#33: Marketing, Webinare & kostenlose Inhalte (Mira Giesen im Gespräch)

#33: Marketing, Webinare & kostenlose Inhalte (Mira Giesen im Gespräch)

Mira Giesen, die Webverbessering, war in in mehreren Agenturen unterwegs, bevor sie sich 2011 als Beraterin für Social-Media selbstständig machte.

Inzwischen hat sie Webinare und E-Learning für sich entdeckt und hat sich als E-Trainerin rund ums Thema Webinare einen Namen gemacht.

Vor Mira waren Webinare oft langweilig – seit Mira gibt Webinare mit „Popkorn-Modus“ 🙂

In dieser Episode lernst du, was es bedeutet richtig gute Webinare zu halten – und was gut ist, entscheidet am Ende dein Teilnehmer – und welche Möglichkeiten und Vorteile dieses Medium für alle Seiten bietet.

Mira findest du auf ihrer Webseite http://www.webverbesserin.de/, bei iTunes https://itunes.apple.com/de/podcast/mit-webinaren-erfolgreich/id1081840669?mt=2 und natürlich auch auf Facebook https://www.facebook.com/Webverbesserin/

Viel Spaß beim Hören! 🙂


Transkription: Marketing, Webinare & kostenlose Inhalte – Gespräch mit Mira Giesen

Sebastian Eisenbürger: Heute lernen wir, warum Webinare im Marketing gar nicht so schlecht sind. #00:00:04-9#

Sebastian Eisenbürger: Herzlich Willkommen zum Podcast für positives Marketing. Mein Name ist Sebastian Eisenbürger und heute spreche ich mit Mira Giesen. Sie ist die Webverbesserin und die Expertin, wenn es um Webinare geht. Hi Mira. #00:00:24-7#

Mira Giesen: Hallo, grüß dich. #00:00:26-0#

Sebastian Eisenbürger: Schön, dass du da bist. Schön, dass du Zeit hast. #00:00:28-7#

Mira Giesen: Vielen Dank, dass ich da sein darf. #00:00:30-1#

Sebastian Eisenbürger: Aber natürlich. Wie geht es dir? #00:00:32-8#

Mira Giesen: Ja sehr gut, bis auf das etwas regnerische Wetter heute in Köln. Heute hat der November zugeschlagen, obwohl das auch nicht so schlecht ist. Es ist so schönes Tee-Wetter und da ist es auch schön, selbstständig zu sein und nicht im Büro sitzen zu müssen und sich durch den Feierabendverkehr nach Hause quälen zu müssen. Das ist eine schöne Sache dann. #00:00:51-6#

Sebastian Eisenbürger: Und ich meine du sitzt Zuhause. Ich sehe dich gerade per Skype und das sieht eigentlich ganz gemütlich aus so (lacht). #00:00:56-2#

Mira Giesen: Ja, ist es auch (lacht). Ich habe einen schönen, warmen Tee in der Hand, herrlich (lacht). #00:01:01-1#

Sebastian Eisenbürger: Da kann ja jetzt nichts schief gehen hier. Jetzt erzähl mal ein bisschen. Mira Giesen, Webverbesserin und Expertin für Webinare. Du macht Webinare und verbesserst Web. Erkläre mal ein bisschen, was es bedeutet, wie du dahin gekommen bist, ja was du machst, wer du bist. #00:01:16-9#

Mira Giesen: Ja. Wer bin ich? Was mache ich? Und überhaupt. Also mein Name ist Mira, das hatten wir gerade schon geklärt. Und ich arbeite unter dem Namen „die Webverbesserin“ als Expertin für Webinare. Ich komme ursprünglich aus dem Onlinemarketing Bereich. Das heißt so ich bin durch dieses ganz klassische Hamsterrad von Agenturen. Das habe ich mal durchlaufen vor Jahrzehnten eben auch so in festangestellter Position. Und dann habe ich mich 2011 selbstständig gemacht, weil ich einfach gesagt habe: „Dieses Hamsterrad möchte ich ganz gerne verlassen.“ Ja, und dann habe ich mich erst mal als Social Media Beraterin selbstständig gemacht, weil bei meinem letzten Arbeitgeber war ich eben als Social Media Beraterin angestellt. Und dann hat sich so im Laufe der Zeit herausgestellt, dass Social Media mir Spaß macht. Also es gehört nach wie vor auch so in meinen Prozess mit rein. Natürlich vermarkte ich meine eigenen Sachen unter anderem über Social Media. Aber es gab einen anderen Bereich, in den ich so ein bisschen reingeschlittert bin. Das war frisch als ich mich selbstständig gemacht habe. Ich wurde nämlich angesprochen, ob ich Lust habe, als e-Trainerin zu arbeiten, also als Online-Trainerin und dort mein Wissen über Onlinemarketing weiterzugeben. Ja, und der Anbieter meint: „Das hat nur einen Haken. Es ist alles digital.“ Ich hatte gar keine Vorstellung davon, habe gesagt: „Ja, das klingt total verrückt. Ich bin dabei.“ Also alles, was verrückt klingt, finde ich erst mal generell cool. Ja, dann habe ich mein erstes Seminar über Onlinemarketing tatsächlich digital gegeben, das heißt über ein digitales Klassenzimmer. Da waren 50 Leute drin. Und ja, mir war von Anfang an klar: „Hmm, die kann ich jetzt nicht einfach so acht Stunden am Stück und zehn Tage hintereinander nur so beschallen. Da darf ich mir was einfallen lassen.“ Und dann dachte ich: „Ja komm, dann lebe deine Verrücktheit weiter aus.“ Habe mir ziemlich verrückte Sachen dort einfallen lassen und habe einfach festgestellt im Laufe der Zeit, dass das scheinbar niemand so macht wie ich, weil dann auch immer mehr Kollegen auf mich zukamen und meinten: „Hey, und das läuft so gut mit den Kursen und die Leute sind so begeistert. Was machst du denn eigentlich?“ Ja, und daraus hat sich dann meine Positionierung 2015 ergeben, dass ich gesagt habe: „Hey, warum machst du eigentlich nicht das, was dir am allermeisten Spaß macht, nämlich e-Trainerin sein?“ #00:03:33-5#

Sebastian Eisenbürger: Ok. Ich weiß wir haben ganz viele Hörer, die so aus dem klassischen Marketing kommen. Und möglicherweise hat der eine oder andere keine Idee, was ein Webinar tatsächlich ist, oder was e-Training bedeutet. Magst du da ein paar Sätze drüber verlieren? #00:03:44-7#

Mira Giesen: Ja. Also ich bezeichne Webinare immer als ja die digitale Autobahn, weil viele Selbstständige gerne bildlich gesprochen im Kreisverkehr fahren, also sprich 50 fahren, oder 30, ganz langsam. Und Webinare, die sind so ein bisschen, ja wie das Abbiegen auf die Autobahn, wo man Vollgas geben darf, denn das ist ein Onlineraum, ja also genau wie ein normaler Offline Seminarraum, nur eben Online als digitales Klassenzimmer, und dort gibt es verschiedene Bereiche. Das heißt es gibt eine Teilnehmerliste, wo ich alle meine Teilnehmer sehe. Es gibt einen Chat. Und in der Mitte gibt es ein Freigabefenster, wo ich halt zeigen kann: Was mache ich jetzt eigentlich gerade? Ich kann meine PowerPoint Präsentation freigeben. Dann gibt es ein sogenanntes Whiteboard, das ist ein Pendant zum Flipchart. Und dann kann ich den Leuten dort was erzählen. Und die Besonderheit bei Webinaren, und deswegen sind sie auch die digitale Autobahn, ist, dass ich Inhalte, oder Wissen, so circa 35 Minuten gratis weitergebe, also dass ich Leuten erst mal zeige: Wer bin ich denn? Was mache ich denn? Was ist mein Fachwissen, meine Expertise? Und die darüber mich natürlich sehr intensiv kennenlernen. Meistens ist es so, dass Experten sich auch mit einer Webcam währenddessen filmen und da eben ein ganz anderer Bezug natürlich stattfindet, als zum Beispiel im Vergleich zum E-Mail-Marketing, weil man ja jetzt live und in Farbe mit diesem Experten interagieren kann, zum Beispiel durch den Chat. Ja, und das ist eine ganz wunderbare Sache eben, weil ich sehr, sehr, sehr schnell meinen Kunden mich vorstellen kann mit meiner Expertise und dadurch auch ein bisschen mehr Gas in meinem Business geben kann. Das ist ganz schön. #00:05:22-8#

Sebastian Eisenbürger: Das heißt du bist jetzt nicht derjenige, der jetzt, sagen wir mal, den klassischen fachlichen Inhalt vermittelt. Du vermittelst das Wissen über einen Kanal, über einen ganz normalen Marketingkanal, der für manche vielleicht neu sein wird. Webinare, ich habe schon öfter tatsächlich, aber der eine oder andere vielleicht nicht. #00:05:37-2#

Mira Giesen: Ganz genau, richtig. Ne, also der Inhalt ist, es gibt natürlich auch kostenpflichtige Webinare, aber so ein klassisches Webinar ist in der Regel kostenlos und man gibt ein bisschen Inputwissen raus, füttert den Kunden also quasi ein Stück weit an und sagt: „Guck mal, das ist das, was ich dir beibringen kann, und wenn du es interessant findest, dann kann ich dir hier und da noch mehr bieten.“ Genau. #00:05:55-6#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Das heißt würdest du sagen, es ist jetzt auch eher für diejenigen interessant, die allein unterwegs sind und ja, ich sage mal, möglichst viele Leute dann an diesem Themen erreichen möchten, oder ist das für jedes Unternehmen was? #00:06:07-1#

Mira Giesen: Das ist im Grunde für jedes Unternehmen was. Also in klassischen Unternehmen ist es auch sehr häufig genutzt, um eben eigenes Personal weiterzubilden. Das ist nicht unüblich, weil man ja natürlich auch unglaublich viel CO2-Ausstoß zum Beispiel sparen kann. Gibt es ganz tolle Beispiele, kann ich dir mal schicken, von Unternehmen, die da auch Studien drüber gemacht haben, wie viele Kosten sie eingespart haben alleine dadurch, dass sie ihre Mitarbeiter nicht mehr durch die Gegend schicken mussten über die Autobahn. Ja, also sprich: Es ist gut für die Umwelt. Es ist auch gut für die Mitarbeiter, weil sie das Gefühl haben, Das sie zeiteffizient ja hier einfach interagieren. Und für einen Einzelunternehmer ist es natürlich auch super, weil ich innerhalb kürzester Zeit sehr komplex einfach meinen Kunden näher kennenlernen kann ne. Ich kann Fragen stellen. Ich kann ein bisschen mit denen plaudern, so wie wir zwei das jetzt gerade machen, ja, und dadurch natürlich meinen Kunden viel näher kennenlernen. #00:06:57-7#

Sebastian Eisenbürger: Ok, wie ist so die Akzeptanz? Kann man das verallgemeinert sagen zu Webinaren? #00:07:03-3#

Mira Giesen: Also ist so ähnlich wie mit der Akzeptanz von E-Mail Marketing. Kann man es so, ich bin mir gar nicht sicher. Also Webinare sind natürlich beliebt. Selbstverständlich müssen sie aber eben auch beworben werden. Also sprich wenn ich nicht drüber rede, das ist wie in allem im Leben, dann kommt natürlich keiner. Ja, es ist wie bei einer Party ne. Wenn ich niemanden einlade, dann wird wahrscheinlich auch nicht unbedingt jeder kommen. #00:07:23-9#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:07:25-1#

Mira Giesen: Aber die Akzeptanz im Sinne von: „Finden die Leute das gut, oder wissen sie mit Webinaren umzugehen?“, die ist sehr gut ne. Die ist auch sehr hoch. #00:07:33-4#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Ich muss sagen, ich habe die ersten Webinare besucht. Das ist jetzt bestimmt schon ja schon fast zehn Jahre her, würde ich sagen, so acht bis zehn Jahre her und ich fand das damals total faszinierend. Ich kannte das damals tatsächlich nicht. Da hieß es auch noch nicht Webinar, da hieß es tatsächlich irgendwie virtueller Klassenraum. #00:07:49-5#

Mira Giesen: Ja, ganz genau. Das waren so die ersten Begriffe. #00:07:51-7#

Sebastian Eisenbürger: Ja, das war über Adobe Connect, wenn ich mich noch richtig erinnere. Und ja, das war sehr spannend. Und ich erinnere mich noch, das war so ein großes, wie so ein Whiteboard, wo man drauf zeichnen und schreiben konnte. Da gab es noch gar keine Bildschirmfreigabe oder so, da gab es einfach nur einen, ja ein gemeinsames Tafelbild, sage ich mal, wo wir alle gemeinsam, oder eben derjenige, der uns was erzählt hat, Inhalte teilen konnte. Und ich fand es damals total praktisch, weil ich eben noch nicht mal vom Büro aus das machen musste, sondern das Zuhause machen konnte. #00:08:20-2#

Mira Giesen: Mhm (bejahend). #00:08:21-1#

Sebastian Eisenbürger: Einfach vom Computer aus und ich so tatsächlich Menschen kennengelernt habe, was ich auch nicht gedacht hätte. #00:08:26-6#

Mira Giesen: Ja, es ist wunderbar bequem ne, und ich muss ja auch nichts zahlen. Ich muss nichts groß investieren. Ich mache einfach nur einen Klick an meinem Bildschirm. Und dann ist es natürlich meine Aufgabe auch als Marketer, und das ist eben so das, was ich auch als meine Stärke bezeichnen würde, den anderen am anderen Ende so einzubinden, dass er einfach sagt: „Boah, das ist ja cool. Das ist ja Entertainment verbunden mit Fachwissen.“ Ne, darum geht es in einem Webinar, in einem gut aufbereiteten Webinar. #00:08:51-9#

Sebastian Eisenbürger: Ja, jetzt wo du es sagst, das ist, glaube ich, wirklich auch der Schlüssel, nicht nur in Webinaren, sondern ganz grundsätzlich, wenn Inhalte vermittelt werden. Ich glaube in Webinaren kommt es nur besonders zum Vorschein, weil da im Grunde nur das visuelle, oder man hört, sieht und hat sonst keine weiteren Sinne zum Spüren, zum Wahrnehmen. Da ist ja die Person nicht direkt persönlich da, sondern es geht vielmehr darum, zu entertainen, über eben das Kamerabild und die Stimme und den Inhalt, den man da vermittelt. #00:09:18-2#

Mira Giesen: Ganz genau. Ganz genau. Im Trainerbereich spricht man auch gerne vom Popcorn-Modus ne, also wenn der Zuschauer quasi wirklich nur zuhört, oder zuguckt, das ist der Kinos, oder Kino und Popcorn-Modus, da geht es immer nur Pop Pop Pop. Du hörst nur zu und dann kommen ganz schnell halt auch die Störfaktoren rein, also egal ob E-Mails, oder ja, vielleicht das Smartphone, vielleicht auch die kleine Tochter, die reinkommt und sagt: „Hey, ich möchte gerne noch ein Eis und ein Pony möchte ich auch gerne haben.“ Na ja, wie das so ist. #00:09:42-9#

Sebastian Eisenbürger: Mir gefällt der Begriff echt gut. Popcorn-Modus. #00:09:47-4#

Mira Giesen: Der ist schön, ne? #00:09:48-2#

Sebastian Eisenbürger: Hat was. #00:09:48-9#

Mira Giesen: Was warmes (lacht). #00:09:50-4#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Und du vermittelst dein Wissen ja auch innerhalb von Kursen zu dem Thema.

Mira Giesen: Ja, ganz genauso ist es. #00:09:58-5#

Sebastian Eisenbürger: Kannst du da ein bisschen erzählen, wie so was aussieht? Also wahrscheinlich nutzt du das Medium Webinare tatsächlich dann auch selbst, um den Inhalt über Webinare zu vermitteln. Oder? #00:10:05-7#

Mira Giesen: Ja durchaus. Also ich habe einen eigenen Onlinekurs, also ich habe mehrere kleine, aber ich habe einen sehr großen Onlinekurs. Das ist „Mein erstes Webinar“. Den habe ich immer zwei Mal im Jahr offen, weil es wirklich ein begleiteter Kurs ist, wo ich einfach meine Teilnehmer von A bis Z begleite, weil ein Webinar geben, bedeutet natürlich auch immer sich sichtbar machen. Und bisschen bedeutet das ja auch Komfortzonen verlassen ne. Also es gibt sehr viele, die dann auch Angst haben und sagen: „Oh hmm, mich vor der Kamera zeigen, ich weiß nicht. Ist das so das richtige für mich?“ Ich hatte schon Teilnehmer, die sind mittlerweile regelrechte Rampensäue und machen eine ganze Menge. Das ist so eine Sache, weswegen ich sage: „Dieser Kurs ist eben begleitet durch Webinare.“ Dann ist er aber auch einfach dafür da, dass man weiß: „Ok, wenn ich ein Webinar geben möchte, wo muss ich denn anfangen?“ Ne. Und es ist ein Videokurs. Das heißt auf der einen Seite gibt es natürlich einen Login-Bereich, in dem man ja Schulungsvideos bekommt, in dem man verschiedene Text- und PDF-Dateien bekommt, die es aber auch als Audio gibt zum Beispiel, wenn man sagt: „Eh, ich mag nicht so gerne lesen.“ Dann kann man sich das auch anhören für die zeitsparende Variante. In den Videos kann man über Sprungmarken so ein bisschen auch später nochmal nachvollziehen: „Ah, warte mal, in welcher Minute war was erklärt?“ Ja, und dann gibt es eben regelmäßige Treffen, wo wir gemeinsam Fragen beantworten, oder ich die Fragen meiner Teilnehmer beantworte. Und das Herzstück von meinem ersten Webinar ist tatsächlich, dass ich dann mit meinen Teilnehmern gemeinsam in einen Webinarraum reingehe und die dann wirklich mal so aus ihrer Komfortzone rausschubse und sage: „So, jetzt bist du mal Moderator. Jetzt mache mal.“ Ne. Und dann gibt es immer so einen kurzen Moment der Panik und dann geht es aber los, dass wir dann die Inhalte, die wir gemeinsam in diesem Seminar erarbeitet haben, dass die einfach mal ihre Präsis zeigen, und zeigen, was sie so erarbeitet haben, und die anderen dann mit Feedback geben und dann auch sagen: „Ah, das ist ja cool.“ man tauscht sich gegenseitig aus. Ja, und mit diesem Ausprobieren kommt dann natürlich auch die Sicherheit ne. Und dann werden die alle entlassen und geben so ihre ersten Seminare und Webinare. Und das ist schon cool, wenn man dann so sieht, wie ein Technik scheuer Mensch dann ganz plötzlich sagt: „Oh ja, das funktioniert ja super“, und Stück für Stück sich eben in diese Webinarwelt so einarbeitet. Das ist schon toll. #00:12:25-5#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Ist dann Technik dann auch der Fokus deines Kurses, oder geht es da um andere Sachen? Also ich kann mir vorstellen, dass dieser Popcorn-Faktor tatsächlich ganz schön wichtig ist. #00:12:33-8#

Mira Giesen: (lacht) Also es ist ein Mix. Es besteht insgesamt aus drei Modulen, der Webinarvorbereitung, das heißt hier gehen wir so ein bisschen an die Strategie und überlegen: „Ok, was möchtest du denn mit deinem Webinar erreichen?“ Ne, muss ja nicht immer nur der Verkauf sein. Kann ja auch die Sichtbarkeit zum Beispiel sein für viele. #00:12:49-0#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:12:49-5#

Mira Giesen: Dann gehen wir da dann rein. Was kommt in so einem Webinar in die Unterlagen rein? Es gibt eine schöne Vorlage, mit der man arbeiten kann. Dann geht es in die Durchführung, wo es wirklich um die Technik geht. Wie machst du das, Schritt für Schritt, gibt zwei Webinarplattformen von mir erklärt. Und dann geht es natürlich bei dieser Durchführung auch um die kreativen Webinare, also genau das, was wir gerade gesagt haben, diesen Popcorn-Modus vermeiden und ein paar kreative Techniken anwenden gemeinsam am Whiteboard, zum Beispiel das eine oder andere auszufüllen. Wie stelle ich Rückfragen an meine Teilnehmer? Das heißt wenn ihr noch ganz am Anfang seid in eurer Selbstständigkeit, dann könnt ihr in einem Webinar super Fragen stellen. Könnt also herausfinden: „Wie tickt eure Zielgruppe zum Beispiel?“ Das kann ich zum Beispiel über so eine Whiteboardabfrage ganz klasse machen ne. Kann ich so verschiedene Auswahlpunkte geben und dann kreuzen die Teilnehmer gemeinsam an: „Hey, was ist denn jetzt dein Bereich? Setz doch mal ein Kreuzchen, oder ein Bienchen, oder ein Blümchen.“ Und dann geht es dann ab am Whiteboard. Und die Leute sind total happy und sagen: „Ach wie cool ist das denn?“ Ja, und dann geht es bis zur Nachbereitung, Webinar-Nachbereitung, wo man dann guckt: „Wie werte ich dieses Feedback aus? Wie schaue ich aber eben auch, dass im Nachhinein auch meine Webinaraufzeichnung zum Beispiel Leute sich angucken?“ Also es ist ein Mix, würde ich sagen, aus Mindset, aber auch ganz viel Basis Community Arbeit, denn natürlich bauen wir zum Beispiel auch gemeinsam eine E-Mail Liste auf, wenn jemand noch gar keine E-Mail Liste hat. Das kommt, wir bauen gemeinsam ein Freebie auf, damit die Leute in die E-Mail Liste reinkommen. Oder wenn ihr am Anfang noch gar kein Produkt habt, was ihr verkaufen könnt, dann kann man sagen: „Gut, ganz am Ende gebe ich meinen Teilnehmern halt ein schönes Freebie, zum Beispiel ein eBook, oder vielleicht eine tolle Checkliste, mit der man arbeiten kann.“ Und dann Stück für Stück eben diese Community aufzubauen. Und meine Teilnehmer verlieren auch absolut diese Scheu sich zu zeigen. Also die bauen wirklich eine Community auf, die an den eigenen Themen interessiert ist. Die lernen, sich auf Facebook zu zeigen. Die zeigen, ja die lernen zu trommeln. Aber immer auf eine angenehme Art und Weise, weil immer ganz viele am Anfang sagen: „Boah, sichtbar werden, ich weiß nicht.“ Und ja, das lernen sie eben Stück für Stück. Und das ist eine ganz tolle Sache, wenn man so sieht, wie die Leute sich da entwickeln in diesem Kurs. #00:14:57-7#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Ja, klingt toll. Finde ich gut. #00:15:01-0#

Mira Giesen: Danke. #00:15:01-6#

Sebastian Eisenbürger: Wie ist das, ich weiß nicht, wie bewirbst du diesen Kurs selbst? Ich mein du vermittelst in diesem Kurs Inhalte und stehst ja selbst vor der Herausforderung diesen Kurs zu vermarkten irgendwo. Wie machst du das? #00:15:13-5#

Mira Giesen: Ja, da haben wir ja im Vorgespräch ganz kurz geplaudert. Also als der Kurs das allererste Mal rausgekommen ist in der Beta-Variante hatte ich tatsächlich auch schon den Vorteil, dass ich vorher schon einige Webinare gegeben habe, also sprich ich gar nicht mehr in dieser Situation war, zu sagen: „Oh, ich muss irgendwie sichtbar werden und die Leute müssen irgendwie was von mir kennenlernen“, sondern ich habe schon sehr früh angefangen einfach mal Webinare just for fun zu geben. Bisschen rauszugeben und einfach mit den Leuten zu kommunizieren, und wer Lust hatte konnte sich in meinem Newsletter eintragen. #00:15:50-7#

Sebastian Eisenbürger: Findest du das ist eine gute Idee tatsächlich für mehrere, einfach Webinare zu machen als freies Angebot, um eben Wissen zu teilen? #00:15:57-4#

Mira Giesen: Ja, selbstverständlich, weil du zahlst in ein Beziehungskonto ein ne. Du zahlst einfach in ein Beziehungskonto ein und gibst einen Teil deines Wissens raus, und da ist es doch egal, ob es in einem Blogartikel passiert, oder in einem Podcast, oder in einem eBook. Who cares? Es ist dann in einem Webinar mit rausgegeben. Ja, und die Leute haben sogar nochmal einen anderen Bezug. Und wie cool ist denn der Effekt, den hatte ich mehrfach, dass die Leute am Ende des Webinars mit geschrieben haben: „Wie, du willst gar nichts verkaufen? Ich würde aber gerne was kaufen!“ Und ich so: „Ja, es tut mir leid. Vielleicht beim anderen Mal was.“ (lacht). Und dann, was entwickelt sich aber daraus? Daraus entwickeln sich Hardcore Fans ja. Die kann man in eine Facebookgruppe leiten und dann hat man in einer Facebookgruppe über Wochen, über Monate konstant Kontakt. Mit denen kann man per E-Mail in Kontakt sein, per Newsletter. Die hören deinen Podcast. Ich podcaste ja auch. Und dann irgendwann kommst du raus und sagst: „So, übrigens Leute, so viele von euch haben ja gefragt, wann können sie mal was kaufen. Ich habe jetzt hier diesen Onlinekurs. Wer Lust hat, der kann ja machen.“ Und bei mir war es wirklich so, dass ich diesen Onlinekurs angekündigt hatte. Ich hatte so eine kleine Pre-Liste. Habe gesagt: „Wer Lust hat, dann und dann dabei zu sein, mir ist es wichtig, dass ihr gemeinsam mit mir euer erstes Webinar angeht, da nicht alleine seid, der trägt sich einfach in die Pre-Liste ein.“ Da konnte ich natürlich herausfinden: „Na, ist das ein Produkt, was auch funktionieren wird?“ Ist ja auch nicht unwichtig für uns als Marketer. Und zack waren da recht viele Leute plötzlich auf der Pre-Liste. Ich habe am Anfang so gedacht: „Ja, vielleicht sind da so 12-13 Leute drauf.“ Und plötzlich, huch, waren 70 Leute auf der Pre-Liste. Ich habe gedacht: „Was macht ihr denn alle hier?“ #00:17:32-5#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:17:34-4#

Mira Giesen: Und das nur für einen Beta-Kurs. Das ist schon ganz großartig gewesen. Und dadurch, also ich liebe es tatsächlich, wenn ich launche, ich launche jetzt gerade das „Mein erstes Webinar“ zum zweiten Mal, und einfach nur ein paar Infos per E-Mail raussende, in meinen Newsletter mit reingebe und sage: „Passt auf, vielen Dank, dass ihr euch so früh dafür schon interessiert habt. Das ist der Early Bird Preis, den ich euch sehr gerne, von Herzen gerne, gebe.“ Dann habe ich noch als Anreiz einen Bonus gegeben. Wer bis dann und dann kauft ,der wird von mir auch natürlich belohnt. Auch auf einer ganz klaren, ehrlichen Art und Weise, wo ich sage: „Ja, die, die jetzt buchen, oder am ehesten buchen, die werden am meisten belohnt“, so dass ich mich auch gut fühle als Onlinemarketer. Ja, und das hat bisher ganz wunderbar geklappt, ohne dass ich eben dieses Gefühl haben muss von: „Es ist Launch, oh Gott! Also, jetzt machen wir Facebook-Anzeigen und dann machen wir noch dies, und dann machen wir noch das.“ Und das tolle ist, wenn man so einen Kurs ein paar Mal gemacht hat, die Leute empfehlen einen auch. Es ist, also ich war diesmal wirklich platt, wie viele Leute über Facebook einfach diese Early Bird Aktion geteilt haben und gesagt haben: Hey, Mira macht jetzt wieder den Kurs. Kann ich allen ans Herz legen.“ Ich war total platt, dass das am allerersten Tag 15 Mal auf Facebook geteilt worden ist, also wirklich auch mit tollen Empfehlungen, 1 zu 1 Empfehlungen von tollen Menschen, wo ich ein paar Mal hier auch ganz ehrlich gesessen habe und gedacht habe: „Toll, cool.“ Also ich hatte Gänsehaut manchmal. Ich hatte auch ein paar Tränen in den Augen, gebe ich auch zu (lacht), weil ich gerührt war. Und das ist das, was ich eben über ein langfristiges Marketing, würde ich gar nicht sagen, sondern eine langfristige Beziehungspflege ergibt. ja, wenn man mit Leuten über eine ganze Weile was gibt, auf ein Beziehungskonto einzahlt, dann bekommt man auch was zurück. Und das ist das, was ich sehr liebe. #00:19:28-8#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Und deswegen bin ich auch so froh, dass ich dich diesen Podcast hier habe, weil das ist ja positives Marketing par excellence, weil es funktioniert. Und ich finde das so cool, wenn ich Beispiele finde und die präsentieren kann, die funktionieren. Und es ist einfach toll. Weiß nicht. Das ist so ein ja so ein gefühlsgesteuertes Marketing irgendwo, ganz fern ab von diesen klassischen Regeln, denen man, ja die ganz, ganz viele lehren, dass du das machen musst und das musst du machen und jenes musst du machen, um möglichst viele Leute zu erreichen, im Zweifel zu nerven, um irgendwo auf deine, weiß ich nicht, 20, 30, vielleicht 100 Verkäufe zu kommen. Aber ich finde das Wahnsinn, dass das funktioniert. Und tatsächlich, ich meine, es lohnt sich auch wirklich sich mit deinen Angeboten auseinanderzusetzen. Und du hast ja neben deinem kostenpflichtigen Kurs auch eine ganze Menge kostenloser Inhalte. Erzähl mal was du zur Verfügung stellst. #00:20:18-0#

Mira Giesen: Ja, mir wurde gerade erst gesagt, dass ich zu viel kostenlos zur Verfügung stelle. #00:20:24-4#

Sebastian Eisenbürger: Ich glaube das gibt es nicht. #00:20:26-4#

Mira Giesen: Ja, was ich auch gar nicht so sehe, muss ich sagen, weil ich habe jetzt gerade erst ein Webinar darüber gegeben: „Wie machst du so diesen Cut und diesen Unterschied von kostenlos zu kostenpflichtig?“ Und ich denke, für mich, ist so ein ganz großer Indikator bei dem kostenpflichtig, dass ich sage: „Ich weiß, wenn die Leute in meinem Onlinekurs kommen, kriegen sie für ihre Situation passend tonnenweise Praxisbeispiele.“ Alleine an den Praxisbeispielen kann ich schon lernen. Und der zweite Unterschied ist natürlich diese persönliche Betreuung. Und da sage ich immer: „Die persönliche Betreuung, die kann ich nicht ne, also das ist wirklich was, das kann mir keiner nehmen. Das ist einfach mein Kopf und ich bin sehr bunt im Kopf“, wie vielleicht schon manche gemerkt haben. So, was gebe ich kostenlos alles heraus. Oh Gott. Also ich habe einen Podcast, richtig (lacht). #00:21:14-8#

Sebastian Eisenbürger: (lacht) Ja. #00:21:16-4#

Mira Giesen: Parallel zu dem Podcast habe ich eine Facebookgruppe, in der ich wahnsinnig viel immer mal wieder 1 zu 1 helfe, wo auch Mitglieder manchmal sagen: „Oh Gott, ich komme gerade nicht klar“, und wir einfach kurz miteinander schnacken, wo manche dann auch immer sagen: „Oh Gott, wie kann ich das wieder gutmachen?“ Und mein Lieblingsspruch ist dann: „Och, irgendwann wirst du schon eine Möglichkeit finden.“ Und das waren zum Beispiel jetzt auch Leute, die in dieses Empfehlungsmarketing so stark eingetreten sind und gesagt haben: „Hier Mira hat mir schon X-Mal wirklich aus der Patsche geholfen. Ich kann es absolut empfehlen.“ Das ist ja auch ganz, ganz, ganz viel Wert, wenn Leute es machen. Ja, was biete ich noch an? Im Newsletter kommen natürlich alle meine Inhalte rein. Dann habe ich verschiedene Freebies, unter anderem ein eBook, was ich mal geschrieben habe. #00:22:05-0#

Sebastian Eisenbürger: eBook zum Thema Webinare, oder? #00:22:08-1#

Mira Giesen: Ja genau. „Wie Du die Scheu vor Deinem ersten Webinar überwindest.“ #00:22:10-8#

Sebastian Eisenbürger: Sehr gut. #00:22:11-7#

Mira Giesen: Dann parallel zum Podcast gibt es recht häufig immer mal wieder Freebies, einfach wo es sich zum Thema passend anbietet. Dann sage ich: „Hier, als Ergänzung dazu könnt ihr euch gerne eine Checkliste runterladen, dies das.“ Und ich glaube das größte Freebie, was ich jemals gemacht habe, von dem zu dem ich auch fast angefeindet worden bin, war die Webinarplattform-Challenge. Das ist also eine Challenge, die sich mit der Frage beschäftigt, von der ich der Meinung bin, dass es einfach die meisten meiner Kunden immer wieder quält, nämlich: „Welche Webinarplattform ist die richtige für mich?“ Und ja, da habe ich die fünf Top Plattformen aus meiner Sichtweise genommen und habe die einfach mit anderen zusammen vorgestellt, mit Videoeinblicken, habe neun Podcastfolgen gemacht, in denen ich erkläre: „Wie sieht so ein Webinarraum aus? Wie funktioniert so ein Webinarraum? Wie kannst du jedes einzelne Element nutzen? Was für Vor- und Nachteile hat derjenige Webinarraum, den wir uns jetzt gerade anschauen?“ Und das ist Content, der insgesamt über fünf Tage geht, der sehr, sehr, sehr hochwertig ist, wo X Leute gesagt haben: „Wie cool ist das denn?“ Aber auch hier, das ist einfach Content, den gebe ich von Herzen gerne raus, weil damit entwickelt sich eine Commnunity. Und das ist das Schönste, was passieren kann. #00:23:27-5#

Sebastian Eisenbürger: Ja, das ist richtig. Ja, also ich selbst an einigen Challenges teilgenommen in diesem Jahr bereits und es ist spannend eben. Am Anfang frage ich mich immer: „Sollte ich das wirklich tun? Es ist wieder eine Sache mehr in meinem Terminkalender.“ Aber es ist spannend, dass jedes Mal ich diesen Effekt spüre im Laufe der Zeit, dass ich ja Dinge erreiche, mich mit Dingen beschäftige, die ich vorher nicht vermutet hätte. Und das ist das spannende dabei. Das habe ich jetzt gemerkt, also mache ich es gerne immer wieder. Und auch deswegen, also meine Ermutigung an der Stelle, an alle, die uns jetzt zuhören: „Schaut nach Challenges.“ Ich weiß nicht, ob du wieder eine vorhast Mira. #00:24:00-5#

Mira Giesen: Die ist offen. Also die Webinarplattform-Challenge, da kann jeder dran teilnehmen, genau. Einfach auf meiner Webseite, da ist sie verlinkt. Genau. #00:24:07-3#

Sebastian Eisenbürger: Ja, ich schaue mir das auch auf jeden Fall an (lacht). #00:24:09-3#

Mira Giesen: (lacht) Ok cool. #00:24:10-8#

Sebastian Eisenbürger: Bin total gespannt ja, tatsächlich. #00:24:13-2#

Mira Giesen: Ja, es ist einfach eine wunderbare Möglichkeit ne. Und ich denke auch, wenn das nicht so gedrückt kommt im Sinne von: „Oh Gott! Und wie kann ich da jetzt wieder kostenlosen Inhalt von kostenpflichtigen trennen?“ Macht euch doch da alle mal nicht so heiß. Also ich muss wirklich sagen: „Durch diese Challenge, glaube ich, habe ich dieses Jahr auch unglaublich an Sichtbarkeit gewonnen, einfach weil ich so freimütig Inhalte rausgegeben habe.“ Und da haben mir viele gesagt: „Ey, die Challenge ist definitiv was, das könntest du danach wunderbar als kostenpflichtiges Produkt anbieten.“ Ja, das könnte ich, natürlich. Ich könnte die Challenge jetzt schließen und könnte sagen: „Ab sofort kostet die 50€.“ Aber das will ich gar nicht, weil ich einfach sage: „Wenn jemand hinterher seine Webinarplattform gefunden hat, freut mich das für ihn.“ Und wenn er dann noch den nächsten Schritt mit mir gemeinsam machen will, wunderbar. Dann gibt es da auch Möglichkeiten. #00:25:05-3#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Ja, das ist toll. Also ich bin, weiß nicht, finde es echt richtig gut. Es gibt momentan noch zu wenige, die so denken, wie du und wie ich möglicherweise übrigens auch. Und ja habe ich die Hoffnung, dass wir jetzt ein paar durch den einen oder anderen doch motivieren können. #00:25:19-7#

Mira Giesen: Wacht auf! (lacht) #00:25:21-2#

Sebastian Eisenbürger: Kostenlos zur Verfügung zu stellen. #00:25:23-9#

Mira Giesen: Ja. #00:25:24-7#

Sebastian Eisenbürger: Und tatsächlich, du sagst Beziehungskonto, ich sage: „So gesehen einen kleinen, positiven Karma-Sternchen, die wir kriegen, wenn wir das tun.“ #00:25:31-5#

Mira Giesen: Auch ein schönes Bild. #00:25:32-3#

Sebastian Eisenbürger: Richtig. Und dass sich das auszahlen wird. Und ich dann vor einer ähnlichen Herausforderung, dass ich E-Mails bekommen habe und Anrufe gekriegt habe sogar, was ich denn habe, was jemand kaufen kann, nur um des Kaufens Willen. #00:25:44-3#

Mira Giesen: Ja, genau. #00:25:45-2#

Sebastian Eisenbürger: Es ist total schön, und ich habe jetzt auch deswegen gerade zum 01.10. ein eBook veröffentlicht, dass man kaufen kann. Das gibt es auch kostenlos, aber die, die mir Geld geben möchten, dürfen mir Geld geben dafür. #00:25:55-3#

Mira Giesen: Ach was. #00:25:56-2#

Sebastian Eisenbürger: Ja, und es verkauft sich tatsächlich. Also ich habe jetzt, es ist jetzt ein paar Wochen her, knapp 35 Stück, oder so, verkauft. #00:26:02-4#

Mira Giesen: Und über was hast du das #00:26:03-5#

Sebastian Eisenbürger: Über Ama (…) Da geht es über positives Marketing tatsächlich. #00:26:06-0#

Mira Giesen: Ach was, das ist ja cool. #00:26:07-2#

Sebastian Eisenbürger: Genau. Und als Special gibt es, ich bin mir gar nicht sicher, ich glaube 26 E-Mail Marketing Hacks plus 6 advanced Hacks, also Dinge über das E-Mail Marketing, die noch keiner gehört hat, behaupte ich einfach mal, glaube ich, dass das so ist. #00:26:20-3#

Mira Giesen: Dann kannst du quasi freiwillig spenden, beziehungsweise freiwillig einen Betrag zahlen, oder wie funktioniert das bei dir dann? #00:26:26-3#

Sebastian Eisenbürger: Ich biete das über Amazon an als eBook für 10€ und biete das als Freebie an über meine Webseite. Wer sich da einträgt, kriegt das kostenlos. #00:26:34-3#

Mira Giesen: Ja, muss ich mir auch mal angucken dann nachher. #00:26:36-2#

Sebastian Eisenbürger: Auch sehr gerne. Nein, spannend ist eben, dass tatsächlich viele das kaufen, obwohl sie wissen, dass sie es kostenlos kriegen könnten. Und das finde ich total cool, weil mir das eben zeigt, dass Menschen das wertschätzen, dass es gar nicht drum geht zwingend etwas verkaufen zu müssen, um des Verkaufens wegen, es geht wirklich um diesen Werteaustausch. #00:26:52-5#

Mira Giesen: Ganz genau. Den Effekt kenne ich auch. Ja. #00:26:55-9#

Sebastian Eisenbürger: Und da suche ich nach Modellen, um das auszutesten. Und ich finde es halt, mich begeistert, dass es funktioniert, weil viele Menschen glauben das nicht, und ich finde das cool, wenn ich dann so Case Studies habe, genau wie dieses jetzt. Und wir können mal drüber sprechen, ob du irgendwas zusammenstellen magst mal in die Richtung, wenn es kein großer Aufwand für dich ist, weil ich finde es total cool, so was zu veröffentlichen. So was nehme ich immer gerne zu meinen Vorträgen mit und zeige dann Leuten, dass es wirklich geht, und dass es funktioniert. #00:27:20-9#

Mira Giesen: Richtig. Auf jeden Fall. Und es wirklich so, die Leute, ich kenne das ja auch, die schreiben einem E-Mails und sagen: „Sage mal, wo genau kann ich denn was bei dir kaufen?“ Ok, ich bin dann auch dazu übergegangen auch etwas klarer auf meiner Seite zu kommunizieren: „Also das hier sind Produkte, die ihr kaufen könnt. Das ist der freie Content.“ Das funktioniert auch sehr gut. Und auch in unterschiedlichen Preisklassen was anzubieten, also von ganz kein bis ganz groß. Und ich habe es heute erst gehabt tatsächlich, dass ich eine, ist total witzig, eine neue Teilnehmerin gewonnen habe, die ich jetzt seit ungefähr zwei Monaten begleite. Sie ist mit der Webinarplattform-Challenge eingestiegen. Sie hat sich das eBook gedownloadet. Und ich begleite sie schon eine ganze Weile. Ich weiß auch sehr genau, wer das ist. Ich habe sie auch in meiner Gruppe begleitet. Und heute hat sie das teuerste Paket von meinem ersten Webinar gekauft, das VIP-Paket, wo ich sie 1 zu 1 betreue, wo ich mit ihr gemeinsam ihr erstes Webinar geben werde, wo ich also wirklich als Support im Hintergrund sitze. Und ich habe ihr dann heute eine E-Mail geschrieben und gesagt: „Mein Gott, VIP-Paket, Wahnsinn. Das ist super und ich freue mich total, dass ich dich so begleiten darf.“ Dann sagt sie: „Nein, ich freue mich, dass ich endlich mal was für dich tun konnte.“ Und da hat sie mir auch geschrieben, dass sie ganz bewusst dieses Paket gewählt hat, weil sie sich wirklich mal dafür bedanken wollte, was ich eigentlich schon alles dieses Jahr für sie getan habe. Und dann habe ich wirklich da, bin da umgefallen und dachte: „Wow. Das ist ja ein Wahnsinn Feedback, ja.“ #00:28:46-7#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Du hast vorhin erzählt kurz, dass du ein bisschen angefeindet wurdest dafür, dass du diese Challenge kostenlos gemacht hast, oder kostenlos anbietest. Magst du ein bisschen erzählen, weil ich kriege das Feedback immer wieder, dass Menschen dafür angefeindet werden, kostenlose Inhalte bereitzustellen, oder Content Marketing zu betreiben überhaupt, weil es viele Branchen gibt, wo das einfach nicht üblich ist bisher. Nur wenn es dann einer tut, dann hat der ein kleines Problemchen mit seinen Mitbewerbern. #00:29:09-3#

Mira Giesen: Ja, also Problem nicht, aber ich habe natürlich, als ich diese Webinarplattform-Challenge zusammengestellt habe, ein paar Leute angefragt: „Hast du Lust da mitzumachen?“, und dies und das. Und was mich sehr verwundert hat, war, dass dann eher kritische Stimmen kamen von wegen: „Warum machst du das nicht kostenpflichtig?“ Ich hätte es eher verstanden, wenn ich gesagt hätte: „Hier, ich möchte ein kostenpflichtiges Produkt machen, wo du mitmachst.“ #00:29:32-2#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:29:33-3#

Mira Giesen: Das hat mich sehr verwundert, wo dann gesagt worden ist: „Ja, und dann Level für den kostenlosen Content wird damit immer höher und der Erwartungsdruck wird immer höher“, was ich nicht verstanden habe, weil ich tatsächlich ja also in meiner Nische „ein Stück weit alleine bin.“ Natürlich gibt es auch andere Leute, die sich mit Webinaren beschäftigen, aber meistens in einem anderen Kontext in dem Zusammenhang. Ich bin ja auch der Meinung: „Konkurrenz gibt es nicht, weil die Leute immer dich kaufen.“ Ne, und nicht (…) #00:30:04-5#

Sebastian Eisenbürger: Richtig. #00:30:05-2#

Mira Giesen: (…) nicht das Produkt nur an sich. Und deswegen habe ich das nicht so verstanden, warum da jetzt so kritische Kommentare kamen. Aber es war tatsächlich so dieser O-Ton: „Du versaust den Anspruch an Freebies.“ Der war tatsächlich da. Es war jetzt auch keine Hater Kommentare. Bisher habe ich, drei Mal aufs Holz klopfen, muss ich sagen, noch nichts mit Hatern zu tun gehabt in dem Sinne. Aber ich war einfach erstaunt, dass das eher negativ aufgenommen worden ist. #00:30:35-7#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:30:36-5#

Mira Giesen: Ja. #00:30:37-2#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Ich darf das ziemlich häufig mir anhören, negative Kommentare tatsächlich ja, weil es in der Marketingbranche gibt es ganz, ganz wenige bisher, die sich mit diesem Ansatz beschäftigen. Und dadurch, dass ich die klassischen Marketingmethoden so ein wenig in Frage stelle, gibt es da schon einige, die sich auf den Schlips getreten fühlen, und das hält mich nicht ab, das dennoch zu tun, weil (…) #00:30:59-1#

Mira Giesen: Ich vergleiche das immer mit Star Wars ne. Also es gibt die zwei Seiten der Macht. Es gibt die helle und es gibt die dunkle. Und die dunkle hat vielleicht Schokolade, das ist schön, aber im Endeffekt: Jeder darf sich entscheiden, auf welcher Seite der macht er stehen darf ne und mag. Und das ist auch völlig ok. Und wenn halt jemand sagt: „Ich bin dein Verkäufer“, hey, dann mach das (lacht). Und ballert von mir aus auch hinter jedes einzelne vielen Dank überall immer die Upsales und nach dem Upsale nochmal das andere Upsale, und Scarcity das und so weiter. Also ich arbeite natürlich auch gerne mal mit einer Limitierung und mit einem Timer. Aber bei mir ist das trotzdem sehr offen und transparent. Und bei mir ist es, weiß ich nicht (…) Natürlich habe ich auch einen Upsale ja. Und wenn nach 15 Minuten der Timer abgelaufen ist, dann ist er aber eben abgelaufen. Dann sage ich: „Ok, der Kunde will es nicht.“ Dann kommt nicht ein zweiter, so von wegen: „Jetzt ist das Produkt doppelt so teuer und willst du es denn immer noch, hä, hä, hä?“ Das sind so Sachen, ne. Das ist einfach nicht meine Welt ne. Und ja. Da muss jeder für sich selber entscheiden, was er eben machen will, wie sehr er einen Kunden per Cookie und per keine Ahnung was, verfolgen will. Es gibt bei mir sehr klare, eindeutige Möglichkeiten, einmalige Angebote zu bekommen, tatsächlich für einen begrenzten Zeitraum. Die sind dann aber auch wirklich real und echt und das finde ich in Ordnung. Ich finde es in Ordnung, die Möglichkeiten zu nutzen. Aber halt überall Druck erzeugen immer und andere anzufeinden, wenn sie dann was kostenlos rauszugeben, schade. #00:32:31-9#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Wo wir gerade bei real und echt sind. Es gibt ja inzwischen so ein paar Anbieter, die gerade im Webinarbereich nicht mehr so real und echt sind, sondern eben ein Webinar anbieten und das nicht mehr so richtig in echt tun, also so ein Video abspielen und so tun als ob. Wie stehst du dazu? #00:32:47-0#

Mira Giesen: Also du spielst auf automatisierte Webinare an. Auch hier klären wir vielleicht erst mal ganz kurz auf. Das sind Webinarplattformen, die es gibt, wo man ein Video vorbereitet und dieses Video ganz bewusst so vorbereitet, dass man sagt: „Hallo. Herzlich Willkommen zu diesem live Seminar. Und jetzt geht es über zu den Inhalten.“ So, und diese Webinarplattformen bieten tatsächlich Möglichkeit zum Beispiel Chat-Kommunikation zu fälschen. Das bedeutet der komplette Chat, der während dieses Videos sich abspielt, kann von dir, wie sagt man, erstellt werden. Also du kannst quasi dein eigenes Webinar Drehbuch stellen, mit, keine Ahnung, in Minute 13 sagt Hans Peter: „Das ist aber ein toller Tipp. Vielen Dank.“ Du kannst ganze Umfragen, mit den Ergebnissen entsprechen auch vorfälschen. Und, ich sage mal so, in den richtig dunklen Bereich ne sind wir natürlich, wenn es ganz am Ende an den Verkaufsteil geht und du sagst: „Dieses Angebot ist auf die ersten drei Käufer limitiert.“ Und eine Minute später sagen Hans Peter und Jürgen: „Das ist großartig. Ich habe das Produkt gerade gekauft.“ Das ist A nicht ehrlich, nicht transparent, und B wird es richtig schwierig, wenn ein Teilnehmer ein zweites, oder auch drittes Mal in dieses Webinar geht und sich so denkt: „Hmm Hans Peter hat doch auch schon im ersten Teil bei Minute so und so gesagt: ‚Das ist großartig.‘ Ach, jetzt hat er das Produkt nochmal gekauft?“ Und dann wird es böse. Dann wird es richtig böse. Das muss auch nicht immer passieren, aber ich habe auch gar nichts gegen automatisierte Webinare. Ich finde sie ganz fantastisch, wenn du zum Beispiel etwas hast, von dem du sagst: „Derjenige gehört genau wie ich zum Typ Maschinenpistole und Salve, Salve, Salve. Muss jetzt 25 Mal immer wieder den gleichen Inhalt erzählen. Hey, mache ich als automatisiertes Webinar fertig und bin zum Beispiel im Chat live dabei.“ Das ist eine Möglichkeit, mit der man arbeiten kann ja. Das ist super. Aber was eben nicht so cool ist, ist wirklich wenn man dieses automatisierte Webinar fertig macht, und es gibt wirklich Kollegen, die das tun. Und ein guter Indikator ist, ihr da draußen, wenn ihr euch für das Webinar eines Kollegen anmeldet und einfach feststellt: „Ist ja interessant. Der gibt das Webinar drei Mal am Tag und zwar sieben Tage die Woche“, dann könnt ihr davon ausgehen, dass das höchstwahrscheinlich ein automatisiertes Webinar ist. Könnt ihr euch mal den Spaß machen und meldet euch zwei Mal an und ihr werdet feststellen: „Ha. Der erzählt ja immer das Gleiche an der gleichen Minute.“ Und wenn es richtig mies ist, dann kann es wirklich passieren, dass eben die Chatkommunikation immer die gleiche ist. Ja. #00:35:28-9#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:35:29-3#

Mira Giesen: Wie stehe ich dazu. Ich glaube, finde ich super. Also ist total toll. Nein. #00:35:34-5#

Sebastian Eisenbürger: Ja, das nehme ich dir alles ab, ja. Sollten wir alle auch so machen. Das ist ja auch kostengünstig im Grunde, oder (lacht)? #00:35:41-1#

Mira Giesen: (lacht) Das Ding ist halt einfach, also nochmal: Automatisierte Webinare können eine tolle Sache sein, aber dann sei transparent und ehrlich ne. Nenne das Evergreen Webinar, oder Dauerwebinar, man muss es ja nicht automatisiertes Webinar nennen, aber einfach ehrlich sein und vor allen Dingen nicht so ein Quatsch machen mit: „Das Angebot ist limitiert und Hans Peter und Hans Jürgen kaufen es jedes Mal in Minute 53.“ #00:36:04-6#

Sebastian Eisenbürger: Also wenn du mich fragst: Ich bin der Meinung, wenn man Webinar hört, dann wird erwartet, dass es live ist, und ansonsten ist es ein YouTube Video, oder einfach ein Video, dass man sich anschauen kann. Das ist meine Meinung. Ich verstehe das, dass es Vorteile gibt, gerade bei Menschen, die (…) #00:36:17-2#

Mira Giesen: Mit dem Live Chat ne, also das wäre dann die Besonderheit. Genau. Wenn du sagst, du bist im Live Chat parallel dabei, um den Chat besser pflegen zu können, die Umfragen parallel warten zu können, dann finde ich es ok ja. Aber wie du sagst, dann ist natürlich der Übergang zu einem Video tatsächlich nicht mehr weit entfernt. Und da muss man sich halt wirklich überlegen: „Wenn ich nicht live und in Farbe meine Leute parallel im Chat betreuen will, hey dann stelle ich es bei YouTube ein. Also jetzt hört es aber auf ne.“ #00:36:43-0#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Wie sieht es genau (…) Wir haben ja diverse Plattformen, die dazugekommen sind. Wir haben jetzt, wir haben über Webinare gesprochen. Es gibt inzwischen so was wie Facebook Live Videos. Es gibt Google Hangouts. Es gibt Skype, was wir hier gerade treiben. Es gibt eine Menge anderer Dinge, wo wir per Video, per Ton, per Nachricht mit allem gleichzeitig Online sein wollen, können. Es geht einfach. Siehst du da ist die Zukunft des Webinars, oder glaubst du das wird immer da bleiben und seine Berechtigung haben? #00:37:08-9#

Mira Giesen: Also die anderen Plattformen sind natürlich erst mal grundsätzlich alle doof. Nein, Quatsch (lacht). Wie sehe ich das? Also ich sehe es gar nicht als Konkurrenz an. Ich sehe es als wunderbare Ergänzung an. Und ich denke, dass in Zukunft Webinarplattformen da auch stärker anbinden werden. Also das heißt zum Beispiel die ersten fünf Minuten deines Webinars wirst du wahrscheinlich in Zukunft zum Beispiel parallel bei Snapchat, oder Facebook Live, oder je nachdem, was es da noch gibt, mit einblenden können als Stream und sagen können: „Hey, jetzt gibt es noch zehn Minuten Zeit, um reinzukommen.“ Aber Webinarplattformen haben einen großen Vorteil, und da hat das auch gar nichts mit dunkler Seite der Macht zu tun, aber Webinarplattformen sammeln einfach die E-Mail Adressen ein und das sind tolle, heiße Kontakte mit Leuten, die wirklich an dir und deinem Produkt interessiert sind, die dauerhaft Lust haben, was von dir zu hören. Und es wäre eine Schande drum, diese E-Mail Adressen nicht zu nutzen und einfach auch die Möglichkeit zu nutzen, die Leute in einen Webinarraum mit erweiterten Möglichkeiten noch anzusprechen. In einem Webinarraum hast du auch nochmal ganz andere Chancen beispielsweise eine Umfrage einzubinden. Weiß ich nicht, wenn der Mark zuhört, also du kannst auch gern bei Facebook Live jetzt noch Umfragen mit einbinden. Und ich nehme auch gerne ein Whiteboard bei Facebook Live. Aber generell, denke ich, das unterscheidet schon nochmal eine Webinarplattform von Skype, oder von Facebook Live, oder eben auch all diesen Plattformen, die da kommen, ne. Und das, ich finde sogar, es unterstützt einfach nochmal, oder zeigt nochmal mehr, dass dieser Trend, die Leute Live erleben zu wollen, immer größer wird, also dieser Bedarf einfach immer größer ist. Und ich könnte mir auch vorstellen, dass damit auch diese Schallmauer so ein bisschen unterbrochen wird, so von wegen: „Ha ha, du musst dich sechs Wochen vorher für das Webinar anmelden.“ Es zeigt einfach: Die Leute haben generell Bock auf so was. Und vielleicht werden sich die Webinarplattformen in Zukunft was einfallen lassen, wie es schneller möglich ist, sich auch irgendwo anzumelden, zu sagen: „Ja, da will ich dabei sein bei diesem Webinar. Zack, zack.“ Aber es zeigt einfach: Der Bedarf Live und in Farbe in Echt mit Leuten zu kommunizieren, denen Fragen stellen zu können, der steigt. Und das finde ich super. #00:39:19-1#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Du hast gerade angesprochen Richtung E-Mail Adressen sammeln und so, was wofür ob ein Befürworter bin, das macht Sinn, weil damit kommst du mit deinen Leuten in Kontakt. #00:39:29-5#

Mira Giesen: Genau. #00:39:29-9#

Sebastian Eisenbürger: Wichtig ist nur dazu, vielleicht auch als Privatmensch, wenn du im Internet irgendwo aufgefordert wirst, Daten zu hinterlegen, oder wie stehst du grundsätzlich zu dem Thema Datenkraken? Magst du dich dazu äußern? #00:39:39-2#

Mira Giesen: Also ich persönlich habe ganz am Anfang, als ich noch als Social Media Beraterin unterwegs war, habe ich eine Facebook Fanpage gehabt mit „so schützt du deine Daten auf Facebook“. Ich glaube das sagt alles. Also ich bin, was persönliche Daten angeht, eher zurückhaltend. Natürlich, wenn man mich googelt, wird man mich finden, ohne Frage. Das ganz sicherlich. Da wird man mich sogar mit meinem allerersten Arbeitgeber finden, der noch im Arbeitsvertrag drin stehen hatte: „Meckern und jammern verboten.“ (lacht) Das war mein allererster Arbeitgeber im Anti Jammer Institut und Anti Mecker Institut. Ist total cool. Ja, und also generell denke ich: „Wir als Onlinemarketer sollten nicht so in diese Datensammelwut reinfallen.“ Also was mir natürlich auch nicht gut passt als Privatmensch, ist, wenn ich: „Hey Name und Vorname und Geburtsdatum und geb mir noch die Handynummer, und willst du mit mir gehen ja, nein, vielleicht.“ Also wenn ich das alles ankreuzen muss, dann bin ich auch eher so ein bisschen: „Eh, was soll das?“ Und theoretisch darf man das in Deutschland ja auch gar nicht ne. Theoretisch gilt hier dann nach dem Bundesdatenschutzgesetz, dass ich eine anonyme Anmeldung ermöglichen und erlauben soll. Die wenigsten halten sich dummerweise dran. Und was ich schön finde ist eine persönliche Anrede zu haben, dass ich wirklich meinen betreffenden Kunden einfach ansprechen kann und sagen kann: „Hey Sebastian“, und nicht: „Hey du da. Was brauchst du?“ (lacht) Weil es da auch coole Alternativen ja, also liebe Webverbesserer, oder „dear very important person“ habe ich mal von einem amerikanischen Anbieter bekommen, fand ich auch sehr cool als Alternative. Es gibt da, glaube ich, schon Alternativen. Aber so die totale Datensammelwut, ah ne, bin ich nicht so für. Finde ich eher uncool. #00:41:33-9#

Sebastian Eisenbürger: Hast du schlechte Erfahrungen gemacht, oder ist das mehr so ein Gefühl, so eine Einstellung, die du hast? #00:41:38-4#

Mira Giesen: Ne, das ist einfach eine Einstellung, die ich habe. Ich bin einfach der Meinung: Das hat was mit Respekt zu tun ne. Wenn ich irgendwo, ich vergleiche es immer ganz gerne mit der Disco. Ich nehme sie jetzt auch wieder. Wenn ich in der Disco bin und mit jemandem ein Gespräch führe, oder von mir aus auch irgendwo auf einer netten Party, dann sammle ich doch auch nicht sofort alle seine Kontaktdaten. Dann interessiert mich doch eher: „Hey, wofür interessiert du dich so? Was sind deine Probleme? Was ist das, wo ich dir helfen kann?“ Man stellt sich natürlich mit einem Vornamen gegenseitig vor. Und was macht man? Man nimmt irgendeine Möglichkeit, um sich gegenseitig zu kontaktieren. So. Was ich dem Kunden anbieten kann, ist natürlich zu sagen: „Hey, wenn du noch deine Telefonnummer hinterlassen möchtest, in Zukunft wird E-Mail, Quatsch sorry, SMS-Marketing und WhatsApp und Sprache und weiß ich nicht was, mehr werden.“ Nur dann sollte es doch dem Kunden überlassen werden. Und genauso ist es im Privatgespräch. Man stellt sich mit Namen vor und danach, wenn man sich sympathisch ist, hinterlässt man irgendeinen Kontakt. Aber ich komme doch auch nicht auf einer Party auf den Gedanken zu sagen: „Hey, und hier hast du meine E-Mail Adresse und meine zweit E-Mail Adresse für Notfälle. Und ich wohne da und da. Und meine Facebook-ID ist die und die.“ Ja, also Leute. Was soll das? #00:42:47-6#

Sebastian Eisenbürger: Richtig, und sprechen darfst du nur mit mir, wenn ich deine Telefonnummer kenne und deinen Vor- und Nachnamen. #00:42:51-3#

Mira Giesen: Richtig. Ansonsten bist du raus. #00:42:53-1#

Sebastian Eisenbürger: Ja. #00:42:54-3#

Mira Giesen: Auf die stille Treppe (lacht). #00:42:56-7#

Sebastian Eisenbürger: (lacht) Ja. Finde ich cool, dass du das sagst. Ich sehe das komplett genauso. Ich ja, ich sehe es fast komplett genauso. #00:43:05-6#

Mira Giesen: Ok. #00:43:06-3#

Sebastian Eisenbürger: Ich sehe, dass im Grunde, wenn du mit Daten umgehst, dann gehst du mit einem Werkzeug um, dass du eben gebrauchen und missbrauchen kannst. Grundsätzlich habe ich nichts dagegen, Daten zu sammeln, wenn es einen guten Grund gibt. Und witzigerweise haben die wenigsten Verbraucher ein Problem damit, Daten anzugeben, wenn sie wissen, wie dieser gute Grund nämlich ist. Und tatsächlich, wenn du sagst: „Hier gib mir deine Telefonnummer, weil…“, und es ist ein guter Grund, dann werden die meisten diese Telefonnummer rausrücken. #00:43:29-0#

Mira Giesen: Ja. Das ist überhaupt im Marketing sehr häufig, dass der Kunde im Endeffekt nur eine Begründung haben möchte. Ne, also das ist ja auch nachgewiesen tiefenpsychologisch. Da gab es ja Studien, wo man Studenten in eine Kopierreihe gestellt hat und als er gesagt hat: „Kann ich bitte vor? Ich müsste das hier kopieren“, dann haben ihn 90% vorgelassen, obwohl alle kopieren mussten. #00:43:48-8#

Sebastian Eisenbürger: Richtig ja. #00:43:49-9#

Mira Giesen: Die Psychologie ist da schon ganz faszinierend, muss man ganz ehrlich sagen ne. Aber ich finde halt, auch hier sind wir wieder bei der dunklen und der hellen Seite, ja ich weiß, ich nerve, aber das ist halt so man. Also ich finde immer: „Behandle deinen Kunden so, wie du selbst auch behandelst werden möchtest.“ Das ist eine ganz gute These, finde ich. #00:44:07-2#

Sebastian Eisenbürger: Richtig. Ich habe heute mit einem Kunden gesprochen, das fällt mir an der Stelle gerade ein, da ging es darum, ob er sich ein Budget anschaffen soll für rechtliche Probleme. Und da habe ich gesagt: „Klar, kannst du machen. Es schadet nicht. Und rechtliche Probleme bekommst du in der Regel erst dann, wenn du von dem, was du tust, nicht selbst überzeugt bist.“ #00:44:25-5#

Mira Giesen: Richtig. #00:44:26-2#

Sebastian Eisenbürger: Und ich finde: Der gesunde Menschenverstand ist ein ziemlich guter Indikator dafür, ob das Marketing sinnvoll ist, ob man nach zu vielen Daten fragt, oder zu wenigen, ob das gerechtfertigt ist, oder nicht. Und ich finde immer ganz spannend: Im Grunde ist es total easy, das herauszufinden. Wenn ich mich nämlich selbst frage: „Würde ich denn bei meiner Webseite das alles so eintragen, ist das Investment das wert, oder nicht?“ #00:44:46-0#

Mira Giesen: Ganz genau. #00:44:46-9#

Sebastian Eisenbürger: Wenn ich ehrlich genug mit mir bin, dann werde ich oft genug darauf kommen: „Eigentlich nicht. Eigentlich würde es mich nerven.“ #00:44:51-6#

Mira Giesen: Ja. Und vor allen Dingen, finde ich, sollte man immer schön transparent sein, also auch die Möglichkeit geben, Daten zu verändern, finde ich immer gut. Wenn zum Beispiel das Web.de Postfach halt permanent überfüllt ist, ich davon genervt bin, finde ich es eine schöne Sache, wenn ich als Kunde es selber umtragen kann. Und ganz wichtig: Ich möchte mich bitte austragen können, wenn ich Schluss machen möchte. Wenn ich Schluss machen möchte, dann möchte ich nicht, dass der Anbieter mir noch acht weitere E-Mails schickt mit: „Ja, aber du bist noch in einem anderen Verteiler drin und wir unterteilen da nämlich voll clever.“ Das ist so was, da werde ich sauer. Ich persönlich werde dann richtig griesknödelig. Das ist was, das kann ich nicht ab. #00:45:28-8#

Sebastian Eisenbürger: Richtig. Ich weiß, dass das viele tun und kann das genauso wenig nachvollziehen. Und dafür gibt es den netten Spam Knopf bei fast allen Anbietern. Und das tut richtig weh, wenn das jemand drückt. #00:45:39-2#

Mira Giesen: Ja, da geht es schön auf die Blacklist. Sind wir wieder bei der dunklen Seite. Geht mal Schokolade essen Leute. #00:45:44-3#

Sebastian Eisenbürger: Deswegen heißt es auch Blacklist, richtig (lacht). #00:45:47-2#

Mira Giesen: (lacht) Ja. Es macht alles Sinn, du siehst. #00:45:50-7#

Sebastian Eisenbürger: Ja, am Ende passt alles zusammen. #00:45:52-3#

Mira Giesen: Ganz genau (lacht). #00:45:53-5#

Sebastian Eisenbürger: Das ist cool. Und ich stelle gerade fest, dass wir eigentlich zwei Episoden machen wollten und bei einer gelandet sind. Ich hoffe das stört dich nicht. #00:46:01-0#

Mira Giesen: Nö, stört mich nicht. Alles gut. #00:46:02-7#

Sebastian Eisenbürger: Jetzt sind wir schon fast am Ende. Ich würde gerne noch von dir wissen tatsächlich was für Tools du einsetzt. Finde ich immer ganz spannend herauszufinden, wie Menschen, die Marketing betreiben, auf welche Art und Weise die das tun. Magst du darüber erzählen, was du da einsetzt? Nutzt du da irgendetwas außer den Standards? #00:46:16-6#

Mira Giesen: Also für mich ein unersetzliches Tool, was ich sehr gerne nenne, ist tatsächlich die Dropbox. Die Dropbox hat A schon mal mein Leben gerettet, als mein damals Windows Laptop gesagt hat: „Och nö du, ich lösche jetzt mal alles. Mach es gut.“ Also als mein Windows Laptop quasi mit mir Schluss gemacht hat. Da hat mir die Dropbox wirklich alles gesichert. Und inzwischen gibt es bei mir halt so eine Auto-Funktion. Das heißt alles, was auf dem, auf der Festplatte landet, das landet auch entsprechend in der Dropbox. Das finde ich wahnsinnig toll und ich finde es auch super toll, dass man die Dropbox so von jedem einzelnen Gerät ansteuern kann. Das ist was, das ich unglaublich liebe. Was ich noch unglaublich liebe ist Hootsuite. #00:47:06-1#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:47:07-0#

Mira Giesen: Ist ein Tool, um verschiedene soziale Netzwerke gleichzeitig zu bepflegen. Und ein paar Sachen habe ich da tatsächlich automatisiert, ohne die ich nicht mehr leben wollen würde. Das heißt wenn eine neue Podcastfolge von mir rauskommt, dann habe ich dort den RSS-Feed mit eingebunden. Und das heißt sobald der neue Podcast rauskommt geht es per RSS eben dann auch über Hootsuite an die verschiedenen sozialen Netzwerke. In meiner Facebookgruppe wird jeden Mittwoch, jeden Freitag und jeden Montag, je nachdem, was eben für Tage sind, entsprechende Materialien werden dort geteilt. Da habe ich meistens so Thementagen in meinen Facebookgruppen. Das ist einfach ein Wahnsinns Arbeitserleichterer und da würde ich nicht mehr drauf verzichten wollen. #00:47:48-5#
Und dann habe ich noch 2Do. Und das ist eine ganz wunderbare To-Do-Geschichte, mit der ich sehr gerne arbeite. Die ist einmal über den Mac und einmal über mein iPhone auffindbar, mit der ich einfach meine Aufgaben einmal time, sage: „Wann muss was an welchen Tag gemacht werden?“ Das liebe ich unwahrscheinlich. Und ich kann mir eben auch verschiedene Listen machen mit Ideen, mit Artikeln, mit Podcastideen, mit so einem Kram. #00:48:24-1#
Und das letzte ist mein Journal, das ich habe. Also ich mache es tatsächlich so, dass ich mir zwei Mal am Tag aufschreibe: „Wofür bin ich dankbar? Was war heute gut? Was möchte ich verändern?“ Bis hin zu: „Welcher Aufgabe überlasse ich dem Universum?“ Ja, jetzt kommen wir in den WooWoo Teil. Ihr merkt schon, es wird Zeit, dass wir diese Folge beenden. Aber das ist was, was für mich und für mein Mindset wahnsinnig wichtig ist, worauf ich überhaupt nicht mehr verzichten wollen würde, einfach weil es so viel dankbarer macht. Und das gehört auch zum positiven Marketing, finde ich, dazu. #00:49:04-4#

Sebastian Eisenbürger: Definitiv, definitiv. Und spannend ist, dass das fast alle Menschen tun, mit denen ich hier spreche in diesem Podcast tatsächlich sich jeden Tag die Zeit nehmen, meistens nicht zwei Mal, sondern ein Mal, und aufschreiben: „Ja, wie war der Tag?“, unterschiedliche Kriterien haben dafür und tatsächlich ja, es geht um Reflexion, unabhängig jetzt, was ich reflektiere. Ja, ich tue das auch und mir hilft es auch unfassbar weiter einfach Dinge anders zu bewerten, sie am nächsten Tag besser zu machen und ja, also ich wachse dadran enorm. #00:49:33-1#

Mira Giesen: Ja, und das ist, finde ich auch. Es ist auch eine schöne Sache an Griesgram-Tagen sich das einfach nochmal anzugucken und durchzulesen. Also ich persönlich nutze halt eine App dafür, weil ich bin nicht so der Handschrift-Typ, muss ich leider zugeben. Das ist nicht so mein Ding. Und die ist einfach wundervoll. Also ich habe dort zum Beispiel auch ein Foto des Tages. Ich gehe dann einfach mal durch die Fotos durch ja und denke mir: „Ach ja cool, das war so ein toller Sonnenaufgang, oder -Untergang, oder was auch immer.“ Es sind auch die kleinen Dinge ne. #00:50:01-5#

Sebastian Eisenbürger: Ja, und tatsächlich, das habe ich auch (lacht). #00:50:04-8#

Mira Giesen: (lacht) Ach was. #00:50:05-9#

Sebastian Eisenbürger: Ich habe, also es ist nicht jeden Tag, aber tatsächlich habe ich Momente, die ich dann fotografiere und ich dann auch benenne. #00:50:11-4#

Mira Giesen: Hast du auch eine App? #00:50:12-7#

Sebastian Eisenbürger: Ne, also Evernote, damit mache ich das. #00:50:15-4#

Mira Giesen: Ach du machst das mit Evernote. Ne, ich mache das mit „Grid Diary“. Das ist so eine, ist eine kostenpflichtige App. Kostet weiß ich nicht mehr wie viel. Also es war wirklich nicht viel. Ich glaube 2€, 3€, irgendwas in der Ecke. #00:50:29-7#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:50:30-8#

Mira Giesen: Und das tolle ist: Da kannst du dir selber so Felder erstellen, also: „Was möchtest du jeden Tag gefragt werden?“ Es gibt unterschiedliche Templates quasi. Dann hast du noch Wetterbericht, beziehungsweise Gesamt-Gefühlslage. Und das finde ich ganz cool, wenn du halt die App öffnest, dann wird dir von der ganzen Woche angezeigt: „War es eine gute Woche mit eher Grinse-Smileys, oder war es eher so die Griesgram-Gewitter-Smileys?“ (lacht). Das finde ich auch schön, so als Auswertung irgendwie. Keine Ahnung was es da wirklich tiefenpsychologisch mit mir macht, ist mir auch egal, aber mir tut es gut. #00:51:05-1#

Sebastian Eisenbürger: Bist du eine kleine Kontrollfrau? #00:51:07-2#

Mira Giesen: Ja, das ist einfach, das ist so, da kommt der Nerd in mir hoch. Ich finde das geil ja, also so: „Ha, guck mal. Das waren alles gute Tage.“ #00:51:16-0#

Sebastian Eisenbürger: Wir haben so ein bisschen was gemeinsam, sehe ich gerade (lacht). Ja, ich versuche ein bisschen davon loszukommen tatsächlich und beschäftige mich deswegen eher mit Evernote, mit einem freieren Tool. Ich habe früher Toodledo benutzt dafür. Ich weiß nicht, ob du das kennst. Das ist so eine To-Do-Liste, wo du ganz, ganz viele Einstellmöglichkeiten hast. Ich habe das immer geliebt. #00:51:33-2#

Mira Giesen: Ja, so was ist toll. #00:51:34-0#

Sebastian Eisenbürger: 1000 Sachen einzustellen, ganz viele Knöpfe zu drücken und meine Aufgabe also, ich habe nur so viel Zeit damit verbracht, war das Ding. Ich habe mehr mich mit der Organisation meiner Aufgaben beschäftigt, als mit der Abarbeitung meiner Aufgaben, und dachte dann irgendwann: „Das geht so nicht weiter.“ #00:51:45-8#

Mira Giesen: Ach ist das das, wo man diese Stati dann so kriegt, so von wegen: „Du bist der Super und keine Ahnung was“, wo du dann so Level erreichen kannst? #00:51:54-0#

Sebastian Eisenbürger: Das ist Todoist. Das habe ich auch probiert. Das ist eine kleine, abgeschwächte Version von Toodledo tatsächlich. #00:51:59-9#

Mira Giesen: Toodledo? Oh Gott. #00:52:01-2#

Sebastian Eisenbürger: Toodledo (lacht). #00:52:01-9#

Mira Giesen: Will ich das jetzt googeln? Ach, ich tue es schon (lacht). #00:52:04-7#

Sebastian Eisenbürger: Es ist Hardcore tatsächlich. Also ich finde das total cool. Es hält mich einfach nur zu lange an der Planung dran. Es macht total Spaß. Mir macht das totalen Spaß. Und ich habe umgeschwenkt auf Evernote. #00:52:16-8#

Mira Giesen: Was hast du gerade getan. Na ja. Also ab jetzt gibt es wahrscheinlich keinen Content mehr von mir, weil ich nur noch bei Toodledo bin (lacht). #00:52:24-6#

Sebastian Eisenbürger: Ok, ich nehme die Schuld auf mich (lacht). #00:52:27-7#

Mira Giesen: Ja. Wo ist die Webverbesserin. Sie ist bei Toodledo (lacht). #00:52:32-6#

Sebastian Eisenbürger: (lacht) Wir könnten darüber nachdenken, ein gemeinsames, perfektes Aufgabentool zu entwickeln. Na mal gucken. #00:52:39-2#

Mira Giesen: Oh, das wäre toll. Also ich würde das auch so, das ist auch mein Ding, Punkte sammeln und so einen Kram. Ja, wir sind psychologisch so einfach zu beeindrucken (lacht). #00:52:49-4#

Sebastian Eisenbürger: Ja, irgendwie schon. #00:52:51-4#

Mira Giesen: Ja. #00:52:52-9#

Sebastian Eisenbürger: Ok. Ja, jetzt kommen wir langsam zum Ende, sonst nimmst das hier irgendwelche komischen (…) #00:52:59-0#

Mira Giesen: Formen an. Das lassen wir mal lieber. Genau. Wer weiß, wer zuhört (lacht). #00:53:02-3#

Sebastian Eisenbürger: Richtig. Ja, ich möchte mich ganz, ganz arg bei dir bedanken Mira. Es war wirklich toll. Du hast mir eine Menge Stoff gegeben, der mich befeuert, da noch mehr in die Richtung zu gehen. Und ich finde es wirklich echt richtig schön, weil es wirklich nicht so super viele gibt, die das auf die Art und Weise tun, wie du das machst, wie ich das mache. Und ich liebe das einfach darüber zu sprechen und immer wieder festzustellen: Es funktioniert. Es funktioniert einfach nur Inhalte zu Verfügung zu stellen und abzuwarten, drauf zu vertrauen, dass das richtige passiert. Und es passiert dann auch. #00:53:34-1#

Mira Giesen: Ja, ich glaube, das ist auch ein Mindset-Ding, weißt du. Also das gebe ich vielleicht noch mit nach draußen. Also ich weiß, natürlich kenne ich das auch, diese Zweifel, in denen man so denkt: „Hmm, mache ich jetzt alles richtig?“, und so weiter. Ich glaube, das ist wirklich eine Sache von: „Vertraue in dich selbst. Vertraue auch ein Stück weit in das, was du bisher geleistet hast. Und die richtigen Leute werden auf dich zukommen.“ Und glaubt bitte nicht, wenn ihr uns jetzt hier zuhört, dass sowohl Sebastian als auch ich nicht schon Sachen erlebt hätten, wo wir so sagen: „Ha, das war nicht mein Kunde.“ Natürlich habe ich das auch schon gehabt. Ja, da könnte ich jetzt Anekdoten über Anekdoten erzählen. Aber vertraut einfach darauf, dass wenn ihr den richtigen Content rausstreut, auch der richtige Kunde irgendwann bei euch ankommen wird. Und was ich auch noch ganz wichtig zu sagen finde, viele sind so nur 100% zahlenorientiert und sagen immer: „Oh, in einem Webinar müssen mindestens 100 Leute sein, oder mindestens, keine Ahnung, 1000 Leute müssen in einer E-Mail-Liste innerhalb des ersten Jahres sein.“ Macht euch doch mal frei von diesem Quatsch. Ich bin ein ganz großer Fan, und du bist es ja auch, glaube ich ne, von eher kleineren E-Mail-Listen, wo dann aber die richtigen Leute drin sind. Und das finde ich schon wichtig, das auch nochmal zu sagen. Du hast da ja so eine These. Erzähl nochmal ganz kurz. Das würde ich schon wichtig finden, das nochmal anzureißen. #00:54:53-9#

Sebastian Eisenbürger: Welche meiner vielen Thesen meinst du denn jetzt (lacht)? #00:54:55-9#

Mira Giesen: Mit der kleinen E-Mail Liste. Ich fand das sehr befreiend. Also wir haben uns ja schon mal getroffen und da hast du mir davon erzählt und das finde ich schon wichtig, das auch nochmal kurz zu streuen. #00:55:03-9#

Sebastian Eisenbürger: Ich erzähle das gerne so oft es geht. Aber ich glaube meine Podcasthörer kennen die These schon. Nein, im Grunde so dieses „Klasse statt Masse“ Prinzip, dass es überhaupt nichts wert ist, eine möglichst große Liste zu haben, weil wenn 99% davon Schrott ist, eingekauft ist, oder irgendwo über ein Gewinnspiel produziert ist, dann bringt es nicht. Dann kann ich da meine E-Mails hinschicken, kann die anschreiben, kann die auf meine Webseite lotsen, wenn am Ende des Tages dadurch meine Öffnungsrate ganz, ganz klein wird, oder meine Converstion Rate ganz, ganz klein wird, dann habe ich überhaupt nichts gewonnen. Wenn ich nur zehn anschreibe von diesen 100, und genau die zehn sind es, dann eine Öffnungsrate von paar 90% erreiche, was wirklich möglich und machbar ist, habe ich schon des Öfteren hinter mir, das ist richtig guter Content. Und vor allem: Dann nerve ich niemanden damit. Dann erreiche ich genau diejenigen, die das interessiert, und alle anderen lasse ich in Ruhe. Und das ist genau meine These am Ende des Tages. #00:55:53-6#

Mira Giesen: Ja, und da sagst du, finde ich, was ganz, ganz, ganz wichtiges, weil das sehen immer ganz viele nicht. Und ich sage auch immer: „Hmm Mensch, wenn zehn Leute, oder von mir aus sieben Leute in deinem Webinar sind, und die hängen aber an deinen Lippen, ist das eine Sache, auf die man verdammt stolz sein kann“, ne. Und ich finde das auch mit der Öffnungsrate, die du gerade nochmal genannt hast, ein ganz wichtiges Ding. Habe ich auch gerade nochmal nachgeguckt. Beispielsweise bei der Webinarplattform-Challenge habe ich tatsächlich eine Öffnungsrate von 92% bei diesen E-Mails. Das ist, weil es einfach zeigt: Das ist das, was die Leute interessiert. Und das möchte ich einfach mitgeben: Vertraut da auf euch, vertraut auf eure Inhalte und lasst euch keinen Bullshit erzählen und vor allen Dingen nicht immer nur irgendwelche Fallstudien angucken mit: „Hö, die haben so und so viele Zahlen und der hat so und so viele Fans.“ Das ist total egal. Wichtig ist: Wie viele interagieren mit euch? Wie viele machen wirklich was mit euch und geben euch das Feedback? Amen. #00:56:48-3#

Sebastian Eisenbürger: Genau so ist das. Kann ich nichts hinzufügen. Und nur vielleicht noch die eine Sache, dass für mich wirklich am Ende nur eine einzige Kennzahl zählt. Und die ist für mich wichtiger als Umsatz und Öffnungsrate und alles. Das ist der Streuverlust. Und je kleiner der Streuverlust ist, desto besser ist dein Angebot und desto weniger störst du irgendwelche, die es nicht interessiert. Und das ist für mich alles, was zählt. Wenn der Streuverlust klein ist, dann mehr geht nicht zu gewinnen, aus meiner Sicht. #00:57:13-4#

Mira Giesen: Ganz genau so ist es. Ja Sebastian, trag weiter deine Message in die Welt. Ich finde das total cool, was du machst, echt. #00:57:20-9#

Sebastian Eisenbürger: Du auch Mira. Hat mich echt begeistert. Dann nochmal einen ganz herzlichen Dank an der Stelle. #00:57:26-2#

Mira Giesen: Ja, ich danke auch. Vielen lieben Dank euch allen für das Zuhören bei einer kleinen Maschinenpistole (lacht). #00:57:31-3#

Sebastian Eisenbürger: Es waren ganz, ganz viele tolle Sachen dabei. Und ich habe auch gerade überlegt, wir der Titel war geplant „Marketing und Webinare“, jetzt wird er heißen „Marketing, Webinare und kostenlose Inhalte“. Ich hoffe den Titel kriege ich so unter, weil der ein bisschen lang ist. Aber das gefällt mir gerade ganz gut. #00:57:47-1#

Mira Giesen: Sehr, sehr gut. #00:57:48-0#

Sebastian Eisenbürger: Alles klar. #00:57:48-3#

Mira Giesen: In diesem Sinne also: Macht es gut. Danke euch. Tschüss! #00:57:50-9#

Sebastian Eisenbürger: Machen wir einen Deckel drauf. Macht es gut. Und von mir noch die große Bitte an alle Zuhörer: Wenn euch das gefallen hat, was ihr hier hört, dann fände ich es ganz toll, wenn ihr bei iTunes mir eine kleine Bewertung hinterlasst, die Sterne anklickt, vielleicht einen Kommentar, was euch gut gefällt, was euch weniger gut gefällt, damit ich meinen Podcast immer besser machen kann. Dann hören wir uns nächste Woche wieder. Bis dann. Und tschüss! #00:58:10-0#

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