastian Eisenbürger: heißt es dann auszuhalten. #00:08:01-3#

Eric Promm: Klar. Das ist richtig. Wobei, ich weiß den Song nicht mehr, aber da ist eine Strophe drin „haters gonna hate“. Es übersetzt sich leider schlecht ins Deutsche, aber die, die sowieso maulen wollen, die werden maulen, die werden was finden. #00:08:18-5#

Sebastian Eisenbürger: Das stimmt. #00:08:18-7#

Eric Promm: Und wenn man das weiß, es gibt (…) meine Mama sagt immer: „Es gibt nur drei schlechte Menschen auf der Welt. Die sind nur sehr viel unterwegs und es kann passieren, dass sie dir öfter begegnen.“ (lacht) #00:08:29-5#

Sebastian Eisenbürger: (lacht) Das ist cool. #00:08:31-6#

Eric Promm: Und diese drei Menschen, die werden dir versuchen auf den Sender zu gehen und ja. Man muss einfach wissen: Ok, der arme Kerl kann jetzt nicht aus seiner Haut raus. Der hat einen schlechten Tag. Was auch immer. Der wird heute, egal, wen er trifft, maulen und jetzt trifft er gerade mich. Ist ok. Also damit muss man einfach leben können. #00:08:51-6#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Das stimmt. Also heute kann ich das sehr gut. Damals war das echt noch ein bisschen schwieriger für mich, weil ich hatte kurz davor angefangen und eine Menge Unsicherheiten in allen Möglichkeiten Richtungen, die ich damals hatte. Da war das echt so eine Frage, die ich mir gestellt habe, und bin froh, dass ich es nicht geändert habe, dass mein Blog immer noch so ein bisschen dunkel, so ein bisschen was mysteriöses hat. #00:09:10-8#

Eric Promm: Ja. Hat was cooles. Ist zumindest die Ausnahme damit. #00:09:14-6#

Sebastian Eisenbürger: Das finde ich auch. Ok. Zurück zum Marketing. Mich würde interessieren wie du privat Marketing wahrnimmst. Wie ist das für dich, wenn du, ich weiß nicht, ob du fernseh schaust, ob du viel im Internet unterwegs bist, wie ist das da? Also wirst du bombardiert mit irgendwelchen Anzeigen, Texten, allen möglichen Marketingformen. #00:09:33-4#

Eric Promm: Ja, das stimmt. Es kommt eine ganze Menge. Und ich finde es, ja, also beim fernseh schauen muss ich zugeben ärgert es mich (lacht), einfach nur weil das, was ich sehen möchte, unterbrochen wird. Das ist eine schwierige Art des Marketing, weil die mir relativ wenig Mehrwert liefern. Also ich bin ein Fan, Marketing sollte immer einen Mehrwert haben und ich sollte schlauer aus Marketing rausgehen als ich reingehe, als Kunde. Ist oft beim Fernsehen nicht, wenn die mir erzählen, sie sind die größten, sie sind die tollsten, denk ich mir: „So what? What is in it for me?“. Also „Was ist für mich da drin?“ Das ist das, wo ich mir denke, ja, da wäre ein bisschen Optimierungspotential. Das heißt ich nehme da ganz gerne die Fernbedienung und spule vor. Also ich schaue selten live. Ich sehe selektiv fern, nehme mir die Sachen auf, die ich möchte, und habe dann die Möglichkeit vorzuspulen. #00:10:28-6#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:10:29-9#

Eric Promm: Bei vielen, vielen anderen Marketingunterlagen, die mir begegnen, lese ich die mit Interesse, weil ich dann auch den Zeitpunkt bestimmen darf, wann ich es lese. Und ja, eigentlich, wie formuliere ich es, es ist so, dass ich gutes Marketing genieße. Als Verkäufer, wo ich mich auch sehr viel weitergebildet habe, genieße ich auch einen guten Verkäufer. Also auch wenn ich merke, ich merke, was er tut, welche Trigger er bei mir setzt, und ich genieße es, weil es einfach selten ist, genauso wie gutes Marketing in Deutschland relativ selten ist. Und drum, wenn ich was sehe, lese ich es, unabhängig davon, ob das Produkt mich interessiert. Ich finde das Marketing spannend. Und wenn es dazu führt, dass mich das Produkt interessiert, na umso besser. Dann macht der Marketer auf der anderen Seite ja irgendwas richtig. Ich durfte was lernen und habe dann vielleicht auch ein Produkt, das mein Leben bereichert. #00:11:29-3#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Möchtest du sagen das ist jetzt in deinem Fall so, weil du selbst dich mit Marketing beschäftigst, oder würdest du sagen das ist auch ja für den klassischen Verbraucher so, dass er auch Marketing des Marketing Willens gut finden kann? #00:11:41-1#

Eric Promm: Ich glaube es funktioniert auch für den Verbraucher. Also bei mir jetzt, es hat sich nochmal geändert, seit ich mich beruflich damit beschäftige. Da schaut man alles noch ein bisschen an wie, ja, unter der Lupe. Mensch, was tut er da? Was setzt er ein? Und eben auch aktiv, wenn ich es benutze, dann bin ich ja gepolt. Ich weiß ja, was ich damit tun möchte. Wenn es aber woanders herkommt, kann ich in mich reinhorchen und sagen: „Mensch, was tut es mit mir? Funktioniert es? Löst es was aus?“ Also ich bin da absolut nicht sauer, oder finde es schlecht, oder sage hier Aufkleber „keine Werbung“, sondern ich denke mir, ne, ist ja gut. Von 30-40 Werbungen ist eine wirklich gut. Und die lese ich dann mit Genuss. Und das ist auch für einen Verbraucher draußen. Gutes Marketing gibt dir ja immer irgendwas positives mit. Warum das nicht genießen? Warum das verdammen? Also manchmal ist auch bei der Fernsehwerbung so, dass mir jemand erzählt: „Hey, hast du die und die Werbung gesehen?“ Und ich sage: „Ne, ich sehe selten Werbung“, dass ich dann auf YouTube mir genau die Werbung aufrufe und mir die anschaue, weil die wirklich gut ist. Manche Werbungen sind ja richtig gut. #00:12:50-4#

Sebastian Eisenbürger: Also mache ich jetzt tatsächlich auch, um ein bisschen dranzubleiben. Also ich schaue jetzt seit ja fünf Jahren kein fern mehr, also sehe gar keine Werbung beim Fernsehen. #00:12:58-3#

Eric Promm: Wow, Respekt. #00:12:59-0#

Sebastian Eisenbürger: Und aber ja kriege halt auch dann immer erzählt: „Die Werbung, kennst du die schon? Kennst du die schon? kennst du die schon?“ Ich sage immer: „Nein, keine Chance. Ich kenne nichts mehr.“ Aber bei YouTube, ich muss dann auch reinschauen und ja mir da mein eigenes ja Urteil bilden, ob ich es gut finde, oder nicht. #00:13:15-5#

Eric Promm: Genau. Ja, ja. #00:13:17-3#

Sebastian Eisenbürger: Ist spannend, dass du da meinst, ich weiß nicht, also es ist eine Frage, die mich tatsächlich auch bewegt: Sehe ich die Dinge so, weil ich sie aus Marketingsicht sehe, aus Marketersicht sehe, oder weil ich noch genug Mensch bin, Verbrauchersicht habe, und das aus den Augen bewerten kann. Und da bin ich mir (unv.) nicht betrifft, meistens, oder oft, nicht sicher. #00:13:33-2#

Eric Promm: Ich glaube es ist beides. Bei der eigenen Werbung, da sind wir ja, ja, da sind wir auf einem Auge blind, während als Verbraucher, du wirst irgendwo natürlich immer ein Teil von dir wird es als Marketer sehen. Aber als Verbraucher hast du die Möglichkeit auch mal mit zwei Augen sehend zu sehen, was passiert. Ist es gut? Ist es eine Werbung, wo es mir nachher besser geht als vorher? Dann ist es gut. Oder geht es mir einfach nur auf den Zeiger? Dann liegt es aber nicht an dir, sondern dann hat der Werbefachmann auf der anderen Seite einfach was falsch gemacht. #00:14:06-4#

Sebastian Eisenbürger: Das ist richtig. Und, was dazukommt, zumindest im positiven Marketing ist es so: Das beste Marketing ist dann, wenn du es gar nicht merkst, oder wenn es gar kein Marketing im klassischen Sinne ist. #00:14:15-4#

Eric Promm: Ganz genau. #00:14:16-9#

Sebastian Eisenbürger: Und das funktioniert immer, ausnahmslos. Wenn die Person, die Marketing betreibt, sich dessen bewusst ist, dass auf der anderen Seite jemand sitzt, der mit dem kostbarsten, was er hat, schon bezahlt, nämlich mit der Aufmerksamkeit und Zeit, dann ist es ein ganz anderes Verhältnis, dann kriegt Marketing eine ganz andere Qualität. Und dann ist die Frage, ob Nutzen oder nicht, überhaupt nicht mehr die Frage, sondern nur: Wie nützlich ist jetzt das Marketing? Also da geht es darum das wirklich zu steigern, zu maximieren. #00:14:42-4#

Eric Promm: Ja. Das hast du super auf den Punkt gebracht. Absolut, ja. #00:14:46-0#

Sebastian Eisenbürger: Ok. Lass mal über Datenkraken sprechen. Das finde ich immer ganz spannend, weil da gibt es ja wirklich mal solche, mal solche, Meinungen. Wie siehst du das? Wie siehst du das, wenn du an Google, Facebook und die ganzen Unternehmen denkst, die Daten sammeln? Ich meine du nutzt ja selbst sehr viel Facebook hast du gesagt. #00:15:01-5#

Eric Promm: Mhm (bejahend). Ja. #00:15:02-9#

Sebastian Eisenbürger: Wie siehst du das? #00:15:03-6#

Eric Promm: Ja. Wie du sagst, es gibt solche und solche Meinungen. Ich habe beide (lacht). Es ist tatsächlich so, dass ich das aus zwei Gesichtspunkten sehe. Als Marketer ist es genial, was es für Möglichkeiten eröffnet, gar nicht mal böse Möglichkeiten, sondern ich kann dafür sorgen, dass meine Werbung nur auf dem Bildschirm, oder weitgehend nur auf dem Bildschirm von Menschen erscheint, für die es auch passt, zu einem Zeitpunkt, zu dem es auch passt. Also ich knalle nicht jemanden, der überhaupt nichts mit mir, oder meinem Thema, zu tun haben möchte, das um die Ohren, sondern ich sorge dafür, dass es zu dem Zeitpunkt für den Menschen erscheint, wo es passt. Das ist der große, große Vorteil. #00:15:52-5#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:15:54-6#

Eric Promm: Das aber gleichzeitig lässt mich natürlich auch sehen: Man kann es auch ganz anders nutzen. Es ist erschreckend, was Google, Facebook und Amazon und viele andere von uns wissen, über uns wissen. Es ist wirklich erschreckend. Und mir ist durchaus bewusst, dass das, was ich jetzt positiv zu nutzen versuche, dass das wie alles, ein Küchenmesser kann wertvoll beim Kochen sein, du kannst es auch jemanden zwischen die Rippen rammen. Und genau so ist es damit. Das Wissen an sich ist weder gut noch schlecht, man kann es aber für zwei Sachen verwenden. Und das ist, ja, wie da Messer, oder Atom. Es kann als sehr wertvolle Energieressource benutzt werden. Es kann aber auch die Umwelt schwer schädigen, oder man kann eine Bombe draus bauen. Also ist immer, was man damit macht. also ich muss es wirklich von zwei Seiten sehen. #00:16:48-1#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Aber das ist das Bild, das ich auch habe wenn dann tatsächlich. Also es ist ein Werkzeug. Ein Werkzeug kann man gebrauchen oder missbrauchen. Es liegt dann immer in der Hand des Verwenders. #00:16:55-4#

Eric Promm: Ja, ganz genau. #00:16:56-8#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Wie findest du diese Personalisierung, die immer weiter um sich greift, im Internet vor allem auch? #00:17:02-9#

Eric Promm: Ja. Also da muss ich sagen, sehe ich es, als Marketersicht finde ich es genial. Auch als Verbraucher erlaube ich mir tatsächlich auf den ersten Schritt zu sehen, dass ich es gut finde. Also ich habe zum Beispiel einen sehr speziellen Buchgeschmack. Ich lese sehr viel Weiterbildung, sehr viel Englisch auch. Und wenn Amazon mich begrüßt mit den passenden Büchern, finde ich das richtig toll. Wenn ich auf Facebook die passende Werbung sehe, finde ich es auch toll, weil es eben sehr personalisiert ist, weil wenn ich hier in einen Buchladen gehe, tue ich mich sehr, sehr schwer überhaupt was zu finden. Auf der anderen Seite aber genau das, was wir gerade hatten. Es geht, ja, seitens derer, die die Daten haben, mit wahnsinniger Verantwortung einher. Und wenn es, selbst wenn die verantwortlich damit umgehen, was mit Sicherheit nicht immer der Fall sein wird, weil einfach ja es kann denen eine Menge Geld bringen und Geld ist halt immer was. „Jeder hat seinen Preis“ habe ich mal gehört, ist nur die Frage wie hoch. Und das macht mir schon ein bisschen Sorge. #00:18:13-4#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Ja, also das ist berechtigt. Ich habe da tatsächlich auch keine eindeutige Meinung dazu. Ich sehe grundsätzlich immer das Positive in der Welt, in Menschen und auch (unv.) #00:18:25-6#

Eric Promm: Ja, genau. #00:18:26-9#

Sebastian Eisenbürger: Und aus dem Grund würde ich nicht von Vornherein sagen: „Das ist alles ganz schlecht, nur weil es da ist, weil es eine potentielle Gefahr birgt.“ #00:18:33-6#

Eric Promm: Ja, ja genau. Genau. Es bringt ja definitiv auch Vorteile. Also Google hat ja die Maxime: „Do no evil.“ „Tue nichts Böses.“ Ob sie sich immer dran halten, ich hoffe es, weil das ist wirklich ein, also ich finde es eine ganz tolle Maxime, wenn wirklich überall entsteht „tue nichts Böses“, dann finde ich das sehr verantwortungsbewusst. Ich hoffe sie halten sich dran (lacht). #00:18:55-4#

Sebastian Eisenbürger: Ich hoffe es auch. Ich glaube tatsächlich auch dran. Ich glaube auch, dass Google selbst sehr nachhaltig denkt und allein aus diesem Grund sich genau überlegt, was mit diesen Daten passiert und was nicht. #00:19:05-8#

Eric Promm: Ja klar, klar. Ist auch bei Facebook, da bin ich extrem aktiv, da kann man es auch beobachten. Wenn du Mehrwert bietest, dann wirst du belohnt von Facebook. Wenn du den falschen Kunden die falschen Sachen servierst und das wieder und wieder und dann vielleicht noch penetrant, dann wirst du auch richtig abgestraft, also bis hin zur Sperrung des Kontos, und dann ist denen egal, ob die 10-15.000 im Monat mit dir verdienen, weil im Endeffekt ist ihnen das langfristige Denken, also die Denken einfach nur eigennützig. Wenn sie sich die User vergraulen, dann haben sie ein größeres Problem als jemanden, der nicht mehr werben kann. Und das finde ich gut, dass die Unternehmen da auch langfristig denken und überlegen: „Was ist mein wichtigstes Gut?“ Das ist der Benutzer und der braucht eine gute Erfahrung mit mir. Und die kriegt er nicht, wenn ich zulasse, dass jemand diese Daten missbraucht. #00:19:56-0#

Sebastian Eisenbürger: Ganz genau. Jetzt sind wir schon beim nächsten Thema: Was sind denn so No-Gos für dich im Marketing? #00:20:01-5#

Eric Promm: (lacht) No-Gos. Ich sage es mal andersrum: Also mein Marketing lebt davon, dass ich zum einen ehrlich bin, dass ich ehrlich sage, was funktioniert, was auch für mich nicht funktioniert. Ich würde nicht bewerben, was für mich nicht funktioniert, also wovon ich nicht überzeugt bin. Wir Marketer bewerben ja hin und wieder auch mal das Produkt von einem Kollegen. Und wenn ich sage: „Mensch, das ist toll“, dann kann der Zuschauer sich drauf verlassen, dass ich es erstens wirklich angeschaut habe und zweitens wirklich toll finde, sonst würde ich es nicht sagen, sonst würde ich dann lieber sagen: „Kollege, ich kann nicht für den Produkt werben, funktioniert nicht, weil ich könnte es nicht ehrlich rüberbringen.“ Das denke ich also dem Kunden was vorzulügen, dem Zuschauer was vorzulügen, ist ein No-Go. Absolut. Und was ich auch leider immer wieder gesehen habe, vielleicht bei Anfängern, vielleicht auch bei ausländischen Marketern, also ich möchte jetzt hier absolut keinen meiner Kollegen in den Rücken fahren, aber so Kundenmeinungen erfinden. Wenn man schreibt, ja, „Max Muster hat gesagt mein Produkt ist das tollste“, habe ich Bauchschmerzen damit, sondern lieber am Anfang ein bisschen langsamer tun, ein tolles Produkt erschaffen, und damit die Kunden indirekt ja dazu zwingen, dass sie sagen: „Hey, das war einfach eine geniale Erfahrung mit dir“ und dann mit solchen Dingen kommen. Also das, ich mag einfach, dass die Wahrheit gesagt wird im Marketing. #00:21:35-3#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Finde ich auch gut (lacht). Ja, du hast völlig recht. Also gerade, es gibt viele Dinge, die laden Menschen dazu ein, eben auch nicht die Wahrheit zu sagen. Und ja gerade wenn so Verkaufsseiten erstellt werden mal Dinge zu texten, weil man sie eben jetzt gerade in diesem Moment braucht und vielleicht nicht hat. #00:21:53-4#

Eric Promm: Ja, ja. #00:21:54-8#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Und ich bin davon überzeugt, dass das auf diese Person auch zurückfällt, früher oder später. #00:21:59-0#

Eric Promm: Ganz genau, dass das richtig ist. Ich bin da absolut auch überzeugt. Alles, was wir tun, was wir nach außen tragen, kommt irgendwo wieder. #00:22:07-1#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Wie ist es mit diesen ganzen neumodischen Sachen, wo ich schon selbst das Gefühl habe, obwohl ich, ja, Anfang 30 bin, schon zu alt zu sein dafür. WhatsApp, Snapchat und diese ganzen neuen Tools. Setzt du die ein? Kennst du die? Was hältst du davon? Gerade auch aus Marketingsicht? #00:22:23-2#

Eric Promm: Ja. Da muss ich sagen, früher war es so, meine Kumpels, oder in unserer Clique ging immer der Spruch: „Wenn es piepst, blinkt und Strom frisst, dann kannst den Eric damit begeistern.“ Also alles, was neu ist und irgendwo ein Leuchtdiodchen hat, oder eine Anzeige, einen Display, oder so, hat mich begeistert. Und immer, es musste immer das Neueste sein. Ich habe teilweise alle paar Monate, wie sie die Handys noch etwas schneller verändert haben, alle paar Monate ein anderes Handy gehabt. Und mittlerweile, ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass man einfach bewusst sagt: „Ne, diese Schnelllebigkeit muss nicht sein. Ich kann mich auch mal rausnehmen“, oder ob es daran liegt, dass ich älter geworden bin. Das ist natürlich die Begründung, die mir weniger gut gefällt, aber eins von beiden muss es wohl sein, vielleicht auch die Kombination. Ich möchte bewusst nicht mehr auf jeder Hochzeit tanzen. Finde diese ganzen neuen Medien super, also Snapchat, WhatsApp finde ich ganz toll, nutze es zum Teil, aber oft nur als Konsument. Also ich bin tatsächlich, ich halte mich dann an die Devise, oder ich weiß nicht, ob mein Unterbewusstsein mir auch nur sagt: „Formuliere es so, klingt besser.“ Ich suche mir meine zwei drei Medien raus, wo ich dann wirklich gut sein kann. In dem Fall ist es Facebook und YouTube. Das sind die Medien, wo ich sage: „Ja, da kann ich gut sein.“ Weil Video ist mein Thema, wobei natürlich die ganzen anderen Medien wie Snapchat und so, ist ja auch alles Video, aber ich glaube ich würde mich verlieren. #00:23:55-7#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:23:56-9#

Eric Promm: Also lieber ein paar Sachen richtig gut machen, als ganz viele Sachen eben nur am Rande machen. #00:24:01-8#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:24:04-5#

Eric Promm: Ganz entgegen dessen, ich höre du trinkst noch, also mache hänge ich noch einen Satz hin (lacht). Entgegen dessen, dass Pat Flynn zum Beispiel diese Strategie „be everywhere“, also „sei überall“ herausgebracht hat. Funktioniert für ihn super. Ich möchte es für mich nicht, wäre es nicht das Richtige, vielleicht aber auch dem geschuldet, dass ich meine Zeit sehr wertschätze und ich nur eine bestimmte Anzahl an Stunden am Tag arbeite und da kannst du nicht überall sein. #00:24:32-3#

Sebastian Eisenbürger: Genau so ist das. Also ich bin auch der Meinung auf keinen Fall alle Kanäle bespielen, die es gibt. Das könnte man nicht konsequent tun und, ja, du würdest überall nur Kompromisse veröffentlichen und nicht das, was du wirklich veröffentlichen möchtest. Ich halte auch nichts davon überall die gleichen Inhalte zu teilen. #00:24:47-5#

Eric Promm: Ne, das halte ich für Unsinn. #00:24:49-8#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Sollten wirklich ganz, ganz wenige sein und tatsächlich maximal eine Hand voll. Und wenn du genau weißt „so funktioniert dieser Kanal für dich“, dann mache es, und wenn nicht, dann nicht. Ich habe auch viel ausprobiert und habe festgestellt: Vieles funktioniert einfach überhaupt nicht für mich. #00:25:05-1#

Eric Promm: Ja, ja. Genau. #00:25:06-6#

Sebastian Eisenbürger: Also LinkedIn zum Beispiel. Jeder hat mir das geraten. Probiere es aus. Ich habe es probiert eine Zeit lang und gar nichts passiert. hat nicht zu mir gepasst. #00:25:14-7#

Eric Promm: Geht mir auch so. Also LinkedIn tue ich mich relativ schwer. Ich habe sehr viele Kontakte da, einfach mal ich wollte es ausprobieren. #00:25:21-5#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:25:22-2#

Eric Promm: Tue mich aber verflixt schwer was damit zu tun. In XING ist es ähnlich. Ich habe Kontakte, baue die auf, aber XING ist, ich merke das, das es mit meiner Persönlichkeit ein bisschen schwierig ist. Ich bin so der persönliche Typ. Ich duze die Leute gerne. Ich bin da tiefenentspannt. Und XING ist eher förmlich. #00:25:43-3#

Sebastian Eisenbürger: Wobei ich habe eine andere Erfahrung gemacht. Also ich habe XING auch erst genau so genutzt. Ich habe in meinem Blog, den ich jetzt erstell habe, alle gesiezt. #00:25:50-7#

Eric Promm: Ok, aha. #00:25:51-8#

Sebastian Eisenbürger: Und habe das umgestellt. Und dann hat das plötzlich angefangen aus XING heraus wirklich deutlich mehr zu werden an Traffic und auch an relevanten Kontaktanfragen, die ich gekriegt habe. Und es ist wirklich zu einer starken Quelle geworden für mich, gerade weil ich die Leute anders behandelt habe. Und habe ich auch in vielen Gruppen war ich dann aktiv und habe da auch meine Inhalte verteilt und bin da eher positiv aufgefallen, weil ich eben nicht so förmlich ja war und andere Inhalte dort geteilt habe. #00:26:18-9#

Eric Promm: Ach, siehst du? Siehst du, ja, es ist oft, da merkt man jetzt oft nur eine zweite Wahrnehmung. Also ich sehe es jetzt, wo du das sagst, mit anderen Augen, und denke mir: „Mensch, vielleicht solltest du das nochmal angehen?“ #00:26:30-0#

Sebastian Eisenbürger: Versuche es. #00:26:31-6#

Eric Promm: Ja, absolut, absolut. Also das ist, ich sage ja, meine Oma hat immer gesagt: „Du gehst nie dümmer ins Bett als du morgens aufgestanden bist:“ Und ich durfte jetzt wieder von dir was dazulernen. #00:26:42-2#

Sebastian Eisenbürger: Du hast eine sehr kluge Oma glaube ich (lacht). #00:26:44-1#

Eric Promm: (lacht) Ja, ich habe sie auch wirklich sehr geschätzt also. Sie hat mir auch gesagt: „Bub, suche dir eine junge, alt werden sie von alleine. Schaue mich an, ich war auch mal jung.“ Und deswegen ist meine Frau zehn Jahre jünger als ich. Also das ist immer so eine Anekdote, die ich da ganz gerne erzähle, weil sie sagen: „Mensch, ihr habt ja genau zehn Jahre Unterschied“, sage ich: „Ja, meine Oma hat mir das als (unv.) schon immer gesagt.“ (lacht) #00:27:09-9#

Sebastian Eisenbürger: (lacht) Ok, meine Oma hat mir das nicht gesagt. #00:27:12-7#

Eric Promm: Ok. #00:27:13-3#

Sebastian Eisenbürger: Meine Frau ist (unv.) älter als ich. #00:27:14-8#

Eric Promm: Na ja, vielleicht hat deine Oma eine andere Einstellung gehabt. Also weiß man ja nicht (lacht). #00:27:20-0#

Sebastian Eisenbürger: Das stimmt. Lass uns zurück zum Marketing kommen. #00:27:23-5#

Eric Promm: Ok, gerne. #00:27:25-3#

Sebastian Eisenbürger: Welche Tools setzt du denn ein, um das zu tun, was du tust im Marketing? #00:27:28-3#

Eric Promm: Ja, Tools brauchen wir Marketer irgendwo eine ganze Menge. Das ist das, was einem auch am Anfang ein bisschen erschlagen kann, wo man dann mit der Zeit sich hinfindet: Was passt für mich und was passt nicht? Also ich probiere immer wieder neue Tools aus. Das eine passt, das andere nicht. Mein neuestes Spielzeug ist jetzt „AdEspresso“. Ich finde den Massimo, den Firmengründer, einfach genial. Der ist Italiener, lebt aber in Amerika, spricht ein ganz tolles englisch, also so italienisch englisch. Ich finde das einfach grandios. Das ist ein super wertvolles Tool habe ich jetzt festgestellt, um verschiedene Facebookanzeigen zu Split testen. Du gibst zwei drei verschiedene Überschriften ein, zwei drei Body Texts, also den Haupttext, zwei drei Aufforderungen zur Handlung, und AdEspresso mischt das Ganze. Du kannst dann auch noch verschiedene Videos und Bilder einfügen. Der mischt das und schaut: Was performt für dich am besten? Also der macht aus drei vier Sachen dann plötzlich 166 Anzeigen und dann lassen wir es einfach mal zehn Tage bespaßen und sieht dann: Was funktioniert am besten für meine Zielgruppe? Finde ich ein ganz tolles Tool. Um, ja, Inhalte rauszugeben, benutze ich MeetEdgar. Ich finde auch den Namen irgendwie so nett. Edgar ist eine Krake, eine Datenkrake sozusagen, aber die sammelt nicht, sondern die gibt raus, so dass ich meine verschiedenen Kanäle bespaßen kann, von Facebook, YouTube, XING, was auch immer, den Blog, also dass das für mich irgendwo zentral an einer Stelle ist, ich auch sagen kann: Ok, Montag ist Content-Tag, da mache ich Content, und Edgar verteilt das für mich über die Woche auf die verschiedenen Kanäle. #00:29:19-2#
Und dann natürlich, ja, mein absolutes Lieblingstool, Klick-Tipp. Also ich als Marketer brauchst du einen Autoresponder und da ist Klick-Tipp, also da hat der Mario (Wollusch ?) wirklich was ganz, ganz tolles geschaffen. Das ist wirklich ein Autoresponder, wo wir mit den amerikanischen Lösungen locker mithalten können und ja, er kann deutsche Umlaute, und das ist halt bei unserer Sprache einfach wichtig, das ein Ü, ein Ö und sowas, dass das auch funktioniert. #00:29:48-7#

Sebastian Eisenbürger: Das ist richtig, ja. Ja, ich nutze da Mautic und sage das immer ganz gerne. Ich habe Null Verbindung dahin, aber ich finde das Tool einfach genial. Ist ein bisschen ein anderes, ja, nur um gesagt zu haben (lacht). #00:30:00-4#

Eric Promm: (lacht) Ja. Habe ich keine Erfahrungen, kann mit Sicherheit genau so toll sein. Also soll jetzt gar keine Wertung gewesen sein, dass das irgendwie schlechter wäre. #00:30:08-6#

Sebastian Eisenbürger: Nein, das ist auch Wertung. Für mich passt Mautic einfach unglaublich gut und ich mag das Konzept dahinter total gerne. Es ist Open Source. Es kostet nichts. #00:30:16-2#

Eric Promm: Ah, ok, cool. #00:30:16-9#

Sebastian Eisenbürger: Und es ist einfach so umfangreich. Ich habe noch keine Software gefunden, und ich kenne richtig große Lösungen, also auch von Oracle und was es alles gibt, Adobe, die sind auch gut und kosten ein bisschen mehr Geld. Und das, ja, frage ich mich: Muss man das nutzen, oder muss man das nicht nutzen? Ok. #00:30:34-0#

Eric Promm: Das ist Frage, ne? Das stimmt. #00:30:35-3#

Sebastian Eisenbürger: Hast du noch weitere? Ansonsten waren das auch schon eine ganze Menge. #00:30:39-9#

Eric Promm: Ich glaube die drei sind zumindest die wichtigsten. Also klar könnte ich jetzt noch eine halbe Stunde über Tools reden, aber ich glaube es erschlägt dann so ziemlich jeden. Also das sind drei ganz tolle Tools, wobei, wenn man jetzt zusammen addiert, gibst du damit auch schon über 100€ im Monat aus, also alleine für die drei Tools. Es gibt auch sehr, sehr viele kostenlose Tools. Zum Beispiel anstatt MeetEdgar funktioniert auch Hootsuite ganz gut. Ist kostenfrei bis zu einer gewissen Größe. Anstatt Klick-Tipp hast du ja gerade ein ganz tolles Tool genannt. Also ist auch die Frage, ob man als neuer Marketer vielleicht erst mal mit kostenlosen anfängt und dann überlegt, ob man, je nachdem, wenn man dann gewisse Funktionen braucht, kann man immer noch auf kostenpflichtige Tools hochgehen. #00:31:21-9#

Sebastian Eisenbürger: Also meine Empfehlung ist definitiv die. Oft wird nämlich sehr viel Hoffnung in ein Tool gesetzt und auch angenommen, dass das Tool sehr, sehr viel von dem mitbringt, was eigentlich ein Marketer mitbringen sollte. (unv.) Ja, genau. Wenn man auf kleine Tools setzt, dann, ja, besteht diese Gefahr nicht. #00:31:40-2#

Eric Promm: Genau, ja. Ja, man muss sich immer bewusst machen: Der Marketer bin ich selbst und die Tools machen mir nur das Leben leichter. #00:31:45-9#

Sebastian Eisenbürger: Richtig. Das ist der Hammer, der den Nagel in die Wand schlägt, und nicht mehr. #00:31:48-7#

Eric Promm: Ganz genau. Ganz genau. Also ich habe wirklich angefangen ohne großartig Geld für Tools auszugeben. Das einzige war wirklich Klick-Tipp hatte ich von Anfang an. Aber das war es. Alles andere, ja, kann man auch erst mal manuell machen, oder kostenlose Tools suchen, und dann Stück für Stück, umso größer das Ganze wird, umso, ja, einfacher und schöner ist es einfach, wenn du dann sagst: „Ok, es kommt jetzt genug Geld rein, um mir ein Tool zu bezahlen.“ Ich würde aber nie am Anfang empfehlen, dass man erst mal für 300 400€ monatlich sich verpflichtet irgendwelche Tools zu abonnieren. Ja, die können dir das Genick brechen, gerade am Anfang. #00:32:25-9#

Sebastian Eisenbürger: Richtig. Also erst mal reinkommen das Geld, das man da ausgibt. Ja. #00:32:31-5#

Eric Promm: Genau, absolut. #00:32:32-7#

Sebastian Eisenbürger: Ok. So was zum Abschluss: Hast du den einen Marketing Geheimtipp, irgendetwas von dir, was du hier teilen magst? #00:32:40-2#

Eric Promm: Ja. Ja, den Marketing Geheimtipp ist, er ist so logisch und schlüssig wie dass er wenig umgesetzt wird. Ich lehre das auch in meinen Kursen und stelle leider fest, dass selbst meine eigenen Kursteilnehmer diesen Schritt oft überspringen und er ist dabei so, so wichtig. Ich empfehle immer die Erstellung eines Kundenavatars und zwar so tief, dass du überlegst: Wer ist dein Kunde? Am Anfang kann es sein, dass du dir, da weißt du ja, da hast du ja keine demographischen Daten. Aber da: Wer soll mein Kunde sein? Wen möchte ich? Bis dahin, also bei mir ging es, oder geht es bis dahin: Der hat einen Namen. Der hat ein Bild und hängt bei mir an der Wand. Ich weiß, wie alt derjenige ist. Was er beruflich tut. Was er liest. Wo er sich rumtreibt. Was für sportliche Aktivitäten. Weil wenn du das alles weißt, dann kannst du dein Marketing genau an dem ausrichten und ziehst auch die richtigen Kunden an. Bei mir war es zum Beispiel, ja, war völlig klar, mein Kunde, der Max, der liebt Video. Der möchte es handlich serviert haben. Der möchte keine langen Dinge. Ich habe hier in dem Interview mit dir zwar öfter mal länger geplaudert, aber in meinen Videos versuche ich mich auch immer kurz zu halten, weil er möchte es prägnant auf den Punkt und als Video. Und das mache ich dann auch die Erfahrung, dass Leute, die meinen Kurs buchen, die in meinem Kurs sind, dem Premium Komplettkurs Internetmarketing, muss mal ganz kurz Werbung machen, dass wenn die eine Frage stellen, dass die innerhalb kürzester Zeit ein Video von mir zurückbekommen. Also ganz selten, dass ich eine E-Mail schreibe. Das ist wirklich in 9 von 10 Fällen kriegen die ein Video und sind dann hin und weg, dass sie sagen: „Hey, erstens mal super schnell und zum anderen: Ich habe eine Lösung, auf den Punkt, und habe es als Video bekommen. Ich bin hin und weg und bin begeistert.“ Und das ist, das kannst du nur erreichen, wenn du ganz genau deinen Kundenavatar, deine Zielgruppe, kennst, dann kannst du diese Extrameile gehen und sagen: „Ok, jetzt will ich nicht nur, dass er zufrieden ist und mir was abkauft, sondern ich will, dass er wirklich begeistert ist.“ #00:34:47-6#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Vollkommen richtig, bin ich total bei dir. Das ist unglaublich wichtig. Es ist wichtiger als Zielgruppen zu segmentieren, die man bereits hat, oder seine Kunden zu segmentieren. Es ist viel wichtiger dieses eine Bild von der einen Person zu haben, für die man Gutes tun möchte. #00:35:02-5#

Eric Promm: Genau, ja, ja. Das ist zumindest, also es sollte immer am Anfang stehen. Und dann passend was ein Produkt zu entwickeln, wenn ich dann weiß: Ok, was hat er denn für Nöte? Was hat er für Ängste? War hat er Wünsche? Dann kann ich ihm auch eine Lösung servieren. Nicht erst an einer Lösung basteln und dann schauen: „Ok, jetzt Zielgruppe finden.“ Das kann böse in die Hose gehen. #00:35:23-4#

Sebastian Eisenbürger: Ganz genau so. Ok, an der Stelle möchte ich mich ganz, ganz herzlich bei dir bedanken für die letzte Episode, wo wir ganz, ganz viel über dich gelernt haben, und falls du, lieber Zuhörer, die noch nicht kennst, ist jetzt der beste Zeitpunkt die anzuhören und, ja, eine Menge zu lernen, was Eric so mitbringt, und auch für diese Episode, wo wir ganz, ganz viel von dir gehört haben Eric, ja, was Marketing dir bedeutet, was du tust, wie du Marketing betreibst, wie du es siehst als ja als Mensch. Ganz, ganz herzlichen Dank dafür. #00:35:50-8#

Eric Promm: Ja vielen Dank dir Sebastian, dass ich dabei sein durfte. Für mich war es eine ganz tolle Erfahrung auch. Ja, du hast ganz andere Fragen gestellt als ich sonst in Interviews gewohnt bin, und fand es auch ganz, ganz spannend und interessant mit dir zu quatschen. #00:36:04-2#

Sebastian Eisenbürger: Gebe ich dir gerne genau so zurück. Und meine Fragen, keine Ahnung (lacht). #00:36:08-3#

Eric Promm: (lacht) Danke. #00:36:09-4#

Sebastian Eisenbürger: Die kamen irgendwann so. Ja. Ok. Nochmal ganz, ganz lieben Dank Eric. Ich hoffe, dass wir demnächst nochmal miteinander zu tun haben. Ich weiß nicht, ich fand es auch total cool von dir, die Dinge zu hören, die du erzählt hast. Ja. Und bei dir, lieben Zuhörer, möchte ich mich ganz, ganz herzlich bedanken, dass du bis hierhin zugehört hast und würde mich freuen, wenn du mir eine Bewertung hinterlässt bei iTunes, damit ich ein bisschen für mich rausfinde, was du gut findest, was ich vielleicht noch besser machen kann, und ob es irgendwelche Inhalte gibt, die dich bewegen, die ich in meinem Podcast unterbringen kann. Und dann hören wir uns nächste Woche wieder. Bis dann. Tschüss! #00:36:40-2#

Eric Promm: Tschau! #00:36:41-7#

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Cooooookies!!!! :-D

Wie wäre es, wenn du nicht lesen musst, was du schon kennst? Um dir meine Webseite mit ihrem vollen Funktionsumfang und allen Inhalten zu zeigen, brauche ich deine Erlaubnis "Cookies" setzen zu dürfen. Falls du das nicht möchtest, kein Problem – allerdings funktioniert die Seite dann nicht richtig. Triff deine Wahl.

Triff deine Auswahl, um fortzufahren

Deine Auswahl wurde gespeichert!

Mehr Infos

Mehr Infos

Hier erhältst du noch eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • 👍Alle Cookies zulassen und Seite benutzen.:
    Das sind die Cookies, die u.a. dafür sorgen, dass du keine Inhalte doppelt empfohlen bekommst. (Das sind "Tracking- und Analytische-Cookies".)
  • 🚫Nur zwingend notwendige Cookies zulassen und Seite eingeschränkt benutzen. :
    Oder nur Cookies von dieser Webseite.

Du kannst deine Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Impressum & Datenschutzerklärung. Impressum & Datenschutzerklärung

Zurück