#35: Marketing & Klartext – Teil 2 (Elke Dola im Gespräch)

#35: Marketing & Klartext – Teil 2 (Elke Dola im Gespräch)

Elke ist Wirksamkeitstrainerin und Mindset-Ninja. Sie beschäftigt sich mit Schlagfertigkeit und schreibt auf ihrem Blog Quovadix.de über „Wirk-Stoffe“, die uns helfen, besser mit (unangenehmen) Situationen zurecht zu kommen.

In ihrer sehr persönlichen Geschichte berichtet Elke, wie sie nach einem Unfall mit einem Sattelschlepper ihr Leben in den Griff nahm und die Selbstwirksamkeit für sich entdeckte.

Mit leisem Ton zur Führungsposition“ bringt sie uns in ihrem sechsteiligen Podcast.

Am 11. und 12.03 spricht sie auf dem Impulstag 2017.

Und hier redet Elke zwei Episoden lang Klartext. Viel Spaß beim Zuhören! 🙂


Transkription: Marketing & Klartext- Gespräch mit Elke Dola Teil 2

Sebastian Eisenbürger: Heute geht es weiter mit Marketing und der Klartextsprecherin Elke. #00:00:04-1#

Sebastian Eisenbürger: Herzlich Willkommen zu einer neuen Episode des Podcasts für positives Marketing. Mein Name ist Sebastian Eisenbürger und heute, wie schon in der letzten Woche, spreche ich mit Elke. Elke ist die Klartextsprecherin, Mindset-Ninja und diejenige, die sich alle paar Jahre selbst neu erfindet. Hallo Elke. #00:00:29-0#

Elke Dola: Hallo Sebastian, grüße dich. #00:00:31-1#

Sebastian Eisenbürger: So, nachdem du letzte Woche ein bisschen tief in deine Geschichte gegraben hast und ja, du mich letztendlich beeindruckt hast, mit dem, was du erzählt hast, wollen wir uns heute ein bisschen mehr dem Thema Marketing zuwenden. Würdest du nochmal ganz kurz zusammenfassen, wo du herkommst, was du tust, und was dir wichtig ist? #00:00:49-0#

Elke Dola: Ursprünglich bin ich gelernter Bürokaufmann, oder heute muss man ja sagen Bürokauffrau. Ich hasse dieses gendern. Ich habe dann später ein bisschen Betriebswirtschaft studiert und mich mit der Psychologie auseinandergesetzt. Habe dann eine Ausbildung gemacht zum psychologischen Berater und Coach bei Dr. Nigge. Und habe dann nach einen, oder während meiner 21-jährigen Selbstständigkeit habe ich ein Aufbaustudium gemacht zur PR-Beraterin, Public Relations und Öffentlichkeitsarbeit und bin nie wieder davon losgekommen, dauernd was Neues zu machen und mich immer weiterzubilden und ich finde es ist alles interessant und ich kann irgendwie alles miteinander verquicken. Und so bin ich dann letzten Endes auch zum bloggen gekommen. Und mittlerweile bin ich Social Media Fan süchtig. #00:01:43-5#

Sebastian Eisenbürger: Ok, du nutzt deinen Blog. Ich habe gelernt, du hast einen Podcast und ja, eine Webseite, über die du deine ja Fans, deine Menschen ansprichst, mit denen du gerne sprechen möchtest, und nutzt Facebook und Social Media. Welche Kanäle nutzt du genau? Gibt es noch andere außer Facebook da, also wo wir uns auch kennengelernt haben? #00:02:02-3#

Elke Dola: Ja, ich nutze, ich bin ein bisschen auf Twitter. #00:02:05-7#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:02:06-6#

Elke Dola: Das mache ich im Moment leider sporadisch. Am Anfang war ich da sehr, sehr viel sorgfältiger mit, weil ich Twitter auch gut finde. Ansonsten nutze ich Facebook und den Blog, oder meinen Blog, und bei Google+ bin ich auch. Das läuft meiner Meinung nach so mittelprächtig. Und von XING bin ich ganz runter. Das ist nicht meine Plattform. #00:02:29-8#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:02:30-3#

Elke Dola: Also mehr Old School ne, also Facebook und Blog sind so meine Favoriten. #00:02:36-2#

Sebastian Eisenbürger: Ok. Magst du ein bisschen erzählen, wie das für dich funktioniert, oder wie sich das auch für dich entwickelt hat, was du da gelernt hast, im Laufe der Zeit? #00:02:43-1#

Elke Dola: In diesem Social Media? #00:02:47-6#

Sebastian Eisenbürger: Genau. #00:02:48-3#

Elke Dola: Das fing ganz harmlos an, indem ich ganz Freestyle einen Blog eröffnet habe, ohne zu wissen, wie es funktioniert. Ich habe mir damals das Affenbuch geladen von Vladislav Melnik. Habe mir das alles ausgedruckt und habe mich drei Tage, beziehungsweise drei Nächte, damit hingesetzt und Stück für Stück gelernt und umgesetzt und bin so ganz langsam in diese Social Media Welt reingewachsen, indem ich die Tipps alle befolgt habe. Ich habe alles gemacht, was da drin stand. Da standen so Sachen drin wie, dass man unbedingt Gastblogging machen muss. Dann habe ich gegoogelt: „Was ist denn Gastbloggen?“ #00:03:32-4#

Sebastian Eisenbürger: Ok. #00:03:33-1#

Elke Dola: (lacht) Also wirklich ganz, ganz wie ein i-Männchen von A nach Z gelaufen. Dann hat mich dann nach zwei Monaten gewundert: „Warum schreibt denn keiner auf meinem Blog? Warum passiert denn da nichts?“, bis ich dann herausgefunden habe, dass ich das alles falsch mache, an den falschen Stellen bin, gar nicht bei Google richtig gerankt bin und habe dann gelernt, warum das so ist. Ich habe ein bisschen Glück, mein Sohn ist, ach Webdesigner hätte ich schon fast gesagt, der ist Softwareentwickler. #00:04:07-8#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:04:08-4#

Elke Dola: Und der hat immer nur mit den Augen gerollt und gesagt: „Was machst du denn da für einen Scheiß? Du musst doch SEO nutzen.“ – „Hä, was muss ich machen?“ dann habe ich die ganze nach gegoogelt: „Was sind SEO?“ (lacht) Und so kam das, dass ich da ganz langsam reingewachsen bin. Habe mich dann auf Facebook bemüht, wertvolle Inhalte zu liefern. Und bevor ich das machen konnte, musste ich ja erst mal gucken: „Was machen die anderen?“ Und habe mir praktisch Leute da rausgesucht, die mich interessiert haben, oder Themen, die mich interessiert haben, und ich habe diese Dinge intensiv gelesen, gelikt und kommentiert und bin aus irgendwelchen Gründen an die richtigen Menschen geraten, die mich bis heute begleiten, von denen ich viele mittlerweile auch persönlich kennenlernen durfte und bin immer noch fasziniert dadrüber, dass die Social Media Welt alles andere als anonym ist, wie ich es immer dachte. #00:05:03-9#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Magst du ein paar Namen nennen, um ein klein bisschen Werbung zu machen für diese Leute? #00:05:12-2#

Elke Dola: Ja. Da war zunächst einmal eine Challenge von Christina Emmer, die hieß „Werde sichtbar als Coach!“. #00:05:19-5#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:05:20-0#

Elke Dola: Da habe ich dann unheimlich viele Menschen kennengelernt, die Teil der Challenge waren. Frank Katzer, Gordon Schönwälder, Sabine Piarry, Marit Alke. Och, wer war denn alles dabei? Katharina Boersch. Stéphane Etrillard ist irgendwann dazugekommen. Tom Oberbichler mit seinem Buch-Mentoring. #00:05:47-4#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:05:48-4#

Elke Dola: Ja, also alle fallen mir gar nicht ein. Das sind unglaublich viele, die mich einfach bis heute begleiten. (Felice Katzella?) möchte ich an der Stelle nicht vergessen mit ihrem Speed Reading. Ja, und jeder einzelne davon hat mir unheimlich viel gegeben. Ich habe hoffentlich konnte ich immer was zurückgeben. Ja, eigentlich bin ich ja genauso dann irgendwann auch bei dir gelandet. ich habe offensichtlich einen Riecher für die richtigen Leute. #00:06:14-4#

Sebastian Eisenbürger: (lacht) Danke dir. ja, also tatsächlich, ich kenne die meisten von denen, die du jetzt genannt hast, entweder persönlich, oder auch bei Facebook und weiß, was sie tun und nutze tatsächlich die Angebote auch. Und vielleicht ist das auch so ein Tipp, an dieser Stelle, dass es so viele richtig gute Leute gibt, die wirklich Experte sind auf ihrem einen Gebiet, und dass es sich so lohnt, sich mit denen zu beschäftigen, den Kontakt zu suchen, ja und einfach sich auszutauschen, was man sich gegenseitig bieten kann. Und ich habe auch festgestellt, also da habe ich dieselbe Erfahrung gemacht wie du, auch wenn ich jetzt nicht bei dieser Challenge teilgenommen habe, dass sich so ein unglaublicher Mehrwert ergibt, eben einfach aus der Tatsache, dass man sich öffnet, dass man die Gespräche sucht und nicht versucht, alles im stillen Kämmerlein alleine ohne jeden Kontakt nach außen aufzubauen. Ich habe auch das Affenbuch gelesen, habe mich auch da engagiert und so weiter und so weiter. Also sollte jeder tun, der tatsächlich ein bisschen mehr erreichen möchte mit dem Thema bloggen, mit dem Thema Social Media. Gibt so viele gute Leute. Und ja, ist auch eine richtig coole Community. #00:07:15-2#

Elke Dola: Genau, das grenzgeniale ist: Du kannst diese Leute tatsächlich einfach anschreiben. Du kannst einfach Kontakt aufnehmen. Die antworten dir wirklich. Am Anfang habe ich immer gedacht: „Das sind so, ja das waren ein bisschen für mich wie Promis“, halt Promis im Social Media, dass ich dachte: „Boah, ich kann doch so einen Vladislav Melnik nicht einfach anschreiben, oder von myMonk, den Tim Schlenzig.“ #00:07:40-1#

Sebastian Eisenbürger: Tim, ja. #00:07:40-7#

Elke Dola: Den kannst du doch nicht einfach anschreiben. Und dann habe ich einfach was von diesen Leuten kommentiert, was mir wirklich gut gefallen hat, weil ich like und kommentiere wirklich nur, was mir absolut zu 100% zusagt. Und was soll ich sagen? Wirklich auch mal als Tipp an alle da draußen: Einfach machen! Die antworten, da passiert was, wenn du dich wirklich engagierst und es ernst meinst und es nicht nur zu deinem eigenen Vorteil machst. Das merken alle ganz schnell, wenn du nur etwas ziehen willst. Dann läuft das auch. Ich kann es nur empfehlen. Bei mir lief es genauso. #00:08:18-7#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Ich finde gerade so lustig, was hier gerade in meinem Kopf vorgeht. Das ist mit dir bespreche, das höre ich ja auch ganz oft in anderen Podcasts, wenn andere sich gegenseitig interviewen und über Dinge sprechen. Und es ist so wahr, also es lohnt sich das einfach ständig und ständig zu wiederholen, weil mir gerade einfällt: Ich arbeite in der Regel mit größeren Unternehmen zusammen, also weniger mit Coaches und Einzelpersonen, sondern mit großen Unternehmen. Und das ist auch wirklich das Problem Nummer 1, das dort vorherrscht. Da gibt es immer diese gleichen üblichen Verdächtigen, also irgendwie Berater, oder Beraterunternehmen, richtig große Beratungshäuser, die eingekauft werden, um zu einem Thema zu beraten. Und der Preis, das ist dann in der Regel sehr, sehr, sehr teuer, der Preis rechtfertigt oft einfach, dass man glaubt: „Ok, das werden schon die Richtigen für dieses Thema sein“, einfach weil es irgendwo auf einer Webseite steht, anstatt sich mal hinzusetzen bei Facebook, oder auch egal wo im Internet, bei Google, und einen Experten zu suchen für dieses Gebiet. Wirklich der kann auch sonst nicht viel außen rum, aber das Eine kann er richtig, richtig, richtig gut. Und genau davon, finde ich, gibt es bei Facebook so unfassbar viele. Und das ist ein Tipp auch wirklich für große Unternehmen sich doch mal auf die Suche zu machen, auch vermeintlich kleinere Coaches und Trainer anzusprechen. es gibt aber kaum einen der Großen, die die, ja der dieses Wissen mitbringt, was in den Köpfen von so einzelnen Leuten steckt, die bei Facebook, oder über Blog, oder über ihre Webseite aktiv und präsent sind. Und ich werde es mitnehmen in meine (unv. #00:09:52-1# ) demnächst tatsächlich, weil da bin ich noch nicht drauf gekommen. Ok. Cool. #00:09:59-9#

Elke Dola: Ja, mich fasziniert gerade dieses kleinteilige bei Facebook ne. Du findest nicht Leute, die eine Lösung für alles anbieten, sondern du findest Menschen, die alles tun, um die eine Lösung zu finden. Und das ist doch etwas, wovon ich denke, das könnten sich Firmen wirklich mal zu Nutze machen. Ich habe auch oft das Gefühl deswegen es gar nicht ernst meinen mit Feedbacks zum Beispiel. Da soll man also etwas toll finden, oder über ein Produkt eine Rezension schreiben, und dann erfährst du auf deine Rezension aber wiederrum kein Feedback von der Firma ne. Und du kannst ruhig da reinschreiben: „Euer Produkt ist total das Allerletzte und ich sage euch jetzt auch warum.“ Da kommt nichts ne, bestenfalls wird es gelöscht, anstatt sich jetzt mal damit auseinanderzusetzen: „Wo genau hapert es?“, ne. Da hätte man wirklich eine ehrliche Meinung, ein ehrliches Feedback. Und damit meine ich jetzt natürlich nicht die Leute, die immer alles doof finden ne, sondern wenn es wirklich ehrlich ist, warum kümmern die sich nicht dadrum? Und auf Facebook ist so viel Potential. Da gibt es wirklich für jeden (unv. #00:11:08-2# ), die man nehmen kann, gibt es jemanden, der sich genau um dieses Thema kümmert. #00:11:14-2#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Ja, ich könnte dir jetzt erklären, warum das so ist bei Unternehmen. Das würde aber ein bisschen zu weit führen an der Stelle hier. Ja. Es gibt Gründe dafür und ich weiß , warum das so ist, und ich helfe Unternehmen dabei, genau das zu ändern, nämlich das Feedback, den Kunden, weiter ernst zu nehmen und Dinge auch vorzusehen. Also vielleicht um zwei Gründe zu nennen: Der erste Grund: Es ist einfach nicht vorgesehen. Es wird zwar um Feedback gebeten, aber es gibt einfach keinen Prozess, so langweilig das jetzt auch klingt, es gibt keinen Prozess, der sich damit auseinandersetzt, dass tatsächlich Feedback kommt. Das heißt es ist niemand zuständig. Das wird einfach dann weitergereicht. Wahrscheinlich versauert es irgendwo. Es macht einfach Arbeit, die auf keinem Plan drauf steht. #00:11:52-8#

Elke Dola: Ja ok, es macht Arbeit. Das sehe ich ein. Ich sehe auch ein, dass es erst einmal wieder Geld kostet. Aber letzten Endes bringt es dem Unternehmen doch genau das, woran es arbeitet, nämlich Kundeninformationen zu sammeln und Kundenwünsche zu sammeln. #00:12:10-5#

Sebastian Eisenbürger: Nun ja, aber was ist denn das Unternehmen? Das Unternehmen existiert nicht. Das Unternehmen sind Menschen, sind Mitarbeiter, die da sitzen und ihren Job machen. Und in der Regel kommt dieses Feedback bei Personen an, die jetzt im Marketing nicht wirklich involviert sind, die auch gar nicht wissen müssen, was da gut und was schlecht läuft, die tatsächlich nur Anfragen beantworten und vielleicht weiterleiten und da solche Antworten manchmal nicht vorgesehen sind. Es gibt sicher Unternehmen, die das richtig gut machen. Es gibt aber Unternehmen, die das nicht gut machen, wo es tatsächlich einfach nur nicht vorgesehen ist. Das wird aufgenommen, wird vielleicht auch besprochen, aber da denkt keiner dran, dieser Person zu antworten. #00:12:47-0#

Elke Dola: Wie schade. #00:12:49-1#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Das ist es. #00:12:51-4#

Elke Dola: Da ist noch eine Menge Potential drin. #00:12:53-6#

Sebastian Eisenbürger: Ich habe gerade gestern was lustiges gelernt, und zwar habe ich ein Video gesehen von Martin Lindstrom. Ich weiß nicht, ob du von ihm gehört hast. Das ist so ein ja ganz cooler Marketing-Typ. Und er hat gesagt, aus seiner Sicht gibt es B2B nicht. Schließe ich mich übrigens total an. B2B existiert nicht. Es gibt immer nur Mensch zu Mensch. Und er hat für mich mal B2B, also die Abkürzung Business to Business, auf einen anderen Punkt gebracht, nämlich Boring to Boring. Das fand ich mega, mega cool, weil es genau (…) #00:13:22-9#

Elke Dola: Es ist hart, aber es trifft es. #00:13:24-5#

Sebastian Eisenbürger: (…) weil es genau, weil es das so was von trifft. Und ja, ich habe es jetzt zwei Mal in meinen Vorträgen mit untergebracht und die Leute verstehen das. Das ist also ein weiterer Grund dafür mehr hin zum Mensch zu denken und weg vom Business. #00:13:37-7#

Elke Dola: Ganz genau. #00:13:39-5#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Jetzt würde mich interessieren, wir kommen so ein bisschen vom Marketing gerade ab. Ist nicht schlimm, nur wieder zurück. Habe ich dich gerade unterbrochen? #00:13:47-9#

Elke Dola: Nein. #00:13:49-1#

Sebastian Eisenbürger: Gut. Mich würde mal interessieren, was du, ob du Marketing machst aktiv, also was darüber hinaus geht, als das du Leute anschreibst? Also tust du Dinge, damit Menschen auf dich aufmerksam werden? #00:13:59-6#

Elke Dola: Ja, das mache ich tatsächlich, ja. Ich mache das mit Klartext und transparent mit Würde, Empathie und ich hoffe auch mit Humor. Also mein Marketing ist mehr eine Entertainment-Strategie. Ja, ich mache das tatsächlich. Ich bin in manchen Dingen Old School. Das heißt ich lasse mir für jeden, mit dem ich vernetzt bin auf Facebook zum Beispiel Geburtstagsgrüße einfallen, die ich persönlich in den Chat schreibe, also nicht auf die Seite, sondern wirklich im Chat, damit der Mensch auch merkt: „Du, ich will hier nicht auf mich aufmerksam machen, sondern mir geht es darum, dir einen Gruß zukommen zu lassen.“ #00:14:40-0#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:14:40-4#

Elke Dola: Das mache ich mit Weihnachtsgrüßen auch so. Da versende ich tatsächlich noch Postkarten, auch an Facebook-Kontakte, oder auch mal kleine Geschenke. Meine Strategie ist viel Wissen weiterzugeben. Ich bitte noch und ich danke noch. Das ist ja offensichtlich nicht mehr so selbstverständlich. Und mit der Ehrlichkeit meine ich, dass ich zum Beispiel manchmal Dinge von mir poste, die mir gerade passiert sind, so Schusseligkeiten, oder Dummheiten, oder Fehler, die ich gemacht habe. Da bin ich dann ganz ehrlich mit. Ich setze auch schon mal ein ganz kleines Video, was ich eben schnell auf dem Weg zur Arbeit mit dem Handy gemacht habe, ins Netz, ohne darauf zu achten: „Sehe ich da gerade gut drauf aus?“ Oder: „Ist die Beleuchtung richtig?“ Ich mache das einfach, weil ich glaube, dass Marketing nur dann funktioniert, wenn die Menschen da draußen eine Person vor und hinter einem Produkt wahrnehmen. #00:15:38-5#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:15:39-4#

Elke Dola: Ich glaube einfach durch die Austauschbarkeit der Produkte heutzutage, und dadurch, dass man alles überall bekommen kann, wird der Dialog im Vertrauen wieder wichtig werden. Also es kommt, man kauft ja nicht. Man kauft ja gar kein Produkt. Man kauft ja wirklich eine Lösung, oder ein Event, oder ja. Man kauft einfach kein Produkt heutzutage. Produkte gibt es überall. Da kann man sich auch nicht raussuchen: „Wer hat das beste Produkt?“, sondern man sucht sich raus: „Wo werde ich am besten bedient, beraten? Wer hilft mir wirklich? Wer versteht mein Problem?“ Und nicht: „Wo kriege ich 2% Rabatt mehr?“ #00:16:22-1#

Sebastian Eisenbürger: Genau. Ich würde noch einen Schritt weitergehen. Du sagtest: „Man kauft heute kein Produkt mehr.“ Ich würde sogar sagen: „Man kauft heute Beziehungen.“ Man kauft halt Beziehungen zu der Person, die mir dieses Problem löst, oder dieses Bedürfnis stillt, mit einem Produkt meistens, oder einer Dienstleistung. Aber ich bin tatsächlich der Meinung das hat sich sehr, sehr verschoben in den letzten Jahren und Jahrzehnten weg von dem klassischen reinen Produkt „das brauche ich jetzt“, eben mehr zu der Person, die es mir anbietet, die es mir erklärt, die da ist, wenn ich Hilfe brauche und die mir eine Menge Service drumherum bietet. Und genau, du hast nochmal recht, der Preis ist völlig irrelevant. #00:16:55-4#

Elke Dola: Genau. Der Preis wird dann irrelevant, wenn du dich bei der Person gut aufgehoben fühlst, also wenn du dein Vertrauen da reinsetzen kannst. Ich merke das bei mir selber. Ich kann mit Geld nicht gerade rumaasen, aber wenn ich glaube, oder wenn ich mir sicher bin, dass das Produkt dieses Menschen, dieses Menschen wohlgemerkt, gut ist, dann kaufe ich praktisch ein Stück dieses Menschen. Und dann fühle ich mich damit auch wohl. Und dann feilsche ich auch nicht um Preise. Ich frage nicht: „Kriege ich das billiger?“ Oder: „Kann ich das auf zehn Raten?“, oder so, sondern mir ist das es dann Wert, wenn ich Vertrauen habe, weil das Produkt, klar kriege ich das irgendwo billiger. Natürlich. Aber darum geht es mir gar nicht. #00:17:39-7#

Sebastian Eisenbürger: Richtig. Und das ist auch eine Sache, die bei Unternehmen noch ankommen darf, dass es noch andere Kriterien gibt außer den Preis, die kaufentscheidend sind. Und das ist sehr spannend, was ich da auch beobachte. #00:17:53-5#

Elke Dola: Ja, ich glaube, ich meine wir sind schon etwas bekannter geworden in der Marketingwelt, Gott sei Dank, dass man (…) Man kauft nicht rational. Man kauft immer emotional. Dieses ganze rationale Denken (…) Also ich kaufe über eine Emotion und verankere das in meiner Ratio dann so, dass ich ein Alibi für meinen Kauf finde, nicht umgekehrt. #00:18:15-4#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:18:16-3#

Elke Dola: Sehe das zumindest so. #00:18:18-0#

Sebastian Eisenbürger: Ne, du hast recht. Das ist so. #00:18:19-5#

Elke Dola: Ich brauche nicht wirklich den 12. blauen Schuh. Ich brauche den nicht. Aber ich will den haben. Das ist eine Emotion. Ich will den besitzen. Ich will den haben. Ich will darin gut wirken und ich kaufe diese Emotion. Und wenn ich es gekauft habe, dann sage ich meinem Gehirn, dass ich ohne diesen Schuh einfach nicht mehr leben konnte. So (lacht). Nicht umgekehrt. #00:18:41-6#

Sebastian Eisenbürger: Richtig. Genauso. So ist das. Wie ist das denn bei dir, wenn du durch die Welt läufst und Marketing erfährst und Unternehmen mit dir kommunizieren? Wie nimmst du das war? Also Fernsehen, Internet, diese ganzen klassischen Kanäle? #00:18:57-0#

Elke Dola: Ganz schwierige Frage. Also ich bin, ich schaue sehr wenig Fern. Aber natürlich wirkt Werbung auf mich auch. Ich mag zum Beispiel keine, ich mag nicht diese penetrante Werbung. Ich mag nicht dieses „wenn du diese Produkt kauft, wirst du gesünder“, und dann wird mir da etwas vorgesetzt, von dem ich genau weiß: „Ach du lieber Scholli, das sollte man lieber vermeiden.“ Ich mag auch nicht diese ganze dieses Marketing, was so imperativ ist. Ich weiß gar nicht, wie ich das sagen soll. #00:19:38-0#

Sebastian Eisenbürger: Na ja, du musst, du brauchst, wenn du das nicht machst, dann wirst du krank und stirbst und ja. #00:19:43-8#

Elke Dola: Genau, genau, genau. Also dieser Appell, der da immer an die Menschen gestartet wird: „Wenn du dies nicht tust, dann passiert dir jenes“, das finde ich ganz schlimm. Also ich bin immer mehr dafür, dass man den Verbrauchern, dem Kunden, dem Klienten, Mandanten, wie auch immer, sagt, wie sie etwas tun sollten, nicht was sie zu tun haben. Das würde mich persönlich mehr ansprechen. #00:20:07-4#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Und im Grunde, da sind wir auch genau da, wo das positive Marketing auch ansetzt, nämlich nicht einfach nur mit Angeboten rauszugehen, sondern mit Lösungen ja für Bedürfnisse und für Probleme. #00:20:22-1#

Elke Dola: Und vor allen Dingen, was mir da in dem Rahmen auch immer auffällt: „Die meisten Menschen reden dabei über sich.“ Ja, was sie für einen Umsatz damit machen. Und ganz ehrlich: „Das interessiert mich nicht.“ Wenn einer mit seinem Umsatz prahlt, auch auf Facebook oder so, dann ist das für mich, dann hat sich das für mich eigentlich schon erledigt. Ich möchte wissen: „Was kannst du für mich tun?“, und nicht: „Was hast du davon, wenn ich bei dir kaufe?“ #00:20:47-8#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Das ist auch ein interessanter Punkt tatsächlich. Und da gibt es ja auch im Marketing ganz, ganz viele, die ihren Umsatz nach vorne Stellen, um damit beweisen zu wollen, dass sie es draufhaben, um ihre Lösungen anzubieten, die vermeintlich dem Interessenten, dem Käufer, denselben Umsatz bescheren sollen. Und ja, ähnlich schwieriger Fall. Halte ich auch überhaupt nichts davon. Gibt es auch ein paar Kandidaten, auch auf Facebook speziell, die so handeln. #00:21:17-1#

Elke Dola: Auch auf Facebook ja, und leider auch, wenn ich schon rede, im Moment reagiere ich etwas allergisch, wenn ich zum Beispiel das Wort E-Mail-Liste höre. Finde ich ganz toll. Ich habe da auch eine kleine von, also die ist wirklich sehr übersichtlich noch. Das ist aber nicht schlimm. Aber ich habe letztens ein Beispiel gehabt, da habe ich mich zu einem Webinar angemeldet auf Facebook. Das hat mich wirklich interessiert. Das hörte sich super gut an. Ich habe mir dann das ganze Webinar reingedreht und dann festgestellt: „Das ist gar kein, das ist in Wirklichkeit gar kein live Webinar. Das ist aufgenommen und wird immer wieder abgespielt“, und werde jetzt seitdem täglich, wirklich täglich zwei Mal mit Angeboten zugespammt. Das finde ich zum Beispiel penetrant. #00:21:59-2#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:22:00-1#

Elke Dola: Das hat sich dann, für mich hat sich das an der Stelle auch erledigt. Ich habe das dann jetzt tatsächlich in den Spamordner schieben lassen. #00:22:08-9#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:22:09-8#

Elke Dola: Ja, das sind so Sachen ne. Das ist genauso mit diesen blöden Facebookanfragen. Da möchte sich jemand mit dir befreunden, dann tust du das und dann bittet man dich direkt um ein Like. Ich hasse das. Ich möchte das gerne selber entscheiden, was ich da like und ob ich es tue, und nicht so als Gegenleistung für eine Freundschaftsanfrage ne. #00:22:30-8#

Sebastian Eisenbürger: Richtig. Also ich kriege ganz oft Fragen: „Wie soll ich mein Unternehmen nehmen, dass es mir am meisten bringt?“, oder so was. Da geht es darum: „Was biete ich alles an?“ Und ganz oft kommen auch Unternehmen zu mir, eher dann kleinere, die dann irgendwelche IT-Dienstleistungen anbiete, wo ich schon am Telefon feststelle: „Der hat gar keine Ahnung, wovon der da redet gerade.“ Der hat irgendwie, was auch immer, sich damit beschäftigt, also quasi learning by doing bei WordPress aufgesetzt und fühlt sich nun als der SEO- und Onlinemarketing- und überhaupt Internet- und Weltspezialist schlechthin. #00:23:02-1#

Elke Dola: Ja, ganz genau. Der Weltexperte. #00:23:04-9#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Und die sind es dann leider, die ich dann vorgesetzt kriege von meinen Kunden ganz oft. Der hat eben den Scherbenhaufen hinterlassen, die ich dann wieder zusammenkehren darf. #00:23:14-2#

Elke Dola: Mhm (bejahend). #00:23:15-2#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:23:16-1#

Elke Dola: Das kann ich mir vorstellen, ja. #00:23:17-5#

Sebastian Eisenbürger: Also da weiß ich genau, was du meinst. Aber mich würde trotzdem ein bisschen detaillierter interessieren, wie du mit Werbung umgehst. Weiß nicht, schaust du noch fern? Gehörst du noch zu denjenigen, die das noch tun? #00:23:26-6#

Elke Dola: Sehr selten. Sehr selten. Ich gucke nur ganz gezielt fern. #00:23:30-2#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:23:31-2#

Elke Dola: Ich kann dir jetzt gar keinen Grund dafür nennen. Das hat sich irgendwann so ergeben, dass, ich glaube es lag an den ganzen Werbeunterbrechungen, dass ein guter Film dann mittlerweile drei Stunden dauert. Da habe ich einfach keine Zeit für, oder ich sage mal so: „Dafür ist mir meine Zeit eigentlich zu schade.“ Ja. Ja, frag mal. Ich weiß nicht genau, was du detailliert noch wissen möchtest, frag einfach. #00:23:55-2#

Sebastian Eisenbürger: Zum Beispiel du schaust kein Fernsehen wegen der Werbung. Das ist interessant, weil, also das ist für mich so meine kleine Studie, meine nicht wissenschaftlich durchgeführte Studie, um einfach herauszufinden bei meinen Interviewgästen und Gesprächspartnern, wie die damit umgehen. Wie ist es mit deinem Briefkasten? Hast du den berühmten Aufkleber drauf „keine Werbung“, oder nicht? #00:24:14-4#

Elke Dola: Ja, ich habe den tatsächlich in diesem Jahr aufgeklebt. Ich weiß, dass es ganz wichtig ist für seine Produkte zu werben und für sein Unternehmen. Das ist mir klar. Aber das wird halt einfach zu oft missbraucht ne. Nachdem ich dann 40 Mal das Sonntagsblättchen bei mir drin hatte, so reingestopft, dass ich eigentlich nur noch meine Altpapiertonne damit füllen kann, reicht es dann auch mal ne. Es wird einfach ausgenutzt. Was dann da alles an Werbung kommt, das fängt an mit Pizzaangeboten und geht dann über diese Tagesblättchen, die kein Mensch braucht. Dann habe ich das (…) Und dann, was ich hasse, sind diese, kennst du das, diese eingeschweißten Prospekte? #00:24:54-5#

Sebastian Eisenbürger: Ja, ja. #00:24:55-4#

Elke Dola: Diese in Cellophan eingeschweißten Dinger. Das ist mir zu viel und einfach too much. Seitdem gibt es tatsächlich diesen Aufkleber, der natürlich auch nicht allzu viel bringt, aber das Schlimmste verhindert er dann doch. #00:25:10-2#

Sebastian Eisenbürger: Na ja, zumindest könntest du theoretisch gegen Unternehmen vorgehen, die dann dennoch was reinschmeißen lassen. Ja. Wie ist das denn: Im Internet AdBlocker, oder kein AdBlocker bei dir? #00:25:21-0#

Elke Dola: Ich habe noch keinen AdBlocker, nein. Ich finde es persönlich ja auch gar nicht so schlimm, wenn jemand versucht seine Werbung zu platzieren. Und das ist ja auch, das ist ja ganz wichtig auch immer. Das ist einfach, es ist wichtig, Werbung zu setzen und für sich und sein Unternehmen zu stehen. Das finde ich ganz toll. Und mich hat bisher noch nicht so sehr genervt, dass ich einen AdBlocker installiert habe. #00:25:46-4#

Sebastian Eisenbürger: Ok, das ist spannend. Also vielleicht hast du einen und weißt es nicht. Du bist jetzt die erste, die sagt, sie hat keinen AdBlocker und fühlt sich nicht genervt. Aber das ist völlig ok, denn, ich meine, die Instant Banner, die du siehst, die haben einen Streuverlust von nahezu 100%. Das heißt die siehst du zwar, aber du wirst sie nicht anklicken. Oder vielleicht bist du diejenige, die für die, 0,006% Klickrate sorgt. Weiß ich nicht. #00:26:08-5#

Elke Dola: Möglich (lacht). Also ich lasse mich jetzt nicht unbedingt davon nerven ne. Ich scanne da kurz und denke mir: „Interessiert mich nicht“, und dann ist es gut. Aber das ist jetzt für mich noch kein Grund da einen Blocker drauf zu setzen. #00:26:22-1#

Sebastian Eisenbürger: Ok. #00:26:23-4#

Elke Dola: Noch nicht. Vielleicht kommt das noch. #00:26:25-6#

Sebastian Eisenbürger: Ok. Machst du das, weil du dich ein bisschen auch als Werbetreibender siehst und weißt, dass du es auch brauchst als diejenige, die mal selbstständig sein möchte, oder ist es wirklich die Verbrauchersicht, das ist halt so? #00:26:35-7#

Elke Dola: Beides. Beides. Ich muss zugeben, dass es beides ist, weil ich würde es auch blöd finden, wenn ich versuche, gescheite Werbung zu platzieren und die würde einfach von Vornherein geblockt werden. Ich kann nicht etwas von anderen Menschen erwarten, was ich dann gleichzeitig blocke. Das erscheint mir unmöglich. Ich glaube deswegen mache ich es nicht. #00:26:55-1#

Sebastian Eisenbürger: Ok. Also ich werde da oft angegriffen dafür tatsächlich, dass ich auch (…) Ich habe den Briefkastenaufkleber. Ich habe ich gucke kein Fernseher seit fünf Jahren jetzt und ich habe auch AdBlocker installiert und werde auch meine ganzen E-Mails, die gucke ich regelmäßig durch und bestelle die Sachen ab, die mir nicht gefallen, weil ich einfach der Meinung bin: „Das, was mir gefällt, das, was mir hilft, das schaue ich mir an, und da ist mir egal, wo das passiert.“ Wenn aber der Großteil der Werbung nicht gut ist, dann werde ich diesen Kanal blockieren. Und solange es technische Möglichkeiten gibt, nutze ich die. Und ich weiß: „Ich bin nicht der Einzige.“ Das heißt es nutzen ja ganz, ganz viele diese Techniken. Und im Grunde hilft das mir auch zu verstehen, warum denn Verbraucher so handeln, und das hilft mir auch Unternehmen zu erklären, dass das, was sie vorhaben, nämlich nach Techniken zu suchen, die AdBlocker aushebeln, und vielleicht auch Gesetzesurteile zu erlassen, die AdBlocker aushebeln, und die vielleicht dafür sorgen, dass Leute ihre Inhalte nicht zu sehen bekommen, wenn sie einen AdBlocker installiert haben, ihnen zu erklären, dass das vielleicht nicht die beste Idee ist. In einigen Fällen mag das funktionieren, aber im Grunde geht es ja nicht darum da an einer Front zu stehen und zu kämpfen, Unternehmer gegen Verbraucher, sondern es sollte doch im beiderseitigen Interesse zu sein: Auf der einen Seite gibt es ein Problem, jetzt kommen wir wieder dahin, und da gibt es Unternehmen, die eine Lösung dafür haben. Und genau diese Situation abzubilden. Und aus meiner Sicht braucht es da nicht aggressive Werbung und dafür braucht es auch keine Blocker in irgendeiner Art und Weise. Solange Unternehmen sich dessen bewusst sind, dass sie nämlich schon mit Werbung dem Verbraucher das wertvollste, was er hat, abverlangen, nämlich Aufmerksamkeit, sobald das mal passiert, und ich glaube irgendwann wird das passieren, dann ist diese ganze Diskussion völlig sinnlos und grundlos, brauchen wir sie nicht mehr. #00:28:34-0#

Elke Dola: Ja, genau. Das ist das, was ich vorhin damit meinte. Wenn das also diese imperative Werbung, wie ich das immer nenne, wenn die Unternehmen lernen, dass der, oder wenn sie den Verbraucher doch bitte zutrauen mögen, dass er das selber für sich schon entscheiden kann, was er gut und nicht gut findet, dann brauche ich ihn nicht dauernd damit zumüllen, wenn die einfach die Entscheidungsfreiheit mal bei uns ließen ja und nicht darauf spekulieren, dass sich aggressive Werbung irgendwann schon eine Spurrille ins Gehirn bahnt und dann deshalb da drin ist. Weil das, das glaube ich, läuft so mittlerweile gar nicht mehr. Wir sind schon doch alle ziemlich einen Schritt weiter. Was Werbung und Manipulation betrifft, glaube ich, sind alle Verbraucher mittlerweile aufgeklärt und, oder beinahe alle, und durchaus in der Lage, das selber zu entscheiden. #00:29:25-1#

Sebastian Eisenbürger: Richtig. Zumindest geht der Trend in diese Richtung. Ja. #00:29:28-9#

Elke Dola: Ja. Ist auch gut so. #00:29:30-5#

Sebastian Eisenbürger: Finde ich auch. Es ist gut so und das ist das, worauf ich hinarbeite. Ja. Wir nähern uns langsam, aber sicher, schon wieder dem Ende unserer Episode hier. Und ich würde gerne noch auf eine Sache hinweisen von dir, nämlich deine Webseite, da habe ich nämlich gesehen, du hast eine Seite, wo du deine ganzen Ressourcen, die du nutzt, beschreibst und mit Link versiehst. Also ich bitte normalerweise meine Gesprächspartner immer zu nennen, was sie so nutzen. Du hast das ganz toll gemacht und ganz bequem. Du hast einfach eine Seite erstellt und die heißt quovadix.de/goenn-dir. Die habe ich nämlich entdeckt, wo du beschreibst, was du alles nutzt. Und ich finde es total cool ja, weil es ist wirklich ein bisschen (…) Es ist total übersichtlich. Es ist begründet warum. Und ja. Das heißt wenn unsere Zuhörer ein paar Tipps von dir wollen, zu den Tools, die du einsetzt, dann sind sie da ja bestens aufgehoben. #00:30:19-9#

Elke Dola: Ja, genau. Ich habe das auch gleich so verlinkt, dass die Menschen direkt dann dieses Tool auch sich laden können. Das meiste davon ist kostenlos. Und ja, ich bin halt immer dafür, es dann den Interessenten wirklich so leicht wie möglich zu machen ne. Das wäre so eine Liste, die hätte ich mir damals gewünscht. Als ich angefangen habe waren das für mich ja alles böhmische Dörfer ne, diese ganzen (lacht) (…) Also als ich das erste Mal Audacity gehört habe, habe ich gedacht: „Hä? Was?“ Da wäre ich also froh gewesen, wenn ich so was gehabt hätte, und deswegen macht es Spaß diese „gönn dir“ Seite auch immer wieder zu komplettieren. #00:30:57-9#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:30:59-2#

Elke Dola: Ja. #00:31:00-0#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Ich finde die total gut, deswegen braucht sie hier eine Erwähnung. Ja, bevor wir jetzt ganz zum Ende kommen: Hast du noch so einen Tipp, den du loswerden möchtest an mich und unsere Hörer hier? #00:31:11-5#

Elke Dola: So einen Geheimtipp in Sachen Marketing? #00:31:15-1#

Sebastian Eisenbürger: Genau. #00:31:15-7#

Elke Dola: Ja. Versuche es mit positivem Entertainment. Verkaufe deinen Kunden nicht für dumm. Zeige dich vor und hinter deinem Produkt und mit deinem Produkt. Berichte ruhig mal ehrlich, wenn was nicht gut läuft, oder wenn was nicht funktioniert, und selbst wenn es eine Werbekampagne war, die nichts gebracht hat, trage es ruhig mal in die Welt. Ja, der für mich vielleicht wichtigste Punkt: Prahle bitte nicht mit deinem Umsatz und mit deinen tollen Locations, in denen du heute noch ein Coaching mit einem wahnsinnig tollen VIP hast. Turnt mich völlig ab. Und ja, das, was ich allen mitgeben würde gerne, sofern einer bereit ist, auf mich zu hören: Erkläre bitte nicht, was der Kunde tun soll, sondern zeige ihm, wie er es machen soll. Und dann wirst du auch erfolgreich. Ich bin da zumindest fest von überzeugt. #00:32:14-3#

Sebastian Eisenbürger: Das bin ich auch. Und danke dir, das war jetzt nicht ein Tipp, das war jetzt eine ganze Latte voll von Tipps. #00:32:19-6#

Elke Dola: Ja. #00:32:21-1#

Sebastian Eisenbürger: Ich bin da platt. #00:32:22-2#

Elke Dola: Ja, ich bin wirklich der Meinung, dass der Service darf wieder wahrgenommen werden als Dienst am Kunden und vor allen Dingen als Dienst für den Kundennutzen, und nicht immer nur hohle Phrasen in irgendwelchen Firmenleitbildern, nach denen sich dann eh kein Mensch mehr richtet ne. Also einfach mal das tun, wofür man steht und nicht einfach nur hohle Worthülsen rauszuhauen, sondern wenn ich sage: „Ich bin innovativ“, dann muss ich es auch beweisen. Ja, das reine sagen nutzt niemandem etwas. Das ist so wie im Bewerbungsgespräch zu sagen: „Ich bin teamfähig“, und kann es nicht beweisen ne. #00:33:01-9#

Sebastian Eisenbürger: Das stimmt wohl. #00:33:04-3#

Elke Dola: Ja, sehe ich so. #00:33:06-8#

Sebastian Eisenbürger: Da fällt mir gerade ein, einen Link, den ich gerade noch geben möchte, und zwar zu einem Interview, was ich geführt habe, was veröffentlicht ist, das heißt „Marketing und Liebeskummer“. Möchte jetzt gar nicht drauf eingehen, warum ich gerade diesen Gedankensprung hatte. Falls er interessant ist, höre gerne mal rein (lacht). #00:33:18-4#

Elke Dola: Ja, den sollte ich mir mal anhören (lacht). Guter Titel. #00:33:23-2#

Sebastian Eisenbürger: Ok. Dann bedanke ich mich ganz, ganz herzlich bei dir, meine Liebe, für dieses zweite ganz, ganz tolle Gespräch, für die ganz vielen Infos, die du uns gegeben hast, ja einfach für den (…) Also für mich war das, neben den ganzen Tipps, die du noch verraten hast, für mich so dieser, was ich am meisten mitgenommen habe, die Tatsache, dass das, was im Kleinen funktioniert, und das, das was im Kleinen auch existiert, von den Großen noch immer wahrgenommen und genutzt werden darf. #00:33:47-4#

Elke Dola: Ja. Hast du prima zusammengefasst (lacht). #00:33:51-0#

Sebastian Eisenbürger: (lacht) Danke. Ok. Dann mal ganz, ganz lieben Dank, Elke. #00:33:56-1#

Elke Dola: Ich habe zu danken. Bis ganz bald hoffentlich. #00:33:59-7#

Sebastian Eisenbürger: Hoffentlich. Ganz bestimmt sogar. Und bei dir, lieben Zuhörer, möchte ich mich ganz arg bedanken, dass du bis hier zugehört hast. Falls du die erste Episode mit der Elke noch nicht gehört hast, dann mache das am besten jetzt gleich. Da erzählt sie ein bisschen, wo sie her kommt, ein bisschen von ihrer Geschichte, und von ihrer wirklich beeindruckenden Geschichte. Sie hat einen Vortrag auf dem Impulstag in München am 11. März. Da kommt gerne hin. Ich werde versuchen da auch da zu sein. Besucht ihre Webseite, ihren Blog, die Facebookseite und den Podcast, der ein bisschen wiederbelebt wird, wie wir vereinbart haben. #00:34:30-8#

Elke Dola: Ja. #00:34:32-2#

Sebastian Eisenbürger: Ok. Und dann wäre ich noch total dankbar für eine Bewertung auf iTunes, einen Kommentar und die Sterne. Und dann hören wir uns schon in der nächsten Woche wieder. Bis dann und tschüss! #00:34:42-3#

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Cooooookies!!!! :-D

Wie wäre es, wenn du nicht lesen musst, was du schon kennst? Um dir meine Webseite mit ihrem vollen Funktionsumfang und allen Inhalten zu zeigen, brauche ich deine Erlaubnis "Cookies" setzen zu dürfen. Falls du das nicht möchtest, kein Problem – allerdings funktioniert die Seite dann nicht richtig. Triff deine Wahl.

Triff deine Auswahl, um fortzufahren

Deine Auswahl wurde gespeichert!

Mehr Infos

Mehr Infos

Hier erhältst du noch eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • 👍Alle Cookies zulassen und Seite benutzen.:
    Das sind die Cookies, die u.a. dafür sorgen, dass du keine Inhalte doppelt empfohlen bekommst. (Das sind "Tracking- und Analytische-Cookies".)
  • 🚫Nur zwingend notwendige Cookies zulassen und Seite eingeschränkt benutzen. :
    Oder nur Cookies von dieser Webseite.

Du kannst deine Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Impressum & Datenschutzerklärung. Impressum & Datenschutzerklärung

Zurück