#19: Marketing & Authentizität – Teil 1 (Nadia Dellagiacoma im Gespräch)

#19: Marketing & Authentizität – Teil 1 (Nadia Dellagiacoma im Gespräch)

Nadia ist einmalig. Über Youtube, Fecabook, Instagram, Snapchat und noch einige weitere Medien inspiriert sie Menschen.

Mit ihren zarten 23 Jahren wird sie dabei regelmäßig unterschätzt.

Ich freue mich besonders, Nadia in meinem Podcast für Positives Marketing zu Gast zu haben, denn sie ist weitaus mehr, als eine kompetente Gesprächspartnerin – Nadia gehört zum Kreis der Meschen, die auch zu meiner Entwicklung einen großen Teil beitragen und ich bin dankbar für unsere Freundschaft.

Als Theaterpädagogin und Rhetorik-Expertin weiß Nadia genau, was es bedeutet Masken zu tragen. Das beweist sie über ihre persönliche Geschichte!

Es ist spannend, wie wir gemeinsam erarbeiten, welch große Rolle Masken auch im Marketing spielen – sei gespannt und freu dich auf zwei wundervolle Gespräche mit Nadia Dellagiacoma!

Und hier kannst du Nadia finden:

www.nadia-dellagiacoma.de

www.youtube.com/channel/UCSlzIkav_gweNIGpzA4jnPg

www.facebook.com/nadia.c.dellagiacoma/

www.instagram.com/nadiadellagiacoma/


Transkription: Marketing & Masken – Gespräch mit Nadia Dellagiacoma Teil 1

Sebastian Eisenbürger: Heute reden wir darüber, wie Marketing und Masken zusammenhängen. #00:00:04-7#

Sebastian Eisenbürger: Herzlich Willkommen zu einer neuen Episode des Podcasts für positives Marketing. Mein Name ist Sebastian Eisenbürger und heute sitze ich hier mit der Nadia, mit Nadia Dellagiacoma. Und sie ist diejenige, die dir dabei helfen kann, deine Maske fallen zu lassen. Hallo Nadia. #00:00:27-1#

Nadia Dellagiacoma: Hallo Sebastian. #00:00:28-6#

Sebastian Eisenbürger: Es ist perfekt, dass du da bist. #00:00:30-0#

Nadia Dellagiacoma: Freue mich auch sehr, danke. #00:00:31-9#

Sebastian Eisenbürger: Wir sitzen hier im Garten und es ist total schönes Wetter und bin total drauf gespannt auf das Gespräch mit dir. #00:00:37-7#

Nadia Dellagiacoma: Oh ja, ich auch (lacht). #00:00:38-6#

Sebastian Eisenbürger: Bevor wir jetzt anfangen, was mir recht wichtig ist: Du bist ein ganz besonderer Gast beim Interview, ein ganz besonderer Gesprächspartner, weil tatsächlich, ich habe letztens noch eine Woche von dir ein Video gesehen, wo du erzählt hast, dass du das gefunden hast, was du machen möchtest, was dein Thema ist. Das finde ich echt beeindruckend. Und bei dir ist es so, das ist ein bisschen anders als bei meinen anderen Gesprächspartnern, wir kennen uns jetzt ein bisschen, würde ich sagen, ja, wir sind ganz gut befreundet inzwischen, und, ja, ich weiß auch nicht. Du schaffst es auf so eine sehr unnachahmliche Weise, mich und ganz, ganz viele andere zu inspirieren. Deswegen finde ich es echt toll, dass du da bist, und bin total gespannt, was du zum Thema Marketing zu sagen hast. Und ich weiß jetzt schon, dass es eine ganze Menge sein wird. #00:01:22-7#

Nadia Dellagiacoma: (lacht) Danke. #00:01:24-5#

Sebastian Eisenbürger: Und lass uns doch einfach mal anfangen. Jetzt erzähle mal bitte, was du mit Masken zu tun hast und wer du eigentlich bist. #00:01:30-1#

Nadia Dellagiacoma: Was ich mit Masken zu tun habe? Ich bin Nadia Dellagiacoma. Ich bin (…) nimm es auf? (lacht) Sehr gut. #00:01:37-2#

Sebastian Eisenbürger: Na klar. #00:01:38-1#

Nadia Dellagiacoma: (lacht) Schön. Ich bin 23 Jahre alt. Ich studiere allgemeine Rhetorik an der Uni Tübingen. Das sind jetzt so die Facts. #00:01:45-1#

Sebastian Eisenbürger: Das waren die Facts, ok. #00:01:46-1#

Nadia Dellagiacoma: Genau, die Facts. Ich bin Theaterpädagogin und hatte schon sehr früh mit Masken zu tun, nicht nur im Theater, sondern auch privat. Und meine Berufung ist es, Menschen dazu zu verhelfen, ihre Masken fallen zu lassen und ein authentisches Leben zu führen, das sie glücklich macht. #00:02:03-6#

Sebastian Eisenbürger: Magst du ein bisschen erzählen, warum dir das so wichtig ist? #00:02:06-6#

Nadia Dellagiacoma: Warum mir das so wichtig ist? #00:02:07-6#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:02:08-4#

Nadia Dellagiacoma: Ich habe sehr, sehr lange Zeit eine Maske getragen, weil, also das ist jetzt super, super ehrlich und unverblümt und das finde ich auch super wichtig, weil ich einfach auch die authentischste Version meiner Selbst sein will und auch einfach offen darüber sprechen möchte. Ich komme aus einer Familie, in der häusliche Gewalt herrschte. Und wir waren auch Teil einer Sekte, sind dann ausgetreten als ich 12 war. Und in dieser Zeit musste ich, um ein halbwegs normales Leben zu führen, eine Maske tragen. Und es war ein sehr, sehr lange Weg, diese Maske fallen zu lassen, und für mich auch herauszufinden, wer ich denn eigentlich bin und was vielleicht nach außen hin gespielt war. Und ich erinnere mich noch, dass ich in einem Café saß mit meiner Mutter, da war ich glaube ich so 17, und angefangen habe in diesem Café zu heulen und gesagt habe: „Ich weiß gar nicht, wer ich bin und ich weiß gar nicht, ob ich wirklich so bin, wie andere Leute mich sehen, oder ob ich komplett anders bin und nur mein Leben geschauspielert habe und das eigentlich gar nicht existiert.“ Und seitdem erfahre ich das eben für mich, wer ich bin, und erlaube mir auch ich selbst zu sein und bin eben diesen Weg für mich gegangen, der sich sehr, sehr authentisch für mich anfühlt jetzt. #00:03:36-9#

Sebastian Eisenbürger: Also du machst auf jeden Fall einen sehr authentischen Eindruck. #00:03:39-2#

Nadia Dellagiacoma: Dankeschön, das freut mich sehr. #00:03:40-6#

Sebastian Eisenbürger: Und ich glaube das kann ich echt beurteilen, weil ich doch schon ein bisschen kenne. #00:03:43-2#

Nadia Dellagiacoma: Ja. #00:03:43-7#

Sebastian Eisenbürger: Man sagt ja ganz häufig: „Die Welt ist eine Bühne und du bist so der Hauptdarsteller in deinem eigenen Stück.“ Was hältst du davon? Das spricht ja eigentlich für Masken, nicht dagegen. #00:03:52-1#

Nadia Dellagiacoma: Shakespeare. Ja, ja. Shakespeare sagt: „Such dir die Rolle aus, die wirklich gefällt.“ Und man kann entweder die Rolle als Bühnenrolle sehen, so „ich nehme jetzt eine Rolle an“, oder ich bin eben die Rolle. Und ich glaube Shakespeare meinte damit sehr metaphorisch, dass du eben dir aussuchen kannst, was für ein Leben du führen möchtest und welche Rolle du selbst in deinem Leben einnehmen willst, wer du sein möchtest. #00:04:16-8#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Das erinnert mich jetzt an einen Spruch von einem sehr guten Freund, Johannes, den du auch schon kennengelernt hast. Und der heißt: „Es gibt nichts zu entscheiden, außer, wer du sein möchtest.“ #00:04:27-2#

Nadia Dellagiacoma: Ja, richtig, weil wenn du weißt, wer du bist, dann wirst du Entscheidungen treffen, die auch zu dir und zu deinem Leben passen und mit denen du auch glücklich sein kannst. #00:04:36-3#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:04:36-8#

Nadia Dellagiacoma: Ja. #00:04:37-8#

Sebastian Eisenbürger: Ja, das ist ganz schön tief, was du hier gerade sagst. #00:04:39-5#

Nadia Dellagiacoma: Ja, das ist super tief dieses Podcast (lacht). #00:04:43-5#

Sebastian Eisenbürger: Ich finde das gut. Es macht mich nur ein bisschen sprachlos gerade. #00:04:46-7#

Nadia Dellagiacoma: Ja. #00:04:47-5#

Sebastian Eisenbürger: Weil es mich zum Nachdenken anregt. Aber das ist gut. Ja also, weiß nicht, jetzt hast du ein bisschen angedeutet, wo du herkommst, dass du eine ja nicht ganz einfache Kindheit und Jugend hattest. Wie kommt man dazu, wie kommst du dazu, als Anfang 20-jährige wirklich zu sagen: „Hier bin ich jetzt Nadia und ich mache das jetzt und ich zeige mich der Welt, wie ich bin, und möchte anderen dabei helfen, das zu tun.“ #00:05:07-7#

Nadia Dellagiacoma: Mhm (bejahend). #00:05:08-0#

Sebastian Eisenbürger: Ich meine du könntest jetzt nenne mal „ein normales Leben“ führen, könntest irgendwas studieren, Partys machen und ja, deinen Tag Tag sein lassen und dann irgendwo in fünf, sechs, sieben, acht, zehn Jahren überlegen: Was will ich eigentlich machen? So machen es ja viele. #00:05:22-9#

Nadia Dellagiacoma: Ja, das stimmt. Ja gut, ich studiere ja. (lacht) Ich habe ein normales Leben, so ist es ja nicht. Ich studiere allgemeine Rhetorik ja, passt. #00:05:30-2#

Sebastian Eisenbürger: Ja, so war es ja nicht gemeint. Du weißt, worauf ich hinauswollte. #00:05:32-8#

Nadia Dellagiacoma: Ja klar, das war auch nur Spaß. Es war einfach für mich ein tiefes Gefühl. Und es ist etwas, das ich glaube ich schon immer bewusst oder unterbewusst gemacht habe, aber nicht benennen konnte. Und ich hatte einfach dieses Gefühl vor einem Jahr, als ich auf dem National Achievers Congress war, und die ganzen Speaker auf der Bühne gesehen habe, dachte ich, das ist eben genau das, was ich machen möchte mit meinem Leben. Ich wollte immer Schauspielerin werden. Und ich habe, ich war schon immer sehr selbstreflektierend, und habe mich gefragt: Wieso willst du denn Schauspielerin werden? Ich hatte total Angst, dass ich aus den falschen Beweggründen Schauspielerin werden will, um eine Maske zu tragen. Das war so eine tiefe Angst von mir. Und dann habe ich damals für mich herausgefunden, dass mir das wichtigste ist, zu kommunizieren. Heißt wenn ich jetzt eine Rolle spiele auf der Bühne, oder im Fernsehen, dann nehme ich die Rolle einer Person ein und kann dieser Rolle meine Stimme verleihen und kann kommunizieren und die Geschichte von einer Person erzählen. Und das war mir immer unheimlich wichtig. #00:06:35-1#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:06:35-9#

Nadia Dellagiacoma: Und auf diesem Weg erzähle ich meine Geschichte und höre mir Geschichten anderer Menschen an und vereine eben dieses Ziel eben in meinem Beruf, oder in dieser Berufung. #00:06:46-9#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:06:47-5#

Nadia Dellagiacoma: Ja. #00:06:48-6#

Sebastian Eisenbürger: Wann kamst du auf die Idee? Ich meine die Frage drängt sich mir auf, weil du noch so jung bist. #00:06:54-7#

Nadia Dellagiacoma: Ich wusste nicht, dass es Speaker gibt (lacht). Das war etwas, das hat mich schon immer fasziniert. Und ich glaube wenn man so weit zurückgeht, dann wusste ich bestimmt schon mit 13-14, dass ich das machen will. Ich konnte es nur nicht benennen. Ich wusste nicht: „Ok, das ist tatsächlich ein Beruf. Das kann ich machen.“ Weil, ja, um nochmal auf meine Kindheit zurückgehen, das war etwas, das habe ich schon immer getan. Ich habe immer versucht meiner Mutter eben zu zeigen, dass für sie ein besseres Leben möglich ist und habe sie gespiegelt und habe immer versucht sie zu motivieren, zu pushen, zu bestärken, dass sie eben für sich ein besseres Leben eben führen kann und führen darf. Also habe ich das schon immer gemacht. Und als wir meinen Vater dann verlassen haben und im Frauenhaus waren, das ist jetzt super ehrlich, hatte ich das Gefühl „meine Aufgabe ist irgendwie erledigt“ und musste mir was Neues suchen, weil das einfach so ein riesen Teil meines Leben war eben meine Mutter zu inspirieren und zu motivieren. Und dann war ich auf einmal da und wusste gar nicht wohin. Und bin ich das? Und was mache ich denn jetzt? Das war die große Aufgabe. Und jetzt rückblickend betrachtet macht das alles total viel Sinn für mich, weil jeder Schritt eben in die Richtung geführt hat, die ich jetzt einschlage. #00:08:11-9#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Na gut, dass du das so sehen kannst. Ich habe tatsächlich lange gebraucht. Ich habe jetzt nicht so eine krasse Vergangenheit wie du, aber dennoch hatte ich auch meine Hochs und meine Tiefs und habe lange das nicht wahrhaben wollen und habe mich lange davon distanziert und habe lange gebraucht wirklich für mich anzuerkennen: Das ist gut, dass das alles passiert ist, sonst wäre ich heute nicht da, wo ich bin. #00:08:29-7#

Nadia Dellagiacoma: Mhm (bejahend). #00:08:30-4#

Sebastian Eisenbürger: Ich finde da bist du echt sehr, sehr weit also. #00:08:33-5#

Nadia Dellagiacoma: Ich glaube ich sehe das eben deshalb so klar, weil ich eben das mache, was ich machen möchte und es sich richtig und authentisch für mich anfühlt. Und wenn du einfach glücklich bist, mit dem, was du jetzt machst, dann kannst du glaube ich auch einfach die Vergangenheit ein bisschen vielleicht sogar neutraler und gelassener beurteilen. #00:08:55-2#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:08:56-2#

Nadia Dellagiacoma: Und ich glaube das Leben ist auch, sehr metaphorisch gesprochen, aber irgendwo ein Puzzle und manchmal fügen sich die Teile eben zu einem ganzen Bild und man hat manchmal diese „full circle moments“ und das war eben vor einem Jahr für mich so, als ich wie gesagt auf diesem National Achievers Congress und dann gemerkt habe: „Hey, es gibt Menschen, die machen das eben jeden Tag und führen dieses Leben.“ Und dann dachte ich: „Genau das ist es.“ Und es hat alles Sinn gemacht, dass ich das alles erlebt habe, weil, und dass ich das selber das Gefühl hatte, eine Maske zu tragen. Und so kann ich eben Menschen helfen diese Maske abzunehmen, weil ich sie selber getragen habe und diesen Prozess selber gegangen bin. #00:09:39-8#

Sebastian Eisenbürger: Kannst du erklären was sich verändert, wenn man feststellt, dass da eine Maske ist und was da eben passiert, wenn man sie abnimmt und möglicherweise ein anderes Leben führt danach? #00:09:48-9#

Nadia Dellagiacoma: Es ist schon mal gut, wenn du merkst, dass du eine Maske trägst. Ich glaube viele Menschen leben so lange mit ihrer Maske, dass sie es gar nicht mehr merken, dass da irgendwas ist. Und wenn du dir einfach selber erlaubst diese Maske abzunehmen (…) Das ist ein Prozess, das geht jetzt nicht von einen Tag auf den nächsten „oh, ich habe jetzt die Maske abgenommen“, aber ich glaube, also ich kann nur für mich sprechen, du hast das Gefühl du lebst ein ehrliches Leben und du siehst vielleicht andere besser und andere sehen dich besser. Das ist sehr metaphorisch. Das ist ja auch ein sehr tiefes Thema dazu. Man kann halt jetzt nicht Zahlen, Daten, Fakten. #00:10:26-9#

Sebastian Eisenbürger: Nein, alles gut. Also ich mag das genau auf die Art und Weise, weil genau das regt mich zum Denken an. Und wenn es mich zum Denken anregt, behaupte ich mal, dann regt es auch ein paar andere Leute zum Denken an. Und ich finde es einfach auch super ehrlich von dir, dass du das einfach so preisgibst von dir, finde das schön. Und du bist das beste Beispiel, wie sich so etwas verändern kann. #00:10:44-8#

Nadia Dellagiacoma: Danke. #00:10:45-4#

Sebastian Eisenbürger: Kannst du ein bisschen erklären, warum Menschen Masken tragen, wie das kommt? #00:10:49-1#

Nadia Dellagiacoma: Ich glaube das entsteht in der frühesten Kindheit. Jeder kommt glaube ich ohne Maske auf die Welt. Und wenn man sich, oder wenn ich mich an meine früheste Kindheit zurückerinnere, dann du hast eigentlich nur das gemacht, was dich in dem Moment super glücklich gemacht hat. #00:11:03-2#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:11:03-7#

Nadia Dellagiacoma: Für mich war das damals, ich bin rumgesprungen, habe rumgetanzt, und war schon immer sehr extrovertiert, sehr fröhlich und habe getanzt und habe meine eigenen Lieder komponiert und Blumen gepflückt und all diese tollen Sachen gemacht, die ich jetzt auch sehr gerne mache. Und ich glaube irgendwann kommt die Gesellschaft, die dir sagt: „Es ist nicht richtig so.“ Oder: „du kannst so sein, in deiner Freizeit.“ Und ich kam halt dann auch in die Schule und ich habe damals meine Hefte immer bunt angemalt und habe mich total gefreut und dann hieß es irgendwann so, ich habe ein Diktat geschrieben, ist ganz witzig, und habe dann mitgeschrieben, aber gleichzeitig mein Heft dekoriert. Und ich weiß noch, dass die Lehrerin, ich weiß, total lustig, meine Mutter herbestellt hat und gesagt: „Ja, das ist ja schön, dass Nadia jetzt, keine Ahnung, eine Violine dahingemalt hat, aber das ist ja eigentlich nicht die Aufgabe gewesen.“ Und mein Vater hat da auch nicht so gut drauf reagiert, weil ich eben, er ist ein sehr starker Naturwissenschaftler und ich bin halt sehr künstlerisch veranlagt. Und dann hieß es irgendwann: „Das darfst du halt so nicht mehr machen.“ Und ich glaube irgendwann vergisst man dann diesen Impuls, diese innere Stimme. #00:12:10-4#

Sebastian Eisenbürger: Ich glaube man stumpft da ein bisschen ab. #00:12:11-5#

Nadia Dellagiacoma: Genau, man stumpft ab und macht dann eher das, was Ergebnisse bringt. Im Schulsystem ist es halt leider oft, gut, für andere ist es vielleicht gut, für mich war das, ja, ok, wäre es vielleicht besser, wenn du eben besser im Rechnen bist, als im Malen, zum Beispiel. #00:12:28-7#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:12:29-5#

Nadia Dellagiacoma: Und irgendwann denkst: „Ok, so werde ich geliebt. So werde ich akzeptiert. Das ist gesellschaftlich besser. Wenn ich die Noten schreibe ist alles gut.“ Und so, das ist auch so eine Form von Maske. #00:12:40-6#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Ja, bei mir war das ein bisschen anders. Ich habe gerade ein bisschen drüber nachgedacht tatsächlich. Ich habe auch ganz viele Masken getragen und auch unterschiedliche. Bei mir war das so, weil ich früher immer das Gefühl hatte, dass das, was ich tue, oder wie ich bin, dass das nicht gut, oder nicht gut genug ist. Und das Feedback habe ich auch gekriegt aus meiner Umwelt, teilweise auch so aus der Familie, der Verwandtschaft, weil die Sachen, die ich angefangen habe, ich habe sie nicht zu Ende gebracht. Heute weiß ich, warum das so war, weil das auch Dinge waren, die ich gemacht habe, weil ich dachte, ich müsste sie tun. Sie würden zu mir passen, weil das eben irgendwie so in dieses große Bild passte, was ich wahrscheinlich auch beigebracht bekommen habe. Und so hat es zu mir ergeben, dass ich Masken getragen habe und auch das wusste, dass ich mich anders verhalte, als ich eigentlich bin. Und auch, ich will nicht sagen „hatte drunter gelitten“, es war auf jeden Fall bewusst und es hat immer ein komisches Gefühl in mir selbst ausgelöst. Ich wusste einerseits, dass ich dadurch ja bei anderen Menschen ankomme und auch Anerkennung kriege, aber es hat mich halt nie so richtig glücklich gemacht, weil es war ja nicht ich im Grunde. #00:13:48-6#

Nadia Dellagiacoma: Wie war denn der Prozess für dich diese Masken zu fallen? #00:13:52-3#

Sebastian Eisenbürger: Das ist jetzt noch nicht so lange her, wenn ich ehrlich bin. Das ist vielleicht jetzt (…) vor zwei Jahren hat das angefangen. #00:13:59-0#

Nadia Dellagiacoma: Mhm (bejahend). #00:13:59-9#

Sebastian Eisenbürger: Damals als ich festgestellt hatte, dass ich meinen 10-Jahres-Plan erfüllt habe mit Haus gekauft, vernünftiger Job, keine finanziellen Sorgen, Familie. #00:14:09-5#

Nadia Dellagiacoma: Mhm (bejahend). #00:14:10-0#

Sebastian Eisenbürger: Und ich für mich festgestellt habe: Das war jetzt nicht so schwer, wie ich mir das vorgestellt habe ursprünglich. Und dann habe ich gelernt, dass, ja, dass es wenige Sachen gibt, die wirklich richtig schlimm sind. Habe verstanden mit dem Worst Case, der nicht existiert, umzugehen. Habe so ein gewisses Sicherheitsbedürfnis, das ich immer hatte, langsam abgelegt, so einen gewissen Kontrollzwang, den ich auch hatte, abgelegt. Und habe angefangen wirklich herauszufinden: Was ist denn das, was ich wirklich gerne gemacht habe, auch als Kind, als Jugendlicher? Und da habe ich so ein paar Dinge für mich identifiziert. Das war Musik. Das war Fotografie. Das war spannenderweise Marketing, auch wenn ich das jetzt so damals nicht genannt habe, aber ich habe mir ganz früh Gedanken darüber gemacht: „Was tun Menschen, was tun Firmen, um ihre Sachen bei Kunden zu, oder bei ja Empfängern von Marketingbotschaften zu platzieren?“ Und habe damals, das war dann Ende 2014, angefangen das zu prüfen ein bisschen. Ich habe damals eine Fotoreise gemacht nach Dubai mit Calvin Hollywood zusammen. War damals, ja das war cool. Wollte einfach wissen: „Ist es das wirklich, was mich begeistert?“ Habe mehr Musik gemacht wieder. Habe tatsächlich Tontechnik studiert, um herauszufinden: „Ist es das, was mich antreibt?“ Das war auch nett, aber das war es nicht. Und zum Thema Marketing habe ich versucht ein bisschen tiefer einzusteigen und mich zu fragen: „Was mache ich da wirklich?“ Ich mache schon ganz lange Marketingberatung. Ja, und das war es tatsächlich. Das war es, wo ich dann gemerkt habe: „Das ist das, was mir wirklich Sicherheit gibt.“ Wo ich genau weiß: „Das bin ich. Dafür bin ich da.“ Und diese Gewissheit hat mir die Fähigkeit gegeben meine Maske fallen zu lassen. Ich glaube nicht, dass ich heute meine Maske komplett fallen lasse, das dauert noch einen Moment, ist aber völlig ok, aber im Vergleich zu früher ist das sind das Welten. #00:15:58-4#

Nadia Dellagiacoma: Ja. Spannend. #00:16:00-9#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Was hast du denn für Werte? Ich wollte gerade über meine Sprechen, aber mich interessieren eigentlich deine Werte. Ich interviewe ja dich gerade und nicht andersrum. #00:16:06-5#

Nadia Dellagiacoma: (lacht) Ach Quatsch, ist ein Gespräch. Meine Werte. Jetzt muss ich kurz nachdenken. #00:16:14-6#

Sebastian Eisenbürger: Lass dir Zeit. #00:16:16-4#

Nadia Dellagiacoma: Habe ich auch schon mit Julia drüber geredet. Also zum Beispiel wenn ich mit jemanden arbeite, dann ist mir super wichtig, dass ich weiß, dass der andere auch Dinge aus den richtigen Beweggründen macht. Also ich glaube ein Wert von mir ist immer Liebe, also: „Liebe ich das jetzt, was ich mache? Steckt da Liebe drin? Oder mache ich etwas jetzt nur, weil ich es machen muss?“ #00:16:42-4#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:16:43-0#

Nadia Dellagiacoma: Ehrlichkeit, Authentizität. Dieses Wort, Authentizität (lacht). Ja, Ehrlichkeit. Authentizität und Liebe. Ja. Die sind sehr, sehr, sehr hoch. Wenn ich ein Video hochlade, wir hatten es ja auch davon, dass ich das ziemlich unregelmäßig mache, dann geht es mir immer sehr stark darum: „Fühlt sich das gerade für mich richtig an und warum tue ich es?“ Tue ich das jetzt wirklich, weil ich den Impuls habe: „Ich will jetzt etwas kommunizieren, oder etwas sagen, oder mache ich das jetzt, weil ich es machen muss?“ Und jedes Video, das ich hochlade, das, also davon kann man auf jeden Fall ausgehen, dass ich das jetzt das ich das Gefühl habe: „Ich bin jetzt super ehrlich, mit dem, was ich jetzt sage und ich mache es aus den richtigen Beweggründen.“ #00:17:30-3#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:17:31-1#

Nadia Dellagiacoma: Weil ich etwas vielleicht zeigen will, etwas kommunizieren möchte. #00:17:34-7#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Ja, das ist sehr spannend. Also ich habe deshalb die gerade gefragt, weil ich festgestellt habe, dass, also in meinem Fall habe ich mein Umfeld sehr, sehr stark geändert in den letzten zwei Jahren, auch Masken fallenlassen hat damit sicher was zu tun gehabt, und das tatsächlich die Menschen, mit denen ich mich jetzt umgebe, sehr, sehr ähnliche Werte haben wie ich. Und ich glaube das ist das, was dann auch Menschen verbindet. #00:17:59-5#

Nadia Dellagiacoma: Das stimmt. #00:18:00-4#

Sebastian Eisenbürger: Und tatsächlich hast du da sehr ähnliche Werte wie ich, also Authentizität ist mein Wert Nummer 1. Das ist das wichtigste überhaupt. Und da bin ich auch sehr, sehr froh, dass ich da angekommen bin, dass ich wirklich bin, wie ich bin und dazu stehe, wie ich bin, und mir von keinem Menschen sagen lasse, also er kann mir das gerne sagen, aber dann entscheide ich, ob mir das was bringt, oder nicht, wie ich denn zu sein habe, oder nicht. Und dass es immer besser funktioniert, einfach weil ich sehr sicher bin darin. #00:18:26-8#

Nadia Dellagiacoma: Ja. Das ist sehr gesund, eine sehr gesunde Einstellung dazu, ja. #00:18:31-1#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Und Liebe ist auch ein schöner Wert tatsächlich. Das habe ich so für mich noch nicht gesehen. Aber am Ende ist, wenn es das nicht ist, dann, ja dann war es das nicht. Dann war es das nicht. #00:18:41-3#

Nadia Dellagiacoma: Ja, genau. #00:18:43-0#

Sebastian Eisenbürger: Da bin ich noch nicht ganz. #00:18:45-2#

Nadia Dellagiacoma: Ja. #00:18:46-6#

Sebastian Eisenbürger: Also ich tue durchaus Dinge, die tue ich, weil ich glaube ich müsse sie tun, auch vielleicht weil es Menschen was bedeutet, die mir viel bedeuten, aber von denen ich nicht ganz überzeugt bin. #00:18:59-6#

Nadia Dellagiacoma: Ja. Aber dann handelst du ja auch aus Liebe dem Menschen gegenüber, nicht wahr? #00:19:05-4#

Sebastian Eisenbürger: Ja, das schon, nicht der Sache gegenüber, manchmal. #00:19:07-4#

Nadia Dellagiacoma: Nicht der Sache gegenüber. Ich glaube Liebe ist einfach so ein (…) Liebe kann man einfach nicht komplett definieren, oder erklären. Das heißt ich kann auch etwas machen, das sich für mich super authentisch anfühlt, aber nicht der Sache wegen, sondern wegen den Menschen. #00:19:25-3#

Sebastian Eisenbürger: Ich habe letztes Jahr irgendwo den Spruch gehört: „Liebe ist keine Emotion, kein Gefühl. Liebe ist eine Energie.“ #00:19:31-9#

Nadia Dellagiacoma: Ja. #00:19:32-9#

Sebastian Eisenbürger: Das trifft es ganz gut. #00:19:34-0#

Nadia Dellagiacoma: Ja. Ich glaube auch. #00:19:35-7#

Sebastian Eisenbürger: Und im Grunde ist das so eine positive Energie, die jeder spürt. Ich glaube die spürt auch jeder, auch wenn er sich damit überhaupt nicht auseinandersetzt. Es ist einfach dieses, ich kann es gar nicht erklären, dieses eben auf jemanden zugehen, weil man auf denjenigen zugehen möchte. Genau so, wie man sich entscheiden kann, auf jemanden nicht zuzugehen, weil man das Gefühl hat: „Es passt, die Chemie stimmt nicht, oder so.“ #00:19:53-6#

Nadia Dellagiacoma: Ja. Ich finde „positive Energie“ ist vielleicht sogar noch besser als Liebe, weil Liebe, Liebe ist so, hat so eine Konnotation. #00:20:01-5#

Sebastian Eisenbürger: Wollte ich gerade sagen. Ist möglicherweise ein bisschen missverständlich. #00:20:03-7#

Nadia Dellagiacoma: Genau, das ist missverständlich. Also „positive Energie“ finde ich sogar besser. Und viele bezeichnen eben diese positive Energie als Liebe. #00:20:10-3#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:20:11-0#

Nadia Dellagiacoma: Positive Energie finde ich klasse. Das finde ich gut. Das merke ich mir jetzt. Positive Energie. Schön. #00:20:17-3#

Sebastian Eisenbürger: Was treibt dich an, dass du morgens das Bett verlässt und gut gelaunt, wenn du denn gut gelaunt in deinen Tag startest? #00:20:23-4#

Nadia Dellagiacoma: (lacht) Meine Meerschweinchen. Nein, ich habe zwei Meerschweinchen und ein Kaninchen und die wecken mich gerade jeden Morgen pünktlich um 5 Uhr. Das ist ganz witzig. Also so werde ich erst mal wach und muss die füttern. Was mich morgens antreibt? Ich habe, wenn ich morgens aufstehe, schaue ich auf meine Wand. Und da steht „Energy, Signature“ und „Disneyland“ (lacht). Ja wirklich. Und da ist meine Vision Board auch, um das Klischee auch wirklich zu erfüllen. Ich denke jeder von uns hat eine Energie, die er in die Welt hinaus trägt. Und ich glaube eine große Motivation von mir ist einfach positive Energie in die Welt hinaus zu bringen. Das heißt auch wenn ich nicht so Lust habe an dem Tag aufzustehen, erinnere ich mich eben daran, dass jeder für seine Energie verantwortlich ist. Und so starte ich in den Tag erst mal. #00:21:16-1#

Sebastian Eisenbürger: Also mir gefällt der Begriff auch immer besser. #00:21:18-0#

Nadia Dellagiacoma: Ja. #00:21:18-4#

Sebastian Eisenbürger: Wenn ich dich so angucke. #00:21:19-5#

Nadia Dellagiacoma: Energieunterschrift (lacht). #00:21:20-6#

Sebastian Eisenbürger: Nein. Positive Energie. #00:21:22-6#

Nadia Dellagiacoma: Positive Energie, ja. #00:21:23-9#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Auch wenn ich wirklich so alle Videos, die ich von dir gesehen habe, so Revue passieren lasse, das ist das, was du tust. #00:21:29-0#

Nadia Dellagiacoma: Dankeschön. Freut mich sehr. Das freut mich sehr. Schön. Jetzt bin ich nachdenklich (lacht). #00:21:37-7#

Sebastian Eisenbürger: Was ist das, was du dir vorgenommen hast? Was ist dein Ziel? Warum machst du das, was du tust? #00:21:43-8#

Nadia Dellagiacoma: Ich glaube die Welt wäre auf jeden Fall ein besserer Ort, wenn es mehr authentische Menschen gebe, denn wenn ich ein authentisches Leben führe, dann bin ich nicht neidisch auf jemanden, der das hat eben, was ich nicht habe. Und ich glaube so würde die Welt einfach viel, viel, viel besser und harmonischer funktionieren und die Menschen wären glücklicher miteinander. Was ich machen möchte, ist, also Motivational Speaker habe ich ja schon gesagt. Ich will auf jeden Fall auf die Bühnen gehen. Ich möchte Menschen helfen auch, also jetzt ganz, besser zu präsentieren und sich besser zu präsentieren, aber auf eine authentische Art und Weise. Das ist nämlich etwas, das wird ganz, ganz oft vergessen. Es wird dir nur gesagt: „Stelle dich so hin. Sprich so. Das ist deine natürliche Stimmlage. Mach das und das und das.“ Aber ganz oft, wenn du auch Menschen präsentieren siehst, dann denkst du: „Ok, ach der macht jetzt das und das. Und das ist die Methode.“ Aber du siehst den Menschen nicht dahinter, also diese Authentizität dahinter nicht zu vergessen. Das möchte ich. Langfristig gesehen möchte ich sehr gerne Frauen unterstützen, die auch, oder nicht nur Frauen, auch Kinder, oder auch Männer, die eben in gewalttätigen Haushalten eben leben, die möchte ich sehr, sehr gerne unterstützen. Ist auch irgendwo ein Herzensthema von mir. Ja, Rhetoriktrainings habe ich ja schon erwähnt, und Theaterpädagogikkurse. Ich bin ja auch Theaterpädagogin und ich finde es eine super gute Methode, Masken fallen zu lassen, ist Menschen zu zeigen, wie man Masken trägt auf der Bühne, denn du kannst keine Rolle authentisch spielen, wenn du nicht irgendwo doch deine Maske fallengelassen hast. #00:23:32-5#

Sebastian Eisenbürger: Ok, das ist wieder sehr tiefsinnig. #00:23:34-6#

Nadia Dellagiacoma: Mhm (bejahend). Das ist sehr tiefsinnig. Aber ich meine alleine, um eine Rolle authentisch verkörpern zu können, musst du ja irgendwo ja doch deine Komfortzone verlassen, weil vielleicht zeigst du jetzt etwas auf der Bühne, was du nicht zeigen möchtest. Vielleicht spielst du jetzt einen total verrückten Menschen und denkst: „Oh mein Gott! Das kann ich doch nicht zeigen, weil dann die Menschen denken dann, ich bin so verrückt, oder so.“ Und jeder trägt ganz, ganz viel super Gutes und Tolles in sich, aber auch jeder von uns hat auch diese dunkle Seite. #00:24:02-4#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:24:03-2#

Nadia Dellagiacoma: Und einfach so ehrlich zu sein ist auch eine Kunst. Und die möchte ich gerne auch weiter vermitteln, also in Bühnenarbeit. #00:24:12-5#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Prima. #00:24:15-3#

Nadia Dellagiacoma: Ja. #00:24:16-4#

Sebastian Eisenbürger: Ja, hast du ein paar Tipps? Du hast gerade schon angesprochen, auf die Bühne gehen ist eine Möglichkeit seine Maske fallen zu lassen, denn um sie aufzusetzen, muss sie einem bewusst sein, und dann muss man sie fallenlassen. #00:24:27-0#

Nadia Dellagiacoma: Das stimmt. #00:24:27-5#

Sebastian Eisenbürger: Gibt es, weiß nicht, gibt es Dinge, die man tun kann, um tatsächlich jetzt noch besser sich darüber im klaren zu werden: „Trage ich eine Maske, oder nicht? Und wie finde ich heraus vielleicht welche und wie ich wirklich bin?“ #00:24:37-5#

Nadia Dellagiacoma: Versuche dich daran zu erinnern, wie du als Kind warst. Und ich zum Beispiel habe eine sehr, sehr, sehr deutliche Erinnerung an meine Kindheit. Ich weiß ganz genau, wie ich war. Ich kann mich auch sehr, sehr früh zurückerinnern. Es gibt auch viele Menschen, die das eben nicht können. #00:24:55-4#

Sebastian Eisenbürger: Ja, ich zum Beispiel. #00:24:56-4#

Nadia Dellagiacoma: Ja. Ich weiß, ich habe auch an dich gedacht, vorhin drüber nachgedacht, dass du auch sagst, du kannst dich nicht so gut an deine frühesten Jahre erinnern, ne, oder? #00:25:05-0#

Sebastian Eisenbürger: Ich kann mich tatsächlich nicht so gut an meine komplette Kindheit erinnern. #00:25:07-0#

Nadia Dellagiacoma: Echt? #00:25:07-3#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:25:07-7#

Nadia Dellagiacoma: Ist bei ganz, ganz vielen so. #00:25:08-8#

Sebastian Eisenbürger: Also die ersten 12 Jahre (…) #00:25:10-6#

Nadia Dellagiacoma: Ja? Sind weg? #00:25:12-0#

Sebastian Eisenbürger: Ich habe natürliche Erinnerungen an einzelne Momente, an so, ich weiß nicht, diese so in Urlaube, oder gewisse Situationen. Aber so diese ganze Zeit, ja tatsächlich, aber es lag unter anderen daran, weil ich damals nicht ich selbst war. Ich habe Momente im Kopf und die musste ich aber auch lange herauskramen, bis ich sie gefunden habe, wo ich ich selbst war als Kind. Und das waren meistens Momente, wo ich alleine war, wo ich komplett in dem versunken war, was ich gemacht habe. #00:25:37-8#

Nadia Dellagiacoma: Ja. #00:25:38-7#

Sebastian Eisenbürger: Und das sind tatsächlich Dinge, die ich jetzt auch manchmal noch tue, wenn ich alleine bin. #00:25:43-1#

Nadia Dellagiacoma: Ja? Schön. Ja. Gut, dann das wäre auch ein Tipp: „Verbringe Zeit mit dir selbst und verbringe sie sehr gerne mit dir.“ Das ist nämlich etwas, das können ganz, ganz, ganz viele Menschen nicht. Ich bin auch eigentlich ein Mensch, ich bin super gerne von anderen Menschen umgeben, bin nicht so gerne alleine eigentlich, aber eigentlich, habe das aber auch für mich gelernt auch mir bewusst Zeit mit mir selbst zu nehmen und zu reflektieren, zu meditieren, nachzudenken, weil oft vergessen wir (…) Ich glaube jeder von uns hat eine innere Stimme, nur wird diese innere Stimme ganz, ganz oft unterdrückt. Das heißt verbringe Zeit mit dir selbst, im Stillen, und nehme dir wirklich diese Zeit. Und da kann auch die Welt untergehen. Nimm dir bitte diese halbe Stunde und setze dich einfach und verbringe Zeit mit dir selbst. #00:26:34-0#
Ich weiß nicht, ob es so passend ist, aber ich finde das auch ziemlich wichtig, in jedem Kontext: „Gucke dein Umfeld an.“ #00:26:42-0#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:26:43-1#

Nadia Dellagiacoma: Gucke, mit wem du Zeit verbringst und ob du dabei ein gutes Gefühl hast. #00:26:47-3#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:26:48-7#

Nadia Dellagiacoma: Sind es wirklich die Menschen, die ich in meinem Leben haben will, oder wie sind die? Und ich glaube an anderen erkennt man sehr, sehr oft, was man selber möchte, oder wie man sein will, oder eben nicht sein will. Und ich glaube jeder hat da auch ein bisschen Intuition, also schaue dir dein Umfeld an. Ja. Das sind so die drei Tipps, die mir ganz spontan einfallen, ohne darüber nachgedacht zu haben. #00:27:11-3#

Sebastian Eisenbürger: Ja, ist perfekt. #00:27:12-2#

Nadia Dellagiacoma: Ja, wirklich? Ok, gut (lacht). Habe jetzt keine Musterlösung parat, aber ich glaube das ist ja auch authentisch (lacht). Nichts vorbereitet. #00:27:20-4#

Sebastian Eisenbürger: Ich glaube eine Musterlösung ist tatsächlich mal bei YouTube zu schauen, bei Facebook zu schauen, Nadia Dellagiacoma zu suchen und ein paar Videos anzugucken. #00:27:28-6#

Nadia Dellagiacoma: (lacht) Oh ok, danke. #00:27:30-3#

Sebastian Eisenbürger: Lernt man das tatsächlich, ja. #00:27:32-2#

Nadia Dellagiacoma: Ja? #00:27:32-6#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:27:33-3#

Nadia Dellagiacoma: Freut mich. #00:27:34-0#

Sebastian Eisenbürger: Erzähl ein bisschen, du hast eine Webseite. #00:27:35-5#

Nadia Dellagiacoma: Ja, endlich. www.Nadia-Dellagiacoma.de, oder .com. Dellagiacoma, jetzt packst du es schon in die Show Notes. Ich kann es auch buchstabieren. #00:27:47-2#

Sebastian Eisenbürger: Buchstabiere es. #00:27:48-2#

Nadia Dellagiacoma: Ok. D E L L A G I A C O M A. Und Nadia mit A, mit I. Mit A. Nadia. Mit I. Genau, da findest du mich. #00:28:00-2#

Sebastian Eisenbürger: Genau. Dann da darf man seine E-Mail Adresse eintragen und bekommt ein paar nette Inhalte. #00:28:04-8#

Nadia Dellagiacoma: Ja. #00:28:05-6#

Sebastian Eisenbürger: Genau. Dann bedanke ich mich an der Stell für all das, was du mit uns geteilt hast. Das war richtig toll. Du hast einiges über dich verraten und ich glaube wirklich du hast vielen Mut gemacht, ihre Masken zu überdenken und sich zu fragen: „Habe ich eine? Habe ich keine?“, und möglicherweise einen dieser Tipps auszuprobieren, sie fallen zu lassen. Also ich von meiner Seite kann das total empfehlen. Es hat extrem viel verändert. Es gehört eine Menge Mut dazu. Zum Thema Mut ist Nadia übrigens auch die perfekte Ansprechpartnerin. #00:28:31-1#

Nadia Dellagiacoma: (lacht) Dankeschön. #00:28:32-4#

Sebastian Eisenbürger: Ja, ich weiß auch nicht. Du schaffst es tatsächlich mit so kleinen Themen, die eigentlich naheliegend sind, zumindest mich extrem zum Nachdenken zu bringen. #00:28:40-4#

Nadia Dellagiacoma: Vielen Dank. #00:28:41-2#

Sebastian Eisenbürger: Und du hast ein Video gemacht, das ist schon ein bisschen länger her. #00:28:43-0#

Nadia Dellagiacoma: Mhm (bejahend). #00:28:43-4#

Sebastian Eisenbürger: Das war zum Thema Mut. #00:28:44-9#

Nadia Dellagiacoma: Ja. #00:28:45-7#

Sebastian Eisenbürger: Und da ging es darum, dass (…) Ich muss das kurz noch erzählen. #00:28:48-4#

Nadia Dellagiacoma: Ja, erzähl bitte. #00:28:49-4#

Sebastian Eisenbürger: Es ging darum, dass du gesagt hast: „Mut ist etwas, ist wie eine Währung“, wenn ich mich richtig erinnere, ist etwas kostbares, das du hast, mit dem du bezahlst. Ich weiß nicht, ob du es so ausgedrückt hast. #00:28:59-7#

Nadia Dellagiacoma: Das hast du viel schöner verpackt als ich. Belassen wir es einfach mal dabei. Genau das habe ich gesagt (lacht). #00:29:06-0#

Sebastian Eisenbürger: Ja, ich glaube du hast das anders ausgedrückt. Du (…) Viele sagen: „Ich habe keine Zeit, Dinge zu tun.“ Aber meistens hast du Zeit. Viele sagen: „Ich habe kein Geld, Dinge zu tun.“ Aber oft kostet es gar kein Geld, Dinge zu tun. Und die Frage ist eben, das, was wirklich, was wir investieren müssen, das ist Mut. #00:29:19-5#

Nadia Dellagiacoma: Ja, das stimmt. #00:29:20-5#

Sebastian Eisenbürger: Und das fand ich tatsächlich beeindruckend und das jetzt auch Teil eines jeden Vortrages, den ich halte. #00:29:25-1#

Nadia Dellagiacoma: Wirklich? Och wie schön, das freut mich total. #00:29:26-0#

Sebastian Eisenbürger: Ja, also weil ich, ich halte es für mega intelligent und, ja, für unglaublich bereichernd, weil es eine Sache ist (…) Das ist wie mit der Zeit. Mut. Jeder hat es. Jeder hat dieselbe Zeit. Jeder hat den Mut. Und es kostet jeden Überwindung mutig zu sein und Dinge zu tun, obwohl man eigentlich Angst davor hat, den Mut nicht aufbringt. #00:29:44-3#

Nadia Dellagiacoma: Das stimmt. #00:29:45-4#

Sebastian Eisenbürger: Ok. Jetzt genug der tiefsinnigen Worte. In der nächsten Episode geht es ein bisschen über das Thema Marketing. Ich danke dir nochmal ganz, ganz herzlich von dir so viel erfahren zu haben. #00:29:53-5#

Nadia Dellagiacoma: Ich danke dir, dass ich hier sein darf. #00:29:55-6#

Sebastian Eisenbürger: Total gerne. #00:29:56-2#

Nadia Dellagiacoma: Es war ein total schönes Gespräch. #00:29:58-0#

Sebastian Eisenbürger: Und bei dir, lieben Zuhörer, möchte ich mich bedanken, dass du bis hierhin zugehört hast, würde mich total freuen, wenn du mir eine Bewertung hinterlässt bei iTunes und einen Kommentar schreibst, was dir gut gefallen hat in diesem Podcast, ob es Dinge gibt, die ich vielleicht verbessern kann, oder ob es irgendwelche Themen gibt, die dich besonders interessieren würden. Dann kann ich darauf eingehen. Dann hören wir uns nächste Woche wieder. Bis dann. Tschüss! #00:30:18-1#

Nadia Dellagiacoma: Tschüss! #00:30:19-3#

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