#41: Marketing & Resilienz – Teil 1 (Peter Beer im Gespräch)

#41: Marketing & Resilienz – Teil 1 (Peter Beer im Gespräch)

Kurz vor seinem Urlaub habe ich mich mit Peter Beer per Skype zum Gespräch verabredet.

Um Resilienz soll es gehen…

Resil…-was?!?

Peter erklärts uns. 🙂

Außerdem tauschen wir uns zu unseren Morgenroutinen aus und erzählen euch, wie jeder von uns morgens in den Tag startet. Über Marketing verlieren wir natürlich auch den einen oder anderen Satz.

Peter ist Trainer und Coach für Resilienz. Er beschäftigt sich mit der Frage, wie jeder von uns optimal mit seinen Ressourcen haushalten kann und wir wir Freude am Tun finden.

Peter Beer findest du bei Facebook und unter www.peter-beer.de


Transkription: Marketing & Resilienz – Gespräch mit Peter Beer Teil 1

Sebastian Eisenbürger: Heute im Podcast für positives Marketing: Peter Beer, Trainer und Coach für Resilienz. #00:00:06-0#

Sebastian Eisenbürger: Herzlich Willkommen in einer neuen Episode des Podcasts für positives Marketing. Mein Name ist Sebastian Eisenbürger und heute habe ich Peter Beer im Interview. Er ist Trainer, Coach für Resilienz. Hallo Peter. #00:00:25-6#

Peter Beer: Hallo. #00:00:28-0#

Sebastian Eisenbürger: Wie geht es dir heute? #00:00:30-2#

Peter Beer: Mir geht es super. Bei mir steht jetzt bald der Urlaub ins Haus. Die meiste Arbeit ist schon erledigt. Ich bin super entspannt und freue mich jetzt auf den Podcast. #00:00:40-3#

Sebastian Eisenbürger: Perfekt, prima. Klingt total gut. Du bist Trainer und Coach für Resilienz. Ich habe das Wort schon mal gehört tatsächlich, ich weiß aber gar nicht genau, was es bedeutet. Erzähl doch mal, was dahintersteckt. #00:00:50-8#

Peter Beer: Ja, Resilienz ist, einfach gesagt, die menschliche Widerstandskraft. Also prinzipiell kommt der Begriff aus der Physik, aus der Materialforschung, beschreibt quasi wenn ein Objekt verformt wird, dass es wieder in den Ausgangszustand zurückkehrt. Resilienz in der Psychologie bedeutet diese menschliche Widerstandskraft, wie wir auf Belastungen reagieren, dass wir widerstandsfähig sind gegen Herausforderungen, gegen Schwierigkeiten. Und es ist diese innere Stärke, diese innere Ruhe und diese innere Ausgeglichenheit, die wir dann in den Tag tragen, um unser Leben ja zu rocken. #00:01:28-5#

Sebastian Eisenbürger: Ok. Und was macht ein Trainer und Coach für Resilienz und wie kommst du dahin? #00:01:34-5#

Peter Beer: Ja, was macht ein Trainer und Coach bei Resilienz? Zu mir kommen prinzipiell Menschen, die gerade Schwierigkeiten im Alltag haben, die mit Stress Probleme haben, die sagen: „Ok, ich fühle mich nicht in meiner Balance. Ich fühle mich ständig unruhig, ausgelaugt, habe zu viel zu tun, komme überhaupt nicht mehr klar“, und wollen dagegen etwas tun. Und was mir machen ist prinzipiell sehr individuell, vor allem im Coaching, wie ob man Ziele setzt, dass man wieder in seine innere Balance kommt, dass man rausfindet, was einem selbst ausmacht, wo die eigenen, ja Stärken ist fast das falsche Wort dafür, aber wo die eigenen Ressourcen liegen. Wie wir in unsere Energie kommen. Wie wir neue Strategien lernen können für zukünftige Herausforderungen. Wie wir Probleme konkret meistern können. Und wie wir schlussendlich dann diese Resilienz aufbauen können, um vor zukünftigen Belastungen da entspannter bleiben, gelassen bleiben und mit denen kraftvoll umgehen können. Das ist so der Kern von der Arbeit. #00:02:43-5#

Sebastian Eisenbürger: Ok. Und das ist im Grunde einfach ja eine Spezialisierung, die du für dich gefunden hast, ja die dein Thema ist und die du Menschen mitgibst, wenn sie zu dir kommen. #00:02:53-8#

Peter Beer: Genau. Es ist eine, ich (…) Also es ist so entstanden: Es ist ein Teil vom, also es ist ein größeres Bild vom Stressmanagement, sage ich immer, weil Stressmanagement hat immer diese Assoziation, wenn sie sagen: „Ich bin gestresst und möchte da raus, oder muss irgendwie den Stress managen.“ Resilienz ist so ein bisschen wie die positive Psychologie, wo sich einfach mit den Faktoren beschäftigt, was nicht nur sage: „Ich komme aus dem Stress raus“, sondern: „Ich möchte noch diese Kraft aufbauen, diese innere Stärke.“ Und das ist Resilienz. Man kennt sie aus der klassischen Psychologie, welche sich mit sehr vielen Krankheitsbildern beschäftigt und immer schaut: „Ok, wie mache ich einen kranken Menschen gesund?“ #00:03:35-9#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:03:36-2#

Peter Beer: Und positive Psychologie ist zu schauen: „Ok, was macht einen Menschen glücklich?“ #00:03:39-8#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:03:40-4#

Peter Beer: Und bei der Resilienz ist es ähnlich. Stressmanagement bedeutet: Ok, wie komme ich aus dem Stress raus? Und Resilienz bedeutet den nächsten Schritt sogar noch zu gehen: Wie komme ich in die Kraft? Wie komme ich in diese Power, um mein Leben wirklich zu rocken und wirklich Spaß zu haben? Und oftmals geht es tatsächlich aus diesem Defizit, aus dem Stress, aus dem Struggle heraus und dann noch den nächsten Schritt weiter. #00:04:02-4#

Sebastian Eisenbürger: Ok. Sehr spannend. Und wer kommt da zu dir? #00:04:06-5#

Peter Beer: Ganz unterschiedlich mittlerweile. Kommt natürlich dann auch aufs Marketing, das ich betreibe, an. Spezialisiert habe ich mich tatsächlich auf Führungskräfte und mein Stammklientel kommt aus der Automobilbranche, weil da ist auch meine Herkunft. Bevor ich Psychologie studierte, bevor ich mich zum Trainer und zum Coach ausbilden ließ, war ich tatsächlich Ingenieur in der Automobilbranche, und genau mit diesen Spannungspunkten und genau mit diesen Schwierigkeiten persönlich konfrontiert und musste persönlich schauen: „Hey, wie komme ich dort weiter?“ Und ich habe da auch viel gestruggelt. Ich hatte da auch einen Punkt in meinem Leben, wo ich gesagt habe: „Ok, mir geht es überhaupt nicht mehr gut. Ich fühle mich vollkommen ausgelaugt. Ich bin gestresst.“ Ich konnte an einem Tag tatsächlich am nächsten Tag nicht mehr in die Arbeit gehen, weil in der ersten Abteilung, wo ich tätig war, hatten von 12 Leuten damals 4 einen Burn-Out, und das war, ja das war eine harte, aber lehrreiche Phase für mich. Und aus all diesen Erfahrungen, aus all dem Struggle und aus diesem Punkt, wo ich gesagt habe: „Es geht bei mir nicht mehr weiter“, ist dann tatsächlich meine Passion entstanden (…) #00:05:13-4#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:05:13-9#

Peter Beer: (…) wo ich gesagt habe: „Ok, ich will herausfinden: Was braucht der Mensch in dieser Gesellschaft, um leistungsfähig zu sein, um begeistert arbeiten zu können, um wirklich in seiner Energie die Dinge auf die Straße bringt, wo mit, nicht mit einer Leichtigkeit, sondern mit einer ja mit einer Begeisterung.“ Es muss nicht immer leicht sein, weißt du, das ist nicht das Leben, aber es darf mit aus der eigenen Kraft, man darf aus sich heraus schöpfen. Und das wollte ich herausfinden. Und dann habe ich mich tatsächlich damals auf den Weg gemacht mit einem Psychologiestudium, nebenberuflich, mit Trainerausbildungen und Coachingausbildungen und dem Ganzen, was da hinten noch dranhängt, und ja, jetzt ist es meine Profession und Leidenschaft, die ich seit, ja seit, ich kann schon fast sagen: „Einigen Jahren.“ Genau, ja. #00:06:01-6#

Sebastian Eisenbürger: Ja, ich finde es aber total schön, wenn das jemand tatsächlich gut, weil er persönlich Erfahrung in dem Bereich gemacht hat. Ich kenne sehr wenige Coaches, wenn ich ehrlich bin, die aus, ich sage mal, das klingt jetzt ein bisschen böse, aus dem echten Leben kommen, also die schon mal irgendwo in einem Konzern, in einem Betrieb, gearbeitet haben und einfach festgestellt haben, wie es dort zugeht, wie es da ist, was es bedeutet dort Stress ausgesetzt zu sein. Deshalb finde ich es total gut, wenn Coaches eben diese Erfahrung haben, genau wissen: Wie fühlt sich jemand in der Situation? #00:06:28-4#

Peter Beer: Das ist tatsächlich der wichtigste Punkt, weil ich kann es fühlen. Ich kann es wirklich fühlen, wie sich die Menschen, wie es dem Menschen da geht. Ich verstehe den Struggle von mir selbst und mir ist es halt auch wichtig, also es war schon davor eine Passion in diesem psychologischen Bereich da, aber dann ist tatsächlich diese Passion auf ein Problem gestoßen in der Wirtschaft, also konkret tatsächlich auch in meiner Abteilung. Darauf ist meine Profession dann entstanden. Und jetzt, wenn ich mit Menschen arbeite: Ich weiß, wie es ihnen geht. Ich weiß, wie der Struggle da draußen ist. Es fühlt sich nicht gut an. Aber ich weiß auch aus eigener Erfahrung, dass jeder Mensch die Möglichkeit hat dort wieder rauszukommen. Das ist neurowissenschaftlich längst bewiesen ist, dass unser Gehirn so diese Plastizität besitzt, um sich neu zu programmieren, um diese Resilienz zu entwickeln. Und da macht es mir unglaublich Spaß, wenn ich da mit Menschen arbeite und sehe, wie sie sich entwickeln, wie sie Schritt für Schritt aus dem Struggle wieder in eine Freude kommen, in eine Begeisterung, in die Kraft kommen. Und das bedeutet natürlich nicht, dass es dann das Leben ab dann der rosarote Ponyhof ist, nee, aber man hat ein Toolset, wie man mit den Herausforderungen umgeht. Und dann bleibt man gelassen, weil man ganz genau weiß: Hey, ich kann mit diesen Dingen super umgehen. #00:07:43-4#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:07:44-0#

Peter Beer: Und dann macht Leben wieder richtig viel Spaß ja. #00:07:47-6#

Sebastian Eisenbürger: Das stimmt. Also ich finde es gerade total klasse, weil ich tatsächlich gerade einen ähnlichen Weg vor mir habe. Ich glaube du hast ein paar Jahre Vorsprung zu mir. Ich habe tatsächlich jetzt gestern mich angemeldet zum Psychologiestudium, also nebenberuflich tatsächlich, und ja weil ich tatsächlich feststelle: „Ok, fachlich, ich glaube, ich decke recht viel ab“, und bin jetzt in den letzten Monaten sehr, sehr tief, also für meine Verhältnisse sehr, sehr tief, in dieses Thema Psychologie eingetaucht: Was bedeutet es mit Menschen auf eine gewisse Art und Weise zu reden und auch Dinge zu erkennen, die man eben auf den ersten Blick nicht erkennt? Und ich habe echt das Bedürfnis da einfach ein bisschen Fundament drunter zu packen und bisschen besser zu verstehen, warum das so ist. Und wer weiß, vielleicht wird es ja auch mal in die Trainer Coaching Ecke drängen, ziehen, was auch immer, in ein paar Jahren. Wer weiß. #00:08:34-7#

Peter Beer: Also ich liebe diesen Job ja und ich kann dich nur ermutigen den Weg zu gehen, weil man wieder so eine sehr authentische Beziehung mit den Menschen aufbauen kann. Und man darf eins nicht vergessen: Jeder Trainer, jeder Coach, wächst auch automatisch mit den Klienten. Jeder Klient, der zu mir kommt, ist ein, schenkt mir auch so viel, wo ich sage: „Daraus kann ich schöpfen. Daraus kann ich wachsen.“ Und diese, nenne es fast mal Symbiose, dieses gegenseitige Wachstum macht unglaublich viel Spaß im Leben. Ich sage immer: „Mein Job ist der coolste der Welt, weil ich persönlich wachsen darf, während ich anderen Menschen helfe.“ #00:09:14-0#

Sebastian Eisenbürger: Das sage ich jetzt heute auch schon tatsächlich ja (lacht). #00:09:16-2#

Peter Beer: (lacht) Sehr gut. #00:09:18-5#

Sebastian Eisenbürger: Was mich interessiert: Wie kam es bei dir dazu? Du hast als Ingenieur gearbeitet und ja, du hast beschrieben: Dir ging es teilweise nicht gut in deiner täglichen Arbeit. Was ist passiert, dass du verstanden hast: Ok, da muss noch mehr sein, ich kann etwas tun, um etwas mehr zu erreichen, als das, was ich gerade jetzt weiß? #00:09:34-9#

Peter Beer: Ja, es (…) Wie soll ich es beschreiben? Es war, es ist tatsächlich schon früher losgegangen. Bereits in meinem ersten Studium als in Ingenieurswissenschaften, ich habe bei Elektrotechnik studiert, ich muss jetzt fast schon ein bisschen lachen, weil es echt eine Zeit lang her ist, aber dort war schon meine Passion immer: Ich habe mich für diese psychologischen Aspekte interessiert. Ich habe die großen Trainer verfolgt. War schon immer so meine Leidenschaft. #00:10:01-7#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:10:02-5#

Peter Beer: Und dann war ich aber tatsächlich in der Automobilindustrie und dort war ich in sogenannten Task Force Projekten, wo quasi der Endkunde, also BMW, Daimler, die großen Namenhaften Hersteller, und wir waren ja ein Automobilzulieferer, und die Hersteller, also die Automobilkonzerne, wollten bereits in Serien gehen mit den Fahrzeugen, und unser Lieferant war noch längst nicht fertig. Und irgendwo dazwischen stand dann ich mit Tausenden To-Dos, Tausenden Plänen. Ich war ständig auf Dienstreise. Ich habe immer ein E-Mail Postfach von mindestens 200 E-Mails gehabt, die noch vor mir auf mich warteten. Und da ging es irgendwann mal nicht mehr. Es ist tatsächlich, ich bin aus diesem negativen Punkt heraus, wo ich gesagt habe: „Ok, es geht nicht mehr.“ Ich hatte natürlich auch riesen Ansprüche an mich selbst. Ich wollte mich da auch beweisen. Ich wollte zeigen, was ich kann. Und dann ich bin auf dem Boden aufgeprallt und es ging nicht mehr anders. Also mich (…) Ich musste mich der Frage stellen, dass ich sage: „Ok was, wo geht jetzt der Weg hin? So, wie es jetzt ist, habe ich keine Lust mein restliches Leben zu leben.“ Also ist es eher aus der Not heraus entstanden zu sagen: „Ok, jetzt möchte ich einen Unterschied machen.“ Ich möchte mein Leben natürlich da auch eine gewisse Richtung geben, und dann war es für mich schon vollkommen klar, weil ich habe mich ja davor schon mit der Thematik beschäftigt, und habe gesagt: „Ok, da gibt es noch mehr. Da geht es noch tiefer.“ Es kann nicht sein, dass man in der Gesellschaft, in der wir lieben, so strugglen, weil wir, wenn wir ehrlich sind, leben wir in einer Gesellschaft, der es echt gut geht. Also wir haben hier so viel in diesem Land. Und wenn wir diese Fülle mal betrachten und auf der anderen Seite das Wohlbefinden der Menschen, da stimmt irgendwas nicht. Irgendwo ist eine Diskrepanz, wo befüllt werden, oder befüllt werden darf. Und da, das wollte ich herausfinden: Was braucht es von dem, was eigentlich uns gegeben ist, mit dem, wie es den Menschen wirklich geht. #00:11:56-9#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:11:57-6#

Peter Beer: Und das wollte ich zusammenbringen. #00:11:59-2#

Sebastian Eisenbürger: Und hast du von Vornherein dran gedacht, dass du zu vermitteln, oder ging es dir in erster Linie darum erst mal für dich herauszufinden: Was kannst du für dich ändern? #00:12:05-5#

Peter Beer: Es war beides. Es war tatsächlich beides. Ich hatte davor schon immer diese großen Vorbilder tatsächlich im Kopf und dann: „Boah, das würde mir wirklich Spaß machen.“ War aber nie emanzipiert genug zu sagen: „Ok, ich breche jetzt meinen sehr sicheren Job ab, wo ich gut verdiene, und mache jetzt komplett was anderes.“ Also ich hatte einfach den Mut nicht. #00:12:27-0#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:12:27-6#

Peter Beer: Und in diesem Totpunkt, wo ich immer sage, wo es mir wirklich nicht gut ging, habe ich gesagt: „Ok, ich möchte glücklich werden, nicht reich.“ Und dann habe ich geschafft: „Ich schaffe das. Ich mache mich auf den Weg.“ Und natürlich bedeutet das immer erst mal in seine eigene Kraft zu kommen, in seine eigene Ausgeglichenheit zu kommen. Ich kann nichts lehren, ich kann nichts weitergeben, wenn ich nicht wirklich aus meinen Ressourcen heraus schöpfen kann. Das heißt nicht, dass ich perfekt sein muss, damit ich ein guter Coach und ein guter Trainer sei, aber ein guter Trainer und ein guter Coach arbeitet täglich auch an sich selbst, immer. #00:13:02-2#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:13:03-0#

Peter Beer: Und war tatsächlich der erste Weg erst mal bei mir: Ich wollte wissen, wie ich selbst ticke, und natürlich lernt man auch an sich dann viel über andere Menschen. Und im nächsten Schritt war es natürlich dann auch wichtig tatsächlich mit anderen Menschen zu arbeiten, weil man sonst nur ein sehr subjektives Bild hat von der Welt. #00:13:24-0#

Sebastian Eisenbürger: Magst du ein paar von den Vorbildern nennen, die du vorhin beschrieben hast? #00:13:27-7#

Peter Beer: Also früher, weißt du, war, ja früher waren es tatsächlich diese ganz großen amerikanischen Gurus, wo ich begeistert war. Und es ging schon tatsächlich in meinem Leben ganz früh los Richtung Tony Robbins. Ich habe den gefeiert und vor kurzem habe ich wieder eine Doku über ihn gesehen. Klasse Kerl. Brian Tracy ist auch so ein großer amerikanischer Name. Und dann gibt es natürlich auch im deutschsprachigem Raum ganz tolle Podcasts, ganz tolle Formate, wo man da hören kann und sich weiterentwickeln kann und völlig gratis, drum liebe ich dieses Podcastformat so, weil es den Menschen wirklich Mehrwert bietet. #00:14:04-6#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Definitiv. ja. Sehr spannend. Ok, jetzt haben wir ein bisschen herausgefunden, du hast ein bisschen erzählt, wie du dahingekommen bist, warum dir das so wichtig ist, was du da tust. Wie schaffst du es heute wirklich, das jeden Tag aufs Neue zu tun? Wie schaffst du es da dein Energielevel oben zu halten? Gibt es irgendwelche Dinge, die dich motivieren, oder hast du vielleicht irgendwelche Routinen, die dir dabei helfen, das zu tun, was du tust? #00:14:28-6#

Peter Beer: Es ist ein ganzes Sammelsurium, aber es gibt ganz konkret einige Tools, die ich jeden Tag nutze, und eins ist tatsächlich meine morgendliche Routine, wo ich in der Früh reinstarte. Ich stehe sehr früh auf. Ich bin ein Frühaufsteher. Ich liebe das. #00:14:42-9#

Sebastian Eisenbürger: Was heißt sehr früh? #00:14:43-7#

Peter Beer: 5 Uhr morgens tatsächlich. Muss man aber tatsächlich nicht. Man darf sich nur an einem Morgen Zeit nehmen für eine gesunde Routine. Und die sieht bei mir folgendermaßen aus: Ich stehe auf und trinke erst mal ein großes Glas Wasser, weil über Nacht dehydriert unser Körper. Wir haben acht Stunden, sieben, acht, neun Stunden nichts getrunken, und da dürfen wir erst mal in morgens was trinken. Ich persönlich dehne mich dann, mache dann Yoga, aber es reicht auch, wenn man sich ein bisschen öffnet. Schau, unsere Muskulatur, unsere Sehnen ziehen sich über Nacht zusammen und die dürfen wir öffnen und uns mal wieder so ein bisschen aufmachen. Und wenn wir uns aufgemacht haben, ich meditiere dann danach. Ich setze mich eine halbe Stunde hin und gehe tatsächlich in Meditation, weil es für mich so ein Ruhepol in der Frühe ist. Ich komme quasi mit einem sehr, wie soll ich es beschreiben, einem sehr reinen Geist, also wo noch kein äußerer Einfluss auf einen eingeströmt ist, aus dem Schlaf heraus und setze mich dann in die Meditation, wo ich erst mal so einen Startpunkt für mich festlege. Das ist ein erst mal zu mir kommen. Und dann aus dieser Kraft der Meditation heraus fange ich den Tag an. Also ganz egal, was am Tag passiert, ich habe einen festen Startpunkt für den Tag. Und ich kann nur jedem empfehlen: Eine gesunde Morgenroutine ist schon das Beste, was man überhaupt im Tag machen kann, weil man einen festen Startpunkt ja festlegt. Was ich auch noch liebe ist tatsächlich Sport. Sport ist ein einfaches Tool, was jedem gut tut. Einfach raus, bewegen. Und es sind tatsächlich diese Dinge, die wir als erstes vernachlässigen, wenn wir gestresst sind. Wir hören auf Sport zu machen, weil wir ja noch was erledigen müssen, aber diese grundsätzlichen Dinge, da brauch ich gar nicht tief in den Resilienzkoffer zu greifen, sondern abends Sport, in der Früh meditieren, und ich mache schon so, so viel richtig. Und dann ist es natürlich noch ein ganzes Sammelsurium an mentalen Techniken, wie ich auf die Welt reagiere, wie ich den Dingen begegne, aber zwei Tipps: Morgenroutine und Sport, und dann hat man schon einen groß Teil abgefangen. #00:16:48-1#

Sebastian Eisenbürger: Ja, ich finde erstaunlich: Wir haben tatsächlich einiges gemeinsam. Also angefangen von dem Studium der Elektrotechnik, das (…) Ich habe zwar nicht studiert, aber ich habe Physik angefangen zu studieren, war auf einem technischen Gymnasium, über einen ähnlichen Weg. Ich hatte auch so meinen Punkt, wo nichts mehr ging, und ich für mich entscheiden durfte: Wie geht es denn weiter mit mir? Ich habe einen sehr gut bezahlten Job, einen sehr sicheren Job als Geschäftsführer an den Nagel gehängt, um jetzt Dinge zu tun, die mich richtig begeistern. Ja, und bin auch da angekommen, dass ich morgens meine Routine brauche, die sehr, sehr ähnlich zu der ist, die du beschrieben hast. Also bei mir geht es tatsächlich auch mit frühem aufstehen los. Das schwankt ein bisschen, mal früher, mal nicht so früh, hängt davon ab, wie spät es abends wirds, aber tatsächlich Wasser trinken. Yoga ist bei mir auch täglich dran, halbe Stunde. Meditieren tue ich auch, nicht so lange wie du. Aber das hilft mir tatsächlich. Ich weiß, dass ich jeden Morgen mit dem gleichen Level starte. Und das hilft mir sehr, weil ich habe Launigkeit (…) Früher war ich sehr launig. Da bin ich morgens irgendwie schlecht aufgewacht, keine Ahnung, schlecht geschlafen, oder schlecht geträumt, was auch immer, und da war der Tag im Grunde schon gelaufen. Heute kann ich mich drauf verlassen, dass ich einfach gechillt bin und einfach mit so einem gewissen Status in den starte. #00:18:02-4#

Peter Beer: Sehr cool gesagt, ja. #00:18:04-3#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Das ist sehr entspannend, das zu wissen. Auch wenn ich weiß: Ich habe Übermorgen einen stressigen Tag vor mir, der wird einfach voll und viel zu tun, viele Gespräche, ich kann mich drauf verlassen. Ich kann da gechillt reinstarten. #00:18:14-3#

Peter Beer: Super cool ja. Ich glaube was es da noch zum anüben gibt, was ich immer wieder auch erlebe, ist, dass, also mit der Morgenroutine: Viele probieren es dann ein Mal aus, weil sie hören: „Es ist wertvoll“, oder Meditation, und gehen dann in den Tag, erleben den gleichen Tag wie gestern und sagen: „Ist ja kein Unterschied.“ Diese Dinge darf man zur Gewohnheit werden lassen, also das darf man immer im gleichen Atemzug sagen: „Macht es mal einen Monat und dann schaut und dann zieht Resümee“, also nicht nach einem Tag. #00:18:42-4#

Sebastian Eisenbürger: Ja, vor allem mutig sein, Dinge ausprobieren, ohne Vorbehalte. Eine Sache, die bei mir überhaupt nicht funktioniert hat: Ich wollte letztes Jahr unbedingt mehr Zeit und habe polyphasischen Schlaf trainiert. Kennst du das? #00:18:54-3#

Peter Beer: Mhm (bejahend). #00:18:55-0#

Sebastian Eisenbürger: Habe das, ich glaube, sechs Wochen lang gemacht. Ich wollte, also vier Wochen war das für mich das Minimum, einfach zu gucken: „Klappt das, oder klappt das nicht?“, weil das ist so für mich die Zeit, da weiß ich: Nach vier Wochen, wenn das dann nicht geklappt hat, dann ist es nichts für mich, dann passt das nicht zu mir. Und es war tatsächlich ganz cool, weil ich viel mehr Zeit hatte. Ich habe damals meinen Blog gestartet und konnte einfach in diesen zusätzlichen Stunden (…) Also für die, die es nicht wissen: Das bedeutet, dass man drei Stunden am Tag schläft, und zwar verteilt in 20 Minuten Blöcken. Und das klingt total krass, es ist auch total krass. Man gewöhnt sich nach einer gewissen Zeit dran, wo man sagt: „Es ist ok“, aber ich habe festgestellt: „Das ist nicht meins“, also das ist nicht, das die Lebensqualität nicht mehr, die ich mal hatte vorher. Ich habe zwar Zeit gewonnen, aber ich bezahle eben mit Lebensqualität. Und das war es mir nicht wert, deswegen habe ich es wieder gelassen. Aber es war spannend. Ich habe es probiert und ich finde es cool, dass ich es probiert habe. #00:19:44-1#

Peter Beer: Genau. Und das ist so ein wichtiger Punkt, wo du das sagst: Wir dürfen wieder dieses kindliche in uns entdecken, wo wir was ausprobieren, schauen, ob es funktioniert. Wenn nicht, na ja dann eben nicht, dann probiere ich das Nächste aus. #00:19:55-0#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:19:55-5#

Peter Beer: Das ist das auch vom Stressmanagement. Es gibt, oder von Resilienz, es gibt einen großen Methodenkoffer. Es gibt viele Dinge, die wir in unser Leben bringen. Wir dürfen es für uns ausprobieren. Was funktioniert konkret für mich? Ich probiere es aus. Funktioniert nicht? Na ja gut, probiere ich das Nächste. Wenn es funktioniert: Yes, habe mein Leben bereichert. #00:20:11-8#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:20:12-6#

Peter Beer: Und ich habe mich nicht getraut diesen poly (…) #00:20:15-1#

Sebastian Eisenbürger: phasischen. #00:20:16-2#

Peter Beer: Genau, polyphasisch. Ich habe es mich nicht getraut damals, weil ich immer gedacht habe: Ich brauche meine sieben bis acht Stunden in der Nacht. #00:20:23-0#

Sebastian Eisenbürger: Ja, für mich war es tatsächlich die Entscheidung: Ok, ich würde gerne einen Blog starten. Ich habe einen acht Stunden Job damals gehabt, also wirklich den ganzen Tag gearbeitet, und wollte da aber jeden Tag ein paar Stunden reinstecken. Und da war das für mich so einfach nur eine nette Chance, das zu probieren. Und es war gut, weil ich habe tatsächlich in der Zeit, in der ich es probiert habe, ein Haufen Zeug geschrieben gekriegt. Das war so ich konnte die Zeit nutzen, auch wenn ich hinterher gemerkt habe: „Ok, das ist es mir auf Dauer nicht wert.“ Ne, aber ich finde, es sollte jeder probieren. Ich würde keinen verurteilen ,der das macht und keinen verurteilen, der das nicht macht. Kann jeder tun, wie er möchte. #00:20:55-8#

Peter Beer: Jeder so, wie es für ihn gut ist. #00:20:58-6#

Sebastian Eisenbürger: Was mich interessiert, was mich sehr interessiert bei dir: Wie schaffst du es diesen positiven Lebensstil so zu tragen auf der einen Seite, in der Welt, in der wir uns bewegen, und das auch zu vermitteln? Also ich weiß, wie ich das tue. Mich interessiert das sehr immer, wie andere Leute das machen. #00:21:14-8#

Peter Beer: Es ist eine sehr gute Frage. Es hat mehrere Komponenten. Also eine Komponente ist definitiv: Ich (…) Wie du schon sagst: In unserer Gesellschaft wird es einem manchmal nicht ganz leicht gemacht, gerade mit dem ganzen medialen Einfluss, wo wir einfach mal haben. Und ich grenze mich dort ab. Also ich habe schon seit Jahren keinen Fernseher mehr im Haus und ich konsumiere Nachrichten sehr, sehr selektiv, das bedeutet: Ich gebe, ich führe meinem Geist, Mal diese ganze Negativität erst mal gar nicht zu. Ich schaue mal: „Was kommt da in mein Gehirn rein?“ Und im zweiten Schritt blocke ich nicht nur das Negative ab, sondern ich konsumiere auch bewusst positive Dinge. Tolle Podcasts. Tolle Bücher. Tolle Hörbücher. Seminare, die ich besuche, also nicht als Trainer, sondern als Teilnehmer. Und dadurch schaue ich, was in meinen Geist hineinkommt. In der Computersprache gibt es dieses schöne Sprichwort: Garbage in, Garbage aus, Garbage out. Wenn ich nur Mist in mich reinfülle, dann kommt nur Mist raus. Wenn ich aber schon mal sehr darauf achte: „Was führe ich meinem Geist zu?“, dann kommt Tag für Tag ein besseres Output auch raus. Zweite Sache, wo ich auch sehr daraus schöpfe, ist tatsächlich die Meditation, weil das uns eine ganz andere Ebene an Wahrnehmung, an Bewusstsein, eröffnet, wo ich sehe, dass diese ganze Negativität gar nicht die Frage ist, sondern dass darunter sich wirklich was tolles verbirgt. Und das möchte ich tatsächlich auch in meinem Beruf immer wieder kommunizieren. Und ja es ist tatsächlich Meditation und was ich meinem Geist zuführe. Es ist ganz spannend. Man muss sich mal selbst beobachten: Wenn man mehrere Stunden ein Hörbuch hört, habe ich gerade wieder die Phase, wie sich dann das Denken alleine da schon verändert. Also es ist so enorm wichtig, was wir in uns hineingeben, ich glaube das ist sogar die wichtigste Komponente, und schauen: Ich führe mir einfach nicht diesen medialen Müll ständig zu. Ich nenne es jetzt mal so krass. #00:23:24-2#

Sebastian Eisenbürger: Ja, ich weiß genau, was du meinst, und tatsächlich da mache ich es auch auf dieselbe Art und Weise, also seit fünf Jahren schaue ich kein Fern mehr, wähle genau aus, was ich mir angucke, was nicht. Ja, ist sehr spannend, aber das funktioniert tatsächlich. #00:23:36-5#

Peter Beer: Ich weiß als Coach hat man natürlich dann noch diese zweite Komponente, dass ich dann sehr lösungsorientiert denke. Wenn ich Menschen begegne, die sehr negativ erst mal konditioniert sind, oder sehr negativen Einstellung kommen, richte ich immer wieder den Fokus auf die Lösung, sage: „Hey, was funktioniert? Was ist gut? Wie könnte man das machen, dass wir weitermachen?“ Also immer dieses lösungsorientierte Denken auch in die Welt trage und dadurch ändert man automatisch den Shift von der Problemfixierung zu einer Lösungsorientierung. Und dadurch ist natürlich auch deine positivere Einstellung dadurch verbunden. Aber das kann, glaube ich, jeder andere auch machen, der auch kein Coach ist. Man braucht immer nur fragen: „Ok, wo ist die Lösung? Was ist gerade gut an der Situation? Wie schaffe ich es weiterzukommen?“, anstatt. „Was behindert mich?“ Also es ist immer dieser Shift in den eigenen Fragen. #00:24:28-4#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Was mir da gerade eingefallen ist: Ich habe gerade mal eine E-Mail aufgemacht, die ich gestern bekommen habe, von Management Circle. Ich weiß nicht, ob du die kennst. Das ist so eine ja so ein Verein aus Frankfurt, die machen Weiterbildungen im Businessbereich. #00:24:40-4#

Peter Beer: Mhm (bejahend). #00:24:41-3#

Sebastian Eisenbürger: Kriege ich öfter Mails, hat mich eigentlich nie interessiert. Gestern bin ich stutzig geworden, weil es kam eine Mail mit einer Weiterbildung zum Thema „Intuition und Meditation“ mit dem Titel: „Harvard und Inceed sind sich einig: Meditation und Intuition sind die Business Skills der Zukunft.“ Mit ein bisschen Begründung und so, fand ich total spannend, weil ich das erste Mal jetzt wahrgenommen habe, dass dieses Thema Meditation tatsächlich auch irgendwo im Business Mainstream anzukommen scheint. Habe ich so noch nie wahrgenommen. #00:25:12-0#

Peter Beer: Ja, das ist tatsächlich ein sehr erfreulicher, wo gerade aus dem Silicon Valley rüberschwappt. Ich verfolge schon seit, ja ist schon ein paar Jahre, wo es da drüben jetzt im Businesskontext gerade Start-ups erkennen, dass ich gerade in dieser Innenwelt, in der wir ja eintauchen, wenn wir meditieren, so viele Ressourcen verstecken. Ein, also da versteckt sich so viel von uns. Also zum einen arbeiten wir natürlich Dinge auf, die uns blockieren, die uns bremsen, bei denen wir Angst haben, und zum anderen holen wir da so viel Kraft, so viel Energie raus, wo wir dann ins Leben tragen können. Wir nehmen was dann von innen nach außen. Und wenn wir wenig meditieren, dann haben wir die Tendenz, dass wir von außen nach innen leben, dass quasi die Bedürfnisse von anderen auf uns einströmen, dass die Medien von uns etwas wollen, dass der Partner von uns etwas will, also von außen nach innen, aber wenn wir immer wieder am Tag inne halten und nach innen blicken, mal schauen: „Was verbirgt sich dort?“, fangen wir an von innen nach außen zu gehen. Das ist eine ganz andere Kraft, eine ganz andere Qualität an Leben. Und ich freue mich vom ganzen Herzen tatsächlich, dass jetzt Firmen anfangen zu verstehen, dass sich dort Potential versteckt. Im ersten Schritt werden sie es natürlich machen, um natürlich Profite zu steigern, um im Business erfolgreicher sein. Aber das Schöne ist: Im zweiten Schritt werden sie erkennen, dass in der Meditation ganz viel wertvolles steckt. Und dann, wenn man so in Kontakt mit sich selbst ist, kann man manche Dinge auch nicht mehr machen, zum Beispiel man will authentisch sein. Man hat keine Lust mehr eine Maske aufzusetzen. Man hat keine (…) Man macht keine Dinge mehr, die gegen den eigenen Werten streben. Man macht Marketing wieder authentisch und nicht irgendwie nur um Geld zu verdienen. Und das ist der schöne Begleiteffekt, wo ich hoffe, dass die Meditation in die Welt tatsächlich bringt ja. #00:27:06-7#

Sebastian Eisenbürger: Ja, ist genauso, wie du es sagst. Also ich stelle tatsächlich fest, dass immer mehr Unternehmen, und ich arbeite mit extrem vielen Unternehmen zusammen, dass der Profit, der Umsatz tatsächlich immer mehr in den Hintergrund rückt, dass andere Werte tatsächlich erkannt werden und auch gelebt werden. Das ist ein langsamer Weg, und aber wenn ich vergleiche, wie das jetzt vor 10-15 Jahren war, da war das sehr, sehr klar. Da hat das da nichts zu suchen gehabt. Das war alles von Fachlichkeit geprägt. Da ging es nur darum: „Wer weißt etwas und wer kann etwas wie umsetzen?“, und da war völlig egal: „Wie ging es dem Einzelnen und wie hat er sich dabei gefühlt?“ Das ändert sich gerade. #00:27:41-6#

Peter Beer: Genau. Und du kannst jetzt das Ergebnis davon sehen. Ich sage immer: „Die Menschen machen etwas und das erzeugt einen gewissen Delay, also mit einer gewissen Pause, ein Ergebnis. Und wenn man jetzt mal in die Gesellschaft blickt, die erkennen: „So geht es nicht weiter.“ Wenn man den deutschen Stressreport beispielsweise mal lesen, das ist ja jetzt wieder genau mein Thema. Es ist verheerend, wie es den Menschen geht. Man sieht es ihnen nicht an, aber die so funktioniert Gesellschaft nicht. So funktioniert Leben nicht. Profit, vielleicht funktioniert Profit so ja, aber langfristig dann auch wieder nicht, weil das nur, weil man nicht mehr diese ehrliche Beziehung zum Menschen aufbaut und dadurch der Mensch nur noch als Goldmaschine gesehen wird und der Mensch geht vollkommen unter und dann brennen die Leute aus. Den Leuten geht es schlecht, die sind unglücklich, werden depressiv. Wenn man sieht, wie die medikamentöse Behandlung momentan ansteigt bei Depressionserkrankungen, die verdoppelt sich alle paar Jahre. Und es (…) des gibt einen Endpunkt. Also wenn es mal jeder von uns hat, dann geht es nicht mehr weiter irgendwie. Das ist tatsächlich auch meine Passion da entgegenzuwirken, zu sagen: „Es geht anders.“ Und unsere Gesellschaft kann es sich erlauben anders zu denken. Uns geht es gut genug, dass wir, gesellschaftlich meine ich, also nicht im persönlichen Empfinden ist leider da eine große Diskrepanz, wie ich schon mal gesagt habe, aber wir können es uns leisten dort umzudenken. #00:29:03-4#

Sebastian Eisenbürger: Definitiv. Und es wird erkannt, dass das halt nachhaltig ist. Das finde ich das Schöne daran. #00:29:07-7#

Peter Beer: Ja. #00:29:08-4#

Sebastian Eisenbürger: Jetzt sind wir schon sehr, sehr tief in den Business- und Marketingthemen drin, und das sind alles Sachen, über die wir uns noch ganz intensiv weiter unterhalten werden in der nächsten Episode. Ich würde dich jetzt bitten Peter mal einfach kurz zu nennen: Wie erreicht man dich, wenn man dich erreichen möchte? Gibt es irgendwas, was du noch sagen magst jetzt zum Schluss dieser Episode? #00:29:27-9#

Peter Beer: Ja, also mich erreicht man über mehrere Kanäle. Peter-Beer.de ist beispielsweise meine Homepage, aber was ich gerade auch am Aufbauen bin ist: Für andere Trainer, Coaches und Experten möchte ich eine Plattform schaffen, wo sie tatsächlich wieder lernen, wie man erfolgreich auf dem Onlinemarkt vor allem ist, aber dabei authentisch bleibt. Schau mal, ich sehe nämlich gerade in meinem direkten Umfeld so viele Trainer, Coaches und Experten, die so hervorragend in der Lage sind anderen Menschen etwas mitzugeben, ihnen weiterzuhelfen, wissen es aber nicht, wie man authentisch auf dem Onlinemarkt an Kunden kommt, wie man die akquiriert, wie man da Marketing betreibt, wie du es machst, wo wirklich zum einen passt, und wie man dann verkauft, ohne diese alten Mechanismen über Druck, und über „kaufen, kaufen, kaufen, kaufen“, sondern auf eine andere Art und Weise sein Business aufbaut. Und der Kern dabei ist: Es geht dabei wieder um Kunden und eine ehrliche, aufrechte Beziehung zu ihm herstellen. Also da bin ich gerade am Aufbauen. Es ist alles im Entstehen. Wer Lust hat da mal reinzuschauen, um mitzuwirken und im Entstehungsprozess teilhaben möchte, der kann auf www.ExpertSchool.de schauen und dort findet man vieles, vieles mehr. Dort gibt es schon ein paar Trainingsvideos und dort suche ich genau den Austausch mit den Trainern, um in diesem Trainer-, Coaches- und Expertenbereich einen Unterschied in der Gesellschaft machen. Ich bin überzeugt: Es braucht einen Wandel und ich glaube da im nächsten Podcast werden wir richtig tief reinsteigen in das Thema, weil es mir auch am Herzen liegt, so wie es dir am Herzen liegt. #00:31:06-5#

Sebastian Eisenbürger: Ich bin sehr gespannt drauf. Bedanke mich an der Stelle ganz herzlich für den ersten Teil unseres Gesprächs. Ja, und möchte dich, lieben Zuhörer, bitten tatsächlich mal bei iTunes reinzugucken, mir eine Sternebewertung zu hinterlassen und eben einen Kommentar zu schreiben, was du gut findest an dem Podcast, was ich besser machen kann, und ob es Themen gibt, die dich bewegen, die ich einfach mal im Podcast ja besprechen kann. Dann sage ich nochmal vielen Dank Peter an der Stelle. #00:31:30-5#

Peter Beer: Sehr, sehr gerne. (unv.) #00:31:31-8#

Sebastian Eisenbürger: Und dann hören wir uns dann in der nächsten Episode wieder. Bis dann. Tschüss! #00:31:36-7#

Peter Beer: Tschüss, ja tschüss! #00:31:38-2#

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