#24: Marketing & Vertrieb – Teil 2 (Christina Baier im Gespräch)

#24: Marketing & Vertrieb – Teil 2 (Christina Baier im Gespräch)

Christina Baier ist Multipreneurin und Expertin für Vertriebspädagogik. Sie lebt in Deutschland und Kroatien und steuert ihre Unternehmen standortunabhängig über Skype und Telefon.

Im Podcast erfahren wir, welche drei Bereiche sie mit ihren Unternehmen abdeckt und was alle drei miteinander verbindet.

Wir erfahren eine Menge über ihr Erfolgsgeheimnis und warum die Pädagogik ein relevantes Feld – sowohl im Vertrieb, als auch im Marketing – darstellt.

Christinas Webseite ist unter www.christinabaier.online erreichbar und wir finden sie auf Facebook unter https://www.facebook.com/christinabaieronline%20/.

Ihr Kurs „Mein perfektes Kundengespräch“ wird demnächst erscheinen, trag dich auf Christinas Webseite mit deiner Email-Adresse ein und du erfährst als erster, wann es damit losgeht: http://christinabaier.online/mein-perfektes-kundengespraech/

Viel Spaß mit den beiden Episoden „Marketing & Vertriebspädagogik“! 🙂


Transkription: Marketing & Vertriebspädagogik- Gespräch mit Christina Baier Teil 2

Sebastian Eisenbürger: Heute Teil 2 von Marketing und Vertriebspädagogik. #00:00:12-7#

Sebastian Eisenbürger: Hallo und herzlich Willkommen zum Podcast für positives Marketing. Ich bin Sebastian Eisenbürger und ich spreche heute nochmal mit Christina Baier. Sie ja ist Expertin für Marketing und Vertriebspädagogin, Multipreneurship. Sie hat drei Unternehmen. Wir haben in der letzten Episode einiges dadrüber gelernt, wie sie es schafft, diese drei Unternehmen unter einen Hut zu bringen, wo sie herkommt und wer sie ist. Hallo Christina. #00:00:42-9#

Christina Baier: Hallo Sebastian. #00:00:44-5#

Sebastian Eisenbürger: Schön, dass du wieder da bist. Freut mich sehr. #00:00:47-1#

Christina Baier: Sehr gerne. Ich freue mich auch. #00:00:48-7#

Sebastian Eisenbürger: Alles gut bei dir? #00:00:50-1#

Christina Baier: Ja, alles super. Passt. #00:00:51-7#

Sebastian Eisenbürger: Sehr, sehr gut. Fasst? Ach, passt (lacht). Ich dachte gerade irgendwas. Ja, magst du mal kurz zusammenfassen (…) Ja? #00:01:00-6#

Christina Baier: Ich hatte gerade einen kurzen Ton (unv.) #00:01:01-6#

Sebastian Eisenbürger: Was hast du, ein Tonproblem? #00:01:03-4#

Christina Baier: Ja, aber ich glaube jetzt (…) Du kommst wieder durch. #00:01:06-4#

Sebastian Eisenbürger: Sehr, sehr gut. #00:01:07-3#

Christina Baier: Du landest wieder in Kroatien (lacht). #00:01:09-4#

Sebastian Eisenbürger: (lacht) Prima. Ich verstehe dich gerade total gut. #00:01:12-9#

Christina Baier: Perfekt. #00:01:13-9#

Sebastian Eisenbürger: Ich wollte dich bitten: Kannst du mal kurz zusammenfassen, was wir in der letzten Episode alles besprochen haben? Wo du herkommst? Wer du bist? Was du tust? Einfach so zwei drei Sätze? #00:01:21-9#

Christina Baier: Ok. Also, ja, was habe ich erzählt? Ich habe erzählt, dass ich selbstständig bin mit drei verschiedenen Unternehmen als ja Geschäftsführerin einer OHG im Bereich Versicherung-Finanzdienstleistung, als Marketing-PR-Vertriebsfachfrau sozusagen für das Unternehmen meines Mannes, ein ja Angelreiseveranstalter für Kroatien, und dass ich noch tätig bin als Onlinecoach unterstütze ich Unternehmerinnen, Freiberuflerinnen zu den Themen Vertrieb und Marketing. #00:02:01-9#

Sebastian Eisenbürger: Perfekt. Und du hast ganz interessante Meinungen zum Marketing. Du hast einen Kommentar, ich weiß das war so ein Nebensatz in der letzten Episode, gesagt, da ging es um Business und Persönlichkeit. Da würde ich dir kurz mal erklären, wie ich das sehe. Ich habe so etwas, was ich in meinen Vorträgen öfter erzähle, dass aus meiner Sicht ein Unternehmen genauso eine Persönlichkeit ist, wie ein Mensch eine Persönlichkeit ist. Ein Unternehmen wird gebildet aus ganz, ganz vielen Einzelpersonen, die Mitarbeiter auf unterschiedlichen Hierarchiestufen, und die bilden gemeinsam eine Persönlichkeit, die nach außen wirkt, und das tun sie, ob ihnen das bewusst ist, oder nicht, wie beim Menschen auch. Und bei Unternehmen, da lerne ich ganz oft, oder sehe ich ganz, ganz oft, dass sich irgendwelche Bilder gemacht werden. Das heißt man möchte irgendwie Aussehen. Man möchte, man setzt sich quasi eine Maske auf und zeigt sich auf eine gewisse Art und Weise über den einen Kanal, und über eine andere Art und Weise möglicherweise über einen zweiten Kanal und so weiter. Und dass dann Kunden auch sehr gut angesprochen werden über diesen Kanal, weil die Maske da ist und die passt, aber auf den zweiten Blick, wenn der Kunde dann da ist und sich ein bisschen damit beschäftigt, stellt er fest: „Irgendwas ist da komisch.“ Es fühlt sich nicht ganz stimmig an, und bekommt ein komisches Gefühl. Oft weiß er gar nicht, was es ist. Es passt einfach nicht. Und das fand ich, finde ich, ganz spannend. Und deswegen vergleiche ich immer Unternehmen gerne mit Persönlichkeiten. Und Unternehmen können entsprechend ihre Persönlichkeit auch entwickeln, sie auch verändern, ja und erst mal wahrnehmen überhaupt. Und ich mache ganz oft auch Bilder. Das heißt ich sage Unternehmen, oder Mitarbeitern in Unternehmen: „Stellt euch doch mal vor, was wie würde die Person aussehen, die euer Unternehmen ist? Wenn ihr euch euer Unternehmen vorstellt, wird es ein Ecken und Kanten, Stärken und Schwächen? Wie würde der Mensch aussehen, der diese Eigenschaften hätte.“ Und das ist interessant. Jetzt würde ich gerne wissen, du hast vorhin den Begriff genannt. Persönlichkeit, Unternehmen. In welchen Kontext ja tust du das? #00:03:55-2#

Christina Baier: Kannst du die Frage nochmal umformulieren? #00:04:00-8#

Sebastian Eisenbürger: Na klar, du hast gesagt: „Ein Business ist auch immer eine Persönlichkeit.“ #00:04:05-2#

Christina Baier: Ja, ich habe gesagt, ja so ähnlich. Ja, genau. Also ich habe, was ich gesagt habe, war, dass ich der festen Überzeugung bin, dass, also bezogen jetzt auf die Einzel- und Kleinunternehmer, von denen spreche ich ja hauptsächlich, wenn ich jetzt spreche, weil wenn ich auch von mir spreche, dann habe ich gesagt, dass ich der Überzeugung bin, dass unser Business immer ein Abbild unser Persönlichkeit ist. Ja, also betrifft natürlich auf die Einzelunternehmer, oder inhabergeführten Mittelständler. Da sehe ich es dann auch, würde ich es auch noch so sehen, weil der oben sozusagen ja stark die Kultur prägt, die Unternehmenskultur prägt ne, die in seinem Unternehmen halt herrscht, oder nicht herrscht, im allerschlimmsten Fall. #00:04:56-2#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:04:57-0#

Christina Baier: Und ich sehe das bei den Einzel- und Kleinunternehmern tatsächlich so: Als Einzelunternehmer, Kleinunternehmer, du bist ja dein Business hauptsächlich, ja also du bist dein Unternehmen in allererster Linie, beziehungsweise du solltest es sein. Selbst wenn du jetzt ein Produkt hast, am Ende du stehst dafür und du bist im Prinzip ja der größte Wiedererkennungsfaktor auch. Und du schaffst es ja als Person viel leichter Vertrauen aufzubauen, als wenn ich jetzt eine klassische Marke, ja also wenn ich jetzt versuche ein Produkt als Marke zu bauen und zu diesem Produktvertrauen bei Menschen aufzubauen, das schafft eine Person, nach meiner Meinung nach, immer sehr viel leichter als das Produkt an sich. Und insofern, finde ich, haben es Einzel- und Kleinunternehmer eigentlich sehr leicht sozusagen erst mal eben sich selber als Business zu positionieren, zu platzieren und nach außen zu spiegeln auch. Der Punkt ist halt, und deshalb, das hatte ich aber beim letzten Mal auch schon gesagt, ist Klarheit für mich so wichtig, dass du in dem Augenblick, wo du halt sehr sichtbar wirst auch als Person schon relativ, nicht nur relativ, sondern dann sollte halt klar sein, und vor allen Dingen dir selber erst mal klar sein: Wer bist denn du? Wofür stehst du? Was ist denn dein Thema? Was ist dir wichtig? Wofür kannst du einstehen? Was sind Dinge, die du nach außen tragen willst sozusagen als Botschaft? Was tust du? Wo ist der Mehrwert für die anderen? Ja, was sind deine Werte? All diese Dinge. Und dann kannst du in die Kommunikation gehen. Hast du da selber nicht eine wirkliche Meinung zu und dich noch nie damit beschäftigt und das ist alles so verschwommen, dann wird dich ja auch dein Gegenüber nicht erkennen. #00:06:53-3#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:06:53-9#

Christina Baier: Ne, also, und das hatte ich ja auch beim letzten Mal so gesagt: „Klartext folgt Klarheit.“ Also ne, kriege dich erst mal selber klar und dann gehe in die Kommunikation mit den anderen. Ne, und du kannst keinen Klartext sprechen, wenn du dich selber nicht klar hast. Und wenn man da so betrachtet halt, dann ist, das ist quasi der Schwenk dazu, unser Business tatsächlich ein Abbild unser Persönlichkeit, und damit meinte ich eben ein Abbild ne unserer Glaubenssätze, unserer Überzeugungen, unserer Haltungen, weil im Prinzip ist es ja so: Nicht, weil ich jetzt, es gibt ja auch diese Geschichten „the Secret“ und wir manifestieren das jetzt und ne das Universum wird ja und so weiter, das ist jetzt nicht so meine Welt. Wer sich das damit erklärt, fein. Hauptsache du findest eine Erklärung für dich. Ich würde das eher als Psychologin wieder aus der Ecke der sich selbst erfüllenden Prophezeiung sehen zum Beispiel, ja also du schaffst dir ja, oder spülen wir mal noch einen Schritt zurück. Wo fangen wir denn jetzt an? Ok, pass auf. Versuchen wir es mal einfach zu machen. Wenn man sagt: „Du fühlst dich, wie du denkst“, ja das ist ja so, dass eine. Gefühle folgen deinen Gedanken. #00:08:03-1#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:08:03-7#

Christina Baier: Das zweite ist, dass wir aber auch in der Mehrheit der Fälle so handeln, wie wir uns fühlen und denken. Ja, also wir schaffen uns ja mit unserem Handeln, dass ja unseren Überzeugungen folgt, unsere Rahmenbedingungen. Das heißt glaube ich jetzt etwas ist total unmöglich zu erreichen, werde ich mich entsprechend verhalten von Anfang an. Dann werde ich diese Wahrscheinlichkeit ja deutlich erhöhen, dass ich es tatsächlich nicht erreiche. Ja, also es ist für mich nicht dieses magische denken. Du musst irgendwie nur was, ne, und dann kriegst du den freien Parkplatz vom Universum, sondern wirklich ganz pragmatisch: Wenn ich glaube, dass das zu machen ist, dann werde ich mich ganz anders verhalten. Und dadurch schaffe ich schon ne, da baue ich ganz extrem an den Rahmenbedingungen und an der Realität mit, dass ich es dann schaffen werde, und im umgekehrten Fall, dass ich das nicht tun werde. Ja, wenn ich an eine offene Kommunikation glaube, wenn ich daran glaube, dass ich im Team mehr erreichen kann, wenn ich daran glaube, dass jedes Teammitglied gleichberechtigt sein sollte, wenn ich glaube, dass ich eine positive Kundenbindung habe, dass ich die für mich richtigen Kunden finde, dass ich meinen Kunden Sinn stifte, dann werde ich das so erleben, oder ich werde das Gegenteil erleben. Und deshalb glaube ich eben, da kam so dieser Satz her: „Dein Business ist ein Abbild deiner Persönlichkeit.“ Das zeigt im Prinzip das, was du glaubst, für möglich hältst, oder eben nicht. #00:09:32-3#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Ich bin zu 1000% deiner Meinung. #00:09:34-9#

Christina Baier: Gut, wenn du mich verstanden hast, bin ich sehr zufrieden. #00:09:37-6#

Sebastian Eisenbürger: Absolut, total. Von vorne bis hinten. #00:09:40-0#

Christina Baier: Ein Stegreifvortrag. Ich musste jetzt mal wirklich überlegen: „Wo in diesem riesen Thema fange ich jetzt an und wo höre ich wieder auf?“ Aber wenn es ankommen ist, bin ich zufrieden. #00:09:49-0#

Sebastian Eisenbürger: Ist es. Und ich möchte es tatsächlich erweitern auch auf größere Unternehmen, denn da ist es, aus meiner Sicht, genauso. Und da ist es eben die Summe von Einzelpersonen, Einzelpersönlichkeiten, die ein großes Bild nach außen zeichnen. Und es gilt tatsächlich aus meiner Sicht für Unternehmen jeder Größenordnung, von der einen Personen bis zu 10.000en von Personen. Es ist immer das, was nach außen gespiegelt wird. Und wenn wir ganz ehrlich sind, wenn wir es runterbrechen, dann reden immer Menschen mit Menschen. Das heißt Menschen kaufen von Menschen. Persönlichkeit kauft von Persönlichkeit. Und es geht immer um die Kommunikation dieser zweier Personen. Und wenn ein Team dahinter steht, dann ist es wahrscheinlich der kleinste Kompromiss aus diesem Team, der mit den Personen kommuniziert. Sehr spannend. Cool. Und wir haben noch angefangen zu philosophieren letzte Episode über meine These: „Das beste Marketing ist kein Marketing.“ #00:10:40-9#

Christina Baier: Ja, stimmt. Genau. #00:10:42-7#

Sebastian Eisenbürger: Ja, da hattest du gesagt: „Es kommt auf die Definition an von Marketing.“ Und natürlich hast du recht. Ich würde niemals sagen: „Marketing existiert. Marketing ist sinnlos und wir brauchen es nicht.“ Meiner Erfahrung nach, und das ist tatsächlich eine Erfahrung jetzt von 19 Jahren, in denen ich mit Unternehmen über Marketing spreche, ist die: „Richtig gutes Marketing, authentisches Marketing, ist das, das unbewusst betrieben wird. Das ist das, wenn Menschen begeistert von einem Thema erzählen, weil sie das Thema bewegt, weil sie oder von einem Produkt erzählen, weil ihnen das Produkt geholfen hat.“ Das ist Marketing, auch wenn sie das so nie nennen und wahrnehmen würden. #00:11:19-8#

Christina Baier: Ja. #00:11:20-3#

Sebastian Eisenbürger: Dann ist es so, dass heutzutage immer mehr Unternehmen auch feststellen, wie Marketing denn früher nicht funktioniert hat, heute genauso wenig funktioniert, also über diese Störungen und in Zukunft anders funktionieren könnte, nämlich einfach über ja Pull Marketing, oder Content Marketing, oder Inbound Marketing, wie immer das auch nennen möchte, dass man es über Problemlösung und Bedürfnisbefriedigung schafft, Menschen eben zu erreichen, und zwar ohne, ja durch das Marketing. Aber der Kunde, oder der Interessent, der fühlt sich nicht belästigt, und er füllt sich auch nicht durch Marketing angesprochen. Er sieht einfach nur eine Problemlösung, oder das sein Bedürfnis befriedigt wurde. #00:11:56-3#

Christina Baier: Ja. #00:11:57-1#

Sebastian Eisenbürger: Und das ist für mich dann das, was unter kein Marketing, da kein Marketing verstehe. Natürlich ist das provokativ, was ich sage und darum geht es mir natürlich auch. Und auch dieser Satz ist Marketing letztendlich, weil es Leute zwingt, zumindest auch Leute, die im Marketing tätig sind, darüber nachzudenken und sich mit mir zu beschäftigen. Also ja. #00:12:16-1#

Christina Baier: Das ist halt: „Man kann nicht nicht kommunizieren“, ne. #00:12:19-2#

Sebastian Eisenbürger: Richtig. Und auch da sind wir komplett über eins. Ich sage auch: „Man kann nicht nicht Marketing machen.“ Alles, was du tust, ist Marketing. Und auch wenn zwei Privatleute sich unterhalten, betreiben sie Marketing. Sie setzen sich auf eine gewisse Art und Weise hin. Sie ziehen sich bewusst an. Sie, weiß ich nicht, Frauen schminken sich, machen ihre Haare, ganz egal. Wir betreiben Marketing von selbst, jeder Zeit und immer. #00:12:38-4#

Christina Baier: Definitiv. #00:12:39-7#

Sebastian Eisenbürger: Prima (lacht). Cool. Aber tatsächlich, es gibt nicht viele, die das genau so sehen. Ich habe da schon sehr, sehr viele Diskussionen geführt, auch mit Leuten, die ich sehr schätze. Die Aussage ist einfach sehr provokativ, von wegen: „Es gibt kein Marketing“, genauso wie: „Wir betreiben immer Marketing.“ Und es passt zu vielen Bildern, von gerade von Marketingbetreibern, eben nicht. #00:13:01-2#

Christina Baier: Mhm (bejahend). Ja. #00:13:03-1#

Sebastian Eisenbürger: Ja (lacht). #00:13:04-8#

Christina Baier: (lacht) Ja, ja. Keine (unv.) #00:13:10-3#

Sebastian Eisenbürger: Dennoch lebe ich da schon ganz lange von und kann mich nicht beschweren über das nicht Marketing. Ja, erzähl mal ein bisschen, was du für Marketing machst, wenn du schon Marketing machst, für dich, deine Unternehmen. Ja, was nutzt du für Kanäle? Wie funktioniert das für dich? #00:13:25-4#

Christina Baier: Ja, was mache ich? das ist natürlich in den unterschiedlichen Unternehmen ist es tatsächlich ein bisschen unterschiedlich auch, sind die Marketingstrategien unterschiedlich. Vielleicht erzähle ich dir das einfach mal für das Onlinecoaching jetzt, wie ich es da angegangen bin, denn dort habe ich mich ja tatsächlich erst vor einiger Zeit, also Mitte des Jahres, Online tatsächlich richtig positioniert und in die Sichtbarkeit gebracht ne. Ich habe das vorher eine lange Zeit so nebenher gemacht und mit den Kundinnen aus, die ich aus dem anderen Bereich, aus der Finanzdienstleistung Versicherungsberatung hatte, wo die natürlich über meinen Background wissen, wo dann Anfragen kamen und ne dann aber schon bist du irgendwie vom Risikomanagement ins Business Coaching wieder abgerutscht. Und da gibt es auch schöne Schnittstellen, aber ich habe mich ja Mitte dieses Jahres entschlossen: „Ok, ich mache das jetzt wieder, ich mache es jetzt richtig. Ich stelle es wieder richtig auf die Füße und ich mache es Online, weil das ist für mich perfekt dadurch, dass wir eben Pendeln, Deutschland, Kroatien, kann ich es ne immer schön in die Laptoptasche und ich nehme es mit.“ Und ja, wie kommuniziere ich ne? Das ist ja letzten Endes das, wie wir beide schon festgestellt haben, wie wir Marketing und Verkauf letzten Endes auch definieren. Ich nutze tatsächlich so an den Social Media Kanälen Facebook und Twitter hauptsächlich, wobei ich das, ehrlich gesagt, in einer umgekehrten Reihenfolge fast sagen musste. Ich habe mit Twitter angefangen und Facebook und ich war lange keine wirkliche Liebe. Ich möchte jetzt nicht sagen: „Wir haben uns gehasst“, aber also so richtig gemocht haben wir uns auch nicht. Und es war total lustig, weil man Twitter Account ging super schnell wirklich nach oben. #00:15:27-8#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:15:28-7#

Christina Baier: Und ich habe da wirklich im Bereich gerade so was Kooperationen angeht weniger Kunden, aber ich habe viele Kooperationsinfluencer Marketing Networking. Dafür finde ich Twitter grandios, gerade wenn du so im Bereich Coaching unterwegs bist. Und ich habe festgestellt, dass auf Twitter unwahrscheinlich viele Einzelunternehmer und Start-Ups unterwegs sind, die wirklich richtig innovativ sind. Und ja, war irgendwie so Twitter so, ich bin nach Twitter gekommen, Twitter war so meins tatsächlich. Obwohl ich sehr viel und sehr gerne rede irgendwie ne so mit den 140 Zeichen, das passt dann auch und wenn du dich dran gewöhnt hast, dann geht das. Und Facebook war immer so eine Sache, also ich habe das privat nie genutzt. Mein Mann hat das privat nie genutzt. Dann hatten wir mal ganz lange so ein Privatprofil, was wir beide dann hatten, weil keiner von uns überhaupt vorhatte, das privat oder geschäftlich zu nutzen. Dann haben wir angefangen die Facebookseiten dadrunter zu hängen. Und dann fing es eigentlich an, als wir Big Game Kroatien, dieses Angelreiseunternehmen, gegründet haben. Und das haben wir von Anfang an Online auf die Füße gestellt. Das ist eine Offline Dienstleistung, logisch ne. Die Reisen finden ja echt statt, so im echten Leben, aber unsere gesamte Kundenkommunikation findet Online statt, von Anfang an. Und da hat diese Facebook Fanpage zum Beispiel super funktioniert. Also da ist diese Fanpage durch die Decke gegangen unwahrscheinlich schnell. Dann habe ich das versucht mit einer Fanpage ne, um mein Online Coaching zu zeigen. So ne um zu zeigen: „Was mache ich? Wie kann ich dir helfen? Was biete ich?“, und so weiter. Und es hat, wie soll ich das jetzt sagen, kein Schwein interessiert (lacht). #00:17:13-6#

Sebastian Eisenbürger: Ok. #00:17:14-8#

Christina Baier: Ja, während auf Twitter fröhlich locker das alles immer schön weiter ging. Und da hatte ich so für mich festgestellt: Es ist tatsächlich auch so ein bisschen abhängig von der Zielgruppe und der Nische vielleicht, die du so betreibst, wie schnell, oder wie langsam du wahrgenommen wirst auf einem dieser Kanäle, und dass es sich definitiv lohnt auch dran zu bleiben ne. Also ich bin eben auch in einer Mastermind Gruppe und das war dann nachher schon so ein Running Gag. Ja, wenn ich dann so ankam und dachte so: „Facebook und ich hatten wieder keinen guten Tag.“ Aber ich gebe diese Beziehung noch nicht auf ne. Ich kämpfe da jetzt drum. Und habe auch gesagt, es ist ja, also ich weiß ja, dass Menschen dort unterwegs sind. Ich weiß, dass dort auch die Klientel unterwegs sind, die im Prinzip das suchen, was ich ihnen biete, aber irgendwie fanden sie mich nicht. Ne, und es hat einfach etwas gedauert, bis sie mich dann gefunden haben. Und jetzt am Ende bin ich froh, dass ich auch da nicht so schnell die Flinte ins Korn geworfen habe, weil ja ich einfach der Überzeugung war, ich hatte es ja schon gesehen für ne andere Geschäft, dass das funktioniert, und war auch der Meinung: „Nein, das ist ein super Kommunikationskanal. Es muss nur einmal irgendwie ans Laufen kommen.“ Und es hat da einfach ein bisschen länger gedauert. Und jetzt liebe ich es, weil ich einfach wirklich von Facebook Live ne diese Funktionen nutze, zwei Gruppen habe, mit den Live Videos einfach mal schnell wieder in eine Gruppe gehen kann ne. Im Moment läuft ein Online Coaching Programm von mir und da habe ich eine eigene Mastermind Gruppe zu. Das heißt ich kann ne, wenn ich sehe irgendwie jetzt möchtest du doch nochmal mehr Input geben, ja dann schneide ich mich halt mal eben Live rein. Das ist ja, ich finde es großartig. Das ist unheimlich toll, wenn man das dann für sich mal so in die Startlöcher gebracht hat. Das sind so diese beiden Social Media Kanäle, die ich hauptsächlich nutze. #00:19:08-0#

Sebastian Eisenbürger: Ich würde sagen Facebook hat bei mir deswegen anfangs nicht funktioniert, weil das, oder weil dein persönliches Interesse einfach gefehlt hat. Das beobachte ich sehr häufig gerade bei Twitter. Also viele meiner Kunden die nutzen Twitter eher nicht, oder eben nur, um News, die woanders schon verbreitet wurden, nochmal auch noch zu verbreiten. #00:19:24-0#

Christina Baier: Ja, das wird bei Twitter ja sofort bestraft ne, also durch Nichtachtung bestraft. #00:19:28-5#

Sebastian Eisenbürger: Und dann klappt das nicht. Und sobald das persönliche Interesse dann da ist, also sobald sich derjenige für Twitter interessiert, oder in deinem Fall für Facebook, oder auch Features da sind, die dir wirklich gefallen, dann plötzlich beschäftigst du dich damit und dann plötzlich funktioniert es. Und ich glaube das ist ein ähnlicher Effekt, wie du vorhin sagtest: „Wenn du dir ein Ziel setzt und daran glaubst, dann kommt das.“ Das ist hier ähnlich. #00:19:49-1#

Christina Baier: Ja, wobei ich sagen muss, ich hätte das eigentlich nicht so erwartet, wie gesagt weil wir mit unseren Kunden was das Fischen angeht ne, also das ist ja eine sehr spezifische Nische auch, unwahrscheinlich schnell und unwahrscheinlich gut in einen Austausch gekommen sind. Und deshalb bin ich da eigentlich so ja gut läuft schon, und dann lief es aber irgendwie gar nicht. Und das war dann wirklich tatsächlich so, wo ich gedacht habe: „Hä?“ Ja, das ist immer so der Mindset „du weißt schon alles und bist total schlau“, und dann stellst du auf einmal vor so einem, ich finde das spannend, weil ja man muss einfach alles auch mal für sich selber irgendwie erlebt haben ne. Und da lief es eben einfach mal so nicht, wie es hätte laufen sollen. Und ja, dann einfach mal wirklich dran zu gucken, nein so jetzt aber ne. Ich weiß es geht, es muss gehen, und dann geht es tatsächlich auch wirklich irgendwann. Aber es war dann trotzdem eine spannende Erfahrung hier definitiv. #00:20:39-0#

Sebastian Eisenbürger: Ok. Mich würde total interessieren, wie du privat mit Marketing umgehst? Wie nimmst du das wahr, wenn du den Fernseher einschaltest, sofern du noch Fernseher schaust, oder ins Internet guckst, deine E-Mails oder was auch immer, in den Briefkasten? Wie geht es dir damit? #00:20:53-7#

Christina Baier: Also Fernsehwerbung geht an mir ziemlich vorbei, weil bei uns der Fernseher tatsächlich fast nicht mehr läuft. Also das wirklich auch so bei uns so ein etwas ausgestorbenes Medium im Privathaushalt. Online ja, das kommt immer drauf an ne. Also auf meiner Seite zum Beispiel du findest kein Pop-Up. Ich finde es (…) Es ist für mich, was habe ich gesagt: „Es ist der digitale Teufel aus der Kiste.“ Ja, also wenn ich auf so einer Seite bin und ich bewege die Maus und jetzt Bäm und dann hast du so ein Ding im Gesicht. Da könnte ich schon mächtig schreien und dann gehe ich extra. Wirklich. und dann ist es mir auch egal, was da drin stehen wird. Also das ist für mich echt Antiwerbung. Es gibt ja, du hast ja die Möglichkeit auch noch so ganz dezent unten rechts ne so, das ist dann in Ordnung, aber bitte springt mir nicht ins Gesicht. Ich finde es bis heute einfach ultra nervig, egal, was drin steht. Und dann bin ich auch so der Meinung: „Ja, ich bin doch schon auf deiner Seite. Ich schaue mich schon um. Mache es geschickt ja. Baue mir hier und da bunte Buttons ein. Zeige mir ganz schnell, worum es geht. Dann bleibe ich ja auch da. Aber wenn ich jetzt aus Versehen an meine Maus komme und du haust mir dein Pop-Up ins Gesicht, ne dann bin ich raus.“ So dann bin ich schon echt emotional raus. Bannerwerbung, wenn sie dezent, ist für mich in Ordnung, absolut. Und ich schätze es auch, auch wenn ich den dahinterstehenden Mechanismus natürlich etwas kritisch sehe, ich schätze es schon auch, dass ich halbwegs zielgruppenspezifisch meine Werbeanzeigen komme ne. Also dass ich jetzt nicht, so wie das Zuhause beim Briefkasten heißt ne, wenn du da nicht deinen Aufkleber drauf hast, was ich habe, dass mir im Internet nicht passiert, dass ich so völlig am Thema vorbei irgendwelche Werbeanzeigen angezeigt bekomme. Das finde ich schon angenehm. Und insofern, wenn mich das nicht erschlägt, finde ich das völlig in Ordnung. Wäre ja auch komisch, wenn ich es total blöd fände, weil ich ja nun mit dem Thema Marketing Vertrieb einfach auch groß geworden bin und das ja auch mag. Aber, wie gesagt, es sollte mich nicht erschlagen und es sollte schon halbwegs passen. Und wenn ich mal keinen Bock drauf habe, dann sollte ich es bitte schnell wegklicken können, und dann muss gut sein. #00:23:13-7#

Sebastian Eisenbürger: Also wenn ich ehrlich bin: Ich finde es total blöd, obwohl ich Marketingberatung mache. Ne, ich mag das nicht. Also Internetwerbung, zu 90, ja 95% gefällt mir überhaupt nicht. Und auch die Banner, die auch wenn sie mich nicht stören, dann stören sie mich, weil sie dann ihren Sinn nicht erfüllen. Also wenn sie mich nicht stören, dann nehme ich sie in der Regel nicht wahr. Und da ich einen AdBlocker verwende sehe ich sie sowieso nicht. #00:23:37-5#

Christina Baier: Ok, ja. #00:23:38-5#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Und das, was du ansprichst, diese ganzen Pop-Ups. Ja, das ist halt die Sache. Es geht halt nun mal technisch. Und Webseitenbetreiber denken leider nicht so weit. Die sehen das auf anderen Webseiten, dass es gemacht wird, besorgen sich dieses Plug-In für WordPress, oder für welches Tool auch immer, setzen das ein und es funktioniert dann letztendlich ja. Also was heißt es funktioniert? Es wird einige einfangen. Und einige von denen, wenn du 100 Besucher hast, wirst du 3 4 vielleicht kriegen. #00:24:03-4#

Christina Baier: Du weißt aber ja nicht, wie viele du verlierst. #00:24:05-8#

Sebastian Eisenbürger: Es gibt mehrere Sachen, die du nicht weißt. Klar, du weißt nicht, wie viele du verlierst. Und das Bewusstsein, wenn du viel gewinnst, dass du 96 eben nervst, das haben die wenigsten, hat fast keiner. #00:24:17-2#

Christina Baier: Das meine ich, genau. Und von den 96 verlierst du dann vielleicht, keine Ahnung, nochmal die Hälfte, weil die ist so angefressen, die gehen dann ganz. Ja, kann ja sein. Das wird ja wahrscheinlich so komplett nicht erfasst. #00:24:27-8#

Sebastian Eisenbürger: Natürlich nicht. Wir würden das auch erfassen. Also das ist ja eine Entscheidung, die man in Gedanken trifft. Da gehe ich jetzt weg und dann komme ich nicht wieder. Ja, aber das ist spannend. Also ich sehe das wie du noch ein bisschen krasser. Und wenn ich Marketingberatung mache gibt es niemals Internetbanner. Das gibt es einfach nicht bei mir. Ja, also Streuverlust von 99,99 irgendwas %, also niemand klickt drauf. Wenn jemand klickt dann, ich bin der Meinung das ist dann aus Versehen, weil du eben auf dem Handy das „X“ nicht triffst und dann irgendwie dich ärgerst, weil dann irgendeine komische Webseite aufgeht. #00:24:57-6#

Christina Baier: Ja, kann gut sein. #00:24:59-0#

Sebastian Eisenbürger: Weiß ich nicht. Ist eine Vermutung. Aber, wie gesagt, das gibt es bei mir nicht. #00:25:02-9#

Christina Baier: Ja, ok. #00:25:04-7#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Und spannend, wie du es auch mit Personalisierung siehst. Das haben ja auch viele so ein gespaltenes Verhältnis zu, also Daten sammeln und Daten verwenden. #00:25:13-5#

Christina Baier: Mhm (bejahend). #00:25:14-4#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Aber ich finde es auch genauso wie du. Ich freue mich drüber, wenn ich schon Werbung sehe, dass es Produkte sind, die für mich passend sind, und ich mag es tatsächlich auch, gerade wenn ich in einem Onlineshop bin, auch wenn das jetzt Amazon ist, dass ich da Produkte angezeigt kriege, die für mich interessant sein könnten, weil sie zu einem Produkt passen, dass ich vielleicht schon verkauft habe, oder weil es ein Produkt ist, dass Leute, die ähnlich sind wie ich, aufgrund der Annahmen von Amazon, weil es eben dadurch auf mich passen könnte. Das finde ich tatsächlich hilfreich. #00:25:40-3#

Christina Baier: Ja, das ist dann eine intelligente Form von Marketing ne. Da wird Marketing ja sozusagen, da erfüllt es einen Service. Da wird es zur Hilfestellung. Und das finde ich auch durchaus positiv ne, wenn man sich dann einmal damit angefreundet hat, dass man eben gewisse Daten hinterlässt, und dass die auch genutzt werden. Wenn man das nicht möchte, dann muss man sich dem halt komplett entziehen ne. Die Freiheit hast du ja auch. Aber ne, das würde ich dann schon durchaus auch als positiven (…) #00:26:05-0#

Sebastian Eisenbürger: Also wenn du mich fragst, haben wir diese Freiheit tatsächlich nicht, und auch nie gehabt. Also auch, wenn du in der Fußgängerzone einkaufst, dann hast du da einen Verkäufer, der dich kennt, der „Daten“ von dir hat, weil du schon mal da warst, weil du schon mal was gekauft hast. Und er wird dir tendenziell auch die Sachen anbieten, die zu dir passen, weil du stehst vor ihm, hast eine gewisse Figur, wenn es um Klamotten geht, und also (…) #00:26:27-3#

Christina Baier: Jein. #00:26:30-5#

Sebastian Eisenbürger: Ich weiß, worauf du hinaus willst. Diese Daten werden nur im Kopf dieses Verkäufers gespeichert und sonst nirgendwo. Das ist jetzt auch inzwischen schon ein bisschen anders, zumindest in einigen Läden in der Fußgängerzone gibt es da ganz lustige Techniken. Ich finde die richtig gut. Andere finden die weniger gut. Ja. Aber, was ich sagen will, ist, diese Datensammlung, die machen sich dasselbe Prinzip zu Nutzen, dass schon unsere liebe Tante Emma vor, weiß ich nicht, 50, 100, 150 Jahren eingesetzt hat. #00:26:59-0#

Christina Baier: Ja, und das ist ja auch sinnvoll. Also ne grundsätzlich. Das ist ja ne, wenn wir immer sagen: „Du musst deinen Kunden kennen ja, um wirklich ihm auch ein wertstiftendes Angebot machen zu können.“ Und darum geht es ja, weil wenn du ihn eben nicht beballern willst mit irgendeinem Scheiß, der ihn nicht interessiert, und du ihn nicht nerven willst, dann kommst du ihm ja viel bedarfsgerechter näher, wenn du natürlich auch weißt, was ihn interessiert, was er wirklich will. Wo ne wo ist sein Problem? Was hätte er gerne erreicht? was möchte der auf keinen Fall? Das hilft ja eben auch dabei ihm ein Angebot zu machen sozusagen, dass er nicht ablehnen kann, hätte ich fast gesagt. Ja also ihm etwas zu bieten, was für ihn wirklichen Nutzen hat und wertstiftend ist. #00:27:46-7#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:27:47-4#

Christina Baier: Dann ist es, finde ich, auch eine Win-Win-Situation. #00:27:49-8#

Sebastian Eisenbürger: Ganz genau so. Ich habe vorhin gesagt, dass Internetbanner für mich so das absolute No-Go sind im Marketing. Hast du irgendwelche Sachen, die so für dich No-Go sind, wenn du Beratung machst, oder für dein persönliches Marketing? #00:28:01-6#

Christina Baier: Also No-Go für mich persönlich wie gesagt sind so diese Pop-Ups. Die setze ich nicht ein. Würde ich meinen eigenen Klienten auch, oder Klientinnen rate ich davon ab. Zumindest weise ich darauf hin, sage die sollen sich das gut überlegen. #00:28:15-8#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:28:16-6#

Christina Baier: Ja. No-Gos sind für mich ungefragte E-Mail Werbung ne. Das geht auch gar nicht. Also bei mir gibt es, ich habe einen Newsletter, aber logischerweise alles mit einem double Opt-In ne eingetragen und der Möglichkeit sich jeder Zeit wieder auszutragen. Ich bespamme meine ne, würde nie irgendwelche Interessenten auf die spammen, im wahrsten Sinne. Finde ich ganz gruselig. Und bin genauso genervt, wenn ne ich in meinen Spamfilter dann schaue irgendwie so und denke: „Oh nein.“ Ich muss immer nochmal gucken, dass das nicht aus Versehen jemand löscht, dass du ihn dann in die Tonne kloppst, wenn er aus Versehen wieder dadrunter gelandet ist. Das sind für mich so No-Gos. Also so komplett ungefragt am Thema, also ungefragt und am Thema vorbei, das finde ich ist ätzend. Bringt auch nichts so, außer Ärger. Hat keiner was von. #00:29:13-9#

Sebastian Eisenbürger: Bin ich total bei dir, komplett. #00:29:16-4#

Christina Baier: Besonders schön sind immer so, kennst du, hast du vielleicht auch, kennst du das, so du machst so dein E-Mail Postfach auf und dann steht da so: „Wir haben uns Ihre Webseite angeschaut. Diese ist sehr schön, aber sie könnte noch besser sein. Und Sie könnten im Ranking viel, viel besser sein, wenn.“ Die sind ja wie Schmeißfliegen. Die wirst du ja nicht mehr los ne. Oh, jetzt habe ich was gesagt. Um Gottes Willen. Also das sind so Dinge, die kriegst du dann so ungefragt. Und da kannst du dir 100te von Male irgendwie die wegklicken und anschreiben brauchst du die ja auch nicht. Das ist so wirklich ne, das ist so ein anderer Teufel aus der Kiste so. Den hast du dann irgendwann am Hacken kleben so. Dieses E-Mails wirst du dann ja auch nicht mehr los. Also die packe ich dann auch regelmäßig im Spamfilter und Tschüss. Aber ich frage mich immer: „Gibt es Menschen, die dann tatsächlich schreiben: ‚Oh, vielen Dank für Ihr Angebot. Es wäre sehr nett, wenn sie sich mal meine Webseite'“, also macht das jemand? #00:30:05-0#

Sebastian Eisenbürger: Also ganz ernsthaft, es gibt viele, die das tun. Und es gibt viele, die dann zu Menschen wie mir kommen und mich dann bitten, hinterher wieder zusammenzukehren, was da verunstaltet wurde. Ja tatsächlich, ich kriege da ganz, ganz viele Anfragen. Es gibt genauso häufig, wie es auch Menschen gibt, die irgendwie nach Südafrika 400€ überweisen, in der Hoffnung, sie würden 2 Milliarden zurückkriegen. Die gibt es auch. #00:30:25-9#

Christina Baier: Ja, ja. Spaß beiseite. Ich weiß, dass das die dubiosesten Angebote finden ihre Abnehmer ne, sonst würde es sie ja nicht geben ne. Gäbe es den Markt nicht, gäbe es die Angebote nicht. Definitiv. Aber ich finde ja sind für mich No-Gos definitiv. Hat für mich nichts mit seriösem Unternehmertum zu tun, nichts mit seriösem Marketing, nichts mit überhaupt irgendwas, wofür ich gerne stehen möchte, oder was ich mit mir in Zusammenhang gebracht wissen wollen würde. Punkt. #00:30:51-1#

Sebastian Eisenbürger: Punkt. Finde ich gut. Ja, hast du so zum Abschluss den Marketing Geheimtipp von dir, den du hier mit uns teilen möchtest? #00:31:01-0#

Christina Baier: Oha. Ein Marketing Geheimtipp. Oh. Ja. Was, wenn ich es zusammen würde, dann wäre es tatsächlich vielleicht so ein Dreiklang. Das Erste wäre: „Werde dir klar darüber, wer du bist, was du anbietest, wo du hin willst.“ Das habe ich ja, glaube ich, jetzt schon ein paar Mal angesprochen. Sonst brauchst du gar nicht in die Kommunikation gehen. Und es ist tatsächlich dieses: „Klartext folgt Klarheit.“ #00:31:29-2#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:31:30-2#

Christina Baier: Das Zweite wäre, was ich immer sage, ist: „Don’t be Vanilla.“ Also mache nicht das, was alle anderen machen, nur weil es alle anderen machen und weil das jetzt gerade der letzte Marketinghype ist, oder der letzte Verkaufsschlager, oder das Angebot der Woche, oder weil das angeblich Trend ist, sondern (…) Wir haben ja eben schon darüber gesprochen ne: Dein Business ist ein Abbild deiner Persönlichkeit und du bist ja auch einzigartig. Du bist unverwechselbar. Ein besseres Alleinstellungsmerkmal als dich selber kriegst du nicht. Insofern sei einfach du. Tue das, was dein Gefühl dir sagt, wohinter du stehen kannst und dann gehe damit, gib damit richtig Karacho. Dann bist du auf jeden Fall auf der richtigen Spur. Und wenn du halt mal auf die Nase fliegst, ja dann hast du hoffentlich draus gelernt und alles ist gut. #00:32:25-6#
Und das Dritte ist, und das wäre noch so ein Ding, das ich so als alte Vertrieblerin vielleicht mitgeben würde, weil Marketing Vertrieb da ja auch sehr eng, also es gilt für beides. Ich glaube, dass wir als Unternehmer, als Fachleute, als Experten, viel zu oft viel zu rational mit unseren Kunden kommunizieren ja. Also da werden 125 Produktfeatures aufgezählt und dann werden Fachvorträge gehalten, die eigentlich überhaupt keiner hören will. Und wir vergessen uns eigentlich damit zu beschäftigen, was die emotionalen Gründe unserer Kunden sind ja irgendetwas bei uns zu kaufen, unserer Produkte, unsere Dienstleistungen, oder bei uns Kunde zu werden. Also dir wirklich zu überlegen: „Was wollen die denn wirklich? Was sind die emotionalen Gründe dafür, dass die bei dir kaufen? Was brauchen die von dir wirklich?“ Ja, und jetzt ist nicht die Antwort irgendwie „schöne Schuhe“, oder „eine tolle Webseite“, oder, sondern wirklich mal zu schauen den Grund dahinter. Es gibt immer ein emotionales Bedürfnis, etwas zu tun, oder nicht zu tun. Und was ist das? Also welche Motivation haben die? Wo wollen die hin? Ja, also diese hin zu Motivation. Oder wovon wollen sie weg? Ja, also finde ihren Traum, oder ihren Schmerz, und nicht, weil du sie damit manipulieren kannst, sondern weil du anders ja überhaupt nicht wirklich bedarfsgerecht ihnen etwas anbieten kannst. #00:33:55-4#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:33:56-5#

Christina Baier: Also wenn du wirklich ihnen eine Hilfe sein willst, dann musst du genau wissen, was sie wollen. In einer Marketingaktivität musst du das natürlich im Vorfeld irgendwie recherchieren. Im Kundengespräch hast du es immer noch viel einfacher, weil da kannst du einfach solange fragen, solange fragen, solange fragen, bis einfach keine Antwort mehr kommt. Ne, dass du dann wirklich fragst: „Ja, was ist denn darüber hinaus noch wichtig? Gibt es noch etwas? Haben wir was vergessen? Möchten Sie hier noch was ergänzen?“ Du fragst solange, bis derjenige sagt: „Ja, weiß ich jetzt auch nicht mehr. Ne, das war glaube ich alles.“ Ja, und erst dann weißt du ja wirklich, dann weißt du wirklich, was er will. Und höre nicht nach drei Fragen auf. #00:34:33-0#

Sebastian Eisenbürger: Sehr, sehr gut. Das waren jetzt eine Menge Tipps zum Abschluss. Und dann dürfen wir nicht vergessen, am besten genau an dieser Stelle jetzt, du hast gerade Kundenfragen ins Spiel gebracht, auf deinen Onlinekurs hinzuweisen. „Mein perfektes Kundengespräch“ heißt der. #00:34:50-1#

Christina Baier: Jawohl. #00:34:50-8#

Sebastian Eisenbürger: Genau. Magst du da noch zwei drei Sätze verlieren, was der Nutzen daraus ist? Was kann denn unser Hörer hier davon mitnehmen, wenn er diesen Kurs besucht? #00:34:58-6#

Christina Baier: Also das ist ein Onlinekurs, der dir dabei hilft, in deinem 1 zu 1 Kundengespräch sicher zu werden, klar zu werden, und mit dem Kunden so zu kommunizieren, dass du eben nicht in diese Situation kommst, dass du anfängst rumzuschwimmen, dass du Angebote ihm machst, die er gar nicht brauchen will, dass du mit Druck dann und lauter Verzweiflung ihm 125 Produktfeatures irgendwie um die Ohren knallst. Dann kommen logischerweise die ganzen Einwände. Sondern das ist ein Kurs, der in dem du lernst auf smarte Art und Weise Gespräche zu führen, an denen beide am Ende Spaß haben, du und dein Kunde. Und wenn beide Spaß haben, auch beide einen Wert davon haben, ja und du eine echte Win-Win-Situation generierst. Der Kunde hat am Ende eine Lösung und du hast was verkauft. #00:35:56-9#

Sebastian Eisenbürger: Cool. Klingt total spannend. Gucke ich mir vielleicht auch mal an. #00:36:00-9#

Christina Baier: Mach das. Sehr gerne. #00:36:02-5#

Sebastian Eisenbürger: Perfektes Kundengespräch. Ja, dann ganz, ganz herzlichen Dank Christina. Und das war total spannend. In der letzten Episode haben wir ganz, ganz viel über dich gelernt. Jeder, der die noch nicht gehört hat, der hat jetzt die Möglichkeit, das zu tun, das nachzuholen. Und ja jetzt haben wir ganz viel über Marketing gesprochen. Ich fand es spannend, dass wir viele Ansichten teilen, das vielleicht ein bisschen anders benannt haben. Und das bestärkt mich darin, dass ich nicht so ganz falsch liege, dass es noch andere Leute gibt, andere Fachleute gibt, die das genauso sehen. Finde ich total schön. #00:36:28-2#

Christina Baier: Absolut ja. Und hat sehr viel Spaß gemacht. War sehr schön. #00:36:31-8#

Sebastian Eisenbürger: Das finde ich auch. Ganz, ganz herzlichen Dank dafür. #00:36:34-1#

Christina Baier: Vielen Dank für die Einladung. #00:36:35-5#

Sebastian Eisenbürger: Und bei dir, lieben Zuhörer, möchte ich mich bedanken, dass du es so lange ausgehalten hast und zugehört hast. Wenn du mehr über Christina erfahren möchtest, dann schaue doch unter www.ChristinaBaier.online. Da gibt es alle Informationen zu ihr. Und ich finde es ganz toll, wenn du auf iTunes eine Bewertung für mich hinterlässt und einen kleinen Kommentar, aus dem ich entnehmen kann, was hier besonders gut funktioniert, was vielleicht nicht, und was für Themen ich in meinem Podcast noch aufnehmen kann. Dann hören wir uns in der nächsten Episode wieder. Bis dann. Tschüss! #00:37:04-1#

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