#23: Marketing & Vertrieb – Teil 1 (Christina Baier im Gespräch)

#23: Marketing & Vertrieb – Teil 1 (Christina Baier im Gespräch)

Christina Baier ist Multipreneurin und Expertin für Vertriebspädagogik. Sie lebt in Deutschland und Kroatien und steuert ihre Unternehmen standortunabhängig über Skype und Telefon.

Im Podcast erfahren wir, welche drei Bereiche sie mit ihren Unternehmen abdeckt und was alle drei miteinander verbindet.

Wir erfahren eine Menge über ihr Erfolgsgeheimnis und warum die Pädagogik ein relevantes Feld – sowohl im Vertrieb, als auch im Marketing – darstellt.

Christinas Webseite ist unter www.christina-baier.online erreichbar und wir finden sie auf Facebook unter https://www.facebook.com/christinabaieronline%20/.

Ihr Kurs „Mein perfektes Kundengespräch“ wird demnächst erscheinen, trag dich auf Christinas Webseite mit deiner Email-Adresse ein und du erfährst als erster, wann es damit losgeht: http://christinabaier.online/mein-perfektes-kundengespraech/

Viel Spaß mit den beiden Episoden „Marketing & Vertriebspädagogik“! 🙂


Transkription: Marketing & Vertriebspädagogik – Gespräch mit Christina Baier Teil 1

Sebastian Eisenbürger: Heute geht es um Marketing und Vertriebspädagogik. #00:00:04-4#

Sebastian Eisenbürger: Herzlich Willkommen zum Podcast für positives Marketing. Mein Name ist Sebastian Eisenbürger und heute spreche ich mit Christina Baier. Sie ist Vertriebspädagogin und Multipreneurin und bin total gespannt, was Vertriebspädagogik ist und was Christina hier mitbringt in den Podcast. Hallo Christina. #00:00:30-2#

Christina Baier: Hallo Sebastian, grüße dich. #00:00:32-1#

Sebastian Eisenbürger: Wie geht es dir heute? #00:00:33-0#

Christina Baier: Super. Alles gut. danke für die Einladung. #00:00:36-1#

Sebastian Eisenbürger: Sehr schön. Du sitzt in Kroatien hast du gerade erzählt. #00:00:39-5#

Christina Baier: Ja, das ist richtig. #00:00:40-8#

Sebastian Eisenbürger: Und das hat wahrscheinlich auch damit zu tun, dass du ja viel zu tun hast, Multipreneurship betreibst und Vertriebspädagogin bist? #00:00:49-6#

Christina Baier: Ja, bis hierhin alles richtig. #00:00:52-7#

Sebastian Eisenbürger: (lacht) Gut. Dann möchte ich dich einfach bitten, leg mal los und erzähl einfach mal, gerne bisschen ausführlicher, was du im Moment machst, wie du dahingekommen bist ja. Wie wurdest du zu dem, die du heute bist? #00:01:04-0#

Christina Baier: Ok, wie viel Zeit haben wir (lacht)? #00:01:06-2#

Sebastian Eisenbürger: (lacht) Genug. #00:01:07-7#

Christina Baier: Ok, ich versuche das mal ein bisschen zusammenzufassen und auf das Wesentliche zu reduzieren und hoffe, dass mir das gelingt. #00:01:17-8#

Sebastian Eisenbürger: Das gelingt dir. Leg los. #00:01:18-6#

Christina Baier: Also ja, wer bin ich? Was tue ich? Wie lebe ich? Wie bin ich dahin gekommen? Verheiratet, lebe und arbeite gemeinsam mit meinem Mann und unseren zwei Hunden in Deutschland und eben in Kroatien. Und wie du ganz richtig schon eben angesprochen hast gehören wir zu den ja sogenannten Multipreneuren, Mehrfachunternehmern sozusagen. Und ja, im Prinzip kannst du sagen: „Für uns ist Familie und Business so eins.“ Wir leben das ohne wirkliche Trennschärfe. Und ich glaube so dieses etwas abgedroschene „Tue was du liebst. Liebe, was du tust“, ich glaube das trifft auf uns so ganz gut zu. Und wenn man die drei Unternehmen ja, also Multipreneur, was heißt das? Das heißt einfach mehrfach selbstständig, nicht mehrfach hintereinander, sondern mehrfach parallel in dem Falle. #00:02:11-6#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:02:12-3#

Christina Baier: Dann sieht es so aus, dass wir in Deutschland seit sehr vielen Jahren eine große Agentur für Versicherung-Finanzdienstleistungen führen, wo wir hauptsächlich Unternehmer Unternehmerinnen zum Thema Risikomanagement, das betrifft Krankenversicherung, Altersvorsorge und so beraten. In Kroatien sind wir als Spezialanbieter für Angelreisen tätig mit (Game?) Fishing, um genau zu sein. Das ist quasi so ja das Herzbusiness meines Mannes sozusagen, der sich in der Szene hier einen Namen gemacht hat. Und für dieses Unternehmen habe ich dann von Beginn an direkt Marketing und PR-Bereich übernommen. Und ja, bin ansonsten ein bisschen in den organisatorischen Bereich drumherum dann noch mit eingebunden. Und das dritte ist im Prinzip dann ja mein Soul Business sozusagen, mein Online Business, denn ja als Onlinecoach unterstütze ich hauptsächlich Unternehmerinnen, in dem Fall Freiberuflerinnen, dabei, ja, wenn man es vom Ergebnis her betrachtet, ihre Produkte, ihre Dienstleistungen zu preisen, zu verkaufen, die sie verdienen. Und das ohne schlechtes Gewissen und ohne Druck und dafür endlich mal mit Spaß und mit Fleißigkeit und nicht so verbissen. #00:03:30-6#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Ja, ist ganz spannend. Also ich habe auch eine kurze Bemerkung, festgestellt, dass tatsächlich ein Thema bei Coaches ist, dass diese Preisfrage eine ganz, ganz schwierige ist, dass Coaches sich sehr, sehr oft, aus meiner Sicht, unter Wert verkaufen und ganz, ganz große Schwierigkeiten haben, an den Preisen was zu tun, also nach oben zu tun. #00:03:48-2#

Christina Baier: Ja. #00:03:49-5#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:03:50-8#

Christina Baier: Das ist so. #00:03:51-7#

Sebastian Eisenbürger: Jetzt: Wie kamst du dahin? Wie wird man Multipreneurin? #00:03:55-3#

Christina Baier: (lacht) Ja, also im Prinzip, also wenn ich mal das jetzt diesen Weg betrachte bis heute zu der Coach-Tätigkeit, wenn ich die mal so als letzten Punkt nehme, dann ist im Prinzip dieses Ziel, dieser Wunsch, eben als Trainerin, als Coach, in der Wirtschaft zuarbeiten, das hat für mich schon mit der Wahl von meinem Studium damals festgestanden. Also ich habe Diplompädagogik studiert mit Arbeits-, Vertriebs-, Organisationspsychologie in den Schwerpunkten direkt. Und mir war eigentlich immer klar so: Du willst in die Wirtschaft. Das war mir immer klar. Und du willst irgendwie in diesen Bereich Weiterbildung, Ausbildung, Training so. #00:04:37-6#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:04:38-2#

Christina Baier: Und dass ich das jetzt am Ende hauptsächlich im Vertrieb verwirklichen sollte, das war jetzt für mich, das war jetzt nicht eine wirklich geplante Geschichte. Das hat sich einfach sehr konsequent so entwickelt und tatsächlich immer so aus ja einem zum anderen dann ne. Und ich bin damals im Prinzip schon während des Studierens schon viel im Bereich gearbeitet, also ich habe viel im Eventbereich gearbeitet, damals auf selbstständiger Basis. War viel an Produkteinführungen beteiligt, also wenn diese Marketingkampagnen dort liefen immer am Point of Sale draußen. Ich habe schon ganz früh, das ist 100 Jahre her, im Bereich Kaltakquise gearbeitet. Da war ich 18. Da habe ich irgendwie, ich glaube das war noch zu Abiturzeiten, im Jahr damals ein paar Mark fünfzig dazuverdient. Und ja, habe eigentlich einen sehr spielerischen, sehr leichten, sehr unverkrampften Einstieg in den Vertrieb gefunden und mir war das einfach zu der Zeit, da habe ich nicht groß drüber nachgedacht, das war für mich nicht das große Wort Vertrieb, oder das große Wort Marketing. Für mich war das einfach: Ich bin unterwegs. Ich lerne Menschen kennen. Ich habe jeden Tag ja immer wieder mit anderen Leuten zu tun. Kann spannende Gespräche führen. Und das war für mich Vertrieb und Marketing. Und letztlich ist es das für mich bis heute auch genauso geblieben. Und das habe ich, glaube ich, wirklich dem Umstand zu verdanken, dass ich damals sehr früh einfach so ja da reingerutscht und da reingewachsen bin. #00:06:16-1#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Das heißt du hast damals irgendwie ganz selbstverständlich Marketing und Vertrieb betrieben. Das klang jetzt gerade so. Ok. Was hältst du von meiner These? Also ich bin immer derjenige, der sagt, ich als Marketingberater sage das: „Das beste Marketing ist kein Marketing.“ #00:06:30-4#

Christina Baier: Ja. Ja, ich glaube, ich weiß, was du damit meinst. Also ist ein bisschen eine Definitionsfrage. So sehe ich dann das, was ich tue oder nicht tue, noch als Marketing, oder nicht. Wenn man das darauf bezieht, dass man sagt: „Ich erfahre keine künstlichen Kampagnen.“ Ja, also wenn ich Marketing nicht als irgend so ein künstliches Tool sehe sozusagen, dass ich jetzt irgendwie krampfig mit Inhalten befülle, in der Hoffnung dann, wenn ich das so und so, dieses und jenes zu erreichen (…) Also aus dieser Definition von Marketing heraus: Ja, da reicht wohl gar kein Marketing. Wenn man das aber so sieht sozusagen, dass es am Ende darum geht, ja seine eigene Botschaft sozusagen in die Welt zu senden, zu versuchen, die zu erreichen, die ja das, was du am besten geben kannst, gerade am nötigsten brauchen und du sorgst einfach dafür, dass du wahrgenommen wirst, dass du und diese Menschen zueinander finden sozusagen, dann ist das natürlich auch Marketing, also wenn es darum geht sozusagen eine Botschaft auszusenden im kleinsten gemeinsamen Nenner so. #00:07:48-0#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:07:49-0#

Christina Baier: Wenn man das noch unter Marketing fasst, dann ist natürlich alles, was du tust, irgendwie eine Marketingaktivität, aber eine etwas andere. #00:07:54-9#

Sebastian Eisenbürger: Pass auf, lass uns das gerne in der nächsten Episode weiter diskutieren. Da geht es nämlich bisschen mehr um das Thema Marketing. Da habe ich noch ein paar Sachen zu zu sagen und interessiere mich auch extrem, was du davon hältst. Lass uns aber jetzt noch ein bisschen bei dir bleiben. Mich interessiert total ja diese Vermischung aus Pädagogik und Vertrieb, weil das ein bisschen in die Richtung geht, in die ich auch gehe. Also ich habe keine Pädagogikausbildung. Bei mir ist es so ein bisschen die Psychologie, die eine große Rolle spielt. Aber es ist, ich finde jetzt Pädagogik und Psychologie miteinander verwandter, als beides mit Marketing, oder Vertrieb. #00:08:27-5#

Christina Baier: Du findest was? Also das kam gerade vom Ton her ein bisschen schlecht an. Pädagogik und Psychologie sind verwandter als? #00:08:35-1#

Sebastian Eisenbürger: Ich finde die liegen sich näher inhaltlich als jetzt beide jeweils für sich gesehen mit Vertrieb oder Marketing. Und deswegen würde (…) Ja? #00:08:43-4#

Christina Baier: Ja, ich glaube das ist wieder so ein bisschen eine Frage des Selbstverständnisses ne. Also wenn ich davon ausgehe und das darauf runterbreche und so ist es ja nicht letzten Endes, dass Marketing und Vertrieb letzten Endes eigentlich nur Kommunikation ist ja. Es ist eine Form der Kommunikation und eine Form des in Beziehung Gehens mit anderen Menschen. #00:09:05-3#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:09:06-1#

Christina Baier: Dann hat das natürlich doch sehr viel mit Pädagogik und Psychologie am Ende zu tun, weil das ja beides Wissenschaften sind, die sich eben sehr mit dem Menschen an sich ne, also mit der Beziehung zwischen den Menschen beschäftigen und mit dem Menschen an sich. Also was treibt jemanden an? Ja, welche Motive hat er, etwas zu tun, etwas nicht zu tun? Wie kommunizieren Menschen? Ja. All diese Geschichten. #00:09:33-9#

Sebastian Eisenbürger: Ja, ich sehe es genauso wie du. Ich sehe es genauso wie du. Nur ich bin der Meinung vordergründig fehlt so ein bisschen der Zusammenhang, denn wer Marketing hört ist nicht der nächste Gedanke: „Ok, Pädagogik“, oder „Ok, Psychologie.“ Es ist erst mal Marketing verkaufen und für Aufmerksamkeit sorgen. Aber jetzt sind wir schon ein bisschen tief im Marketing drin. Ja, ich lasse dich gerne aussprechen. Du bist? #00:09:54-0#

Christina Baier: Ja, ich war also, ich habe so zwischendurch so ein paar Tonhüpfer da drin, deshalb bin ich mir immer nicht ganz sicher, wann der Satz zu Ende ist und wann ich jetzt (unv.), insofern klingt es vielleicht zwischendurch mal ein bisschen holprig. Aber es passt schon. #00:10:08-6#

Sebastian Eisenbürger: Alles gut. #00:10:09-3#

Christina Baier: Ja, um darauf zurückkommen: Also ich bin tatsächlich, ich war der absolute Exot damals, also an die Uni zu gehen, Diplompädagogik zu studieren und dann nicht irgendwas soziales zu machen. Das war schon ein bisschen schräg. Und selbst dieser Bereich also Erwachsenenbildung, Weiterbildung, das meiste war auch relativ neu noch. So viele haben das auch im Schwerpunkt nicht gehabt. Da waren die Arbeits-, Vertriebs-, Organisationspsychologen schon ein bisschen weiter. Also da war schon eher klar so: Das ist Wirtschaft ne. Das war den Pädagogen so ein bisschen, da ging es also um die Bildungsträger ja. Also öffentliche Bildungsträger und so, wenn man in diesem Bereich gedacht hat. Und für mich war aber von Anfang an klar: Ne, ich will in die Wirtschaft. Und ich habe mich damals für dieses Pädagogikstudium eigentlich im Schwerpunkt entschieden, weil da noch die Soziologie mit bei war. Ja, das hätte ich bei der Psychologie nicht gehabt und das wollte ich halt unbedingt noch so mit dabei haben und habe mir das halt so zusammengebaut. Und bin dann mit der Diplomarbeit habe ich mir schon gezielt eine Firma gesucht, das war damals ein Modevertrieb, wo ich eine Weiterbildungsbedarfsanalyse gemacht habe für deren Vertrieblerinnen, Vertriebsleiterinnen sozusagen, also um damit zu schauen: Ok, wo liegt der Weiterbildungsbedarf? Welche Trainingsmaßnahmen, welche Persönlichkeitsentwicklungsmaßnahmen könnten die gebrauchen und wie könnten wir das dann umsetzen? Und das war schon eine super spannende Zeit. Das war, habe ich dann ausgedehnt so diese Praxisphase. Das ging auch auf fast ein Jahr. Und bin dann nach dem Studium, nach einem kurzem Schlenker über die Uni, ja also Bildungsträger Apropos, dann aber auch nach einem Semester festgestellt: „Nein, also das ist nicht meins. Wirklich, ich muss in die Wirtschaft.“ Und bin dann, ohne weitere Umwege, dann stand ich im Assessment Center eines großen Versicherungskonzerns. Einmal bin ich hingegangen und, ich glaube, einen Monat später habe ich dann angefangen. #00:12:00-4#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:12:01-0#

Christina Baier: Und habe da tatsächlich ganz klassisch im Vertrieb angefangen, also nicht sofort nach dem Motto „ich bin Diplompädagogin und jetzt fange ich hier mal an, den Leuten zu erzählen, wie es denn alles geht.“ Ich habe dann tatsächlich dann damals gedacht: „Ne.“ Mir fehlte die Berufsausbildung sozusagen vor dem Studium. Das habe ich immer also Manko gesehen, wenn ich in der Wirtschaft arbeiten will, und habe die Gelegenheit da genutzt erst mal 1 1/2 Jahre wirklich eine Ausbildung zur Versicherungsfachfrau nochmal zu machen, richtig von der Pike auf nochmal einen Beruf zu lernen in der Branche, in der ich dann eben später auch erst mal hauptsächlich in Weiterbildungs- und Personalentwicklungsbereich arbeiten wollte. Einfach weil, also hätte sich vor mich ein Theoretiker gestellt und mir was erzählen wollen über den Job, dann hätte ich gesagt: „Alles klar, geh nach Hause.“ Und das wollte ich eben den anderen auch nicht zumuten. Und ja, so bin ich dann nochmal über 1 1/2 Jahre erst mal ganz normal richtig Vertrieb, Versicherungsvertrieb in diese Branche eingestiegen und habe dann anschließend die erste Coach-Funktion da übernommen. So war das. #00:13:03-6#

Sebastian Eisenbürger: Spannend. Also das heißt tatsächlich es hat eine Verbindung. Es ist nicht so, dass du einerseits Versicherungen machst, dann völlig losgelöst davon bist du in dem Angelreisen Business noch mit drin und nochmal als drittes Element, ganz losgelöst von allen anderen beiden, bist du Coach. So ist es nicht. Das hängt schon ein bisschen miteinander zusammen. #00:13:18-6#

Christina Baier: Ja, genau. Genau. Also ich bin in der Versicherungsbranche tatsächlich vor über 16 eingestiegen sozusagen und bin der auch immer treu geblieben sozusagen, in den unterschiedlichsten Funktionen. Was da auch immer sehr, sehr logisch aufeinander aufgebaut hat. Also ich bin von dieser Tätigkeit des Coachings und Ausbildens der Vertriebsfunktionen, also der (…) Also im Prinzip habe ich damals die Versicherungsberater ausgebildet für den, also einmal fachlich für den dann für die verkäuferisch beratende Tätigkeit und für ihre Selbstständigkeit. Ja, das sind also in dem Bereich einmal HGB 84. Das sind die, die selbstständig eben auch Kooperationspart, also als selbstständige Kooperationspartner tätig sind. Und die habe ich als erstes sozusagen auf ihren Job, auf ihren künftigen Job, vorbereitet. Und bin dann nach, ja mal, so im Nachhinein immer die Zeiten so ran zu kriegen ne. Nach drei Jahren oder so kam dann eine Anfrage damals von der Hauptverwaltung von Personal, die ja spannenderweise auch wieder aus dieser Sicht raus für Personal jemanden suchte, der den psychologisch pädagogischen Background hat, also die Personalarbeit kennt und versteht und weiß ne, die ganzen Personalentwicklungsthemen hat, aber der auch wirklich aus dem Vertrieb kommt und weiß, was Vertrieb ist. Wie die Menschen da arbeiten. Mit welchen Problem die zu kämpfen haben sozusagen. Was da toll ist. Was da nicht so toll ist. Wie die Welt da tickt. Weil die suchten jemanden, der da als Spezialistin für Führungskräfte entwickeln nur für die Vertriebler sozusagen zuständig ist. Und ja, da gehen so meine eingangs Überlegungen eigentlich dann auch sehr schön auf, weil das war ja immer mein Ansinnen sozusagen, dass ich immer gesagt habe: „Ne also ne, auf einem Bein so, da kannst du nicht stehen. Du musst beide Welten kennen.“ Und ja, da kam eigentlich mein Moment dann als man auf einer Eben ganz weit oben nach genau so jemanden gesucht hat. #00:15:26-2#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Ok. #00:15:27-6#

Christina Baier: So viele Exoten gibt es auch nicht ne. Das war dann ja schön. #00:15:31-4#

Sebastian Eisenbürger: Das stimmt. Also es macht dich definitiv besonders, dass du diese Kombination mitbringst aus diesen beiden sehr unterschiedlichen Bereichen, und natürlich, dass du drei Unternehmen hast. Und da interessiert mich total, wie du das überhaupt schaffst, also rein vom Zeitpensum her dich allen drei Unternehmen zu widmen, dafür zu sorgen, dass es läuft, ja und noch ein Leben nebenbei zu führen möglicherweise. #00:15:52-5#

Christina Baier: Ja. Das interessiert mich jetzt auch (lacht). Ja. Ich kriege die Frage oft gestellt tatsächlich natürlich, weil sie sich wahrscheinlich auch aufdrängt. Wenn du das so lebst, findest du es natürlich irgendwie für dich selber viel weniger spektakulär, oder viel weniger merkwürdig, oder außergewöhnlich, als das von außen dann immer wirkt. #00:16:21-7#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:16:22-4#

Christina Baier: Ich glaube wichtig ist zum einen, dass du dir ziemlich klar darüber bist, was du willst und was nicht. Und dann sagen Leute immer: „Ja, dann würdest du ja nicht drei Sachen machen.“ Doch, also das eine schließt das andere nicht aus. Ich habe für mich, mein Mann hat für sich und wir für uns eine sehr klare Vorstellung darüber, was wir wollen, wie unser Leben an sich aussehen soll privat und wo wir beruflich hin wollen so. Das ist das eine. Das heißt darüber besteht eine absolute Klarheit als Basis, als Fundament. Und davon ausgehen ist es dann einfach so, dass du dir natürlich das, was du sonst für ein Business machst, das machst du für drei. Das machst du halt dann einfach ne multipliziere es mit drei. Das heißt du setzt dir ne deine Ziele. Du hast deine Vision, entwickelst deine Ziele dadraus und entwickelst daraus einfach deine Zeitplanung, deine Maßnahmenplanung. Und das einzige, was du dann halt schaffen musst, ist im Prinzip diese drei Business so zu vernetzen, weil die dürfen sich natürlich irgendwie nicht gegenseitig ans Gleis fahren ne. Also das heißt es ist schon viel Organisation auf der einen Seite. Und auf der anderen Seite ist es für auch immer die große Kunst aber trotzdem noch so viele Freiräume zu lassen und auch sich selber die Nerven so flexibel zu halten, dass du einfach immer wieder spontan auch reagieren kannst. Weil irgendwas ist halt immer ne. Also auch da wieder mal drei. Das, was du in einem Business hast, irgendwas passiert halt immer außer der Reihe, das hast du halt da Mal drei. Genauso, wie ich immer sage: „Du hast halt die Freude Mal drei und natürlich auch ihre da, wenn es mal nicht läuft, dann kriegst du auch den Ärger Mal drei.“ Wobei wir das immer durchaus positiv sehen, weil im Prinzip, sagen wir mal so, wenn es überall gut läuft, ist es schön. Wenn es an einem irgendwie du dich mal geärgert hast an einem Tag, so dann hast du aber immer noch zwei oder drei Unternehmen, die bestimmt gerade einen guten Tag hatten. Ja, man könnte jetzt auch sagen: „Boah, es war gerade so toll, und jetzt macht Unternehmen Nummer 2 uns hier heute so einen Ärger.“ Wir denken eigentlich immer so: „Ach guck mal, aber da ist doch gerade ganz schön.“ Ja, also ja, man muss das schon wollen, definitiv. Und ich erzähle hier auch nicht das Märchen von „wir haben eine 4 Stunden Woche und du musst das eigentlich nur mit dem richtigen Mindset und der richtigen Organisation alles machen, dann hast du den ganzen Tag die Füße im Wasser.“ Nein. So ist das nicht. Es gibt durchaus Phasen, in denen da ist es relaxter. Es gibt aber auch die Phasen, da fährst du einfach Vollgas ja, wie Vollgas auf der Autobahn unterwegs zu sein, und kannst du natürlich nur tun, das würde ich auch nicht denen empfehlen, die jetzt gerade frisch im Business einsteigen, sondern ja das ist wie wenn du mit dem Auto zu schnell fährst ja. Also du musst da schon echt, du brauchst die Erfahrung. Du musst wissen, was du tust, weil du sehr hochkonzentriert sein musst in den Phasen. Und natürlich bleibt am Ende immer noch ein großes Risiko ja, wie wenn du da eine doofe Blechdose auf der Straße hast und bist mit 300 unterwegs, ist auch nicht so lustig. Deshalb sollte man diese Hochgeschwindigkeitsphasen nach meiner Meinung immer begrenzen. Aber die sind einfach zwischendurch mal notwendig. Also für uns sind sie notwendig. Man könnte das vielleicht auch alles dann immer in dem gleichen Tempo machen. Das ist, weiß ich nicht. Also ich arbeite aber auch gerne, wenn Projekte anstehen, sehr gerne mal hochkonzentriert mit Vollgas so ein Ding quasi zu Ende und dann geht das sozusagen wieder in den Alltag über. Und dann, also so im normalen Alltag klappt das eigentlich ganz gut, wenn du das so von der Grundorganisation stehen hast. #00:20:04-7#

Sebastian Eisenbürger: Ja, also jetzt, wo ich gerade drüber nachdenke, tatsächlich ist es ja auch so, dass ein Unternehmen durchaus komplexer sein kann als jetzt drei, die du führst. Und wenn ich jetzt über mein Leben nachdenke, ist es ja durchaus auch so, dass ich viele Projekte parallel betreue und dafür sorge, dass viele Dinge parallel am Laufen bleiben. Und ich habe auch eine Familie, zwei Kinder, ein Haus und einen Garten und ja schaffe es auch irgendwann meine Freizeit noch zu genießen. Genau. Und ja, ob ich jetzt Unternehmen hätte, oder mein Leben so lebe wie gerade, tatsächlich das glaube ist nicht so ein großer Unterschied. Wichtig ist, dass es Spaß macht, was du tust, und ja. #00:20:37-1#

Christina Baier: Genau. Ganz Genau. Also es ist tatsächlich viel eine Frage der Einstellung. Also ne, wenn du grundsätzlich sagst: „Unternehmen, das ist jetzt halt schon mal meins“, und du diese Art der Arbeit gewöhnt bist und du hast, auf das, was du machst, und das solltest du natürlich ne, ob du jetzt 25 Projekte innerhalb eines Business hast, oder du teilst die auf drei verschiedene Geschichten auf. Das einzige, was halt ein bisschen herausfordernd ist, ist, dass es thematisch natürlich in sich sehr unterschiedlich ist ne. Das heißt also auf der einen Seite ist es ja tatsächlich diese Vorsorge-Finanzberatung ne. Du musst thematisch da up to date bleiben. Das andere ist das Coaching Business für mich sozusagen. Und dann dieses Travel Business halt noch. Aber wenn du auf, also du musst auf die Themen, die du dann machst, musst du halt schon wirklich Lust haben ja, sonst wird es halt zäh. Aber das gilt, glaube ich auch, grundsätzlich für jedes Business ja, was du betreibst. Und das kannst du dir drei Mal, das kannst du drei Mal mit Themen machen, auf die du gar keinen Bock hast. Dann ja, selber schuld, oder du machst es halt drei Mal mit Sachen ne, auf die du Lust hast und dann macht es auch Spaß und dann funktioniert es halt auch. #00:21:50-9#

Sebastian Eisenbürger: Ist richtig. #00:21:51-6#

Christina Baier: Und vielleicht noch eine Sache: Das funktioniert natürlich nicht alleine ne. Das heißt wir arbeiten überall mit Mitarbeitern zusammen. Wir haben ein Team. Und das ist auch ganz entscheidend. Ich glaube, also niemand kann komplett für sich alleine jetzt wirklich richtig durchstarten. Ich glaube ab einem bestimmten Punkt, und das ist dann auch egal, ob du dir einen Kooperationspartner suchst, einen befreundeten, oder einen eigenen Mitarbeiter, eigene Mitarbeiter einstellst. Du brauchst, das ist meine Meinung, zumindest ab einem bestimmten Level, Menschen um dich herum sozusagen, mit denen du so ein Ding einfach zusammen rockst, sonst wird es nicht funktionieren. Ja, und insofern ist es bei uns so ne. Wir haben, wir zwei oben den Überbau und dadrunter aber wirklich ja eine ganze Reihe von Menschen, die für uns arbeiten, mit uns arbeiten und das im Team nach vorne bringen. #00:22:44-6#

Sebastian Eisenbürger: Sehr, sehr schön. Ja, das ist auch wichtig tatsächlich. Ich habe auch irgendwann festgestellt: „Ich kann nicht alles selbst machen.“ Zum einen: Es gibt Dinge, die ich outsourcen kann. Das heißt damit beauftrage ich einfach jemanden, bezahle ihm Geld dafür, dass er mir meine, dass ich mehr Zeit habe für andere Sachen, oder tatsächlich Leute einzustellen. Und da bin ich auch gerade dabei wirklich Jobs rauszugeben. Ich stelle noch keinen ein, aber ich habe feste Leute, feste Freelancer, die immer wieder neue Sachen für mich machen, die ich nicht machen muss. Und das ist aber auch für mich ein Weg gewesen, ich weiß nicht, wie das bei dir oder bei euch war, ein Weg gewesen weg von dem: „Ich muss das alles selbst machen, weil ich vertraue nur mir selbst und dann weiß ich ja, dass es gut ist und bei allen anderen weiß ich nicht, wie viel Aufwand das ist. Das Risiko ist da. Die machen das einmal, dann haben sie keine Lust mehr.“ Wie das halt so ist. #00:23:27-4#

Christina Baier: Ja, klar. Das ist natürlich auch eine Realität ja. Also du stehst und fällst natürlich auch mit der Qualität der Mitarbeiter, die du hast, der Kooperationspartner, die du findest. Und passt das? Matcht das? Ist das gut? Ja, ticken da alle irgendwie in die gleiche Richtung ist das super, weil dann hast irrsinnige Synergieeffekte. Hast du da einen zwischen, ja wo es dann nicht so läuft, ja dann hast du natürlich dann auch echt mal, klar das kann dir dann auch wirklich mal richtig Turbulenzen bescheren. Aber trotz und alledem unterm Strich, denke ich, es geht nicht ohne und ja. Man sollte einfach wirklich viel Augenmerk sozusagen im Vorfeld darauf legen: Für wen entscheide ich mich jetzt? Wen stelle ich an? Mit wem arbeite ich zusammen? Wem vertraue ich? Und natürlich kannst du da auch mal irgendwie auf die Nase fallen, aber ja Mai. Das ist jetzt für mich jetzt keine kein Grund zu sagen: „Ich mache jetzt wieder alles alleine“, weil, ich glaube, das wäre ein Trugschluss zu glauben, dass das effizienter und effektiver wäre. #00:24:26-7#

Sebastian Eisenbürger: Richtig. Also meine, ja, was mir die Entscheidung sehr, sehr leicht gemacht hat, war damals die Überlegung: „Was ist denn, wenn ich es eben nicht tue?“ Dann bleibe ich weiterhin in dieser Situation immer viel zu viel zu tun, immer weniger Zeit eben für meine Familie zu haben, immer weniger zu schlafen, mich immer mehr zu überarbeiten. Und das ist für mich dann eine schlechtere Option gewesen. Also habe ich mich durchgerungen. Das war am Anfang tatsächlich schwierig, Menschen zu vertrauen, Sachen rauszugeben, eben auch die Feststellung zu machen: „Ok, nicht jeder liefert gute Qualität ab.“ Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass es auch, wenn man Outsourcing betreibt, irgendwo nach ganz weit Richtung Osten schwierig wird, weil das eine andere Kultur ist. Ja, eine andere Qualität gelebt wird, anders kommuniziert wird. Habe da meine Erfahrungen gemacht, sehr, sehr gute teilweise, teilweise nicht so gute. Und es war wichtig für mich, weil jetzt bin ich hier, wo ich bin. #00:25:12-5#

Christina Baier: Ja. Also es gibt kulturelle Unterschiede sowieso ne. Also das trifft uns ja hier auch sozusagen. Und da ist sicherlich der Vorteil, dass also sie haben ein Business nochmal in einem anderen Land zu betreiben, ist nochmal eine andere Hausnummer als dort, wo du halt, sage ich mal, deine Wurzeln hast und 100 Jahre groß geworden bist, so platt gesagt. Also mit einem Business ins Ausland zu gehen sind nochmal andere Voraussetzungen und auch wieder andere Herausforderungen. Und da ist es für uns jetzt aber auch wieder einfacher gewesen dadurch, dass mein Mann einfach, ich weiß nicht, seit er vier fünf Jahre alt ist, oder so, einfach zum Teil über die Sommer jedes Jahr hier groß geworden ist, ein Teil seiner Familie durch Verheiratung hierhin sozusagen hier gelandet ist. Ja, er diese ganz enge, familiäre und freundschaftliche Verwurzelung nach Kroatien hat und das auch sprachlich keine Hürde ist. Und das ist natürlich dann auch wieder hilfreich, weil ja, ohne dass jetzt, ich tue mich immer so ein bisschen schwer mit „die sind so und die sind so“ ne, aber ich habe mit großen Interesse neulich den Podcast auch mit der interkulturellen Trainerin gehört. Das hat mich natürlich auch interessiert. Und es ist tatsächlich schon so ja, dass einfach unterschiedliche Gepflogenheiten sind ja und eine unterschiedliche Bewertung von bestimmten Situation, und das ist dann schon wichtig, das zu wissen, zu kennen, weil man sich drauf einstellen muss. #00:26:41-0#

Sebastian Eisenbürger: Ja, total. Ja, ich habe eben ein paar Webprojekte mal nach Indien ausgelagert und Softwareentwicklung. Und das war ist echt nicht so gelaufen, wie ich mir das vorgestellt habe (lacht). #00:26:49-7#

Christina Baier: (lacht) Ok ja, Überraschung erlebt man immer. #00:26:53-5#

Sebastian Eisenbürger: (lacht) Richtig. Wollen wir nicht weiter drüber sprechen. Mich interessiert jetzt, wo du so viel tust: Was ist für dich Freiheit? Wie genießt du deine Freiheit? Wie nimmst du sie dir auch? #00:27:01-1#

Christina Baier: Also ja, ich tue so viel. Das ist jetzt auch wieder eine Frage der Definition. Jetzt kommt wieder diese Generalistin hier, die Pädagogin in mir durch. Also erst mal ist Freiheit überhaupt für mich das alles tun zu dürfen ja, also wenn wir das jetzt mal ganz von der Wurzel her betrachten, dass ich überhaupt die Möglichkeit habe, so selbstbestimmt zu leben. Das ist für mich überhaupt erst mal die Wurzel aller Freiheit überhaupt. Und jeden Tag so zu sagen, es ist ja meine Entscheidung zu sagen: „Jup, das habe ich mir so ausgesucht und das passt jetzt noch und ich will das so, oder ich will es halt nicht. Und wenn ich es nicht mehr will, dann liegt es eben an mir, das zu ändern.“ Und ich habe ja alle Freiheit, im wahrsten Sinne, weil ich glücklicherweise in einem Land geboren, aufgewachsen bin und lebe, dass dann auch tun zu können. Ansonsten ist es für mich tatsächlich so, dass ich nicht oft das Gefühl habe, ich bräuchte jetzt eine Auszeit vom Job ja, oder ich bräuchte jetzt irgendwie mal dieses „einsame Insel“ Gefühl, oder so. Im Prinzip ziehe ich die Energie sozusagen, also ich ziehe die aus dem, was ich tue. Es ist selten so, dass es mich die Energie kostet. Und ich ziehe auch die Energie aus ja aus der Beziehung ganz arg zu den Menschen, die mir nahestehen, die mich umgeben. Das sind zwei große Kraftquellen sozusagen. Und natürlich hat jedes Berufsleben und jeder Job auch Ätz-Faktoren. Ich finde das ist auch völlig blödsinnig, dass du behaupten, dass das anders wäre. Also ich irgendwie kann immer (unv. Verbindungsprobleme #00:28:44-8# )

Sebastian Eisenbürger: Jetzt ist unsere Verbindung kurz weg. Christina? Ich kann dich jetzt nicht mehr hören. #00:29:51-8#

Christina Baier: Hallo. #00:29:52-4#

Sebastian Eisenbürger: Jetzt war unsere Verbindung kurz weg spannenderweise. #00:29:55-1#

Christina Baier: Ich bin aus der Leitung geflogen. Kannst du das reparieren (lacht)? #00:29:59-1#

Sebastian Eisenbürger: (lacht) Ich kriege das irgendwie repariert ja. #00:30:02-9#

Christina Baier: Ok. Sage mir einfach, wo ich nochmal anfangen soll. Bis wohin hast du mich denn noch gehört? #00:30:07-8#

Sebastian Eisenbürger: Du hast gerade über Freiheit gesprochen. Weiß jetzt gar nicht genau, wo jetzt der Abbruch war. #00:30:11-2#

Christina Baier: Ok. #00:30:12-1#

Sebastian Eisenbürger: Ok. #00:30:13-9#

Christina Baier: Ja, was hatte ich dir erzählt? Sag, bist du startklar? #00:30:18-6#

Sebastian Eisenbürger: Ich bin startklar. Nimmt alles auf. #00:30:20-9#

Christina Baier: Super. Ja, was habe ich gesagt. Ich habe gesagt für mich ist einmal, um es kurz zusammenzufassen, Freiheit heißt überhaupt das zu tun, das tun zu können, was ich möchte, so leben zu können ne, dass ich wirklich selbstbestimmt dieses Leben so führen darf und kann, wie ich das gerne möchte. Das ist für mich der Ausdruck von Freiheit grundsätzlich. Und Energie ziehe ich, ehrlich gesagt, eher aus dem heraus, was ich tue. Ich habe jetzt weniger das Gefühl mich davon erholen zu müssen ja, sondern das, was ich tue, gibt mir in der Regel Energie, auch wenn es, und das hatte ich gerade schon mal gesagt, natürlich auch ja ätzende Aufgaben gibt, ja Teilaufgaben, auf die man mal nicht so eine Lust hat und die, die jetzt irgendwie, wo einem Tage, wo einem nicht nach Konfetti schmeißen zumute ist. Aber das ist A grundsätzlich Gott sei Dank weniger der Fall, als dass es die guten Tage gibt und die Sachen, die ich mag. Und ja, für mich ist das so eine Energiequelle, neben den Sachen, die ich tue, ganz, ganz definitiv die Beziehung zu den Menschen, die mir wichtig sind, also die, die mir am Herzen liegen ist für mich auf jeden Fall, das ist so ja die Grundstabilität in meinem Leben. Und Ruhe sozusagen für den Kopf kriege ich einmal im Tag dadurch, dass wir ja zwei Hunde haben und ich dann wirklich einmal am Tag so 1 1/2 Stunden mit denen wirklich raus in den Wald. Und das ist wirklich für mich so ja Kopf abschalten von allem, was Business ist. In der Natur sein. Bewegung. Das ist so der Moment, wo ich dann wirklich ja mal im wahrsten Sinne den Kopf auch durchlüften kann, wo ich mich dann wirklich nur auf die Hunde konzentriere. Es ist eine ganz andere Welt. Und das ist so im normalen Alltag, sage ich das, passt das schon so. Ja, absolut. #00:32:19-9#

Sebastian Eisenbürger: Ja, da ticken wir ganz ähnlich. Also mir geht es genauso. Ich tue zum Glück Dinge, die mir auch mehr Energie geben. Nicht immer. Also jetzt gerade habe ich gerade eine Phase, wo es mir auch ein bisschen zu viel wird, jetzt gar nicht unser Interview speziell, sondern einfach ja, ich habe jetzt eine Woche lang recht viel gearbeitet. Habe gerade einige Projekte, die gerade so eine Hochphase haben. Habe einen Kunden, wo es gerade so ein bisschen eskalativ unterwegs ist. Das ist dann schon anstrengend. Und ich denke mir dann abends schon manchmal: „Ok, jetzt wäre es doch schön einfach mal ein paar Tage lang was anderes machen zu können.“ Das geht einfach gerade nicht, wenn ich meinem Kunden weiterhin das gute Gefühl geben will: „Ich bin für Sie da und ja es läuft einfach weiter.“ Und dann sage ich mir: „Das habe ich mir so ausgesucht.“ Das ist so. Und, ich glaube, ich kann die guten Tage und die richtig, also die deutlich überwiegenden guten Tage überhaupt erst dann genießen, wenn ich weiß, wie es auch anders ist. Ich habe noch keinen getroffen, auch wenn er auf der einsamsten Insel der Welt, auf der tollsten Insel der Welt und nie wieder arbeiten muss, lebt, der sagt, es geht ihm gut, weil er hat diesen Gegensatz nicht mehr, diesen Gegenpol. #00:33:18-6#

Christina Baier: Nein, gruselige Vorstellung. Also setz mich auf irgendeiner einsamen Insel aus. Ich glaube nach drei Tagen suche ich irgendeine Beschäftigung. Palmblätterbeschneider. Aber, ne, also so tagelanges gar nichts tun, ne. #00:33:35-0#

Sebastian Eisenbürger: Ja, also ich merke das ganz stark, wenn ich im Urlaub bin, das mache ich sehr oft meiner Familie zuliebe vor allem, nachdem ich einen Tag lang Urlaub gemacht habe: Ich brauche eine Beschäftigung. Dann sehne ich mich zurück, nach dem, was ich tue. Und dann habe ich den Vorteil, dass ich auch sehr ortsungebunden bin und von überall schreiben kann, von überall ja einfach Dinge tun kann. Das ist sehr, sehr angenehm für mich. Dann kann ich tatsächlich auch mal am Pool, am Strand, sonst wo sitzen und das tun, was andere Arbeit nennen würden und für mich ist es einfach Beschäftigung. Ja. Wir sind fast am Ende. Mich würde noch total interessieren, ob es Dinge gibt, die dir besonders wichtig sind? Was sind so deine Werte? Wie hältst du deine drei Unternehmen am Leben? Welche Werte spielen da eine große Rolle? Also du hast gerade schon Beziehungen genannt. Gibt es noch weitere? #00:34:17-8#

Christina Baier: Ja. Also wichtigste Wert für mich, wenn du mich jetzt so nach den Werten fragst, die ich als Unternehmerin wichtig finde und lebe, ist für mich Klarheit. Das ist für mich so oberste Maxime. Klarheit darüber zu haben ja (…) Es klingt immer lustig, aber es ist tatsächlich so, also: „Wer bin ich? Wo stehe ich? Wo will ich überhaupt hin? Und was will ich bewirken?“ #00:34:48-7#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:34:49-2#

Christina Baier: Ne so, das ist für mich was, was definitiv klar sein muss, im wahrsten Sinne. Und ich sage immer: „Klartext folgt Klarheit.“ Ja, also ich kann erst in die Kommunikation gehen, und da haben wir dann zum Abschluss einen schönen Schlenk wieder zu Vertrieb und Marketing, ich kann ja erst wirklich in die Kommunikation gehen, wenn ich mir klar bin, worüber kann ich, worüber will ich hier überhaupt kommunizieren. Ja, was habe ich zu sagen? Und das ist eine Sache, die lebe ich und die erwarte ich auch von meinen Kooperationspartnern zum Beispiel. Das sind Sachen, die dürfen Kunden von mir erwarten. Und gerade im Bereich Coaching ist das auch etwas, womit ich mit allen Coachees, mit allen Klientinnen, am Anfang stark dran arbeite, dass wirklich eine Klarheit herrscht, ein Fundament gelegt wird: „Ok, das ist dein Status Quo und da willst du hin und jetzt gehen wir mal los.“ Zweiter Wert, der für mich wichtig ist, ist Wachstum. #00:35:49-7#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:35:50-3#

Christina Baier: Würde ich jetzt mal so sagen, wobei ich das jetzt nicht nur ökonomisch sehen würde, sondern mehr ganzheitlich tatsächlich. Also ich glaube sehr an lebenslanges Lernen. Überrascht jetzt als Pädagogin vielleicht auch wieder nicht so wirklich. Und ich glaube, um da wieder diesen Kontext zum Business zu schließen: Ich glaube, dass unser Business ein Abbild unserer Persönlichkeit ist. Ja, also unserer Glaubenssätze. Unserer Überzeugungen. Dessen, was wir für möglich halten, oder nicht für möglich halten. Und ich bin überzeugt davon, dass wenn wir uns als Unternehmer weiterentwickeln wollen, wir uns vor allem immer auch persönlich weiterentwickeln wollen, und dass das eine, ohne das andere, das funktioniert gar nicht, das geht gar nicht. Und insofern ist Wachstum für mich auf jeden Fall ein Wert, Motto, Motor im Business, ganz klar. Und das dritte wäre, überrascht jetzt vielleicht auch wieder nicht, Wissen. Definitiv Wissen. Also ne auch da wieder der Kurs zum lebenslangem Lernen und stetigem Wachstum. Bildung ändert halt alles ja. Also das kannst du universell sehen. Das kannst du für dich selber sehen. Deshalb bin ich auch eigentlich immer für einen freien Zugang für Bildung, zu Bildung für alle. #00:37:13-4#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:37:13-9#

Christina Baier: Und es ist tatsächlich ja Wissen ist Macht. Wissen ist so viel mehr, mehrt alles, bringt alles in Bewegung. Und ich bin chronisch neugierig. Ich sauge alles auf wie ein Schwamm. Mein Verstand puzzelt sich an irgendwas fest, bleibt irgendwo hängen und dann fange ich an zu graben. Und dann ja, das ist auch was so in Zeiten, wo ich viel Output generiere, weil ich eigentlich auch sehr gerne Input genieße von anderen. Also ich konsumiere wahnsinnig gerne Videos, Podcast, lese Bücher und höre mir an, was andere an Output haben. Finde ich total spannend. Das ist was, was für mich dann manchmal in stressigen Phasen (…) Wenn du mich fragen würdest, was geht mir ab, dann ist es tatsächlich ja die Möglichkeit des Inputs in sehr stressigen Phasen. #00:37:58-1#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Prima, danke dir. Und du hast wieder den perfekten Cliffhanger gebracht zu unserer nächsten Episode. Du hast was von Business und Persönlichkeiten gesagt. Darauf möchte ich dann gleich nochmal eingehen in unserer nächsten Episode. #00:38:09-1#

Christina Baier: Ok. #00:38:10-1#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Und dann jetzt für jetzt vielen, vielen Dank liebe Christina. #00:38:13-6#

Christina Baier: Sehr gerne. #00:38:14-5#

Sebastian Eisenbürger: Ganz toll. Ich fand es total schön, den Einblick von dir bekommen zu haben, was du tust, warum du das tust und wie du es eben schaffst das unter einen Hut zu bringen. Ich glaube, dass das ganz viele von unseren Hörern auch total interessiert. Und, wer mehr über dich wissen möchte, du hast eine Facebookseite. Du hast eine Webseite. Die heißt ChristinaBaier.online. Und du hast einen Onlinekurs, „mein perfektes Kundengespräch“ heißt der. Und ich glaube da sind alle herzlich eingeladen mal raufzuschauen, ob das vielleicht was für sie sein könnte. #00:38:46-3#

Christina Baier: Genau. Coming soon. #00:38:47-7#

Sebastian Eisenbürger: Prima. Dann nochmal ganz, ganz herzlichen Dank und dann hören wir uns in der nächsten Episode wieder. Und bei dir, lieben Zuhörer, möchte ich mich ganz herzlich bedanken, dass du bis hierher zugehört hast. Fände es total klasse von dir eine Bewertung zu kriegen auf iTunes und einen Kommentar, was dir denn besonders gut gefallen hat, ob es Dinge gibt, die dir nicht so gut gefallen, und ob es irgendwelche Themen gibt, die dich bewegen, damit ich die in meinem Podcast aufnehmen kann. Dann bis bald. Tschüss! #00:39:12-7#

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