#40: Marketing & Liebeskummer (Sabine Weiss im Gespräch)

#40: Marketing & Liebeskummer (Sabine Weiss im Gespräch)

Per Skype haben Sabine und ich uns per Skype verabredet und uns über Marketing und Liebeskummer ausgetauscht.

Als Liebeskummer-Coach unterstützt Sabine Weiss mit ihrem Unternehmen Herzmut! – erreichbar unter www.herz-mut.com

Beim Liebeskummer handelt es sich um so etwas wie Entzugsentscheidungen. Wir durchleben also körperlich den Verlust von „Gewohnheiten“ und empfinden Kummer.

Im Marketing empfinden wir ebenfalls etwas, wenn unsere Kunden uns plötzlich den Rücken zukehren und nach langen Jahren der Treue plötzlich jemand anderem in die Arme gelaufen sind.

Unternehmer und Marketingtreibende müssen ihre Produkte lieben. Es benötigt eine Identifikation zwischen Anbieter und Produkt. Existiert diese Identifikation, dann entstehen Emotionen in der Beziehung zwischen Anbieter und Kunde.

Was du tun kannst, um eine gute Beziehung zu deinen Kunden aufzubauen, dass erzählen wir dir hier im Podcast.

Und natürlich verrät Sabine uns einiges darüber, wie sie Marketing treibt und wie sie als Kunden mit Marketing umgeht.

Viel Spaß beim Zuhören! 😀


Transkription: Marketing & Liebeskummer – Gespräch mit Sabine Weiss

Sebastian Eisenbürger: Heute: Marketing und Liebeskummer. #00:00:02-6#

Sebastian Eisenbürger: Herzlich Willkommen zum Podcast für positives Marketing. Mein Name ist Sebastian Eisenbürger und heute sitze ich hier mit Sabine Weiss bei Skype und wir sprechen gemeinsam ja über Marketing und Liebeskummer. Sabine, sie betreibt „Herzmut – die Beziehungspraxis“. Und, ich glaube, da kriegen wir ein paar ganz nette Verbindungen hin zwischen ihrem Thema ja und zu dem Thema Marketing. Hallo Sabine. #00:00:32-3#

Sabine Weiss: Hi Sebastian, hallo. #00:00:33-8#

Sebastian Eisenbürger: Geht es dir gut? #00:00:35-5#

Sabine Weiss: Ja, es geht mir gut. Ich habe meinen Kaffee neben mir stehen. Alles gut. #00:00:40-0#

Sebastian Eisenbürger: Ja, ich habe einen tollen grünen Smoothie neben mir stehen tatsächlich, den ich gerade gebracht bekommen habe. Der schmeckt auch richtig gut. #00:00:46-0#

Sabine Weiss: Hey, ganz gesund (lacht). #00:00:48-4#

Sebastian Eisenbürger: (lacht) Ja, ich gebe mein bestes. Ja, du beschäftigst dich mit Beziehungen, mit Liebeskummer. Erzähl ein bisschen. Ja, wie kamst du dahin? Was tust du? Lass einfach mal ein bisschen raus ja worum es bei dir geht. #00:01:04-4#

Sabine Weiss: Also „Wie kam es dahin?“ ist eine relativ einfache Geschichte. Ich bin seit über zehn Jahren selbstständig als Coach und Unternehmensberaterin, hatte damals eher den Fokus auf Start-ups und Positionierung für Kleinstunternehmen, Marketing für Kleinstunternehmen, diese ganzen Geschichten, hatte also aber auch, und das ist der eigentliche Punkt, einen Haufen Coaching Tools im Hintergrund. Und dann habe ich vor einigen Jahren eine Trennung durchlebt, wo ich mir am Anfang noch gedacht habe: „Na ja, jetzt bist du 35. Du hast deine Tools. Das wirst du wohl doch schaffen.“ Und es war nicht so. Es hat überhaupt nicht funktioniert. Ich habe mich überhaupt nicht gefangen und habe aber damals gerade eine alte NLP-Ausbildung fortgesetzt und musste im Zuge dieser NLP-Ausbildung eine Art Abschlussarbeit schreiben. Ja, und musste dazu Leute, die eine besondere Fähigkeit haben, die mich interessiert, modellieren. Das bedeutet, dass du wirklich ganz genau auf Mikrostrategien hin interviewst und schaust: „Wie machen die das?“ Und das geht von: „Wie koche ich perfekte Palatschinken?“, hin zu eben auch, und das war eben mein Thema damals: „Wie überwinde ich Liebeskummer?“ Und ich habe mir da einfach Leute gesucht und habe mir das wirklich reingezogen, wie die das machen, und war wahnsinnig überrascht, dass es gar nicht so viel ist, das sie anders machen, aber das, was sie anders machen, machen sie wesentlich anders. Und habe das dann für mich angewendet. Dann war es erstaunlicherweise „hurra, alles gut“, und ich habe das dann, ehrlich gesagt, eine Zeit lang vergessen ja. Und dann hatte ich zum einen, also musste ich das präsentieren meine Abschlussarbeit ein halbes Jahr später, und ich habe das präsentiert vor ungefähr 10-15 Leuten, also Prüfungskomitee plus Zuhörer. #00:03:07-8#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:03:08-7#

Sabine Weiss: Und dann saßen die da drinnen und waren dann völlig fassungslos und haben gemeint: „Ah Wahnsinn. Du musst ein Buch drüber schreiben. Das gibt es ja gar nicht!“, und so. Und ich so: „Aha, na ja.“ Und wie es halt so ist, es hat doch sowieso wirklich fast jeder diesen Wunsch einmal ein eigenes Buch zu schreiben ja. Dann habe ich gedacht: „Na ja, die Idee ist gar nicht so blöd.“ Es hat trotzdem, ich sage es gleich, Jahre gedauert, bis es dann fertig war. Aber das ist ein anderes Thema. Und aber das lustige war: Es hat dann begonnen, dass die Leute, die zu mir gekommen sind, noch immer Unternehmer waren, aber dann hatten die plötzlich mit ihrer Frau gemeinsam gegründet und auf einmal gab es eine Ehekrise und so, also das Thema hat sich dann von sich aus in meinen Beratungsalltag geschoben. Und dann habe ich mir vor vier Jahren gedacht: „Ok, weißt du was? Jetzt machst du Nägel mit Köpfen.“ Habe mir eine Domain genommen, damals noch unter einem anderen Namen, muss ich auch dazu sagen, habe mir eine Webseite bauen lassen und habe einfach gesagt: „Ok, ich habe ein Startbudget von 2000€. Das muss für Domain, für Webauftritt, für Visitenkarten und was auch weiß der Kuckuck, was man noch alles brauchen könnte, Werbeflyer und so weiter“, ich war damals noch auf klassisches Marketing eingeschossen, „das muss reichen, und dann schauen wir mal, ob der Ballon fliegt.“ So. #00:04:26-9#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:04:27-7#

Sabine Weiss: Und dann war es so, dass noch bevor die Webseite überhaupt Online war, das hat mich etwas unter Druck gebracht, ich den ersten Zeitungsartikel hatte schon zu dem Thema: „Oh, es gibt eine neue Coaching Praxis für Liebeskummer in Wien“, und überhaupt wie kommt man auf das Thema und so weiter. Und ja, so hat das dann begonnen. Ja. Und jetzt mache ich das seit vier Jahren und habe aber, und das ist vielleicht ganz interessant für euch, habe heuer im Februar einen kompletten Re-Launch gemacht, weil ich, ehrlich gesagt, auch wenn ich es ungerne zugebe, drei Jahre so dahingedümpelt bin ja und auch einiges falsch gemacht habe. Unwissentlich natürlich ja, weil wer macht schon was absichtlich falsch. Und jetzt im Februar einen kompletten Re-Launch gemacht, nochmal wirklich viel Geld in die Hand genommen, um die Webseite neu gestaltet, auch einen neuen Namen gesucht und alles. Und jetzt merke ich tatsächlich, wie sich, also ich habe extrem viel gearbeitet, muss ich auch dazu sagen, aber das letzte dreiviertel Jahr hat sich echt gelohnt und hat einiges verändert. Aber es habe auch ich natürlich einiges verändert in der ganzen Herangehensweise. #00:05:43-8#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Ok. Und jetzt tatsächlich machst du nichts anderes außer Liebeskummer Coachings. Ist das so? #00:05:52-5#

Sabine Weiss: Ich habe meine Unternehmensberatung noch, weil es irgendwie, eben ich sage ja, es hat drei Jahre so vor sich hingedümpelt und eigentlich hätte ich aus unternehmerischer Sicht schon längst zusperren müssen ja, also Freunde haben immer gesagt: „Das machst nur als Hobby, weil verdienen“, also das bisschen, was ich die letzten Jahre damit verdient habe, hat den Aufwand keinesfalls gerechtfertigt ja. #00:06:15-0#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:06:15-9#

Sabine Weiss: Also ich hatte die Unternehmensberatung gebraucht, um das zu füttern, aber ich konnte sie irgendwie, obwohl ich das rein unternehmerisch wusste, dass das nicht läuft (…) Mich hat das Thema einfach nicht losgelassen. Ich habe mir immer gedacht: „Ok, aber gut, andere stricken halt.“ Mache ich auch im Übrigen, aber andere stricken, oder backen, oder sonst irgendwie was, und wenn ich nur einem oder zweien Leuten helfen kann wirklich mit dem Thema umzugehen ja und denen Support zu liefern und Inhalte zu liefern, die ihnen weiterhelfen in so einer Phase, dann ist das auch ok für mich, dann ist das auch eine Art, halt nicht finanzieller, aber eben ein Karma Reward, wenn man so sagen möchte ja, der sich auszahlt. Und ich habe schon immer wieder viele Zuschriften bekommen, dass meine Arbeit so toll ist ja. Nur die Bezahlung hat halt wirklich jahrelang hinten nachgehinkt ja. #00:07:17-0#

Sebastian Eisenbürger: Das ist ein schönes Beispiel dafür, dass es sich lohnt dranzubleiben, und ja, dass es ein sinnvolles Modell sein kann, das ja viele verfolgen, tatsächlich ein Standbein zu haben, das finanziell, oder das für finanzielle Unabhängigkeit sorgt, und gleichzeitig das ja das Business aufzubauen, das man liebt und für das man leben möchte. #00:07:37-2#

Sabine Weiss: Ich war, ich muss dazu sagen, ich war lange ein bisschen skeptisch, ob mich die Unternehmensberatung nicht behindert ne. Ist immer die Frage: „Ist die Krücke eine Hilfe, oder manchmal auch der Stock, über den man stolpert?“ Und manchmal hatte ich das Gefühl: „Es ist nicht so schön.“ (…) Also ich weiß nicht. Es war nicht Fisch, nicht Fleisch ja. Aber es war dann so, es ist auch ein bisschen eine organisatorische Frage, und ich kann es mir projektbezogen ganz gut einrichten, dass ich sage: „So, und jetzt mache ich mal wirklich drei Monate das Eine, und dann warte ich wieder ein bisschen ab“, was auch Sinn macht mittlerweile, wie ich erkenne, weil manche Dinge einfach Zeit brauchen, um bei Google zum Beispiel nach vorne zu kommen ja. Und dann nehme ich mir drei Monate, wo ich sage: „So, und jetzt arbeite ich hauptsächlich wieder an einem anderen Projekt und hole mal wieder Cash rein in einem größeren Ausmaß, und dann mache ich wieder drei Monate konzentriert was anderes.“ Also das andere quasi. Also ich springe so zwischen „kickstart!“, das ist die Unternehmensberatung, wo ich mich eben auf Einzelunternehmer und Jungunternehmerpositionierung und diese ganzen Geschichten konzentriere. Und das andere ist eben Herzmut ja. Das sind meine zwei Unternehmen. Und da springe ich einfach so hin und her. #00:08:50-8#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Und das Schöne ist: Jetzt gerade machst du beide. #00:08:53-4#

Sabine Weiss: Jetzt gerade, ja interessant, ich hätte, stimmt. Es wäre, danke für den (…) Ah, es wäre mir gar nicht aufgefallen, ja aber es stimmt. Und das hat auch, es hat natürlich auch miteinander zu tun ja. Also ich habe mir auch immer überlegt, sollte Herzmut tatsächlich nicht klappen, was sich jetzt schon abzeichnet, dass das völliger Schwachsinn ist, weil es heuer wirklich abhebt, dann weiß ich jetzt zumindest, wie ich Leute, Start-ups, berate zum Thema digitaler Unternehmer, digitaler Unternehmer sein, weil das ist ein großer Unterschied zu dem, was ich noch auf der Uni gelernt habe zum Thema selbstständig sein und Unternehmer sein ja. Das ist ein völlig anderes Ding. Und da habe ich mir gedacht: „Ok, dann, also ich habe zumindest meine Zielgruppe in der Unternehmensberatung auch erweitert damit ja.“ Aber, also kann ich natürlich trotzdem machen, aber es zeigt sich schon, dass es ganz stark in die andere Richtung geht. #00:09:54-0#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Also für mich war das der Schlüssel tatsächlich, diese beiden Bereiche, die ich auch immer sehr stark getrennt hatte, zusammenzuführen. Ich habe mich immer mit dem Thema Glück Wohlbefinden beschäftigt und habe ganz klassische Marketingberatung gemacht, und erst jetzt, seitdem ich das ganze zusammenbringe und positives Marketing nenne, habe ich festgestellt: „Ok, jetzt bin ich da angekommen und das ist genau mein Thema.“ Und das funktioniert viel besser, als die beiden Themen vorher im Einzelnen. Wer weiß, wo es dich da hintreibt. Also ich finde es spannend. Und tatsächlich klar, ich meine der Podcast ist bekannt dafür, dass die Themen nicht so richtig, auf den ersten Blick nicht so richtig zusammenpassen, und Marketing und Liebeskummer vielleicht auch nicht auf den ersten Blick, aber wir würden jetzt hier nicht sprechen, wenn ich mir nicht ein paar Gedanken gemacht hätte. #00:10:33-9#

Sabine Weiss: Ja, das stimmt. #00:10:34-9#

Sebastian Eisenbürger: Und es passt tatsächlich zusammen, also zumindest wie ich Liebeskummer verstehe. Für mich sind das so drei Begriffe (…) #00:10:41-8#

Sabine Weiss: Wie verstehst du denn Liebeskummer? #00:10:43-5#

Sebastian Eisenbürger: Ja, wollte ich gerade erklären (lacht). Also glücklicherweise, ich habe lange keinen mehr gehabt. Ich bin jetzt seit, ui ui ui, seit 18 Jahren mit der gleichen Frau zusammen, seit 13 Jahren verheiratet, und tatsächlich Liebeskummer ist ein Gefühl, was bei mir schon sehr lange zurückliegt. #00:10:59-0#

Sabine Weiss: Mhm (bejahend). Schön. #00:11:00-2#

Sebastian Eisenbürger: Aber der Punkt ist: Es ist ein Gefühl, glaube ich. Und da wollte ich nämlich drüber sprechen zum einen, bevor ich jetzt dazu komme, was das für mich bedeutet. Liebeskummer, das ist etwas, was schmerzt. Und deine Webseite, da bietest du ja auch so eine Soforthilfe, oder so eine SOS-Maßnahme, an. #00:11:14-6#

Sabine Weiss: Ja. #00:11:15-0#

Sebastian Eisenbürger: Ich würde gerne wissen: „Wie gehst du da vor?“ Also jemand meldet sich bei dir, und sagt, er hat jetzt Liebeskummer und du unterstützt ihn. Ich meine, ich kann mich gut erinnern. Das ist keine schöne Geschichte. Es tut wirklich weh. Das ist ja wirklich ein körperliches Empfinden, das man da hat. Ich würde gerne wissen: „Wofür ist das gut?“ #00:11:34-8#

Sabine Weiss: Wofür ist was gut? #00:11:36-7#

Sebastian Eisenbürger: Der Liebeskummer. Der Schmerz dabei. Ich glaube der hat eine Funktion und ich habe die Hoffnung, dass du mir das erklärst. #00:11:43-4#

Sabine Weiss: Na ja, schau: Zum einen die trockene ist natürlich die, dass ich sage: „Es ist mittlerweile auch nachgewiesen, dass Liebeskummer auch Entzugssymptome sind, die tatsächlich einfach was mit einer chemischen Veränderung in deinem Hirn zu tun haben.“ Wenn dein Partner, deine Partnerin dich verlässt ja, verschwindet eine (…) Also ihr ja seid ja aneinander gewöhnt und auch euer Hormonhaushalt ist aneinander gewöhnt und an das Dasein des anderen gewöhnt ja, und wenn der jetzt weg ist, treten tatsächlich nachweisliche Entzugserscheinungen in einem Hirn auf. Das ist das eine, was es wirklich, also mal auf der biologischen Ebene erklärt. Das ist aber bei weitem nicht das Einzige und eigentliche auch nur die trockene Herangehensweise. #00:12:25-2#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:12:25-9#

Sabine Weiss: Manchen Leuten hilft das aber schon mal, das zu wissen, dass es tatsächlich auch wirklich biologische und chemische Ursachen hat. Manchen hilft das schon mal ja das auch zu verstehen, dass das tatsächlich so ist ja. Also es ist so wie wenn du auch mit Rauchen aufhörst, oder einen Zuckerentzug machst, ganz banale Dinge ja. Also Leute, die aufhören Zucker zu essen, aus welchem Grund auch immer, erleben tatsächlich über eine Woche Entzugserscheinungen. Und genau so ist es halt bei einer Trennung. Das ist mal die biochemische Seite. Das andere ist halt, was ich fest davon überzeugt bin ja, ist: Da ist etwas anders, als du es gerne hättest, das tut weh. Es tut immer weh, wenn man eine Vorstellung von der Wirklichkeit hat und die Wirklichkeit entwickelt sich anders, als es ist. Es tut ja auch weh, wenn du deinen Job verlierst, und dass du das wolltest. Oder, weißt du, was ich meine ja? Und überlege mal: „Wie lange ärgern sich Leute, wenn sie auf der Straße 10€ verlieren und dann Zuhause drauf kommen, dass sie die 10€ verloren haben, oder den Lieblingsschal, oder die Mütze im Lokal vergessen haben ja.“ Also wir haben eine Vorstellung davon, wie unser Leben sein soll, und wenn die Wirklichkeit sich davon abwendet ja, oder einfach eine andere Version bietet, dann kommt da eine Art Anpassungsprozess ja. #00:13:42-3#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:13:43-0#

Sabine Weiss: Und der dauert. Je größer dieses Ding, dieser Verlust, diese Abweichung ist, und der das ist so die Geschichte, warum es ein Prozess ist und warum es dauert ja. Und dann packe ich, also aus meiner Sicht, das muss vielleicht nicht für jeden sein, aber aus meiner Sicht kommt natürlich eine ganz andere Ebene noch dazu, auch eine höhere Ebene im Sinne von: „Na ja, wenn das nicht wehtun würde, dann hätte es ja auch nichts mehr bedeutet.“ Weißt du. Und weißt du, also wo ich mir denke: „Es gibt schon Leute, die sich wirklich im Guten trennen.“ Das sind auch die, die sich, aber die haben sich schon auseinandergelebt. Die waren schon eher so in Richtung Bruder und Schwester, oder eben freundschaftlich beisammen zu sein. Die können sich auch leichter lösen ja. Aber das sind natürlich nicht meine Klienten, weil die haben keinen Schmerz, die kommen nicht zu mir. Ja, sondern zu mir kommen die Leute, die mehr oder weniger überraschend, sagen wir mal so, also für sie oft überraschend, in der Nacharbeitung, wenn sie es dann mit mir besprechen, ist es oft nicht mehr so überraschend, verlassen worden sind und denen einfach der Boden unter den Füßen weggezogen ist. Ja. Emotional, manchmal tatsächlich auch wirklich im realen Sinne, im Sinne von, dass sie aus der Wohnung raus müssen, dass auf einmal statt zwei Gehältern nur noch ein Gehalt da ist und auf einmal die der Eltern bewirtschaftet werden muss, dass da Kinder da sind, und so weiter und so fort. Ja also (…) #00:15:15-7#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Das stimmt, ja. #00:15:17-2#

Sabine Weiss: (…) im schlimmsten Fall hat man auch noch vielleicht ist man vielleicht auch noch im selben Unternehmen engagiert ja und kann dem Menschen nicht ausweichen, oder einer davon ist noch dazu der Vorgesetzter, also da gibt es ganz viele Fassetten, die auftreten können und die es manchmal leichter, oder auch schwerer machen ja. Aber unter dem Strich ist es halt eben diese Geschichte: Da ist halt auch Emotion da, für den, der da überrascht wird mit dieser Entscheidung ja. Ich behaupte im Übrigen, dass beide ja tatsächlich zu was wie Liebeskummer haben, nur es gibt eine zeitliche Verschiebung, weil ich es ganz oft höre so: „Na ja, aber der denkt ja gar nicht mehr an mich. Dem geht es schon längst wieder gut und wieso schaffe ich da nicht?“ Oder wenn er halt bei mir sitzt und sagt: „So ja, aber sie ist schon wieder auf Party und die hat schon wieder einen neuen Freund. Wie kann sie das überhaupt machen? Ich bin völlig am Ende“, und so. Na ja, die haben den Liebeskummer schon früher gehabt und früher festgestellt, das ist nichts mehr für sie, nur sie haben relativ, sie haben das mit sich selber ausgemacht ja. Und deswegen sage ich immer: „Die haben eine Art emotionalen Vorsprung.“ Ja. Die hatten vorher schon diesen Kummer und die haben das innerlich mit sich aufgearbeitet, bis sie zu der Entscheidung gekommen sind: „Das ist es einfach nicht mehr. Schade, aber ist es nicht mehr und ich muss jetzt einen Schritt tun und muss jetzt hier weggehen.“ Ja. Für den anderen, wenn er es wirklich nicht kommen gesehen hat, fängt halt da die Arbeit an, die der Partner, der geht, meisten schon Monate, wirklich Monate, im Voraus im Stillen mit sich getragen hat. Das ist nicht immer fair. Das ist ein ganz großes Thema bei Liebeskummer immer, diese Frage mit: „Na ja, warum hat er oder sie es nicht schon früher gesagt? Wir hätten gemeinsam dran arbeiten können.“ #00:17:07-5#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:17:10-5#

Sabine Weiss: Gehört aber auch ein bisschen zur Geschichte dazu, unabhängig davon, dass es meistens nicht ganz so ist, dass die nichts gesagt haben, sondern eher sie es gesagt haben, aber es nicht in dem Ausmaße nicht in ihrer Tragweite erkannt worden ist ja. Also das man sich gedacht hat. „Ja, die nörgelt jetzt ein bisschen herum, aber so schlimm war doch der Streit gar nicht“, ja. Das höre ich wirklich ganz oft. Ich meine: „Ja, in letzter Zeit lief es nicht mehr so besonders, aber so schlimm war es ja auch nicht.“ Na ja. Das ist halt, genau wollte gerade sagen, das ist halt sehr subjektiv ja. Und ich fand das mal ganz interessant, ich habe ja, also ich komme ja auch aus dem Training, aus der Erwachsenenbildung und habe ganz gerne Konfliktseminare immer gemacht. Und da gibt es so Konflikteskalationsstufen nach Glasl. Wahnsinnig spannend. Gibt es neun Eskalationsstufen und die letzte ist eben halt wirklich Mord und Todschlag, im wahrsten Sinne des Wortes. Und wir hatten dann im Seminar passenderweise auch so eine kleine Auseinandersetzung zwischen zwei Teilnehmern, die sich nicht ganz grün waren, und das habe ich dann gleich genutzt und habe das einschätzen lassen. Und es war tatsächlich so, dass die einen, also es waren so, ich glaube es, ich glaube wir waren so sieben, zwischen sieben und neun Teilnehmern, so genau weiß ich es nicht mehr, es ist schon Jahre her. Und das war tatsächlich eine Spannbreite von zwei, also Eskalationsstufe zwei, noch relativ, also unangenehm, muss man jetzt nicht unbedingt haben, aber aushaltbar, bis hin zu sechs für andere, die das extrem unangenehm befunden haben ja. Weißt du, und so ist es halt auch bei dieser Geschichte. Ja, der eine sagt: „Na ja, wir haben ein bisschen gestritten und das war jetzt nicht mehr so super“, aber für den anderen war das vielleicht echt schon so, dass er sagt: „Puh, so will ich nicht leben ja. Und ich sehe mich nicht im Stande, das zu verändern.“ #00:18:51-2#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Da würde ich jetzt ganz gerne die Brücke schlagen zum Marketing tatsächlich, weil aus meiner Sicht ist es tatsächlich recht gleich, jetzt nicht der klassische Liebeskummer, aber es ist das Thema Beziehungen. In Marketing ist es so: Es haben Unternehmen Beziehungen mit ihren Kunden, Interessenten, mit Menschen. Also Menschen, Unternehmen haben Beziehungen mit Menschen, die sich für Produkte interessieren, oder interessieren sollen. Und im Grunde geht es, so habe ich es verstanden, jetzt sind wir da, wo wir vorhin angefangen haben, geht es für mich darum um loszulassen. Das heißt es gibt Beziehungen, die einfach mal beendet sind, beendet werden können und die auch diese Chance brauchen möglicherweise. Da gibt es so was wie Beziehungen zwischen diesen beiden Polen, möglicherweise auch Beziehungskrisen, und den Punkt Gewohnheit, den du vorhin auch selbst genannt hast. Und das sind so für mich die drei Parallelen. Und was ich ganz spannend finde eben ist dieses, deswegen kam ich auf den Schmerz vorhin, ist der Unterschied der, dass natürlich, ich glaube jeder, der jetzt darüber nachdenkt wird mir da recht geben, dieser Schmerz, diese Emotion fehlt in einer klassischen Geschäftsbeziehung zunächst mal, Kunden-Unternehmer-Beziehung im Marketing. Da gibt es einfach keine Emotion. Das heißt entweder ist es so, dass Beziehungen ganz, ganz lange bestehen und ja, ich glaube so ein bisschen, wie man es eben auch in einer Ehe, oder in einer zwischenmenschlichen Beziehung hat, ja sich auch trennen können und dann ähnliche Symptome auftreten, aber die klassische Kunden-Unternehmer-Beziehung ja da gibt da fehlt diese Emotion. Und das finde ich eigentlich sehr schade, und deswegen habe ich vorhin gefragt, was denn dieser Schmerz für einen Nutzen hat. Und du hast gesagt: „Der hat den Nutzen, um dem Ganzen, oder es gibt dem Ganzen eine gewisse Bedeutung, eine Wichtigkeit.“ Und ich bin derjenige, der sich diese Emotion tatsächlich wünscht im Marketing, dass zwischen, gerade auch von Unternehmerseite, etwas ausgestrahlt wird, nämlich tatsächlich ein Gefühl verbunden wird, mit dem, was man da kommuniziert. Und dann, glaube ich, dann kann das sehr, sehr nahe werden, und dass man wirklich eine Beziehung im wahrsten Sinne des Wortes aufbaut zu seinen Interessenten, zu seinen Kunden. Und ja, Liebeskummer ist das falsche Wort, aber ein Kunde schon etwas empfindet, wenn ich dann feststelle als Marketingtreibender, dass mein Kunde, oder mein Empfänger von Marketingbotschaften vielleicht nicht so reagiert, wie ich mir das vorgestellt habe und dann möglicherweise auch etwas, also ich empfinde im wahrsten Sinne des Wortes. Ich weiß nicht, kannst du das (…) Verstehst du meine Gedankengänge da, wo die wo da meine Brücke liegt? #00:21:18-4#

Sabine Weiss: Ich verstehe deine Gedankengänge und ich habe es jetzt für mich gerade mal, ich glaube es fängt schon früher fast an auch bei der Geschichte (…) Also vielleicht, du musst mir jetzt sagen, wenn ich zu weit weg gehe, aber was mir jetzt so ein bisschen aufgefallen ist auch ist: Es glaube es fängt schon mal damit an, dass du als Unternehmer dein Produkt lieben muss ja und da mal eine Beziehung zu deinem Produkt haben musst und dann kannst du von dort weg die Brücke zum Kunden schlagen. #00:21:49-0#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:21:49-8#

Sabine Weiss: Weißt du? Also ich habe ja vorher erwähnt, ich habe so drei Jahre dahingedümpelt, obwohl ich wusste, dass meine Arbeit gut ist, und es aber auch einem irgendeinem Grund ja, ich weiß nicht, es ging einfach nicht. Und dann kam dieser Re-Launch mit anderen Farben und nur einem anderen Namen und eigentlich tatsächlich fast gleichen Inhalten ja, oder eigentlich exakt die gleichen, weil ich habe ja die Blogs, die ich schon hatte, einfach genommen und auf den neuen Ding draufgeschmissen. Aber meine Identifikation war höher, anders und jetzt, das sehe ich natürlich jetzt erst retrospektiv, kann ich auch sagen: „Und jetzt liebe ich mein Produkt wesentlich mehr als vorher und jetzt funktioniert auch die Kundenbeziehung.“ #00:22:31-7#

Sebastian Eisenbürger: Genau das finde ich gerade sehr spannend, also scheinbar ist das der Schlüssel auch zu dem Gefühl dabei. Das heißt wenn ich mein Produkt liebe, oder das, was ich anbiete liebe, vielleicht ist es ja auch einfach eine Dienstleistung und ich bin das irgendwo selbst, erst dann kann ich was empfinden, wenn ich das zu einem Kunden bringe. Das ist spannend. Ja. #00:22:47-5#

Sabine Weiss: Mhm (bejahend). Also ich habe es jetzt auch gerade mit dir entwickelt ja, aber eben wenn du diese Parallele so bringst, dann denke ich mir eben: „Ich fange noch früher an: Ich muss mein Produkt schon lieben.“ Ja, weil so ein ungeliebtes Kind, kriegst du nicht an einen Kunden dran, wenn du, also da musst du schon echt (unv. #00:23:01-8# ) als Unternehmer, dass du sagst: „Mir ist das völlig wurscht, ich will einfach nur Abzocke, Abzocke, Abzocke.“ Aber das ist halt was, was in meiner Welt nicht keinen Wert hat und keine Relevanz hat ja. Und wenn du jetzt (…) Also mir ist zum Beispiel immer wichtig: Ich möchte meinen Kunden wirklich was mitgeben. Ja. Da ist eben diese Geschichte mit „ich muss mein Ding schon lieben“ ja, meine Webseite, mein Coaching, mein Buch, das ich geschrieben habe, meine Videos ja, wo ich auch einen enormen Entwicklungsschritt für mich sehe zum Beispiel ja. Und ich glaube, wenn das ist, wenn du eine Beziehung zu deinem Produkt hast, dann kann sich das spiegeln in deinen Kundenbeziehungen wieder ja. Das ist so, du sagt man sagt ja auch immer, jetzt ziehe ich gerade weitere Parallelen ja, aber: „Wenn du dich nicht selbst lieben kannst, kann dich auch kein anderer lieben.“ Ja, also so zum Thema „ich bin Single und möchte einen Partner, oder Partnerin finden“, ja. Und da ist immer die Frage: „Na wie sehr liebst du dich denn selber?“ Es ist ein bisschen schwierig, wenn du dich selber gerade überhaupt nicht ausstehen kannst, aber möchtest, dass dich jemand anderes liebt ja. Und da ist es halt auch wieder so, dass ich sage: „Ja. Du musst schon das lieben, was du tust ja, was du hier anbietest, und dann, glaube ich, kann das reflektiert werden ja.“ #00:24:24-2#

Sebastian Eisenbürger: Cool. Also wir haben das gerade gemeinsam entwickelt, also deswegen bin ich gerade mal ein bisschen sprachlos, aber mir gefällt das. Also, ich weiß nicht, ich finde so Bilder total schön, weil sie so aus dem Leben sind und mir ist das so wichtig, solche Bilder zu kreieren und an Menschen weiterzugeben, die eben im Marketing tätig sind, weil dann das abstrakte immer weg ist. Es wird greifbar. Jeder weiß genau, was gemeint ist, und Liebeskummer ist etwas, was einfach jeder kennt. Und deswegen mag ich das so total wirklich diese Bezüge herzustellen. #00:24:53-1#

Sabine Weiss: Mhm (bejahend). #00:24:54-5#

Sebastian Eisenbürger: Ich würde so ein bisschen dahinkommen, wie du mit Marketing umgehst, wie dir das gefällt, was dir so auf der Straße, im Internet, im Fernsehen, wenn du noch welches schaust, und ja wo auch immer, begegnet. Erzähl mal da ein bisschen. #00:25:05-3#

Sabine Weiss: Boah, das ist jetzt ein sehr weites Feld. Grundsätzlich, also grundsätzlich ich habe einen „Bitte keine Werbung“ Sticker auf meiner Tür und würde immer gerne ergänzen drunter: „Außer IKEA“ (lacht). #00:25:24-0#

Sebastian Eisenbürger: Ernsthaft? Ok. #00:25:27-3#

Sabine Weiss: Habe es aber noch nicht geschafft das (…) Also die lesen das dann nicht ja. Also was trotzdem bleibt ist immer die leidige Pizzawerbung ja. Die anderen halten sich Gott sei Dank dran. In meinem Briefkasten habe ich das nicht. Also die Flugblätter habe ich schon sehr gerne, wobei ich auch da gerne wirklich auswählen würde können, welche ich haben möchte und welche nicht ja. Das wird halt leider nicht angeboten, aber es ist halt so, dass ich sage: „Ich gebe es zu, die von Howe und von Lidl interessieren mich tatsächlich“, ja, weil die oft so ergänzende Aktionen haben, die ich ganz spannend finde. Alle anderen könnte ich wegschmeißen ja, also tue ich auch effektiv. Die nehme ich gar nicht mit in die Wohnung. Bei uns ist ein Mistkübel, ein Papierkübel, direkt neben meinem Podcast. Das wird gleich dort entsorgt ja. Fernsehen ist tatsächlich so, ich nehme, also ich nehme viel auf, um dann, wenn ich Fernsehen möchte, und das tue ich doch fast täglich, wenn meine Kleine schläft am Abend mal so für ein zwei Stunden, um dann aber die Werbung überspringen zu können, weil halt viel mit Werbung ist ja. Und ich nehme es dann immer auf, weil ich finde das ist so eine gestohlene Zeit oft, und dann nehme ich es auf und dann schaue ich es mir an und sobald die Werbung beginnt, überspringe ich das einfach mit schnell vorspulen und da gibt es so eine Funktion bei mir in der SAT-Anlage ja und schaue mir dann das fertig an. Ja, also so ist quasi mein Fernsehverhalten. Ich versuche keine Werbung im Fernsehen zu sehen. #00:27:00-9#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:27:01-5#

Sabine Weiss: Also ich habe (…) Zwischen zwei Filmen würde es mich gar nicht so stören. Was mich wirklich nervt ist, wenn dann so ein Film, der eigentlich von viertel 9 bis dreiviertel 10 dauern würde im ORF zum Beispiel dann auf irgendeinem anderen Sender mit Werbung aufgeblasen wird bis um 11, ja wo ich mir denke: „Oh mein Gott, 35 Minuten meines Lebens ja, pro Abend! Na sicher nicht ja.“ Und im Netz, joah, also zum einen denke ich mir: „Na ja, das kommt drauf an. Es gehört ein bisschen dazu.“ Was ich wirklich nervig finde, ist, wenn du jetzt so, wenn du jetzt irgendwo hinsurfst und es springen 100.000 Pop-ups auf. Aber wenn jetzt so quasi, was ja klassisch ist, ich bewege mich natürlich auch viel auf Bloggerseiten, und da ist halt klassisch immer dieses eine Pop-up, das dir halt den Newsletter, oder das Freebie, oder was auch immer anbietet. Da habe ich so eine Hassliebe dazu, aber das verstehe ich jetzt mittlerweile etwas besser ja, also wo ich einfach (…) Ich war da sehr lange zwiegespalten. Ich wollte das nicht. Habe das auch wirklich, ich glaube, bis Juni-Juli nicht gehabt, weil ich das selber eigentlich störend empfinde dieses, weil du kommst auf die Webseite und willst das lesen ja. Und dann liest du das für 15 Sekunden und dann springt dir das rein, und gerade, wenn du mitten im Textfluss bist und dann stört mich das ja, weil das irgendwo so, wenn ich endlich mal konzentriert bin für zwei Minuten, möchte ich das nicht schon wieder nach zehn Sekunden unterbrechen. #00:28:34-5#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:28:35-5#

Sabine Weiss: Infolgedessen habe ich mich lang geweigert das einzuschalten. Und dann habe ich es aber testhalber mal von meinem Webdesigner programmieren lassen, und es ist halt tatsächlich so, dass die Einschreibraten sich verdreifacht haben. #00:28:50-0#

Sebastian Eisenbürger: Ja, und die Rate der genervten hat sich auch verdreifacht wahrscheinlich. #00:28:55-0#

Sabine Weiss: Das mag sein, aber ich merke keine, aber ich merke die Genervten (…) Das kann ich nicht beurteilen, weil die Genervten an sich hätten sich vorher, glaube ich, auch nicht eingetragen. Ja und tatsächlich ist es ja so, dass auch mein Umsatz entsprechend gestiegen ist, und das kann ich wirklich nachvollziehen, nämlich weil natürlich eine Verdreifachung der Subscriberraten ja auch eine Verdreifachung der potentiellen Kunden bedeutet. Und da ist schon so (…) Also ich bin noch immer so, ich habe es jetzt auch so, ich habe es so gestaltet, dass es sich nach 20 Minuten ein, 20 Sekunden Entschuldigung, das es nach 20 Minuten aufgeht, dass es so ist, dass du, weil ich habe relativ viele wiederkehrende Leute, dass es, glaube ich, sechs Wochen lang nicht mehr aufgeht, wenn du das zweite Mal kommst ja. Und ja. Insofern hat sich jetzt das ein bisschen relativiert für mich, weil ich einfach sehe, wie nützlich es tatsächlich ist ja. Und somit bin ich jetzt auch ein bisschen milder, oder eigentlich deutlich milder, wenn mir das woanders begegnet, weil ich einfach weiß: „Ja, wir müssen alle davon leben.“ Ja. Und ich habe vorher einfach viele Leute gehabt, die bei mir gelesen haben, und gelesen haben, und gelesen haben, und tatsächlich nicht abonniert haben. Und das interessante ist aber: Je mehr ich natürlich jetzt mit den Leuten schreibe, weil sich natürlich auch die Interaktion deutlich verstärkt hat ja, sagen auch ganz viele, sie haben das gar nicht gecheckt, dass es da ein Freebie gibt. #00:30:32-5#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:30:33-2#

Sabine Weiss: Weil die kommen natürlich, die kommen ja nicht auf meine Freebie Seite. Ja, außer die, die jetzt über YouTube kommen, was ein großer Channel für mich ist ja. Aber die, die jetzt über Google kommen, kommen, weil sie über ein Long Tail Keyword kommen ja. Also die suchen auf Google zum Beispiel mein bester Artikel im Moment ist „Was will er von mir & was kluge Frauen statt dessen fragen.“ Und der Artikel ist, glaube ich, auf, war auf Platz 2 letzte Woche. Ja und der bringt natürlich wahnsinnig viel, aber die Leute checken gar nicht, wenn sie dann da (…) Also jemand, der nach dem sucht, hat ja schon ein Beziehungsthema. #00:31:08-1#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:31:09-1#

Sabine Weiss: Ja, und ist vielleicht gerade unglücklich verliebt und kennt sich nicht aus ja. Und wenn da mein Pop-up nicht aufgehen würde zum Thema „hey, hol dir hier sieben Tage gratis Hilfe bei Liebeskummer“ ja, oder „hol dir hier 20 Minuten ein Gratisgespräch mit mir“ ja, die Leute sagen, sie hätten es gar nicht gesehen. #00:31:29-3#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:31:30-0#

Sabine Weiss: Weil die lesen das und denken sich: „Aha, interessant ja.“ Aber bis sie dann zum Freebie (…) Wie kommen die denn dorthin ja? Meistens hast du ja auch eine Landing Page gebaut und alles und du hast ja nicht blinkend oben auf der Seite „Freebie, Freebie, Freebie“ stehen ja, also du musst die Leute halt auch ein bisschen führen ja. Und insofern macht es für mich schon Sinn. #00:31:54-5#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Ok. Ja, ich kann das total nachvollziehen. Ich kenne, habe die Webseite auch angeschaut, und habe jetzt tatsächlich kein Pop-up gekriegt. Könnte daran liegen, weil ich einen AdBlocker nutze. Du hast unten eine Box, wo die, wo ich meine E-Mail Adresse eintragen kann. #00:32:08-9#

Sabine Weiss: Das ist für den Newsletter ja. Das ist die quasi, weil natürlich viele auch auf meine Seite kommen, die gerade keinen Liebeskummer haben, sich aber und das Freebie ist auf Liebeskummer ausgerichtet, aber es kommen natürlich auch viele mit Beziehungsthemen an sich, wo jetzt Liebeskummer vielleicht nicht ganz passend ist, und die tragen sich dann über den Newsletter ein. #00:32:31-2#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:32:31-8#

Sabine Weiss: Ja und lesen dann da mit. Und auch da kriege ich dann schönes Feedback, also die sagen dann oft so: „Ich habe jetzt gerade zwar keinen Liebeskummer, aber ich finde deine E-Mails einfach sympathisch, oder erfrischend“, oder so ja. Und macht auch Sinn ja. #00:32:47-5#

Sebastian Eisenbürger: Alles klar. Lass uns ein bisschen da drüber reden, was du noch draus gelernt hast. Du hast gesagt, die nerven gewisse Dinge, also Fernsehwerbung hast du genannt, die Sachen im Briefkasten teilweise auch, Internetwerbung, das betrifft dich selbst als Werbetreibender, das hast du akzeptiert. Du hast jetzt recht viele Kanäle, habe ich gesehen. Du setzt Facebook ein, Twitter, du hast YouTube genannt, die Webseite, den Newsletter, du hast einen Podcast und du hast ein Buch geschrieben. #00:33:11-0#

Sabine Weiss: Mhm (bejahend). #00:33:12-5#

Sebastian Eisenbürger: Wie funktioniert das? Gibt es da so ein zwei, die du rausgreifen würdest und sagst, das ist besonders gut für dich, oder das klappt vielleicht nicht so gut? #00:33:19-2#

Sabine Weiss: Also es ist, ich kann es relativ simpel machen. Twitter ist ein Stiefkind. Ja, Twitter ist tatsächlich so, es ist so eingestellt, dass alles, was ich über Facebook raushaue, automatisch über Twitter rausgeht. Und wenn ich einen Newsletter rausschicke, dann wird der auch über Twitter gleich automatisiert mit rausgelassen. Aber ansonsten nutze ich Twitter nicht. Ich habe die Facebook Fanpage, die in den Anfangszeiten, als ich, da haben sich, ich meine da hat Facebook auch noch ganz anders reagiert und interagiert mit den Leuten. Die hat sich am Anfang sehr bezahlt gemacht, und zwar, da rede ich jetzt wirklich von vor vier Jahren. Das hat sich sehr stark verändert in den letzten zwei Jahren eigentlich, seit Facebook begonnen hat, dass halt sie viel (…) Also am liebsten wollen sie halt bezahlt werden natürlich und sie zeigen die deine Beiträge nur noch den häufigsten Lesern und so weiter. Also das wird ja irgendwie halbjährlich angepasst. Und also ich muss gestehen: Ich habe Facebook da, weil man es halt hat ja, und um die immer wieder ein bisschen auf mich aufmerksam zu machen, im Sinne von: Hey, da gibt es mich. Tatsächlich ist mein größtes Instrument YouTube. #00:34:37-7#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:34:38-6#

Sabine Weiss: Interessanterweise, aber ich glaube auch, weil man auf YouTube sehr rasch, was auf Facebook nicht ganz so einfach ist, aber auf YouTube durch das Video kannst du natürlich sehr rasch die Spreu vom Weizen trennen. Du weißt sofort, also natürlich gibt es zu Liebeskummer Videos wie Sand am mehr, aber du kannst sehr rasch unterscheiden: Wo ist jetzt einfach nur selber ein Teenie, der drüber schreibt, oder drüber redet, oder drüber ein Video dreht ja, und eigentlich nicht so viel wirklich Hilfe anzubieten hat, und wo ist jetzt jemand, der sich wirklich professionell damit beschäftigt, der einen psychologischen Unterbau hat. #00:35:18-4#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:35:19-0#

Sabine Weiss: Und tatsächlich jetzt wirklich hilfreiches anbietet ja. Und, also ich kriege ganz viel, also ich schreibe natürlich bei meinem Freebie und auch bei meinem Newsletter geht natürlich so eine Welcome E-Mail raus, wo ich den Leuten immer sage: „Zwei Dinge: Bitte schreibe mir: Wie hast du mich gefunden? Und Nummer 2: Was ist dein Thema, weil ich das vielleicht einfach als Anregung für den nächsten Blog, für das nächste Video, oder so weiterverwende.“ #00:35:48-4#

Sebastian Eisenbürger: Ja schon mal ziemlich gut. Machen die Wenigsten. #00:35:50-4#

Sabine Weiss: Und das ist, ja, ich weiß gar nicht, wo ich das her habe, aber das mache ich schon lang und das macht sich auch bezahlt, weil ich da wirklich immer wieder Tipps kriege auch, wo ich mir denke: „Ah ja, tatsächlich spannend“ ja. Und da schreiben mir mittlerweile, also von denen, die antworten. Es gibt ganz viele, die das nicht tun. Muss man auch gleich sagen ja. Also man muss da eine gewisse Toleranz entwickeln ja. Aber die, die es machen, schreiben fast alle, sie haben mich über YouTube gefunden. Und alle Leute, die mich letztlich buchen, und das ist es ja, worum es am Ende des Tages für mich als Unternehmerin auch geht, buchen mich, weil sie meine Videos vorher gesehen haben. #00:36:34-3#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Ok. Ja das ist schon mal eine gute Erfahrung. #00:36:37-2#

Sabine Weiss: Du wirst als Unternehmer um so viel greifbarer, wenn du das kannst. Das muss natürlich ein Medium sein, das dir liegt. Mir liegt das ja. Ich kann reden. Ich habe ein sehr bewegtes Gesicht auch ja, also ich habe viel Mimik drin ja. Und wenn du da eine Offenheit mitbringst und das rüberbringst und dann halt noch auch wirklich was lieferst, was vielleicht nicht ganz so 0815 ist, weil das ist zum Beispiel immer wichtig ja. Also ich denke mir immer: „Jetzt bin ich die 1000., die zum Thema Liebeskummer was bringt. Wie kann ich einen neuen Aspekt reinbringen?“ Also mir ist es immer ganz wichtig: Man kann Dinge von ganz vielen verschiedenen Blickwinkeln aus sehen ja. Ich denke mir immer: „Also mein Blick auf die Welt ist ein Kaleidoskop.“ #00:37:19-8#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:37:20-5#

Sabine Weiss: Wir haben alle die gleichen Inhalte, aber je nachdem, wie du es drehst, hast du ein völlig anderes Bild ja. Und meine Idee ist immer so: „Wie kann ich den Blick auf etwas, das völlig klar scheint, um einen Millimeter verschieben und plötzlich schaut die Welt anders aus?“ Und das ist halt so mein Zugang. Und da liefere ich, glaube ich, was, was den Leuten, die mich halt buchen, auch was gibt. Und gleichzeitig gibt es ganz bestimmt genug Leute, die sich das anschauen und sich denken: „Na so a Schas“ (lacht). Ich weiß nicht, also das ist wie man halt in Wien sagen würde ja. Und für die ich natürlich überhaupt nicht (…) Für die bin ich völlig der falsche Coach ja. Und das ist auch gut ja, weil das gleich aussiebt. #00:38:03-8#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Den Satz hast du, das war gerade ein schöner Satz, den du gesagt hast, von wegen man kann die Welt tatsächlich durch so einen kleinen Millimeter komplett aus den Angeln heben. Ja. Und wir nähern uns auch schon ganz drastisch dem Ende unserer Episode hier. Hast du noch so einen Tipp von dir, den du hier loswerden magst, sonst wie diesen mit dem Millimeter. Den fand ich klasse. #00:38:23-0#

Sabine Weiss: Ich würde gerne mein Motto dazu sagen, und das trifft es für alles in Wahrheit in meinem Leben, und das Motto ist: Einfach mal ein Stückchen weitergehen als sonst und sich dann dort umschauen. Und das mag ich sehr, weil das ist so ein zwangfreies einen Schritt weiter ja. Das ist nicht viel. Das ist nicht so: „Ich gehe jetzt gleich den Mount Everest hinauf“, ja, sondern einen Schritt weiter, soll man sich dann dort umschauen. Ja. Und das gilt für alles. #00:38:56-9#

Sebastian Eisenbürger: Also du das gesagt hast: Ich bin vor kurzem auf die Zugspitze hochgelaufen, musste genau daran denken gerade, an diesen „einen Schritt weitergehen und zurückschauen und die Welt sieht ganz anders aus“. #00:39:05-2#

Sabine Weiss: Ja. #00:39:05-9#

Sebastian Eisenbürger: Ok. Ja, erzähl mal kurz: Wie erreichen dich die Menschen, die dich erreichen möchten? Über YouTube, hast du gesagt, ganz stark, deine Webseite. #00:39:13-7#

Sabine Weiss: Ja. Also du die Leute erreichen mich hauptsächlich über (…) Also eben YouTube ist ein ganz starker Kanal. Den Podcast habe ich erst vor drei Monaten gelauncht. Bis jetzt hat mir noch keiner geschrieben, dass er mich über den Podcast gefunden hat, allerdings habe ich natürlich schon, also ich weiß nicht, ich glaube gestern habe ich das letzte Mal reingeschaut, es waren 1400 Abrufe. Insofern, also es gibt schon Leute, die sich das anhören. Und aber es hat mir jetzt noch keiner geschrieben, dass er mir deswegen gefunden hat. Das weiß ich einfach noch nicht. #00:39:43-9#

Sebastian Eisenbürger: Wie heißt dein Podcast? Nenne ihn hier mal. #00:39:45-4#

Sabine Weiss: Der Podcast heißt auch Herzmut. Also Herzmut ist die, ist einfach die Marke, mit der ich einfach hinausgehe. #00:39:52-2#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Überall mit Bindestrich, oder ohne? #00:39:54-5#

Sabine Weiss: Bitte? #00:39:55-6#

Sebastian Eisenbürger: Überall mit Bindestrich, oder ohne, weil die Webseite heißt ja Herz-Mut.com #00:39:58-7#

Sabine Weiss: Ja, weil die Domain leider nicht mehr frei war (lacht). #00:40:01-3#

Sebastian Eisenbürger: Ok. Das heißt Podcast und so findet man dann Herzmut zusammengeschrieben. #00:40:04-0#

Sabine Weiss: Unter Herzmut ja. Aber im Grunde genommen (…) Die Webseite ist www.Herz-Mut.com und dort ist einfach der Hauptkanal, der dich dann zu allen weiterleitet ja. Es gibt eben, wie gesagt, es gibt eine Facebook Seite. Die rennt unter Liebeskummer Coaching. Es gibt einen YouTube Kanal. Es gibt eben den Podcast. Aber wenn man Herzmut an sich googelt, was natürlich jetzt selten vorkommt, aber für die Hörer da draußen, die das vielleicht, die mich vielleicht finden wollen, dann kommt man schon nicht mehr an mich, an mir vorbei. #00:40:38-8#

Sebastian Eisenbürger: Prima. Dann möchte ich mich ganz herzlich bei dir bedanken Sabine. Du hast eine Menge Input geliefert zu Liebeskummer und Marketing. Ja, war schön, dass du dabei warst. Hat mich total gefreut. #00:40:50-7#

Sabine Weiss: Danke, dass ich dabei sein durfte. #00:40:52-2#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Und bei dir, lieben Zuhörer, möchte ich mich bedanken, dass du zugehört hast und fände es total toll eine Bewertung zu kriegen von dir bei iTunes, eine Sternebewertung und einen Kommentar, dass ich weiß ja, was dir ganz gut gefällt in meinem Podcast, was ich vielleicht noch ein bisschen besser machen kann, und ob es Themen gibt, die ja, die dich bewegen, die dich berühren, die ich mal behandeln könnte. Das wäre ganz toll, wenn ich da ein bisschen Feedback kriege. Dann hören wir uns nächste Woche wieder. Bis dann. Tschüss! #00:41:17-9#

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