#22: Marketing & Lernen – Teil 2 (Julia Joseph im Gespräch)

#22: Marketing & Lernen – Teil 2 (Julia Joseph im Gespräch)

Julia ist selbstständige Sprachtrainerin und unterstützt Unternehmen darin, die Mitarbeiter in deutscher und englischer Sprache zu schulen.

Nebenbei veranstaltet Julia das Kultur-Event Belfiore 9. Hier treten ganz unterschiedliche Künstler in privaten Räumen auf und jeder ist eingeladen – „Art Sharing“ nennt Julia das und ist dabei, dieses Konzept international auszurollen. Mit großem Erfolg – im Oktober 2016 nahmen ca. 300 Besucher am Belfiore 9 teil…

Mit uns teilt Julia ihre Geschichte, wir sprechen übers Lernen, das Marketing und die kleinen Dinge des Alltags, die uns zu dem machen, wer wir sind.

In jedem Fall sind die beiden Folgen mit Julia typisch im Podcast für Positives Marketing: Keiner wird ahnen, welch verwobenen Wege unser Gespräch nimmt… Viel Spaß! 🙂

Möchtest du mit Julia übers deutsch und englisch lernen sprechen? Kennst du jemanden, der für ihr Event interessant ist? Dann melde dich bei ihr. Per Email an julia.joseph@gmx.de oder über ihre Facebook-Seite: https://www.facebook.com/JuliaJulsJoseph

Zum Belfiore 9 findest du alles auf Facebook und auf Youtube.


Transkription: Marketing & Lernen – Gespräch mit Julia Joseph Teil 2

Sebastian Eisenbürger: Heute sprechen wir wieder über Marketing und das Lernen. #00:00:04-2#

Sebastian Eisenbürger: Herzlich Willkommen zu der neuen Episode des Podcasts für positives Marketing. Mein Name ist Sebastian Eisenbürger und ich sitze hier wieder mit der Julia, der Expertin für Sprachen lernen. Hallo Julia. #00:00:24-6#

Julia Joseph: Hallo Sebastian. #00:00:25-9#

Sebastian Eisenbürger: Alles gut bei dir noch? #00:00:27-0#

Julia Joseph: Ja. #00:00:27-6#

Sebastian Eisenbürger: Sehr, sehr schön. Heute bisschen ein bisschen mehr zum Thema Marketing. Magst du nochmal in so ein paar Sätzen wiederholen, wo du herkommst, was du machst, warum du das machst, das, was wir in der letzten Episode angerissen haben, in zwei drei Sätzen. #00:00:39-8#

Julia Joseph: Mhm (bejahend). Ja, ich habe alles Mögliche schon gemacht in meinem Leben, vieles ausprobiert. Mittlerweile bin ich selbstständig, mache hauptberuflich Sprachen lernen, beziehungsweise Sprachen beibringen, hauptsächlich Deutsch, aber auch Englisch und bin so im Leben von einem ins andere gekommen und ja, probiere einfach Sachen aus und mache das, was mir Spaß macht und unterrichte super gerne, weil ich, weil es mir einfach das Gefühl gibt: „Ich kann mich einbringen und anderen Leuten dabei helfen und zu unterstützen, noch erfolgreicher zu sein in ihrem Bereich.“ #00:01:13-4#

Sebastian Eisenbürger: Alles klar, danke dir. Jetzt lass mal drüber sprechen. Du hattest in der letzten Episode hatten wir drüber geredet, wie du unterrichtest, und dass du keinen Unterschied machst zwischen den Menschen, mit denen du arbeitest, dass das entweder ein Fließbandarbeiter sein kann, aber auch der Geschäftsführer, Vorstand und so. Erkläre doch mal, warum das so wichtig ist aus deiner Sicht. #00:01:31-7#

Julia Joseph: Ich glaube, dass wir oft sehr strukturbehaftet sind mit Hierarchien und all so was, und dass das oft nicht förderlich ist. Ich glaube, dass der Mensch sich am besten entfalten kann, wenn er sich wohlfühlt, wenn er willkommen ist, wenn er merkt, er ist geliebt und akzeptiert einfach so, wie er ist. Und da spielt es keine Rolle, wie viel Geld die Person hat, oder in welcher Position die Person ist, sondern wirklich einfach nur der Mensch ist wichtig. Und das dürfen wir glaube ich alle sehen. Ansonsten bauen wir, ja, Barrieren zwischen uns auf, weil wir denken: „Oh, das ist jetzt zum Beispiel ein Manager. Den darf ich nur mit Sie anreden, weil und so“, und denken Sachen, die wissen wir gar nicht über den anderen. Auch ob er sich überhaupt vielleicht wohlfühlt, wenn man ihn siezt und wenn man ihn so behandelt. Und vielleicht möchte er einfach auch nur wahrgenommen werden, so wie er ist, als Mensch. Und klar, mit seinen Qualifikationen, oder wie auch immer, mit seinen Stärken. Ja. #00:02:32-1#

Sebastian Eisenbürger: Ja, finde ich echt toll, dass du das sagst, weil das sind Sachen, über die ich lange, lange nachgedacht habe vor ein paar Jahren, und auch drauf gekommen bin, dass das so eine Schlüsselsache im Marketing ist. Und jedes Unternehmen, dass das falsch einschätzt, tut sich unglaublich schwer darin, im Marketing erfolgreich zu werden. Die Herausforderung bei Unternehmen kommt noch dazu, dass auch innerhalb von Unternehmen natürlich ganz unterschiedliche Hierarchiestufen miteinander arbeiten und ja täglich die Herausforderung haben: „Wie gehen denn jetzt unterschiedliche Hierarchiestufen intern miteinander um?“ Und im Marketing kommt noch die Dimension dazu, dass diese Menschen mit Leuten außerhalb umgehen, die auch ganz anders strukturiert sind, gruppiert sind, unterschiedliche Dinge tun, man sagt im Marketing unterschiedlichen Personas, oder Zielgruppen, angehören. Und ich bin vor ein paar Jahren drauf gekommen: Wenn wir das alles weglassen, wenn wir weglassen, dass da Leute einen gewissen Status haben, einen gewissen Beruf haben, wenn wir das alles weglassen und wirklich nur noch den Mensch angucken, eine Person, der wir gegenübersitzen können, der wir in die Augen schauen können, und die im Grunde genau so, rein äußerlich, Mensch ist wie ich auch, dann ist es doch am Ende ganz, ganz einfach. Dann ist es im Unternehmen ganz, ganz einfach, weil dann respektieren wir uns gegenseitig, dann wertschätzen wir uns auf die gleiche Art und Weise, und es ist nicht so ein wertschätzen im Sinne von „ok, ich bin jetzt besonders nett, weil da ist die Stufe über mir“, oder „ich kann ein bisschen weniger nett sein, weil der ist eine Stufe unter mir“, es ist einfach, ja, gegenseitige Beziehungen aufbauen, und zwar gleichwertig. #00:03:55-8#
Und das ist das, was für mich extrem wichtig ist im Marketing, wenn wir es schaffen, so Kunden und potentielle Kunden zu sehen, dann wird es funktionieren, zwangsläufig. Denn warum ist es so? Jeder Mensch hat irgendwo Freundschaften. Jeder Mensch beschäftigt sich mit anderen Menschen, und zwar gerne und freiwillig. Und nicht, weil er es aufgedrückt bekommt, weil er es muss, und ja, weil er es eigentlich gar nicht will. Und die Antwort auf die Frage, warum er das gerne tut, ist für mich die, weil es eben zwei Menschen sind, die sich irgendwo ähnlich sind, die sich auf Augenhöhe gegenüberstehen und über alles reden können. Und bei Freundschaften spielt das keine Rolle, ob der eine jetzt irgendwo Vorstand ist und der andere was ganz anderes macht. #00:04:36-6#

Julia Joseph: Ja, bin ich ganz bei dir. #00:04:38-1#

Sebastian Eisenbürger: Und deswegen, weiß nicht, fand ich es wirklich echt toll, dass du das genauso siehst, dass du es auch genauso handhabt. Und ja, weiß nicht, für mich ist das ein riesen Vorbild für alle, die in Unternehmen tätig sind. Ich, ja, es geht kein Tag vorbei, wo nicht genau nämlich dieser Effekt auftritt. Da sitzt eine Meetingrunde da, mit dem Ziel: „Wir wollen jetzt gemeinsam etwas erarbeiten.“ So. Aber der eine von denen ist eben irgendwie wieder eine Stufe höher. So, was passiert? Wir reden da gemeinsam drüber, vielleicht eine Stunde, vielleicht zwei, vielleicht auch den ganzen Tag, und irgendwann meldet sich der Ranghöchste zu Wort und will das vielleicht gar nicht, aber er äußert seine Meinung. Und plötzlich wird da genickt. Alle sagen: „Ganz toll und so machen wir das. Das ist die beste Idee von allen.“ Und am Ende kommt das raus, was derjenige sich überlegt hat. Und das hat er gar nicht absichtlich gemacht. Der wollte gar nicht seine Meinung jetzt den anderen überstulpen. Aber dieses Konstrukt im Unternehmen hat dazu geführt, dass nämlich genau das passiert ist. Wir hätten uns also diesen ganzen Tag, das ganze Meeting sparen können, hätten einfach nur den Ranghöchsten fragen müssen: „Wie siehst denn du das?“ Der hätte drauf geantwortet und wir hätten das so gemacht. Wäre dasselbe rausgekommen. Ich finde dieses Pseudo-Gehabe in Unternehmen ganz, ganz furchtbar, wo es heißt: „Wir, ja, haben ganz, ganz flache Hierarchien und es existiert eigentlich nicht.“ Und in wirklich unterschwellig ist es genauso da, wie es schon immer dagewesen ist. Meine Erfahrung. #00:05:56-8#

Julia Joseph: Ja. Und das ist in Unternehmen so, und auch schon in kleineren Gesellschaften wie Familie. Da kann man das ja auch schon teilweise beobachten, dass da eine klare Hierarchie da ist, die teilweise vielleicht Sinn macht, aber dass man auch immer sich in eine Rolle zieht, immer als eine Rolle des Vaters, der Mutter, das ist mein Kind. Immer in Rollen. Und manchmal ist es glaube ich gut, wirklich nur den Menschen zu sehen, wie von dem eigenen Kind auch. #00:06:22-8#

Sebastian Eisenbürger: Ja, und da hast du auch vollkommen recht. Da darf ich mir wieder an die eigene Nase fassen, weil tatsächlich habe ich das auch noch nicht so lange drauf, zu verstehen, dass meine Kinder genauso Menschen sind, wie wir Erwachsenen, wir Eltern. Und, ja, seit ich meine Kinder anders sehe, wirklich auf Augenhöhe, und sie anders ernst nehme, wertschätze, und behandle, das hat alles gedreht im Grunde. Vorher war das etwas, ich sage etwas, und die Kinder haben das gemacht. Es war super einfach. Und ich, weil ich kenne das aus meiner Kindheit auch nicht anders. Mein Vater hat irgendwas gesagt, wir haben das gemacht. Und wurde auch immer diskutiert und dann gab es irgendwie Diskussion und Ärger und weiß ich nicht. #00:06:58-1#

Julia Joseph: Mhm (bejahend). #00:06:59-0#

Sebastian Eisenbürger: Und jetzt, ist noch nicht lange, ein halbes Jahr machen wir das anders, sagen wir einfach nur: „Pass auf, das ist der Rahmen. Beweg dich frei in diesem Rahmen. Und wenn du raus willst, sag bescheid, dann gucken wir, was das bedeutet.“ Und es klappt so unglaublich viel besser. #00:07:13-8#

Julia Joseph: Super. Ja. Schön. #00:07:15-9#

Sebastian Eisenbürger: Ok. Zurück zum Thema Marketing (lacht). Mich würde interessieren: Du hast erzählt vorhin, du machst noch ein bisschen mehr außer Sprachen unterrichten, nämlich du hast, ja, so ein Kulturevent, dass du regelmäßig, oder unregelmäßig, veranstaltest. Erzähle ein bisschen darüber. Was ist das? Was tust du da? #00:07:34-3#

Julia Joseph: Ja, genau. Also ich habe ja schon im letzten Podcast erzählt, dass ich alles Mögliche noch nebenher mache, und dazu gehört dieses Kulturevent. Das war eigentlich eine Schnapsidee, die unter Freunden entstanden ist, als wir in Italien waren beim Autofahren, wo wir gesagt haben: „Na ja, wir möchten Kultur mit unseren Freunden teilen und das in einem schönen, privaten, gemütlichen Rahmen.“ Und daraus ist einfach Belfiore entstanden. Das der Name kommt von der Straße, in der das erste Event war. Und das haben wir jetzt schon mehrmals in Italien gemacht und findet super tollen Anklang. Und jetzt beginnen wir halt, jetzt machen wir das erste auch in Deutschland, also in Stuttgart, möchten das dann auch in England machen und suchen auch immer wieder Leute, die quasi das weiterführen. Also das Prinzip ist: Es kommen Künstler aus allen möglichen Bereichen, wie Theater, Musik, Poetry Slam, Tanz, alles Mögliche und man verbringt den Abend gemeinsam. Und die Location ist auch immer eine andere, also es ist immer privat bei Leuten Zuhause. #00:08:34-4#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:08:35-2#

Julia Joseph: Und es geht halt hauptsächlich darum einfach zu teilen, eine schöne Zeit zu haben, und auch, ja, einen Raum zu bieten für Kultur, der für jeden zugänglich ist, weil das hat auch bei mir so ein bisschen ja mit meinem Beruf auch zu tun als Lehrerin, dass ich immer unheimlich teilen, also unheimlich gerne teilen möchte mit Menschen. Also mir geht es darum anderen Menschen etwas beizubringen, aber auch, dass man einfach voneinander lernt. Und da ist dieses Kulturevent auch einfach super schön, das zu haben, dass es einen Raum gibt, weil wir manchmal im Gefühl vielleicht in einer Welt leben, wo wir uns ein bisschen mehr verschließen, oder immer mehr die Türen zu machen, und wir genau das Gegenteil machen dürfen, glaube ich, immer mehr die Türen aufmachen, weil Räume sind da, dass Menschen sich treffen, austauschen, und voneinander lernen. #00:09:24-3#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Klingt toll. Gibt es auch schon was konkretes wie Termin, oder so? #00:09:28-1#

Julia Joseph: Ja, es gibt jetzt Anfang Dezember das erste Event in Stuttgart und England steht noch nicht fest. Wahrscheinlich ist es der 9. Dezember dieses Jahr. #00:09:37-8#

Sebastian Eisenbürger: In Stuttgart? #00:09:38-5#

Julia Joseph: Ja, genau. #00:09:39-6#

Sebastian Eisenbürger: Alles klar. Perfekt. Haben wir schon mal den Termin platziert. Gibt es da irgendwie eine Information, eine Webseite, oder etwas, wo man da mehr Informationen auch kriegen kann zu? #00:09:46-7#

Julia Joseph: Ja, also man kann auf Facebook gucken unter Belfiore 9, oder auch auf YouTube gibt es Videos von Events, die wir schon gemacht haben, und ja, genau. #00:09:58-4#

Sebastian Eisenbürger: Ok. Ich frage zum einen, weil es mich total interessiert, und zum anderen interessiert mich, was du für ein Marketing dafür machst, oder was ihr für ein Marketing dafür macht für diese Event. #00:10:05-9#

Julia Joseph: Wir haben uns nicht wirklich ein Marketing überlegt, weil wir auch einfach damit angefangen haben, ohne groß drüber nachzudenken, ohne groß zu planen, sage ich mal so. Wir sorgen einfach dafür, dass wir ein Netzwerk aufbauen von Leuten, also dass wir viel mit den Leuten reden, viel kommunizieren, und uns werden die Künstler auch empfohlen. Die sagen: „Ey ja, ich hätte auch mal Lust zu spielen“, oder: „Ich kenne die und die und die.“ Also eigentlich geht es wirklich nur über persönliche Kontakte viel mehr. Und das geht in meinem Sprachunterricht auch. Also ich mache kein aktives Marketing in dem Sinne, sondern ich werde empfohlen. Also ich denke, und das funktioniert gut, wenn man etwas macht, in dem man gut ist so. Dann passiert das automatisch und man muss nicht die Leute suchen, sondern die Leute kommen zu einem. #00:10:52-5#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Ich finde das so mega cool, dass es so Leute gibt wie dich, denen man Marketing gar nicht erklären muss, es einfach von sich heraus tun. Ja, mein Spruch, den ich unterbringe ist ja der: Das beste Marketing ist kein Marketing. Und wer authentisch ist, der braucht kein Marketing machen, weil er strahlt das aus, was er ist, und er zieht das an, was er anzieht. Und das ist total spannend. Also du hast das Prinzip schon verstanden und einen Haufen Geld gespart für Berater wie mich, die normalerweise da sitzen und dann hin kommen und quasi, nein, umso besser, ist ja meine Vision, die Menschheit in Deutschland zum positiven Marketing hin zu erziehen, weil es genau das ist, was funktioniert, weil du sprichst damit Menschen an, die das gut finden. Die fühlen sich nicht bedrängt durch Werbung, oder irgendetwas, das sie vielleicht gar nicht interessiert, sondern sie wollen dahin gehen, weil sie es gut finden. Und du strahlst genau das aus. Und damit kommen die richtigen Leute zu dir und das Event wird größer und es wird davon mehr geben. Ich weiß nicht, wenn sich jemand melden mag, und das auch mal veranstalten möchte, ich glaube er darf sich auch gerne bei dir melden. #00:11:52-7#

Julia Joseph: Ja, super gerne. Ja. Wir suchen immer nach neuen Locations, auch Künstler, die gerne spielen, die gerne zeigen, was sie machen. Wir haben auch immer ein paar mit Fotografie- oder Malereiausstellung dazu. Ja. #00:12:05-0#

Sebastian Eisenbürger: Und mich interessiert da noch ein bisschen detaillierter: Wie kommen da Menschen hin, also Zuhörer, Zuschauer? Sind das Bekannte, oder Fans von den Künstlern, die dahin kommen? Sind das Leute, die über dich hinkommen, die den Künstler vielleicht noch gar nicht kennen, oder wie geht das? #00:12:16-8#

Julia Joseph: Ja, alles. Alles über persönliche Beziehungen. Also Leute, die Künstler kennen, weil die Künstler reden: „Hey, ich habe da einen Gig. Ich habe da eine Aufführung.“ Freunde, die erzählen das weiter. Genau. Einfach Mund-zu-Mund-Propaganda sozusagen. Ja, genau. #00:12:30-4#

Sebastian Eisenbürger: Ok. #00:12:31-0#

Julia Joseph: Und das sind ja schon unheimlich viele Leute. Ich meine jeder von uns kennt zig Leute und die kennen wiederum Leute und das ist ja ein riesen Pool an Leuten, die man schon zusammen hat ja. #00:12:41-4#

Sebastian Eisenbürger: Und wenn jetzt wieder die Brücke schlägst zu deinem Sprachen lernen: Da ist es ja wahrscheinlich ein bisschen anders. Da gehst du ja nicht mit persönlichen Kontakten rein, sondern da haben ja die deine Kunden, deine Schüler, Kontakte, empfehlen dich weiter. Ist das so, oder geht das da auch noch andere Wege? #00:12:58-0#

Julia Joseph: Also bei mir ist es so, dass ein Schüler empfiehlt mich weiter an quasi einen neuen Schüler, einen neuen Kunden. Das ist das, was die meiste Zeit passiert. Also die Leute kommen zu mir, ohne dass ich eine Webseite habe, ohne dass ich telefoniere, ohne dass ich irgendwie quasi aktiv werde. Ich tue einfach das, was ich tue und anscheinend tue ich das gut und das mögen die Leute und dadurch wollen sie mich haben. Und natürlich können sie zu anderen gehen, die etwas ähnliches machen wie ich, oder Sprachunterricht, aber sie sagen dann: „Ok, wir wollen eben dich haben.“ Und das ist natürlich Idealvoraussetzung vorher, wenn auch ganze Firmen zu einem kommen ja. #00:13:37-7#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Du hast mir vorhin eine kleine Geschichte erzählt von einem Schüler, der immer wieder zu dir kommt und seinen Vertrag immer verlängert, weil er es gut findet, das mit dir gemeinsam zu tun. Und das finde ich auch total spannend, weil das zeigt, dass es mehr, als um die Sache geht. Es geht immer ja um mehr als das reine Wissen, was vermittelt wird. Und das ist die Erfahrung, die ich auch mache. Es gibt so viele Quellen für Marketing. Es gibt so viele Unternehmen, die Unternehmensberatung machen in Richtung Marketing. Und trotzdem kriege ich das Feedback ganz oft, dass es eben auf eine gewisse Art Und Weise lernen möchten Unternehmen. Und das finde ich schön, dass sie dann zu mir kommen und sagen, die finden das gut, haben meinen Artikel lesen, irgendwelche Informationen gesehen und wollen das gerne mal ausprobieren. Finde ich wirklich richtig cool, weil es mir wirklich zeigt: Ich kann auch hier das Wissen irgendwo kostenlos rausgeben, weil Wissen gibt es überall, nur die Menschen, die es vermitteln, eben nicht. Und wenn solang ich einer sein kann, dann bin ich echt stolz drauf und froh drüber, der das ganz gut macht offensichtlich, werde ich keine Sorge haben, habe ich keine Sorge, da neue Kunden zu finden, wenn ich sie brauche. #00:14:42-5#

Julia Joseph: Ja, super schön, ja. Und es geht ja auch nicht unbedingt darum, das zu lernen, sondern das zu können am Ende. Also viele kommen, ich weiß nicht, wie das bei dir ist, aber viele kommen und sagen: „Ich möchte Deutsch lernen.“ Da fängt es schon an, dass ich sage: „Nein, ihr wollt nicht Deutsch lernen, ihr wollt Deutsch sprechen können. Ihr wollt das anwenden können. Das ist wichtig.“ Und das ist wieder, was wir im ersten Teil hatten: Bezug auf Alltagssituationen und so was. Und das ist, glaube ich, im Marketing genauso. Die Leute denken: „Ach, ich möchte das lernen. Wie kann ich ein positives Marketing machen?“ Ja, aber am Ende wollen sie es anwenden und sie wollen das machen. #00:15:16-5#

Sebastian Eisenbürger: Ja, das ist schon ein bisschen anders tatsächlich. Die fragen nicht: „Wie kann ich positives Marketing machen?“ Die haben ein Problem. Die wollen ihre Kunden besser erreichen. Und die wissen nicht, wie das geht, und recherchieren darüber und stoßen dann auf mich, entweder weil sie einen Artikel gelesen haben, weil sie, ja, irgendwo mit mir in Berührung gekommen sind und stochern da bisschen weiter und finden meine Beiträge, meinen Blog, und sehen eben, dass es etwas gibt wie das positive Marketing. Also das Problem ist ein anderes, was ursprünglich da ist, und ich bearbeite im Grunde auch dieses Problem. Nur dafür gäbe es zig andere Anbieter und Lösungen. Und offensichtlich mache ich es auf andere Art und Weise, was diese Unternehmen dann irgendwie ganz gut finden. Und, ja, ich weiß nicht. Es verblüfft mich wirklich täglich selbst. Ich hätte vor 1 1/2 Jahren nicht geglaubt, dass so große Konzerne auf so jemanden aufmerksam werden. Dachte ich da gibt es irgendwie diese großen Unternehmensberatungen, McKinsey und weiß ich nicht, wen es da alles gibt, die so Sachen machen, und am Ende kriege ich halt immer mit: Klar, die haben das alles versucht, aber die können das nicht. Die können irgendwie richtig gut Kosten einsparen, irgendwie Umsätze steigern, also sehr, sehr high Level. Aber wenn es darum geht wirklich Dinge zu tun, Dinge zu ändern, also wirklich Arbeit zu machen, mit Menschen zu arbeiten, da sehen die recht schnell ganz schön alt aus. Das können die nämlich tatsächlich nicht. Das sind dann diese BWLer, die sich Prozesse auf dem Papier anschauen und sagen: „Ok, wenn wir jetzt Schritt 2, 4 und 5 rausnehmen und irgendwie einfacher machen, dann senken wir irgendwie, keine Ahnung, 20% der Kosten.“ Aber die gehen nicht in die Logistik, reden mit den Leuten, und fragen: „Hier, habt ihr eine Idee, wie könnten wir jetzt, keine Ahnung, aus den zwei Handgriffen einen machen?“ #00:16:50-9#

Julia Joseph: Mhm (bejahend). #00:16:52-0#

Sebastian Eisenbürger: Und das sind Dinge, die mache ich eben. Ich gehe rein und sage nicht: „Wir entlassen jetzt fünf Leute“, sondern ich überlege mal. Wir haben jetzt irgendwie (…) Ganz kurz: Ich habe einen Rücksendeprozess optimiert. Also geht nicht um Marketing bei meinen Themen, es geht so alles, was das sein könnte, Rücksendeprozess. Wie schafft es ein Unternehmen, Rücksendungen anzunehmen, und das möglichst effizient, dass die schnell verbucht werden, dass der Kunde seine Erstattung kriegt, oder ein neues Gerät kriegt, oder das repariert wird? Da gibt es in den wenigsten Unternehmen gibt es da Prozesse für, weil die Rücksendung gerne so eine Sache ist, die wird so unter den Tisch gekehrt. Da sind so Pakete, die liegen dann ganz oft im Lager in so Regalen, die jeder vergessen hat, und da wird alle halb Jahr mal draufgeguckt: Was liegt da eigentlich rum? Das wird dann meistens in den Müll geworfen und der Kunde kriegt sein Geld. So. Und da gab es auch Unternehmensberatung war da, richtig teure, große Firma, und hat gesagt: „Wenn ihr diesen Prozess einfach rausschmeißt, euch nicht damit beschäftigt, spart ihr mehr Geld, als jedes Mal zu prüfen: ‚Muss ich dieses Produkt irgendwie zurückschicken? Darf der Kunde das retouren?'“ Und so weiter. Und ich habe halt gesagt: „Wir machen das anders. Wir gucken wirklich: Was sind die einzelnen Prozessschritte?“ Haben da einen Prozess eingeführt, haben das unglaublich schlank gemacht, haben das ganze automatisiert. Jetzt haben die ihren Rücksendeprozess. Sie haben quasi keine Kosten, außer den Personalkosten, die sie vor uns auch hatten, weil das ganze systemgesteuert läuft. Und jetzt habe ich wieder viel zu viel, wir reden eigentlich über dich gerade. #00:18:10-9#

Julia Joseph: Ja, das ist super interessant. Erzähl. Du hast viel zu erzählen. #00:18:14-0#

Sebastian Eisenbürger: Und so hatte dieses Unternehmen das eben geschafft mal ganz was anderes zu machen, als das klassische Unternehmensberatungen tun, und die lernen dann auch: Ok, es geht nicht drum irgendwie high Level in Managementebenen zu gucken auf irgendwelchen Dokumentationen, Papieren: „Was können wir uns, was können wir anders machen?“, sondern es geht darum, mit dem einzelnen Mensch, dem ganzen Unternehmen, zu sprechen, und zu fragen. Und es steckt so viel Potential, so viele Ideen in den einzelnen Köpfen von Mitarbeitern. Die werden einfach nur nie gefragt. Die kriegen das Gefühl es spielt eh keine Rolle. Die machen ihre Handgriffe und werden für die Handgriffe bezahlt. Und das, was im Kopf nebenher vorgeht, das spielt einfach keine Rolle. Und das ist so ein mit ein Ziel von mir, Unternehmen zu zeigen: „Hier, fragt wirklich jeden einzelnen. Nimmt das ernst, was jeder einzelne Mitarbeiter zu sagen hat.“ Ich glaube nicht dran, dass es Menschen gibt, die damit zufrieden sind jeden Tag acht Stunden lang Handgriff A nach B zu machen und immer wieder. Die können viel mehr. Die machen gerne viel mehr. Und die machen auch viel mehr. Die reden dann vielleicht in ihrer Mittagspause mit ihren Kollegen drüber und reden dann drüber, dass es eh nicht möglich ist, so was zu verändern, weil es schon ewig so ist. Und das ist halt auch so in den meisten Fällen. #00:19:20-3#

Julia Joseph: Wenn sie daran glauben ja. #00:19:22-1#

Sebastian Eisenbürger: Na ja, sie haben auch jeden Grund dran zu glauben, weil nie einer fragt. Und die kommen nicht von selbst auf die Idee, das nach oben. Das ist einfach anstrengend dann da oben mal ein bisschen zu treten und drauf zu hoffen, dass was passiert. Ich glaube auch nicht, dass es deren Aufgabe ist. Dafür gibt es eben Führungskräfte, Management, dass man runtergucken sollte und mal fragen sollte: „Was gibt es denn da zu verbessern?“ Und das funktioniert in den Fällen, in denen ich involviert bin jedenfalls funktioniert das ganz gut. #00:19:47-6#

Julia Joseph: Ja toll, super. #00:19:49-2#

Sebastian Eisenbürger: Und jetzt wieder zurück zu dir (lacht). #00:19:50-8#

Julia Joseph: (lacht). Ja ich denke es geht auch darum, weil du gesagt hast, es ist wichtig, dass die von oben nach unten schauen. Ich denke beides ist wichtig. Natürlich die, die vielleicht in der Verantwortung sind auf ihre Mitarbeiter aufzupassen, sich um sie zu sorgen, dass sie das auch tun. Nur es geht auch darum Initiative zu ergreifen, glaube ich. Und das begrifft jeden, also auch die Arbeiter, die halt von A nach B etwas machen, was du gesagt hast, dass die auch da beginnen zu glauben, dass sie mehr machen können und dazu beitragen können so. Das hat viel mit Glaubenssätzen und so was auch zu tun, aber auch wirklich Initiativen ergreifen. Und ich glaube das ist etwas, was wir beide in der Vergangenheit getan haben, was uns dazu geführt hat, wo wir jetzt sind. Wir haben gesagt: „Wir machen das jetzt einfach so. Wir probieren es einfach aus und wir glauben daran, dass das funktionieren kann.“ So wir haben eine Idee und tun das und warten nicht unbedingt drauf, dass uns jemand abholt und sagt: „Hier auf dem goldenen Tablett so, wie wäre das?“ #00:20:54-2#

Sebastian Eisenbürger: Ja, bin ich komplett bei dir. Ich finde das ist ein sehr, sehr schwieriger Punkt. Ich hatte vorhin gerade mit jemanden drüber gesprochen über das Thema Selbstverantwortung, wie weit sind Menschen selbst verantwortlich. Ich finde es wirklich schwer. Ich habe darauf auch noch keine Antwort. Aus meiner Sicht, klar ist jeder für sich selbst verantwortlich, nur ist es so, dass die Gesellschaft uns das Gefühl gibt, dass es immer jemanden darüber gibt, der kümmert sich um uns in irgendeiner Art und Weise. Ich habe das lange auch geglaubt, bis zu meinem Zivildienst war das genau genommen, also bis ich so glaube 19 20 war, war ich immer der Meinung: „Ok, es gibt jemanden, der kümmert sich mich, der fängt mich auf, wenn ich irgendwo runterfalle und so.“ Und hatte dann im Zivildienst die Situation, da war ich in der Schwerstbehindertenbetreuung, habe ich mir nicht ausgesucht, wurde ich so reingesteckt, und hatte die Situation, dass ich bei einem Ehepaar war. Der Mann war Alzheimerpatient, irgendwie Mitte 60, schon dem ging es nicht gut, bettlägerig den ganzen Tag, und es war nicht absehbar, oder am zweiten Tag, als ich da war, ist der Typ gestorben. So. Ich dann mit meinen 19 Jahren mega überfordert mit der Situation, habe da seine trauernde Frau morgens, ich war eben morgens um 8 Uhr da, gesehen, die ihn da gerade gefunden hat, und das hat irgendwer von mir erwartet, nämlich derjenige, der mich da reingesteckt hat in diese Stelle, was dass ich irgendwas tue. Nur ich hatte keine Ahnung, was ich tue. Und ich habe in dieser Zeit damals verstanden, dass die Menschen, die mich da reingesteckt haben auch nur Menschen sind, die glauben, dass sie irgendwas tun müssten und habe damals so diesen Denkprozess in Gang gesetzt mir zu überlegen: „Ich kann doch selbst entscheiden, was ich tue.“ Ich kann nicht drauf vertrauen. Wenn ich drauf vertraue, dass mir andere Menschen sagen, was richtig ist und was ich tun soll, dann kann das gut gehen, es wird mich aber niemals das tun lassen, was ich eigentlich könnte, oder was ich wollte. Habe da angefangen, ja, selbstständig zu denken. Kann man das so sagen? Also bisschen selbstständiger zu denken. Und das war ganz cool, weil da habe ich angefangen wirklich Sachen zu machen und Sachen, von denen ich vorher dachte, das würde ich doch niemals schaffen. #00:22:55-8#

Julia Joseph: Mhm (bejahend). #00:22:56-6#

Sebastian Eisenbürger: Ich weiß jetzt nicht, wie ich dahin gekommen bin gerade (lacht). #00:22:58-7#

Julia Joseph: Ja, aber es ist auch cool, dass die Personen, die dich da in die Situation gebracht hat, vielleicht dir das zugetraut hat. Also es klingt jetzt so ein bisschen, du warst schockiert, du wusstest nicht so richtig. #00:23:07-3#

Sebastian Eisenbürger: Ja, ich glaube das, zugetraut, ist der Punkt, warum ich mich so schwer tue damit. Ich glaube nicht, dass sie mir das zugetraut hat. Ich war halt einfach im falschen Moment an der falschen Stelle. Es hat keiner damit gerechnet, dass ich da jemanden habe, der mir unter den Händen wegstirbt. #00:23:20-5#

Julia Joseph: Ne, klar, aber (…) #00:23:21-9#

Sebastian Eisenbürger: Und das war einfach so, weil es so wahr, weil es damals den Zivildienst noch gab, gibt es ja nicht mehr in der Form, oder nicht mehr als Pflicht, und es jemand machen musste. Und ich war halt da und wollte nicht zur Bundeswehr, also habe ich dann diese Stelle gekriegt. #00:23:36-0#

Julia Joseph: Mhm (bejahend). #00:23:36-7#

Sebastian Eisenbürger: Und das war keine schöne Zeit. Für mich war es gut, weil ich verstanden habe, dass ich meine Dinge selbst in die Hand nehmen kann. #00:23:42-9#

Julia Joseph: Mhm (bejahend). #00:23:43-4#

Sebastian Eisenbürger: Und, ja, insofern war das gut, was damals war. Und ich habe halt damals den Glauben in die Welt verloren, um es mal so zu sagen. Das war ein bisschen enttäuschend für mich. Es war so der Glauben in die Politiker, den Glauben in Menschen, die glauben, sie könnten uns alles sagen, die wüssten alles, und habe echt angefangen selbst zu handeln. Wir kamen dahin über das Thema Selbstverantwortung. #00:24:05-2#

Julia Joseph: Mhm (bejahend). #00:24:06-2#

Sebastian Eisenbürger: Nun denke ich mir, dass diejenigen, die so eine Erfahrung noch nicht hatten, die einfach betüttelt werden, von dem, was in der Zeitung steht, von dem, was in den Nachrichten und im Fernsehen kommt, die einfach sich gut unterhalten fühlen, die sich auch mit Menschen umgeben, die ähnlich sind, die haben einfach keinen Grund. Die sehen nicht, dass es etwas bringt ein bisschen mehr zu denken, einfach ein bisschen länger dran zu bleiben, um eben dann das zu schaffen, was sie sich vorgenommen haben. Es gibt einfach keinen Grund. Und es klappt ja auch alles. Die fühlen sich in ihrer Welt wohl und es gibt ja auch niemanden, der sagt: „Ändert was.“ Von daher verstehe ich das, dass sie im Grunde resigniert haben, um jetzt wieder zurück zu Typen mit der Mittagspause, die reden, was für Ideen sie haben, dass die keine Anstalten unternehmen, um da irgendwie ihre Ideen zu platzieren. Das ist die Welt, deren Welt. #00:24:52-8#

Julia Joseph: Mhm (bejahend). Ja. Verstehe ich. Ich weiß, dass das für viele Menschen so ist. Für mich selber gibt es diese Welt nicht mehr. Also für mich selber gibt es (…) Ich sage mir: „Wenn mir etwas nicht gefällt an meinem Leben, dann bin ich diejenige, die das ändern kann und ich alleine.“ Also ich weiß viele sehen sich in der Situation, nur ich sage mir jetzt wirklich: „Wenn es etwas gibt, dann darf ich das verändern, dann darf ich das machen.“ Und so gehe ich meinen Weg. Also ich kreiere mir mein Leben quasi selber und überlasse die Verantwortung nicht jemand anderen. Aber klar, für mich war das auch ein Prozess. Ich bin nicht unbedingt mit dieser Denkweise auf die Welt gekommen. Aber ja. Ich denke man darf einfach, da ist eine Welt draußen, die ist da, dass wir sie entdecken, dass wir mit ihr und an ihr wachsen. #00:25:41-8#

Sebastian Eisenbürger: Ja, ich bin da komplett bei dir, nur verstehe ich eben auch diejenigen, die diesen Schritt noch nicht gegangen sind, weil es noch keinen Grund gab, diesen Schritt zu gehen, und möglicherweise ihn nie geben wird, weil einfach niemand da ist, der den Anstoß gibt. #00:25:54-2#

Julia Joseph: Genau. Man sagt ja: „Es gibt zwei Gründe, warum Menschen sich verändern. Entweder großen Schmerz oder nach einer großen Motivation heraus.“ Also hin zu und weg von. Ja. Manche hatten diesen Punkt noch nicht. Und ich hatte schon viele solcher Punkte im Leben. #00:26:07-6#

Sebastian Eisenbürger: Ich hatte auch schon diverse solcher Punkte im Leben. Und ich sage auch die sind gut diese Punkte, weil sie eben mir helfen, um Dinge zu verändern einfach. #00:26:15-3#

Julia Joseph: Ja. Richtig, ja. #00:26:17-5#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Spannend, wo sich diese Sachen immer hinbewegen in diesen Podcasten (lacht). #00:26:21-2#

Julia Joseph: Ja (lacht). Cool. Sehr schön. #00:26:24-8#

Sebastian Eisenbürger: Wir sind beim Thema Marketing. #00:26:26-7#

Julia Joseph: Ja. #00:26:27-9#

Sebastian Eisenbürger: Oh man (lacht). #00:26:29-0#

Julia Joseph: Alles gut. Ja. #00:26:31-9#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Ich muss mal eben den Faden wiederfinden. Wo sind wir stehen geblieben vorhin. Wir haben drüber gesprochen über den Unterschied zwischen den Dingen, die du mit deinem für dein Event tust und für dich als Sprachlehrerin. #00:26:43-4#

Julia Joseph: Genau, und dass das Marketing eigentlich gleich ist bei beiden, also nicht eigentlich, sondern es ist gleich. #00:26:48-0#

Sebastian Eisenbürger: Hattest du mal den Moment, dass du gedacht hast, du bräuchtest aber eigentlich eine Webseite vielleicht, oder irgendwie einen Kanal, über den du Informationen rausgibst? #00:26:55-5#

Julia Joseph: Ja, genau. Ich glaube das ist diese Welt, von der du geredet hast gerade, dass dieses von außen, dass viele sagen: „Ah, das brauchst du um erfolgreich zu sein. Das brauchst du …“ Weil viele machen das und die sagen: „Ach, ohne Webseite geht das gar nicht“, und so weiter. Und ja ich weiß von mir, dass es auch ohne geht. Manchmal wäre vielleicht eine Webseite zum Beispiel hilfreich. Ich habe es noch nicht ausprobiert. Ich kann es nicht sagen. Vielleicht wäre ich noch erfolgreicher, wenn ich eine hätte. Weiß ich nicht. Ja. #00:27:23-1#

Sebastian Eisenbürger: Ja, weiß ich auch nicht. Also früher hätte ich dir gesagt: „Du musst eine haben. Ohne bist du nicht lebensfähig. Die gibt dir quasi die Luft zum Atmen.“ Und heute sage ich dir: „Nein. Also erst mal musst du gar nichts und zweitens brauchst du schon lange keine Webseite.“ Und du brauchst noch viel weniger Marketing tatsächlich, denn, ja, da waren wir schon mal, wenn du das tust, was du liebst, und wenn du das authentisch tust, dann wirst du erfolgreich darin, ohne alles, was du möglicherweise haben müsstest. #00:27:51-5#

Julia Joseph: Ja. #00:27:52-5#

Sebastian Eisenbürger: Aber das ist spannend, weil tatsächlich die meisten haben irgendwo diesen Punkt, wo sie denken, sie machen jetzt was, und worüber verteile ich das denn? Ich brauche eine Webseite, brauche meinen Kanal XY. Und ich mein im Grunde du hast deine Kanäle. Ist ja nicht so, dass du sie nicht hast. Und du baust aus ihr ganz, ja, ganz natürlich auf. Bei dir ist es über Mund zu Mund Propaganda. Wenn du eine Webseite hättest, wäre es die Webseite vermutlich auch. Wenn du einen YouTube Channel hättest, wäre das dieser, oder wenn es ein ganz anderer Kanal, wäre das auch ein anderer. #00:28:22-8#

Julia Joseph: Ja. #00:28:23-4#

Sebastian Eisenbürger: Und das finde ich auch ganz wichtig, dass das klar ist. Es geht nicht drum, welchen Kanal ich einsetze. Diese Frage stellen sich die meisten tatsächlich. Es geht tatsächlich nur drum, was du tust. #00:28:34-8#

Julia Joseph: Mhm (bejahend). #00:28:35-9#

Sebastian Eisenbürger: Und wenn das gut ist, was du tust, dann verbreitet sich das automatisch. #00:28:39-2#

Julia Joseph: Ja. Und woran du glaubst denke ich so. Ich glaube daran, dass so, wie ich es momentan tue, dass das funktionieren kann. Und dadurch funktioniert es glaube ich auch. Ich weiß nicht, wenn ich jetzt zum Beispiel sage: „Oh, jeder sagt ich sollte einen YouTube Kanal haben, habe aber keinen, stelle ich mich doch vor die Kamera, fühle mich dabei nicht wohl, dann ist es vielleicht auch nicht meins, weil mir so selber die Überzeugung dazu fehlt und weil es mir nicht liegt.“ Ich weiß nicht, ob ich dann wirklich erfolgreich damit sein könnte. So man darf auch in sich reinhören und sagen: „Ok, was ist mein Glaubenssatz? Macht der Sinn? Darf ich ihn verändern? Und ja, fühle ich mich damit wohl, so wie ich es tue, ja?“ #00:29:16-8#

Sebastian Eisenbürger: Richtig. Was ich finde, was mir persönlich gut tut, ist Dinge auszuprobieren. Ich habe fünf Jahre lang Marketingberatung auch ganz ohne Webseite gemacht. Glauben mir die meisten nicht. Und tatsächlich auch über Mund zu Mund Propaganda. Es gibt einfach Unternehmen, die das gut fanden, die das weitererzählt haben. Dann habe ich da Anrufe gekriegt und war dann dort und so hat sich das schön verbreitet. Ich habe im letzten Jahr den Versuch unternommen, auch gar nicht mit dem Hintergedanken mehr Kunden zu bekommen, sondern ich habe einen Blog angefangen, weil ich keine Lust hatte, allen Leuten, die anfragen, dieselben Antworten zu geben. Ich habe den Blog mit dem Hintergrund geschrieben: „Hier“, also meinen Anfragern zu sagen: „Hier, lies dir das durch. Wenn dir das passt, dann kommst du zu mir.“ Und erst hinterher ist mir klargeworden, dass ich dadurch einen Kanal geschaffen habe, der ja mir einfach mehr Sichtbarkeit gibt. Und ich finde jeder darf das ausprobieren. Und es gibt kein richtig oder falsch. Es gibt Kanäle, die klappen besser und welche, die klappen nicht so gut. Ich finde es man spielt, mir macht das Spaß, Dinge auszuprobieren. Mir macht das total Spaß diesen Podcast auszuprobieren als Kanal, weil es mir die Möglichkeit gibt, auf eine andere Art und Weise meine Inhalte zu verbreiten. Und ich sehe schön in meinen Statistiken, wie das funktioniert, und das finde ich total cool. Und es würde auch ohne diesen Podcast gehen. #00:30:29-9#

Julia Joseph: Ja. #00:30:30-6#

Sebastian Eisenbürger: So wie es auch jahrelang funktioniert hat. #00:30:32-0#

Julia Joseph: Ja. Und schön, dass du ihn machst ja (lacht). #00:30:34-1#

Sebastian Eisenbürger: Finde ich auch, danke. So gesehen, vielleicht mache ich dir ein bisschen Mut, weiß nicht, YouTube Channel, Podcast, es gibt so viele Sachen, die du machen könntest. Ich glaube die würden auch alle gut zu dir passen. #00:30:45-1#

Julia Joseph: Ok, ja (lacht). #00:30:46-2#

Sebastian Eisenbürger: Und könnte funktionieren. Und du brauchst es halt ja nicht. #00:30:49-0#

Julia Joseph: Mhm (bejahend). Ja. Ich denke auch, und da bin ich bei dir, dass ich noch andere Kanäle ausprobieren darf so. Einer weiß ich jetzt, der funktioniert. Und bei mir ist es so, wenn etwas funktioniert und ich etwas geschafft habe, dann darf ich auch wieder neue Sachen ausprobieren, sage ich mir. Und, ja, ich denke der Zeitpunkt ist gekommen, um das zu tun. #00:31:09-6#

Sebastian Eisenbürger: Und was für mich noch sehr spannend ist, ich tue das auch persönlich, um mich ein bisschen zu challengen. Also ich habe den Podcast damals angefangen, weil ich total Angst davor hatte Podcast zu machen. #00:31:18-3#

Julia Joseph: Ja, perfekt, super. #00:31:19-3#

Sebastian Eisenbürger: Und bin jetzt dran mich an das Thema Video ranzuwagen, weil ich momentan noch total Angst habe Videos zu machen. #00:31:24-0#

Julia Joseph: Mhm (bejahend). #00:31:24-9#

Sebastian Eisenbürger: Und, ja, habe jetzt ein paar gemacht. Die sind noch nicht wirklich öffentlich. Die sind so auf ein paar Facebookgruppen beschränkt, die das mal gesehen haben. Das Feedback ist aber auch eigentlich recht gut, wie auf dem Podcast auch, so dass es nur noch jetzt also mal einmal so Hintern hoch und machen ist, als die Angst. Ich finde es einfach spannend das dann zu tun und für mich zu merken, für mich persönlich zu merken: „Ok, ich kann das ja doch.“ #00:31:48-2#

Julia Joseph: Mhm (bejahend). Ja. Und ich denke es ist perfekt, etwas zu starten, wenn das Ziel, oder das Endprodukt, einem auch so ein bisschen Angst macht, also dann denkt so: „Ah, kann ich das, oder bin ich darin gut?“ Weil ich denke daran wächst man am meisten so. Und es dann wirklich einfach zu tun. Und was ist schöner, als wenn man es dann, was du auch sagst, getan hat und merkt: „Es funktioniert so und ich kann das.“ Also ich habe bei fast allem davor immer gedacht: „Oh, kann ich das wirklich, oder nicht?“ Und dann tue ich es und merke: „Ok, das kann ich jetzt. Dann kann ich wieder was Neues machen. Oh, das kann ich jetzt auch. Cool. Das habe ich mir gar nicht zugetraut.“ Und so wächst man und das ist finde ich wunderbar, es einfach zu machen. Ja. #00:32:30-9#

Sebastian Eisenbürger: Ganz genau. Ja, jetzt haben wir über vieles gesprochen in dieser Folge. Ein bisschen Marketing war auch drin (lacht). #00:32:37-5#

Julia Joseph: (lacht) Ja. Sehr gut. #00:32:39-6#

Sebastian Eisenbürger: Ne, aber deswegen mag ich diesen Podcast auch so, weil sich das immer in eine Richtung entwickelt, die vorher keiner absehen kann. #00:32:45-1#

Julia Joseph: Genau. Es gab keine abgesprochenen Fragen, nichts. Von dem her ja, sehr cool. #00:32:50-1#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Dann ganz, ganz herzlichen Dank dir. Es war wirklich toll von dir zu hören, wie du das machst, wie du dann, ja, wie du dahin gekommen bist zu der Stelle, wo du gerade bist. #00:32:59-2#

Julia Joseph: Mhm (bejahend). #00:32:59-9#

Sebastian Eisenbürger: Ich finde auch toll, ja, das Event, dass du machst. 9. Dezember war das? #00:33:04-3#

Julia Joseph: Ja, genau. Ja. Wenn mich auch Leute kontaktieren wollen, können sie natürlich auch gerne machen. Alles kein Problem. #00:33:11-2#

Sebastian Eisenbürger: Wie dürfen dich Leute kontaktieren? #00:33:12-8#

Julia Joseph: Gerne über meine Privat-E-Mail-Adresse. Das ist mein Name. JuliaJoseph@GMX.de, oder über Facebook Julia Juls Joseph. Drei Namen, dass die also mit Leerzeichen dazwischen. #00:33:30-8#

Sebastian Eisenbürger: Sie werden auch alle noch mal verlinkt hier im Kontext von dieser Podcastepisode. Also wer das jetzt hört und nicht sehen kann, der darf einfach mal die Webseite zu dem Podcast aufmachen, da steht das dann auch nochmal. Ok. Dann nochmal ganz lieben Dank dir, dass uns hast teilhaben lassen an den Dingen, die du tust. #00:33:47-2#

Julia Joseph: Vielen lieben Dank. Hat mir sehr viel Spaß gemacht. #00:33:49-0#

Sebastian Eisenbürger: Mir auch. Ja, und dir, lieben Zuhörer, möchte ich mich bedanken, dass du bis hierhin zugehört hast. Wenn du die erste Episode noch nicht gehört hast mit Julia und mir, dann mache das direkt, weil da sind ganz, ganz viele spannende Dinge drin, was Julia so gemacht hat bisher, wie sie dahingekommen ist, wo sie gerade ist, und ja, was sie so in ihrem Alltag noch so macht, da hat sie so ein paar Tricks, damit sie das, damit sie ihre Arbeit auf die Art und Weise tun kann, wie sie sie gerade tut. Und ich würde dich bitten mir eine Bewertung zu hinterlassen bei iTunes, ein paar Sterne anzuklicken, oder so einen Kommentar. Das hilft mir einfach weiter inhaltlich mich ein bisschen in die Richtung zu bewegen, die für dich am besten ist. Dann hören wir uns nächste Woche wieder. Bis dann. Tschüss! #00:34:26-7#

 

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