#20: Marketing & Authentizität – Teil 2 (Nadia Dellagiacoma im Gespräch)

#20: Marketing & Authentizität – Teil 2 (Nadia Dellagiacoma im Gespräch)

Nadia ist einmalig. Über Youtube, Fecabook, Instagram, Snapchat und noch einige weitere Medien inspiriert sie Menschen.

Mit ihren zarten 23 Jahren wird sie dabei regelmäßig unterschätzt.

Ich freue mich besonders, Nadia in meinem Podcast für Positives Marketing zu Gast zu haben, denn sie ist weitaus mehr, als eine kompetente Gesprächspartnerin – Nadia gehört zum Kreis der Meschen, die auch zu meiner Entwicklung einen großen Teil beitragen und ich bin dankbar für unsere Freundschaft.

Als Theaterpädagogin und Rhetorik-Expertin weiß Nadia genau, was es bedeutet Masken zu tragen. Das beweist sie über ihre persönliche Geschichte!

Es ist spannend, wie wir gemeinsam erarbeiten, welch große Rolle Masken auch im Marketing spielen – sei gespannt und freu dich auf zwei wundervolle Gespräche mit Nadia Dellagiacoma!

Und hier kannst du Nadia finden:

www.nadia-dellagiacoma.de

www.youtube.com/channel/UCSlzIkav_gweNIGpzA4jnPg

www.facebook.com/nadia.c.dellagiacoma/

www.instagram.com/nadiadellagiacoma/


Transkription: Marketing & Masken – Gespräch mit Nadia Dellagiacoma Teil 2

Sebastian Eisenbürger: Heute geht es darum, warum Masken im Marketing so wichtig, oder vielleicht auch eben nicht, sind. #00:00:06-0#

Sebastian Eisenbürger: Herzlich Willkommen zum Podcast für positives Marketing. Mein Name ist Sebastian Eisenbürger und wie letztes Mal sitze ich wieder mit der lieben Nadia hier in meinem Garten. #00:00:22-9#

Nadia Dellagiacoma: Ja. #00:00:23-6#

Sebastian Eisenbürger: Nadia Dellagiacoma. Sie ist, ja, weiß nicht, die Frau, die positive Energie ausstrahlt. #00:00:28-8#

Nadia Dellagiacoma: Danke. #00:00:30-0#

Sebastian Eisenbürger: Einiges Videos bei Facebook, YouTube gepostet hat und ich finde sie unglaublich inspirierend. Und sie ist einmal hier, weil sie glaube unglaublich viel zum Thema Marketing beitragen kann mit ihrem Thema Masken, und auch weil sie eine gute Freundin von mir ist und ich überzeugt davon bin, dass sie hier genau richtig aufgehoben ist. So. Schön, dass du da bist Nadia. #00:00:47-5#

Nadia Dellagiacoma: Dankeschön, dass ich hier sein darf. #00:00:49-2#

Sebastian Eisenbürger: Ja, für all diejenigen, die schändlicherweise die letzte Episode noch nicht gehört haben (…) #00:00:55-0#

Nadia Dellagiacoma: Schämt euch (lacht). #00:00:56-1#

Sebastian Eisenbürger: (…) die das natürlich jetzt nachholen können, oder nach dieser Episode: Erzähl mal kurz, wo du herkommst, wer du bist, was dich besonders macht. #00:01:02-1#

Nadia Dellagiacoma: Ich bin Nadia Dellagiacoma, 23 Jahre alt, bin Motivational Speaker, Theaterpädagogin und Rhetorikstudentin. Mein Ziel ist es Menschen dabei zu verhelfen ihre Masken fallen zu lassen und ein authentisches und glückliches Leben zu führen. #00:01:19-6#

Sebastian Eisenbürger: Sehr gut auf den Punkt gebracht. #00:01:21-4#

Nadia Dellagiacoma: Ja. Seit der letzten Episode ist es auch ein bisschen klarer in meinem Kopf (lacht). #00:01:25-9#

Sebastian Eisenbürger: (lacht) Das ist schön. #00:01:26-7#

Nadia Dellagiacoma: (lacht) Ja. #00:01:28-1#

Sebastian Eisenbürger: Ja, heute wollen wir ein bisschen mehr über das Thema Marketing sprochen, sprechen. Letztes Mal hast du ganz viel erzählt, wo du herkommst. Das war ein total ehrliches und tiefes Gespräch, bin dir total dankbar dafür, und habe auch einiges für mich da mit rausgenommen. Jetzt würde mich interessieren, jetzt wird es ein bisschen fachlicher: (…) #00:01:42-1#

Nadia Dellagiacoma: Ja. #00:01:42-7#

Sebastian Eisenbürger: Du machst selbst Marketing. #00:01:44-4#

Nadia Dellagiacoma: Ja, das stimmt. #00:01:46-7#

Sebastian Eisenbürger: Welche Kanäle nutzt du? #00:01:48-6#

Nadia Dellagiacoma: Facebook, YouTube, Instagram, ja, und meine Webseite (lacht), ja.

Sebastian Eisenbürger: Magst du ein bisschen erzählen, wie das gerade mit YouTube, Facebook, wie das für dich funktioniert? #00:02:00-7#

Nadia Dellagiacoma: Mhm (bejahend). Für mich funktioniert Facebook wahnsinnig gut. Glaube ich zumindest. Ich habe da meine Facebook Page etabliert. Und gerade in der ersten Woche, also ich hatte vielleicht ein bisschen Glück, sind extrem viele Leute drauf aufmerksam geworden. Ich habe meine ganze Freundesliste erst mal eingeladen. Ich habe wirklich nicht hingeguckt, habe einfach nur so „ok einladen, einladen“. Ja, oh Gott, ich dachte mir so: „Ok, die Person wird scheiße“, ne nein aber, es war wirklich so „einladen, einladen.“ Unter anderem habe ich dann auch Tobi Beck eingeladen, und Tobi Beck hat damals mein Video geteilt. Das war der Hammer. #00:02:36-5#

Sebastian Eisenbürger: Ok, für alle, die ihn nicht kennen. Wer ist Tobi Beck? #00:02:38-8#

Nadia Dellagiacoma: Tobi Beck ist so der beste Speaker Deutschlands. #00:02:41-2#

Sebastian Eisenbürger: Ok. #00:02:42-8#

Nadia Dellagiacoma: Ja. #00:02:43-3#

Sebastian Eisenbürger: Also ich kenne ihn auch, aber es gibt durchaus den einen oder anderen möglicherweise, der ihn nicht kennt. #00:02:46-6#

Nadia Dellagiacoma: Das glaube ich nicht (lacht). #00:02:47-5#

Sebastian Eisenbürger: Glaubst du nicht, ok. #00:02:48-8#

Nadia Dellagiacoma: Unbedingt herausfinden, wer Tobi Beck ist. #00:02:51-3#

Sebastian Eisenbürger: Und ich glaube tatsächlich so bin ich auch auf dich aufmerksam geworden. #00:02:53-9#

Nadia Dellagiacoma: Ja echt? Wegen Tobi? #00:02:55-4#

Sebastian Eisenbürger: Weiß ich nicht mehr. Ich bin auf jeden Fall über das Video gestolpert über Facebook. #00:02:58-2#

Nadia Dellagiacoma: Schön. Krass, guck. Also, ja. Das ging halt wahnsinnig schnell bei mir und unglaublich viele sind eben über Tobi Beck auf dieses Video und meine Seite aufmerksam geworden. #00:03:09-2#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Prima. #00:03:10-4#

Nadia Dellagiacoma: Ja. #00:03:11-5#

Sebastian Eisenbürger: YouTube, das kam ein bisschen später. #00:03:13-0#

Nadia Dellagiacoma: YouTube kam sehr, sehr viel später, weil YouTube einen Dislike Button hat (lacht). Mein voller ernst, ich hatte echt ein bisschen Panik davor. Ich meine ist schon ein Schritt zu, keine Ahnung, deine Seite (…) #00:03:24-2#

Sebastian Eisenbürger: Wie viele Dislikes hast du denn? #00:03:25-4#

Nadia Dellagiacoma: Habe ich noch nicht geguckt, muss ich ganz ehrlich sagen (lacht). #00:03:27-8#

Sebastian Eisenbürger: (lacht) Ok. #00:03:28-8#

Nadia Dellagiacoma: (lacht) Ich versuche es einfach online zu stellen und es loszulassen. Ja, ich muss mal gucken. Habe ich ehrlich gesagt noch nicht gecheckt. #00:03:35-4#

Sebastian Eisenbürger: Ok. Ich behaupte mal du hast keinen einzigen Dislike. Ich weiß es nicht, aber das glaube ich nicht. #00:03:40-5#

Nadia Dellagiacoma: Dann ist meine Reichweite noch nicht weit genug, so ja, ja, aber dann würde auch was kommen, ne? Weil, also ich bin der Meinung: Dein Produkt, oder du, du bist nur so gut, wenn auch jemand das nicht so toll findet, was du machst, weil dann bist du auch wirklich authentisch. Du kannst nicht Vanilleeis sein. Du kannst nicht jedem schmecken, wenn du authentisch bist. Ist meine Meinung. #00:04:02-5#

Sebastian Eisenbürger: Das stimmt schon. Ich glaube das da brauchst du aber eine richtig, richtig große Reichweite. #00:04:06-0#

Nadia Dellagiacoma: Ja. #00:04:06-4#

Sebastian Eisenbürger: Also #00:04:06-9#

Nadia Dellagiacoma: Ja? Ja du, du bist der Marketingexperte und hier kann ich viel von dir lernen. #00:04:13-9#

Sebastian Eisenbürger: Nein, ich glaube einfach nicht, dass es das haben muss. Ich glaube, wenn es das haben muss, und du glaubst das, dann wird der Dislike genau in diesem Moment vielleicht nicht erscheinen. #00:04:20-6#

Nadia Dellagiacoma: Ok, alles klar. (unv.) lerne ich jetzt daraus (lacht). #00:04:23-4#

Sebastian Eisenbürger: Nein, sei doch froh, solange du ihn nicht hast. Und klar, wenn der kommt, und irgendwann wird es soweit sein, dann ist das halt so. Und tatsächlich, ich sehe es dann am Ende des Tages auch so, als ich meine ersten negativen Feedbacks gekriegt habe, dann habe ich mich eher bestätigt gefühlt, weil wenn ich persönlich ganz ehrlich bin, dann lege ich es eigentlich darauf an. #00:04:40-3#

Nadia Dellagiacoma: Ja? #00:04:40-9#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Also ich provoziere gerne, unter anderem mit diesem Podcast, der, ja, sehr zwiegespalten wahrgenommen wird. Also die Menschen in den Marketingabteilungen hören den gerne. Das Feedback kriege ich. Es gibt aber durchaus gerade Anbieter von Marketing, die meinen Blog, den ich schreibe, und auch diesen, ja, von dem Podcast habe ich erst ganz wenig Feedback gekriegt von ja Marketingbetreibern. Die finden das nicht so gut. Die lassen sich da nicht wirklich aus, das ist einfach so, ja, ist halt nicht so gut. #00:05:09-2#

Nadia Dellagiacoma: Kann mir gar nicht vorstellen, wie irgendjemand das nicht gut finden kann (lacht). #00:05:12-2#

Sebastian Eisenbürger: Ne, mir ist es schon klar, warum sie das nicht gut finden, und das ist auch gut so, weil (…) und vor allem, ich glaube da bist du genau, tickst du ähnlich wie ich, indem du was tust, veränderst du etwas. Und Veränderung kann immer in die eine, oder die andere Richtung gehen. #00:05:26-2#

Nadia Dellagiacoma: Das stimmt, ja. #00:05:27-3#

Sebastian Eisenbürger: Und natürlich ist immer ein Risiko dabei, dass es Menschen nicht gut finden. Ich habe in meiner Vergangenheit viele Sachen gemacht und auch erlebt, die andere nicht gut fanden. Und da sind wir wieder bei dem Thema, wo wir letzte Episode schon waren. #00:05:37-6#

Nadia Dellagiacoma: Ja. #00:05:37-8#

Sebastian Eisenbürger: Letztendlich bin ich hier, wo ich heute bin, du bist da, wo du heute bist, und alles Negative, was war, war einfach, das waren die Steine auf dem Weg, die wir zu durchqueren hatten. #00:05:47-0#

Nadia Dellagiacoma: Richtig. #00:05:47-7#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Jetzt lass uns mal ein bisschen zum Thema Marketing und Masken kommen. #00:05:52-5#

Nadia Dellagiacoma: Marketing ohne Masken. #00:05:53-6#

Sebastian Eisenbürger: Ja, vielleicht gerade, ich habe dich ja nicht umsonst hier eingeladen. Ich habe mir was dabei gedacht. Und zum einen kenne ich dich. Ich weiß, was du mitbringst und weiß, was dein Thema ist und finde, dass es unglaublich gut passt zum Marketing, auch wenn das, wie das bei meinem Themen öfter der Fall ist, auf den ersten Blick gar nicht so zu scheinen mag. #00:06:08-6#

Nadia Dellagiacoma: Ja, ich bin auch sehr gespannt (lacht). #00:06:10-4#

Sebastian Eisenbürger: Du beschäftigst dich mit Menschen. #00:06:13-6#

Nadia Dellagiacoma: Ja. #00:06:14-2#

Sebastian Eisenbürger: Und wir haben letztes Mal schon besprochen: Menschen tragen oft Masken, merken das vielleicht erst gar nicht, und wenn sie die Maske abnehmen, ganz bewusst abnehmen, dann passiert was mit diesen Menschen. #00:06:22-6#

Nadia Dellagiacoma: Mhm (bejahend). #00:06:23-2#

Sebastian Eisenbürger: Ich stelle fest: Dasselbe passiert mit Unternehmen. Und da sind wir beim Thema Marketing. Unternehmen tragen Masken, in diesem Fall ganz bewusst, weil es eine andere Wahrnehmung ist. Das heißt Unternehmen setzen sich Masken auf, zum Beispiel in Form einer Webseite, in Form eines Facebookprofils, in Form eines Werbespots im Fernsehen, oder auch in Form von irgendwelchen anderen Medien, die sie bespielen, und richten diese Maske oft nach der Zielgruppe aus, für, ja, die sie ansprechen wollen über diesen Kanal. Und das ist sehr weit, oft sehr weit von dem entfernt, was dieses Unternehmen tatsächlich ist und ausdrückt. #00:06:57-8#

Nadia Dellagiacoma: Ja. #00:06:58-5#

Sebastian Eisenbürger: Und ganz ist das eben so eine Disharmonie, dass eben diese Maske schön aussehen mag und genau passt für die Leute, die das dieses Bild sehen sollen, aber das es eben überhaupt nicht dem entspricht, wie ein Unternehmen tatsächlich ist. Ich habe da, es war letztes Weihnachten, eine ganz lustige Erfahrung gehabt. Ich habe, ich hatte einen Reklamationsfall und habe mache, in meiner Erfahrung klappt das eigentlich ganz gut, wenn ich, das ging so um einen Staubsauger, und eben Reklamationen über Facebook an ein Unternehmen wende, weil da habe ich bisher immer ganz gutes Feedback gekriegt und die Wege sind oft kürzer als über irgendwelche Hotlines, E-Mails, Briefe, was auch immer. Also habe den Hersteller bei Facebook gesucht und war eigentlich total begeistert. Das war, ja, also sehr modern aufgemacht. Ich wurde per Du angesprochen. Es wurde regelmäßig gepostet. Hatte das Gefühl, dass die Menschen, die diese Posts schreiben, auch tatsächlich das sehr bewusst für eine Zielgruppe schreibt, die mich ganz gut trifft. Und dachte: „Ok cool.“ Drücke auf den Knopf oben in Richtung Webseite und dann komme irgendwie zum zweiten Gesicht dieses Unternehmens. Die Webseite sah schon nicht mehr ganz so aus wie bei Facebook, also anderer Stil. Urplötzlich wurde ich gesiezt. Plötzlich war das ein bisschen konservativer alles, und habe auch nichts zum Thema Reklamation gefunden. Auf der Facebookseite übrigens auch nicht. Also dachte ich: „Ok, gehe ich den Weg und rufe diese Hotline an.“ Bin ganz nach unten gescrollt auf der Seite und da war unten eine Telefonnummer. Habe diese Telefonnummer gewählt und kam halt irgendwo raus, irgendwo in Süddeutschland. Das habe ich gehört. #00:08:25-4#

Nadia Dellagiacoma: Ok (lacht). Die Schwaben waren am Telefon. #00:08:26-7#

Sebastian Eisenbürger: Und da war dann ein Mann am Telefon, der jetzt weder so gewirkt hat, als hätte er jetzt diese Facebookseite getextet, noch als wüsste er, was eine Webseite ist, und hat mir in seinem bayrisch, tiefbayrischen Dialekt versucht zu erklären, was ich denn zu tun habe, um eine Reklamation auszulösen. Dass ich mich da irgendwie an einen Kundendienst wenden muss, den ich überhaupt nicht kenne und nicht weiß, wie ich ihn erreichen soll. Also war nicht das schönste Erlebnis für mich. Und da habe ich halt festgestellt: „Ok, das Unternehmen, irgendwie, die haben es nicht verstanden.“ Die haben irgendwo ein Unternehmen, was möglicherweise auch in Bayern sitzt, vielleicht auch nur diese Filiale, die die Anrufe entgegennimmt. Jedenfalls passt das Bild nach außen, weder über die Facebook-, noch über die Webseite, zu diesem Unternehmen. Und ich halte es für viel zu kurz gedacht, möglichst viele Leute einzusammeln über Facebook und über die Webseite, die irgendwann feststellen: „Irgendwas ist da nicht ganz rund, irgendwas passt da nicht.“ Und dieses Gefühl kriegt man sehr, sehr schnell. Und, ja, da ist mir sehr, sehr bewusst geworden, dass das, was ich schon seit längerer Zeit predige, tatsächlich Realität ist, dass Unternehmen sich gar nicht bewusst machen, dass sie wirklich eine Persönlichkeit besitzen. Das sage ich sehr bewusst. Unternehmen besitzen eine Persönlichkeit und strahlen diese Persönlichkeit aus. Und das tun sie, ob sie wollen, oder nicht. Das tun sie einfach. Und sie haben eine Persönlichkeit, auch wenn sie es vielleicht nicht wissen. Und wenn sie gar nicht wissen, wie die aussieht, und über diese Masken, die sie sich aufsetzen, versuchen sie, diese Persönlichkeit ein bisschen schöner, oder anders, darzustellen, dann passt das halt nicht, wenn man tiefer schaut, wenn man hinter die Maske guckt. #00:09:55-5#

Nadia Dellagiacoma: Spannend. #00:09:56-7#

Sebastian Eisenbürger: Und aus dem Grund finde ich bist du genau die richtige an dieser Stelle, weil Unternehmen tragen Masken. Unternehmen verstehen nicht so schnell, dass sie eine Maske tragen, und dass das gar nicht so gut ist, weil im Marketing, im klassischen Marketing, wird genau dazu geraten. „Schaut mal, was für Zielgruppen ihr habt, und schaut mal, wie ihr die am besten ansprecht.“ #00:10:14-9#

Nadia Dellagiacoma: Ah! #00:10:16-8#

Sebastian Eisenbürger: So, das wäre so, als würdest du hingehen, würdest hingehen und sagen: „Hier, guck mal Mensch. Du bist tagsüber bist du berufstätig. Du bist abends, keine Ahnung, mit deiner Frau unterwegs und vormittags vielleicht mit deinen Kindern. Also brauchst du für jede Situation eine andere Maske.“ So ist das ein bisschen. Würdest du glaube ich nicht empfehlen. Oder doch? #00:10:38-1#

Nadia Dellagiacoma: Also ich bin erst mal total geflasht, weil jetzt gerade so zehn Aha-Momente hatte. Spannend. Nein, das würde ich persönlich nicht empfehlen. Aber ich denke du kannst schon Masken tragen. Ich denke manchmal ist das auch wirklich sinnvoll. Es, wie du sagtest, also das klassische Marketing so: „Was ist deine Zielgruppe? Wen möchtest du denn ansprechen?“ Aber wenn du überhaupt nicht zu dieser Zielgruppe passt, oder dein Unternehmen nicht, dann macht es auch keinen Sinn, weil früher oder später kommt halt die Wahrheit ans Licht. #00:11:11-5#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Aber genau die Frage würde ich halt nicht stellen „wen möchtest du ansprechen?“ #00:11:14-6#

Nadia Dellagiacoma: Das würdest du eben nicht machen? #00:11:16-1#

Sebastian Eisenbürger: Nein. #00:11:16-7#

Nadia Dellagiacoma: Aber du sprichst ja automatisch jemanden an. #00:11:18-9#

Sebastian Eisenbürger: Genau. Und das ist der Unterschied. #00:11:20-6#

Nadia Dellagiacoma: Aha. Huhn, ein Huhn. Ich verstehe. #00:11:25-0#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Und deswegen sage ich: „Das Beste Marketing ist kein Marketing.“ #00:11:29-1#

Nadia Dellagiacoma: Mhm (bejahend). #00:11:29-9#

Sebastian Eisenbürger: Natürlich heißt das nicht, dass man völlig untätig da sitzenbleiben sollte und wartet, bis Menschen sehen, dass ich untätig bin und nichts tue und deswegen trotzdem gerannt kommen, aber das heißt, dass ich so bin, wie auch du es bist, mit dem, was du tust, tatsächlich du selbst und einfach dich selbst zeigst und dadurch genau die Menschen ansprichst, die genau das wollen, nämlich so eine Person, wie du sie bist. #00:11:48-8#

Nadia Dellagiacoma: Das stimmt. #00:11:49-7#

Sebastian Eisenbürger: Und ob du jetzt eine Person bist, oder ein Unternehmen, das spielt gar keine so eine große Rolle. #00:11:54-7#

Nadia Dellagiacoma: Deswegen auch positives Marketing, ne? Interessant. Ich verstehe. Ich verstehe. Ja, das stimmt. Wenn du etwas nach außen strahlst, wird es automatisch die Menschen, oder die Kunden in dein Leben ziehen, die eben das spiegeln, was du ihnen präsentierst, wenn es authentisch ist. #00:12:09-6#

Sebastian Eisenbürger: Genau. Deswegen finde ich es so spannend dich hier zu haben, als jemand, der sich sehr mit Menschen und Masken auseinandergesetzt hat. Und ich finde es total spannend, dieses, ja, diesen Bezug herzustellen eben von Menschen auf das Unternehmen. #00:12:21-2#

Nadia Dellagiacoma: Ja. Interessant. #00:12:24-1#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Und gerade, weiß nicht, das ist auch so ein Schlüsselerlebnis, das, was du vielleicht gerade spürst. In vielen Unternehmen, wenn ich das erkläre, ich erkläre das dann ein bisschen ausführlicher und ein bisschen individueller, aber im Grunde ist der Moment immer der gleiche, dass dann Unternehmen auch dieses „Aha“ spüren und sich Dinge ändern, ganz, ganz langsam, weil Unternehmen bestehen aus vielen Menschen, aus vielen, kleinen Personen, die alle irgendwo Gespräche führen und mitreden wollen und Entscheidungen treffen und irgendwie Hierarchien und so weiter. Komplizierte Geschichte. Aber da sage ich auch: „Ein kleiner Funken streuen entfacht irgendwann das Feuer.“ Es dauert vielleicht lange, ist vielleicht auch nicht so super nachhaltig, vielleicht geht es auch wieder ein bisschen zurück, aber über kurz oder lang kann es nur diese eine Richtung einnehmen. #00:13:03-9#

Nadia Dellagiacoma: Spannend, ja. Verstehe. Ich habe das Gefühl ich muss jetzt irgendwas kluges und produktives beitragen, aber, ja wirklich, ich bin jetzt gerade so vom Hocker gehauen und das macht jetzt extrem viel Sinn. Absolut. Ich hatte jetzt auch gerade live diesen Aha-Moment (lacht). #00:13:21-2#

Sebastian Eisenbürger: Gut. #00:13:23-0#

Nadia Dellagiacoma: Ja, ja, wie ihr alle hört, ich sage nämlich gerade gar nichts mehr (lacht), was auch ungewöhnlich für mich ist. #00:13:29-1#

Sebastian Eisenbürger: Erzähl ruhig ein bisschen drüber, was du spürst, wenn du Menschen redest und denen erklärst: „Lass deine Maske fallen“ und eben darüber sprichst. Da ist es doch genau so, würde ich behaupten, dass viele Menschen das auch dann das erste Mal begreifen und ja, daraus ihre Schlüsse ziehen. #00:13:44-8#

Nadia Dellagiacoma: Also wenn ich jetzt auf Menschen zugehe und von meinem Thema spreche meinst du jetzt? #00:13:50-4#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:13:51-7#

Nadia Dellagiacoma: Ich glaube viele Menschen sind erst mal überrascht, wenn du Themen ansprichst, die ziemlich naheliegend sind, über die keiner so richtig spricht. das ist das interessante. Also ich stoße auf sehr viel Überraschung, auf sehr viel Irritation manchmal, und auch auf, also ich bekomme auch sehr, sehr, sehr viele Aha-Momente kommuniziert. Ja. Ich denke aber, zum Thema Marketing, Menschen und Masken, dass ich dieses Thema nicht rüberbringen könnte, wenn ich es nicht selbst erlebt hätte und dafür einstehe. Also wenn ich jetzt so der absolut krasseste nicht-authentischste Mensch der Welt wäre, dann könnte ich nicht über dieses Thema sprechen. Und das ist ebenso diese Identifikation mit dem Thema, oder auf Unternehmen übertragen, die, ja (…) Du guckst mich so fragend an. #00:14:57-7#

Sebastian Eisenbürger: Ne, ich denke gerade nach tatsächlich. #00:14:59-3#

Nadia Dellagiacoma: Ja? #00:14:59-7#

Sebastian Eisenbürger: (lacht) Ja. Nein, ich denke wieder an Werte gerade. #00:15:03-4#

Nadia Dellagiacoma: Ja. #00:15:03-7#

Sebastian Eisenbürger: Ich kriege von vielen Unternehmen erzählt: „Ja, wir haben doch Werte. Wir haben das vor vielen, vielen Jahren erlebt und die hängen ja da auch an der Wand.“ #00:15:08-7#

Nadia Dellagiacoma: Ah, der Klassiker, ja. #00:15:10-4#

Sebastian Eisenbürger: Genau. Das sind zwei Sachen, die mir immer auffallen. Zum einen hat sich irgendwer Gedanken gemacht, das aufgeschrieben und an die Wand gehängt. Nur ist das nicht zwingend das, was auch gelebt wird. Das hängt also quasi ein bisschen als Alibi da an der Wand. Und sind Werte eben auch gerne mal eine Ausrede dafür: „Ok, wir haben uns ja Gedanken darüber gemacht und da hängt ja was. Ob wir jetzt so sind, oder nicht, ist ja eigentlich mal gar nicht so wichtig. Wir wollen das ja irgendwie. Und das ist unser Ziel. Und wir sind einfach auf einem langen Weg dahin.“ Das wird einfach nicht so ernst genommen. #00:15:37-6#

Nadia Dellagiacoma: Ja. #00:15:38-6#

Sebastian Eisenbürger: Und tatsächlich sich zu überlegen, nicht zu überlegen: „Was für Werte wollen wir haben?“, sondern: „Wie lauten unsere Werte gerade?“, und das kann auch durchaus sein, dass das nicht so positiv ist, gerade bei Unternehmen, was da rauskommt. Geht es eben doch nur ums Geld am Ende des, oder geht es auch wirklich um andere Dinge. Und wenn du Werte von Unternehmen liest, ich habe noch niemals gesehen, dass da steht: „Wir wollen reich werden, oder Geld verdienen.“ #00:15:59-3#

Nadia Dellagiacoma: Das stimmt. #00:16:00-2#

Sebastian Eisenbürger: Und wenn du irgendwo mal schaust, tiefer schaust: „Was sind denn eure KPIs? Worum geht es euch? Was wollt ihr am Ende des Tages?“ Dann sagen mir alle: „Es geht um das Geld, natürlich.“ Und das finde ich mega spannend und ich dann in Marketingabteilungen unterwegs, wo genau dieser, wo ich diesen Effekt anspreche. Und, ja, die Menschen schauen mich an und es ist, wie du es selbst sagst, auch wie du aus deinen Coachings heraus, wenn du diese Gespräche führst, oft kriege ich zu hören: „Wir machen ja was.“ #00:16:29-9#

Nadia Dellagiacoma: Ja. #00:16:30-8#

Sebastian Eisenbürger: „Wir machen ja was.“ Und dann, ja, in meinem Kopf schüttele ich meinen Kopf. Das mache ich ja nicht nach außen. Und denke mir: „Ja, es kommt nicht drauf an, dass du was machst. Es geht nicht drum, dass du die Zeit mit irgendetwas verbringst. Es geht darum, was du willst, worauf du hinaus willst, und ob du das erreichst, oder nicht.“ Und, ja, an Werten zu arbeiten finde ich total spannend mit Unternehmen. Und jetzt sind wir bei dem nächsten, wir sollten mal noch einen Podcast zum Thema „Marketing und Werte“ machen. #00:16:55-9#

Nadia Dellagiacoma: Ja, stimmt, genau. #00:16:57-4#

Sebastian Eisenbürger: Ok, das werden wir dann tun irgendwann. Dann erzähle ich jetzt nicht so viel über Werte. Es ist jedenfalls ein Thema, was unfassbar wichtig ist, und im Marketing eine extrem große Rolle spielen sollte. Leider tut es das nicht so oft. Zum Thema Masken. Ja. Bei Unternehmen, es ist halt tatsächlich, und das ist glaube ich auch eine größere Herausforderung als bei einer einzelnen Person, weil Unternehmen eben aus so vielen Menschen besteht. #00:17:19-7#

Nadia Dellagiacoma: Das stimmt. #00:17:20-6#

Sebastian Eisenbürger: Und Masken einfach runterzureißen geht bei Unternehmen auch nicht so einfach. Man kann jetzt nicht die Facebookseite offline nehmen, die Webseite offline nehmen, und alles offline nehmen und erst mal schauen: „Wie sind wir eigentlich?“ Man kann kein Unternehmen irgendwie beim Psychiater auf die Bank legen und erst mal Psychotherapie betreiben. Das geht nicht. Und dennoch kann man sich mit Unternehmen auseinandersetzen und überlegen: „Was bist du? Wie sieht die Persönlichkeit aus?“ Und dann finde ich es immer ganz spannend wirklich mir eine Person, einen Mensch so im Geiste vorzustellen. #00:17:46-8#

Nadia Dellagiacoma: Mhm (bejahend). #00:17:47-8#

Sebastian Eisenbürger: Ich habe jetzt dieses Unternehmen. Das habe ich kennengelernt. Wie sieht das menschliche Pendant dazu aus? Ist es männlich? Ist es weiblich? Ist es jung? Ist es alt? Ist es ernst? Ist es eher lustig? Wie sieht es aus? Dunkle Haare? Helle Haare? Bart? Kein Bart? Keine Ahnung. Und ich finde darüber kriegt man ein sehr, sehr gutes Bild über das Unternehmen. Und jetzt kommt was nächste spannende. #00:18:06-5#

Nadia Dellagiacoma: Ja. #00:18:07-3#

Sebastian Eisenbürger: Im Marketing wird immer von Personas gesprochen. Weiß nicht, kennst du Personas? Oder Traumkunden, Wunschkunden, dieses? #00:18:13-2#

Nadia Dellagiacoma: Ja. Traumkunden, Wunschkunden. #00:18:15-3#

Sebastian Eisenbürger: Im klassischen Marketing heißt es: „Gehe hin und baue dir Personas. Baue dir deinen Wunschkunden zusammen, oder deine drei vier fünf, Wunschkunden.“ #00:18:21-6#

Nadia Dellagiacoma: Ja. #00:18:22-3#

Sebastian Eisenbürger: Dann tuen das viele Unternehmen und malen die sich auch wirklich irgendwo hin, oder holen sich irgendein Foto, was diesem Wunschkunden ähnlich ist, verpassen dem Eigenschaften, verpassen dem ein Leben, eine Historie, also er ist wirklich ein echter Mensch. Nur was nutzt mir das, wenn ich selbst gar nicht weiß, wie ich bin, und ob ich als Mensch überhaupt zu diesem Menschen passe? Und da finde ich es einen sehr spannenden Prozess, diesen Wunschkunden, der meist schon da ist, herzunehmen, dieses eigene Bild des Unternehmens zu zeichnen, und sich dann zu fragen: „Wie würde jetzt diese Person, die vielleicht irgendwie männlich, alt, graue Haare, keine Ahnung, nur gesponnen jetzt, wie würde diese Person zu dieser jungen Frau passen, Anfang 20, irgendwie gerade im Studium fertig, wie würde das passen?“ Und es ist so offensichtlich, dass es nicht irgendwie der einfachste, also dass es nicht super auf dem einfachsten Wege passt. #00:19:09-2#

Nadia Dellagiacoma: Das stimmt. #00:19:09-6#

Sebastian Eisenbürger: Und dann gibt es zwei Möglichkeiten. Drei Möglichkeiten. Entweder der Wunschkunde passt nicht, oder die Persönlichkeit des Unternehmens passt noch nicht, oder die Art und Weise, wie kommuniziert wird, wie Marketing betrieben wird, passt noch nicht. Und an allen drei Schrauben kann man drehen. Entweder ich ändere meinen Wunschkunden, oder ich setze mich mit der Persönlichkeit meines Unternehmens auseinander, wo wir bei Persönlichkeitsentwicklung sind für Unternehmen, und oder ich kann halt den Weg überdenken. Wie kommuniziert denn dieser ältere Herr mit dieser jungen Frau. #00:19:38-4#

Nadia Dellagiacoma: Ja. #00:19:39-2#

Sebastian Eisenbürger: Das geht. Aber das geht wahrscheinlich nicht so einfach, nicht so naheliegend (..:) #00:19:43-3#

Nadia Dellagiacoma: Ja. #00:19:44-2#

Sebastian Eisenbürger: (…) wie bei anderen Wunschkunden, die vielleicht älter sind und besser passen. #00:19:47-5#

Nadia Dellagiacoma: Das ist so spannend. Und sehr komplex. Aber es macht so viel Sinn. #00:19:55-4#

Sebastian Eisenbürger: Es macht vor allem auch so viel Spaß. #00:19:57-1#

Nadia Dellagiacoma: Ja. Total. Also das ist so ein krass schön spannendes Thema. Und ich weiß, ich werde mir diese Aufnahme bestimmt 20 Mal anhören, weil ich glaube ich so viel jetzt gerade gelernt habe und für mich Überdenken muss. Oh, das ist sehr, sehr, sehr spannend. #00:20:13-9#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Und was, was ich dir sagen muss, dass ganz viel aus deinem Kopf kommt davon. #00:20:18-7#

Nadia Dellagiacoma: Ja? #00:20:19-3#

Sebastian Eisenbürger: Und deswegen, tatsächlich, das ist so. Ich habe mir diese Gedanken gemacht seit Juni ungefähr und ernsthaft, das ist so, dass du mit dem Video letzte Woche da noch ganz, ganz viel in meinem Kopf angeregt hast. Und das finde ich total interessant. #00:20:31-6#

Nadia Dellagiacoma: Das finde ich jetzt auch total interessant (lacht). #00:20:33-7#

Sebastian Eisenbürger: (lacht) Ok. #00:20:35-1#

Nadia Dellagiacoma: Schön. #00:20:35-8#

Sebastian Eisenbürger: Wechseln wir mal das Thema (lacht). #00:20:37-4#

Nadia Dellagiacoma: Ja. Ja. Also nein (lacht). #00:20:41-9#

Sebastian Eisenbürger: Mich würde total interessieren, wie du denn persönlich mit Marketing umgehst, wenn es dir so in deinem Alltag begegnet, im Fernsehen, im Internet, auf der Straße, im Kino, wo egal? #00:20:50-1#

Nadia Dellagiacoma: Mhm (bejahend). Ich bin da Optimist. Und ich habe den Eindruck, also das ist jetzt nur mein persönliches Empfinden, dass Marketing, oder dass das wirklich heutzutage funktioniert, dass es weniger aggressiv ist, und dass eher auf diese menschliche Komponente angesprochen wird, auf dieses Zwischenmenschliche. #00:21:11-4#

Sebastian Eisenbürger: Was kannst du das beschreiben, das Zwischenmenschliche? #00:21:14-7#

Nadia Dellagiacoma: Zum Beispiel Nike als Beispiel, dieser Slogan „Just do it“. Ich bekomme den kompletten Slogan jetzt nicht zusammen. Aber es, also dieser Slogan ist so persönlich und spricht jeden Menschen an, so ja, und du ziehst dir jetzt diese Schuhe an und du machst jetzt einfach Sport und du tust es für dich und für deinen Körper und für deine Lieben. Es ist so, so persönlich und deswegen glaube ich, dass Nike auch unglaublich viel Erfolg hat, weil es einfach sehr, sehr persönlich ist. #00:21:42-8#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:21:43-4#

Nadia Dellagiacoma: Also es ist das Erste, was mir einfällt. Das spricht mich wahnsinnig an. Und ich glaube das allerwichtigste ist einfach: Was kann ich dem Kunden Gutes tun? Was hat der Kunde denn davon, dass es mich gibt? Will ich jetzt mit meinem Produkt, oder mit meiner Firma, Geld verdienen, oder will ich wirklich, oder geht es um den Kunden? Will ich etwas Gutes beim Kunden bewirken? Das ist auch so Persönlichkeitsentwicklung. Das ist eigentlich eine sehr, sehr simple Frage, aber ich glaube die bewirkt unglaublich viel. #00:22:17-6#

Sebastian Eisenbürger: Das ist richtig. #00:22:19-2#

Nadia Dellagiacoma: Mhm (bejahend). #00:22:20-1#

Sebastian Eisenbürger: Ich bin nur noch dabei, wie du persönlich Marketing wahrnimmst. #00:22:22-8#

Nadia Dellagiacoma: Wie ich persönlich Marketing wahrnehme? #00:22:24-8#

Sebastian Eisenbürger: Ja, jetzt hast du ein Beispiel gebracht mit Nike. #00:22:26-1#

Nadia Dellagiacoma: Also ich glaube gutes Marketing würde mir nicht als Marketing auffallen. #00:22:30-8#

Sebastian Eisenbürger: Hast du da auch ein Beispiel? #00:22:32-6#

Nadia Dellagiacoma: Nein, gerade nicht. Gerade nicht ehrlich gesagt. Aber du meintest ja auch vorhin: „Gutes Marketing ist kein Marketing.“ #00:22:40-2#

Sebastian Eisenbürger: Das ist richtig. #00:22:41-2#

Nadia Dellagiacoma: Also es fällt dann gar nicht auf. Hmm. #00:22:44-6#

Sebastian Eisenbürger: Also ein Beispiel, es ist so mein klassisches Beispiel, ist Hornbach zum Beispiel als Baumarkt. #00:22:50-5#

Nadia Dellagiacoma: Mhm (bejahend). #00:22:51-1#

Sebastian Eisenbürger: Habe ich auch schon öfter in diesem Podcast gebracht. Hornbach schafft es problemorientiert, oder lösungsorientiert Probleme zu lösen von irgendwelchen Menschen. Das heißt wenn du dich an deinen Rechner sitzt und eine Terrasse bauen willst und wissen willst: „Wie baue ich denn jetzt eine Terrasse?“, könntest du entweder auf einen Webshop gehen und könntest nach Steinen suchen, könntest nach Untergrund suchen, nach Holz, keine Ahnung, was man da braucht, weiß ich gar nicht, oder, was die meisten tun werden, sie gehen zu Google und geben ein „Terrasse bauen“. #00:23:17-3#

Nadia Dellagiacoma: Stimmt, ja. #00:23:19-0#

Sebastian Eisenbürger: Und Hornbach hat es geschafft als erster Onlineshop in dem Bereich auf Platz 1 zu sein bei Google, was extrem außergewöhnlich ist für einen Onlineshop für so einen Suchbegriff. Und Hornbach holt seine Kunden eben nicht über Produkte ab, sondern über dieses Thema, dieses Problem, dieses Projekt, wie es Hornbach nennt. #00:23:37-1#

Nadia Dellagiacoma: Mhm (bejahend). #00:23:37-6#

Sebastian Eisenbürger: „Terrasse bauen“. Und dann lernst du eben dort, wie du eine Terrasse baust, Schritt für Schritt, mit Videos, mit Anleitungen, mit PDFs, die du ausdrucken kannst. Und natürlich bekommst du dazu die Produkte, die zu brauchst. #00:23:45-4#

Nadia Dellagiacoma: Ja. Spannend. #00:23:46-9#

Sebastian Eisenbürger: Und der Punkt ist: Du kaufst sie dann auch dort. #00:23:48-7#

Nadia Dellagiacoma: Stimmt, ja. #00:23:49-3#

Sebastian Eisenbürger: Und zwar du denkst dann gar nicht mehr groß drüber nach, woanders zu schauen. Viele würden das vielleicht doch machen, die meisten aber nicht. #00:23:54-4#

Nadia Dellagiacoma: Die meisten nicht, das stimmt. #00:23:55-3#

Sebastian Eisenbürger: Und das ist positives Marketing. #00:23:56-6#

Nadia Dellagiacoma: Ah, schön. #00:23:59-1#

Sebastian Eisenbürger: Genau. Und das nimmst du nicht als Marketing wahr, weil Hornbach ist nicht zu dir gekommen und hat gesagt: „Hier, mach das so und so“, sondern du bist zu Hornbach, oder du bist über Google zu Hornbach gekommen und hast gefragt: „Zeige mir mal, wie man eine Terrasse baut.“ #00:24:10-7#

Nadia Dellagiacoma: Genau. Das ist auch ein klassischer Grundsatz aus der Persönlichkeitsentwicklung. Du kannst nur so viel Geld verdienen, wenn du eben Probleme löst. #00:24:20-9#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:24:21-9#

Nadia Dellagiacoma: Das ist ganz, ganz, ganz spannend eben dieses Dienen. Verdienen kommt von Dienen. Ich diene einem Menschen. Ich versuche ein Problem zu lösen und bekomme dann im Gegenzug Geld, oder ich verkaufe mein Produkt. Aber zuerst versuche ich jemanden zu helfen damit, oder zu unterstützen, und das macht ja Hornbach in dem Fall. #00:24:40-1#

Sebastian Eisenbürger: Ich weiß jetzt nicht, ob das strategisch so gemacht ist, ob da wirklich jemand dahinter sitzt, der sich genau diese Gedanken gemacht hat. Das funktioniert auf jeden Fall. Und der Punkt ist, wenn du es auf Marketing beschränkst, dann ist das ein sehr positives Marketing, ohne zu wissen, welche Absicht dahinter steht. #00:24:53-3#

Nadia Dellagiacoma: Genau. #00:24:54-4#

Sebastian Eisenbürger: Nutzt du persönlich AdBlocker, oder dann den netten Aufkleber „keine Werbung“ auf dem Briefkasten? #00:25:01-3#

Nadia Dellagiacoma: Hatte ich mal. Und dann gab es irgendein Update und dann hatte ich es nicht mehr (lacht). Ne, ich habe keinen AdBlocker. #00:25:11-2#

Sebastian Eisenbürger: Wie nimmst du das wahr, Werbung im Internet? #00:25:13-2#

Nadia Dellagiacoma: Manchmal ziemlich nervig. Also mittlerweile ist mir das einfach bewusst, ok, ich habe das und das bei Google eingegeben, dementsprechend wird dieses Kleid jetzt fünf Mal auf meiner Facebook Page angezeigt. Dieses Kleid könnte ihnen gefallen. Ich denke mir so: „Ja, das tut es auch.“ Also so nehme ich das wahr. Oft als sehr aggressiv. Aber ich mache mir ehrlich gesagt nicht so Gedanken darüber, weil ich mir einfach dessen bewusst bin: „Ok, das ist jetzt einfach da. Das ist die Werbung.“ Und mich persönlich stört es nicht so sehr. #00:25:42-9#

Sebastian Eisenbürger: Ok. Was hältst du von diesen ganzen sogenannten Datenkraken wie Google, Facebook und so weiter? #00:25:48-9#

Nadia Dellagiacoma: Ich habe da ehrlich gesagt eine sehr geteilte Meinung zu. Ich glaube, dass die meisten Menschen sagen: „Ok, es ist eben Missbrauch. Also meine Daten werden missbraucht. Ich habe nicht“ (…) haben wir ja alle irgendwie doch. Wir haben uns ja alle bei Facebook angemeldet. „Ich habe nicht meine Einwilligung gegeben, dass ich eben diese Werbung jetzt sehe, oder dass sie mich so einschätzen, oder so analysieren, dass sie denken: ‚Ok, das und das passt auf mich.'“ Ich denke, dass Daten auf jeden Fall missbraucht werden können, aber ehrlich gesagt denke ich nicht, dass das passiert in den meisten Fällen, denn damit würde das Unternehmen sich selber schaden. #00:26:37-8#

Sebastian Eisenbürger: Wenn es nachhaltig denkt auf jeden Fall. #00:26:40-4#

Nadia Dellagiacoma: Also wenn es nachhaltig denkt. Ja. #00:26:43-7#

Sebastian Eisenbürger: Du sagtest zweischneidig. Das war jetzt die eine Seite. #00:26:46-2#

Nadia Dellagiacoma: Und positiv, wenn es mir einen Nutzen bringt, dann denke ich ist es durchaus sinnvoll, dass sie meine Daten erfassen und wissen wer ich bin, oder auf was ich wert lege, was meine Werte vielleicht sogar sind, wenn man ganz, ganz weit denkt. Und dann hilft es mir. #00:27:01-3#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:27:01-9#

Nadia Dellagiacoma: Und dann sehe ich auch im besten Fall das, was ich sehen möchte. #00:27:04-7#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Spannend. #00:27:07-9#

Nadia Dellagiacoma: Ja. #00:27:08-3#

Sebastian Eisenbürger: Ja, ich sehe das genauso. Ich finde es eher gut und auch eher aus dem Gedanken heraus „ich glaube an das Gute.“ Und deswegen gibt es für mich keinen Grund irgendwelchen Menschen oder Unternehmen Böses zu unterstellen, nur weil die Gefahr besteht, dass mal was passieren könnte. #00:27:21-4#

Nadia Dellagiacoma: Genau. #00:27:21-8#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Wie ist das, ich weiß du nutzt Snapchat seit einiger Zeit. #00:27:27-1#

Nadia Dellagiacoma: Ach stimmt, das habe ich vergessen vorhin, also ich habe Snapchat vergessen. Ja. Gesichtserkennung (lacht). #00:27:34-7#

Sebastian Eisenbürger: Warum tust du es? #00:27:37-4#

Nadia Dellagiacoma: Snapchat? #00:27:38-3#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:27:39-1#

Nadia Dellagiacoma: Ich muss ganz ehrlich sagen: Ich habe Snapchat angefangen, weil ganz viele andere Snapchat schon hatten und ich das Gefühl hatte: „Ok, ich verpasse irgendwas. Das ist jetzt gerade total im Kommen und ich könnte das ja positiv nutzen.“ Snapchat ist ganz, ganz interessant, weil du eben eine Sache postest und die ist dann genau 24 Stunden online. Also es gibt jetzt eine neue Funktion, Memories, da kannst du es auch speichern, aber das, was du in dem Moment postest, ist eben nur begrenzt online und deswegen ist es super interessant auch für die Leute, weil die genau wissen: „Ok, die Person hat das gepostet, das kann aber wirklich im nächsten Augenblick schon weg sein.“ Und deswegen checkst du auch Snapchat wahnsinnig oft. Das ist das interessante. #00:28:19-7#

Sebastian Eisenbürger: Ok. Bekommst du da auch irgendwie Feedback, oder, also was bringst es dir tatsächlich? #00:28:24-2#

Nadia Dellagiacoma: Ich muss sagen, ich bin da noch nicht so aktiv, wie ich es sein könnte. Aber ich habe von anderen gehört, die auch in die Richtung gehen wollen, Speaker, dass sie wahnsinnig gutes Feedback bekommen und auch eine wahnsinnige Reichweite dadurch bekommen. #00:28:39-6#

Sebastian Eisenbürger: Ok. Also (…) #00:28:41-3#

Nadia Dellagiacoma: Es ist das neue Facebook glaube ich. #00:28:44-7#

Sebastian Eisenbürger: Ja? #00:28:45-4#

Nadia Dellagiacoma: Mhm (bejahend). Ja. #00:28:47-0#

Sebastian Eisenbürger: Ok. Glaube ich im Moment noch nicht. #00:28:48-9#

Nadia Dellagiacoma: Glaubst du nicht? #00:28:49-5#

Sebastian Eisenbürger: Ich weiß es nicht. Ich kann es nicht beurteilen. Ich habe auch langsam das Gefühl, dass ich so in ein Alter komme, wo ich denke mir manchmal ich bin zu alt für diese Sachen. #00:28:56-1#

Nadia Dellagiacoma: Ach Quatsch. #00:28:57-1#

Sebastian Eisenbürger: Das gab es noch nie, aber bei Snapchat ist es tatsächlich so. Ich verstehe es. Ich weiß, wie es funktioniert. Ich würde es weder zum Konsumieren nutzen, noch um Videos zu posten, weil es, ich weiß nicht, es spricht mich überhaupt nicht an. #00:29:10-8#

Nadia Dellagiacoma: Ja? #00:29:11-7#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Aber das ist meine persönliche Meinung. Ich weiß, dass es viel genutzt wird, weiß auch, dass es langsam im Marketing ankommt und auch dort genutzt wird, genau wie WhatsApp. #00:29:20-0#

Nadia Dellagiacoma: Mhm (bejahend). #00:29:20-9#

Sebastian Eisenbürger: Ja, das ist einfach so, da müssen wir alle mit Leben, dass Menschen Kanäle gebrauchen und missbrauchen und damit Dinge tun, die mehr oder weniger gut sind. Aber Snapchat ist tatsächlich noch nicht bei mir angekommen. #00:29:31-9#

Nadia Dellagiacoma: Ja? #00:29:32-5#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:29:32-9#

Nadia Dellagiacoma: Es hat bei mir aber auch verhältnismäßig lange gebraucht. (lacht) Als ich mich angemeldet habe, waren alle anderen schon da. Ist ok. Es ist an mir vorbeigegangen. #00:29:40-7#

Sebastian Eisenbürger: Ja ne, angemeldet bin ich tatsächlich, aber ich gucke da halt tatsächlich nicht rein. Ja. Ich habe lange für Instagram gebraucht auch. #00:29:47-7#

Nadia Dellagiacoma: Mhm (bejahend). #00:29:48-4#

Sebastian Eisenbürger: Twitter hast du auch, oder? Nutzt du es auch? #00:29:49-9#

Nadia Dellagiacoma: Twitter? #00:29:50-6#

Sebastian Eisenbürger: Instagram. #00:29:51-4#

Nadia Dellagiacoma: Instagram, ja, habe ich auch. Ich habe sogar Twitter, aber da bin ich wirklich nie aktiv. Da bin ich nie online. #00:29:58-4#

Sebastian Eisenbürger: Ich frage diese Frage fast immer in diesen Interviews und fasst niemand nutzt Twitter. Und ich glaube es passt tatsächlich nicht zu der Art Menschen, mit denen ich hier spreche und sage jedem: „Ich kann mir auch nicht vorstellen, dich in 140 Zeichen zu quetschen.“ #00:30:12-5#

Nadia Dellagiacoma: Oh, das stimmt. Das stimmt. Richtig, ja. #00:30:17-7#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Ne, das passt nicht. Ich finde das passt nicht zu der Branche, mit der ich mich gerade auseinandersetze. #00:30:22-5#

Nadia Dellagiacoma: Mhm (bejahend). #00:30:23-2#

Sebastian Eisenbürger: Ich nutze Twitter für meine Blogartikel tatsächlich, weil ich weiß, dass, ja, die Menschen, die meinen Blogartikel lesen möchten, sehr aktiv dort sind. Und da finde ich passt das auch. Ich würde jetzt keine Neuigkeiten, also nichts von mir privates, persönliches bei Twitter verbreitern, aber es hilft mir, um Themen einfach unter die Leute zu bringen. #00:30:41-6#

Nadia Dellagiacoma: Heißt du postest dann so was wie: „Neuer Blogartikel hier zu finden“, und dann den Link, oder? Also du fasst dich da relativ kurz und verweist auf deinen Blog und das war es. #00:30:50-9#

Sebastian Eisenbürger: Ja, ich würde jetzt nicht schreiben „neuer Blogartikel“. Ich würde den Titel nennen, „wie du …“ und der Link mit einem Bild. Und dann klicken die Menschen drauf, die halt dieses „wie du …“ gut finden und retweeten das dann und finden das ganz ok. #00:31:03-9#

Nadia Dellagiacoma: Ah, schön, ja. #00:31:05-6#

Sebastian Eisenbürger: Genau. Ja Instagram, das nutze ich tatsächlich bisher privat ausschließlich und das finde ich auch ganz spannend. Also ich habe angefangen jetzt mal so ein bisschen rumzuspielen, rumzuprobieren, also so Effekte kennenzulernen. Und es ist lustig, auf welche Begriffe wie reagiert wird, also welche Tags wie populär sind und welche Menschen mich dann adden, oder mir folgen und auch den Like, das Like hinterlassen. #00:31:26-8#

Nadia Dellagiacoma: Mhm (bejahend). #00:31:27-7#

Sebastian Eisenbürger: Finde ich sehr interessant. Aber auch da, also ist meine Meinung momentan, das klappt noch besser für private Fotos. #00:31:33-6#

Nadia Dellagiacoma: Ja. #00:31:34-0#

Sebastian Eisenbürger: Ich weiß, dass es viele, gerade im Modebereich und auch bei Lebensmitteln, geht das ganz gut, dass du Fotos von Dingen tust, also emotionale Bilder, da wo auch emotionale Bilder gefragt sind, kann man das gut machen, weiß aber noch immer noch nicht, wie gut das Menschen finden, die Instagram nutzen. Ich weiß nicht. Ich bin keiner, der bei einem Modelabel jetzt folgen würde und da irgendwie Klamotten also liked. #00:31:55-4#

Nadia Dellagiacoma: Mhm (bejahend). #00:31:55-8#

Sebastian Eisenbürger: Da ist Instagram für mich ein zu privater Kanal. Ich weiß nicht wie du das siehst. #00:32:00-0#

Nadia Dellagiacoma: Finde ich auch. Also ich habe da auch mir schon Gedanken drüber gemacht und ich finde Instagram ist ja doch sehr, sehr privat. Das stimmt. Also ich poste auch meistens manchmal sogar mehr private Dinge auf Instagram als auf Facebook. Aber ich kenne durchaus Leute, die auch wirklich wegen der Mode Seiten folgen, oder wegen dem Essen. #00:32:26-3#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:32:26-6#

Nadia Dellagiacoma: Ich mache das nicht immer bewusst, aber es wird ja auch angezeigt. Also du kannst auf dieses Home Button, also wenn ich das jetzt richtig wiedergebe, ich bräuchte das jetzt direkt vor mir, und dann werden auch nur Bilder vorgeschlagen, die zu dir passen. Also wenn ich irgendwie, Klischee, irgendwas von Beyonce like, kommen dann 20 Bilder von Beyonce. Ich denke mir jedes Mal: „Ok, ich suche wohl nur nach Beyonce.“ Aber, ja ne wirklich, aber dann sind das solche Sachen. #00:32:51-3#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:32:51-8#

Nadia Dellagiacoma: Das ist ganz spannend, ja. Ja doch, es gibt ja super viele Fitness Instagram Profile, und Lifestyle, ich glaube Lifestyle trifft es ganz gut. Das ist Instagram, Lifestyle. #00:33:04-3#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Also die Meinung war, das ist vorwiegend für privat, also für Menschen, die sich privat mit dem Account beschäftigen und handgemacht wird, und nicht für Menschen, die irgendwo, ja, im Berufsleben stehen und dort irgendwelche Informationen finden, die sie brauchen, um zu arbeiten. #00:33:18-7#

Nadia Dellagiacoma: Das nicht, das nicht. Aber ganz, ganz viele Unternehmen nutzen Instagram, um sich mal von der persönlicheren Seite zu zeigen. Das ist mir schon aufgefallen. #00:33:26-2#

Sebastian Eisenbürger: Ja, dann darfst du mir die mal zeigen. #00:33:28-0#

Nadia Dellagiacoma: Ja, das mache ich sehr gerne. #00:33:29-9#

Sebastian Eisenbürger: Ok. Hast du zum Abschluss noch irgendwie den einen Tipp von dir, den du hier teilen magst? #00:33:35-4#

Nadia Dellagiacoma: Den einen Tipp? Sei nicht etwas, was du nicht bist. Also strahlte nicht etwas auf Facebook aus, das du nicht bist. Versuche so authentisch wie möglich zu sein und kläre die Dinge, die du postest, also ich kann jetzt wie gesagt eher nur von Facebook sprechen, oder von meiner Branche (…) jetzt weiß ich nicht, wie ich den Satz angefangen habe (lacht). Teile nur etwas, hinter das du stehen kannst auch wirklich. #00:34:02-8#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:34:03-8#

Nadia Dellagiacoma: Also kläre immer alles, was du postest, was du machst, mit deinen persönlichen Werten ab. #00:34:09-1#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:34:09-9#

Nadia Dellagiacoma: Und dann glaube ich wird das automatisch auch authentischer. #00:34:14-4#

Sebastian Eisenbürger: Ja, und dieser Satz, den du gesagt hast, das trifft das positive Marketing so im Kern, weil das ist nichts anderes, als, wenn ich es in einem Satz zusammen fasse, sage ich immer: „Positives Marketing ist dafür zu sorgen, dass es Marketingmitarbeitern gut geht, damit sie überhaupt in die Lage versetzt werden, über ihre Botschaft, die sie raussenden, den Empfänger glücklich zu machen.“ #00:34:33-9#

Nadia Dellagiacoma: Schön. #00:34:34-9#

Sebastian Eisenbürger: Und das dafür bedarf es genau das, nämlich sich genau damit auseinanderzusetzen: „Stehe ich zu dem und für das, für das ich hier gerade Werbung mache im Marketing?“ Das passiert viel zu selten. Und deswegen umso schöner, dass du das hier zum Abschluss gebracht hast. #00:34:47-3#

Nadia Dellagiacoma: Dankeschön. #00:34:48-3#

Sebastian Eisenbürger: Danke dir ganz, ganz herzlich. #00:34:49-4#

Nadia Dellagiacoma: Ich danke dir für die Einsichten, die Aha-Momente, und das Lernen. #00:34:53-5#

Sebastian Eisenbürger: Ich danke dir, dass du einfach da bist, dass du deine Videos postest, und mich und viele andere daran teilhaben lässt. Ich finde es toll. Du inspirierst mich damit. Du merkst es bringt auch etwas für Marketingabteilungen implizit. Finde ich total cool. Und, ja, bin gespannt. Wir werden noch einen Podcast machen zum Thema Werte irgendwann. #00:35:12-0#

Nadia Dellagiacoma: Ja. Freue mich. Wie cool. #00:35:14-7#

Sebastian Eisenbürger: Alles klar. Und bei dir, lieben Zuhörer, möchte ich mich ganz, ganz herzlich bedanken, dass du so lange durchgehalten hast. Höre dir unbedingt die erste Episode mit Nadia an, falls du sie noch nicht gehört hast. Und hinterlasse mir doch ein paar Stern bei iTunes, gerne auch einen Kommentar, damit ich herausfinde, was ich ganz gut mache, was ich vielleicht noch verbessern kann, und ob es irgendwelche Themen gibt, die dich besonders interessieren. Dann hören wir uns nächste Woche wieder. Bis dann. Tschüss! #00:35:37-8#

 

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