#38: Marketing & YouTube (Sinthu Wenzel im Gespräch)

#38: Marketing & YouTube (Sinthu Wenzel im Gespräch)

Sinthu Wenzel ist einfach ein Traum. Ich durfte sie letzten Sommer zuhause besuchen, ihre Familie kennenlernen und in ihrem „Youtube“-Schminkzimmer mein Gespräch mit ihr führen.

Sinthu ist Youtube-Star („Sinra – Beauty | Lifestyle & more„) und inspiriert dort ihre Follower und Fans. Ihre liebevolle und nachdenkliche Beschreibung, wie schön sie es findet, sich in andere Menschen hineinzuversetzen und zu verstehen, ist einfach traumhaft.

Mensch ist Mensch – unabhängig von Herkunft und Werdegang.

„Marketing & Youtube“ hätte zu kurz gegriffen. Deshalb gibt es hier nicht „Teil 1“ und „Teil 2“, sondern die erste Episode mit dem Titel „Marketing & Youtube“ und die zweite mit dem treffenden Titel „Marketing und Begeisterung“.

Du findest Sinthu auf Youtube und bei Facebook!

Und jetzt viel Spaß mit unseren beiden Episoden über Marketing, Youtube und Begeisterung!


Transkription: Marketing & YouTube – Gespräch mit Sinthu Wenzel

Sebastian Eisenbürger: Heute sprechen wir darüber, warum Begeisterung im Marketing so wichtig ist. #00:00:04-5#

Sebastian Eisenbürger: Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Episode des Podcasts für positives Marketing. Mein Name ist Sebastian Eisenbürger und heute sitze ich hier mit Sinthu Wenzel. Sie ist YouTuberin und als ich mich bisschen vorbereitet habe, als YouTuberin wurde sie mir empfohlen, als ich mich vorbereitet habe, habe ich festgestellt: Sie ist noch viel, viel, viel mehr als das und bin total froh heute mit Sinthu hier zu sprechen. Hallo Sinthu. #00:00:32-1#

Sinthu Wenzel: Hi Sebastian. #00:00:33-1#

Sebastian Eisenbürger: Vielen Dank, dass ich hier bei euch sein darf heute in eurer Wohnung, in einem tollen Haus, wunderbar idyllisch gelegen, total schön hier. #00:00:39-1#

Sinthu Wenzel: Gerne. #00:00:40-0#

Sebastian Eisenbürger: In deinem Zimmer, wo du ja auch immer Videos aufnimmst von Zeit zu Zeit. Ja, geht es dir gut? #00:00:45-9#

Sinthu Wenzel: Ja, super. danke dir. #00:00:47-4#

Sebastian Eisenbürger: Perfekt. Du bist YouTuberin. #00:00:49-2#

Sinthu Wenzel: Ich bin YouTuberin, genau. #00:00:51-0#

Sebastian Eisenbürger: Erzähl doch einmal ganz kurz, weil ganz viele, die ja Marketing machen, die kennen natürlich YouTube als Kanal, aber, ich glaube, die wenigsten können sich vorstellen, was es heißt YouTuber zu sein tatsächlich. Magst du mal erzählen? #00:00:59-9#

Sinthu Wenzel: Ja, also ich mache YouTube Videos im Bereich Beauty und Lifestyle und Persönlichkeitsentwicklung. Das hat sich so in den letzten Monaten, letztem Jahr so ein bisschen mit eingeschlichen, und ich produziere ganz kurze Videos, und manchmal gehen die natürlich länger als zehn Minuten, zu bestimmten Themen, ob das jetzt ein Make-up-Tutorial ist, ob das was ist, was mich gerade zur Zeit beschäftigt. Ich nehme die Menschen mit in meine Entwicklung und erzähle denen, was ich mache und lasse die an meinem Lifestyle teilhaben. Und jeder, der sich das anschaut, kann sich davon inspirieren lassen. #00:01:38-6#

Sebastian Eisenbürger: Ok, du sagst: „An deiner Entwicklung teilhaben lassen.“ Das heißt da geht es jetzt um deine, ich sage mal, fachliche Entwicklung Richtung Make-up, oder geht es um deine Persönlichkeitsentwicklung. #00:01:48-9#

Sinthu Wenzel: Um meine persönliche Entwicklung. Ich erzähle denen, was mir wichtig ist, was ich gelernt habe, was ich für mich mitgenommen habe, wenn ich auf irgendeinem Event war. Gebe auch kurze Anregungen zum Nachdenken, was mich zum Beispiel beschäftigt. Und setze ganz bewusst manchmal Thesen in den Raum, gerade für meine Zuschauer aus den tamilischen Bereich, also ich komme aus Sri Lanka, und ganz bewusst für die Kultur gebe ich dann nochmal so Sachen, wo die Menschen was zum Mitdenken nehmen können und setze Thesen in den Raum, die ein bisschen provozieren, wo dann ein bisschen Diskussion entsteht. Das finde ich immer ganz spannend. #00:02:37-4#

Sebastian Eisenbürger: Hast du ein Beispiel, was ist das für eine These? #00:02:39-5#

Sinthu Wenzel: Zum Beispiel das Kastensystem ist noch ganz präsent, gerade in den Ländern wie Südindien und Sri Lanka und das wird hier teilweise auch noch gelebt. Und ich finde das immer ganz erschreckend, weil wir sind schon fast die 3. Generation hier, dass das noch so präsent in den Köpfen ist. Und für ist Mensch ist Mensch, egal wie er geboren ist, was für eine Beschäftigung er hat und das finde ich ganz, ganz wichtig diese Message rauszusenden und mal so ein bisschen: „Hier, denk doch mal drüber nach, was du da lebst, was wir da rausgeben an unsere Kinder.“ #00:03:15-3#

Sebastian Eisenbürger: Ok, und wer schaut sich das an? Sind das dann tatsächlich auch Frauen, die über das Make-up zu dir kommen, oder ist das ganz unterschiedlich? #00:03:20-8#

Sinthu Wenzel: Ja, also es ist ganz unterschiedlich, anfangs natürlich ganz viele junge Frauen, die sich so für das Make-up interessieren. Dann bin ich in eine Gruppe, wo auch viele junge tamilische Menschen zusammenkommen. Da poste ich ab und zu mal meine Videos rein, damit auch mal ich ein anderes Publikum reinbekomme in meine Videos. Und mittlerweile habe ich mir eine Fanbase aufgebaut, da ist ein ganzer Teil auch Männer dabei, die sich dann gerade solche Videos anschauen, und dann Frauen, die dann meine Make-up Videos sich angucken. #00:03:56-6#

Sebastian Eisenbürger: Ok. Das ist cool. Also ich finde es total schön, dass du so die Brücke baust, über eine anderes Thema kommst und dann über dein Leben ein bisschen was erzählst. Finde ich total gut, weil ich auch festgestellt habe, bei ganz, ganz vielen ist das der Fall, das ja, das fachliche, das ist austauschbar. Also Make-up Videos gibt es wahrscheinlich ganz, ganz viele auf YouTube, aber der Punkt ist, dass das von dir kommt und deine Geschichte dahinter spielt die Rolle und macht den Unterschied. #00:04:19-8#

Sinthu Wenzel: Also angefangen habe ich tatsächlich, ich gucke selber YouTube Videos sehr, sehr lange, weil ich finde, dass es ein gutes Medium ist, um sich mal so ein bisschen neue Tipps zu holen. Das ist ja so in den letzten vier fünf Jahren gewachsen. Und es gab leider keine Make-up Videos, oder wenige, deutsche für Dunkelhäutige. #00:04:41-0#

Sebastian Eisenbürger: Ok. #00:04:41-8#

Sinthu Wenzel: Und da hab ich mir gedacht: „Ja, komm. Das ist eine Lücke und das möchte ich unbedingt dann mal machen, weil ich denke, das kann ich gut.“ Und so bin ich da reingekommen. #00:04:50-8#

Sebastian Eisenbürger: Ja, ist spannend. Die Frage habe ich mir aber noch nie gestellt tatsächlich. Ja. Aber klar, du hast recht. #00:04:58-0#

Sinthu Wenzel: Ja. #00:04:58-4#

Sebastian Eisenbürger: Cool. Ja. Magst du ein bisschen erzählen, wie du dahin kamst? Wie ist dein Weg dahin gewesen? YouTuberin wird man ja auch nicht jetzt auf Fingerschnipp. #00:05:04-9#

Sinthu Wenzel: Das stimmt. Ich wurde das in der Elternzeit. Ich war daheim und habe vorher bei Apple gearbeitet in Frankfurt und das konnte ich einfach dadurch, dass ich Zuhause war, nicht mehr weitermachen. Es ist einfach war auch zu lang, dann wieder wir sind umgezogen. Ich habe mir gedacht: „Hmm, ok. Suchst dir jetzt mal was Neues.“ Ich war vorher in der Unternehmensberatung, also studiert habe ich eBusiness. Und habe gedacht: „Ok, in diesen Beruf möchte ich nicht wieder zurück.“ Das hat mich einfach nicht glücklich gemacht. Und was kann ich gut? Und habe so ein bisschen überlegt: „Was sind so meine Talente und was habe ich so für Stärken?“ Und dieses YouTube Ding hat mich super interessiert, habe ich gedacht: „Hey komm, ist egal.“ Ich hatte natürlich Angst erstes Video reinzustellen. Wie reagieren die Leute? Das ist immer so: „Oh Gott, komme ich gut an?“ Und ich saß beim ersten Video echt davor und habe mir gedacht: „Hoffentlich kriege ich keinen Daumen runter.“ Und natürlich habe ich einen Daumen runter bekommen, weil das ganz normal ist, aber das ist am Anfang natürlich sehr, sehr spannend auch. Und so bin ich in dieses Thema reingekommen. Ich habe einfach gedacht: „Du machst das jetzt einfach, probierst das einfach aus und guckst, wie sich das einfach entwickelt.“ Und so bin ich auf das ganze YouTube Ding gekommen ja. #00:06:14-8#

Sebastian Eisenbürger: Und wie hat es sich entwickelt im Laufe der Zeit? #00:06:17-1#

Sinthu Wenzel: Sehr gut. Ich habe anfangs mehr Videos produziert, drei Mal die Woche, weil ich da einfach auch die Zeit hatte. Ich war daheim und konnte das einfach sehr, sehr gut machen von Zuhause aus und habe mir eine sehr stabile Fanbase aufgebaut. Aktuell habe ich etwa über 6000, was jetzt in dieser YouTube Welt noch nicht zwar das Große ist, nur muss ich sagen: „Daraus sind sehr, sehr viele Kooperationen entstanden mit Unternehmen, wo ich Geld verdiene, wo ich mit Start-Up Unternehmen also arbeiten kann, wo die sagen: ‚Genauso eine Range suchen wir, wo es noch YouTuberin ist, die selber am Start ist, also am Anfang ist und wir sind gerade auch am Anfang und dann kann man sehr, sehr gute Synergien entwickeln.'“ Und ja. So hat sich das ganze entwickelt. #00:07:15-4#

Sebastian Eisenbürger: Sehr spannend. Ja, ich kenne das sehr gut. Also ich habe diese Transformation ja auch gerade, oder ich durchlaufe sie gerade. Letztes Jahr kam das Thema Podcast in mein Leben. Ich war immer der Meinung ich könnte das überhaupt nicht, habe eine ganz furchtbare Stimme und das mag auch gar keiner hören, habe das getestet und habe sehr, sehr positives Feedback bekommen. Bin total überrascht gewesen, bin es nach wie vor und freue mich total darüber, weil es offensichtlich eine Stärke ist, die ich früher tatsächlich für eine Schwäche gehalten habe. War total interessant herauszufinden. Und jetzt bin ich auch dabei bei YouTube anzufangen. Ich habe jetzt das erste Video, das erste Video von mir alleine. Es gibt ein paar, wo ich mit anderen zusammen irgendwas mache. Habe das erste Video von mir alleine veröffentlicht und bin auch total gespannt, was da passiert. Habe noch keinen Daumen runter zum Glück, aber natürlich auch noch lange, lange von irgendwelchen vierstelligen Zahlen entfernt. Aber was ich noch total wichtig finde, und das finde ich auch, es ist im Marketing ein Problem und bei YouTube glaube vor allem ein Problem, diese magische Zahl, die Zahl der Abonnenten. Ich finde die ist tatsächlich überhaupt nicht so wichtig. Die ist überhaupt nicht wichtig. Das im Marketing ist es so die Anzahl der Kunden, die Anzahl der Interessenten, die Größe von irgendwelchen Listen und so weiter. Es ist total einfach ganz viele Abonnenten zu kriegen und ganz viele Listen groß und voll zu machen. Das ist total einfach. Die Frage ist ja: „Wie groß ist die Anzahl der Menschen, die das wirklich interessiert und denen du weiterhilfst?“ Und das ist eine Zahl, die du nicht eben auf dem Bildschirm erkennen kannst. Das ist das Feedback, was du kriegst. #00:08:37-1#

Sinthu Wenzel: Es ist unglaublich. Teilweise kriege ich Nachrichten von Menschen, dass ich sie inspiriere, dass ich denen geholfen habe, wieder einen Schritt weiter zu kommen. Und ich denke mir: „Wenn es da nur eine Hand voll Menschen sind, die da etwas mitnehmen können durch meine Videos, dann bin ich schon total zufrieden damit. Dann hat sich das schon gelohnt.“ Ich brauche in erster Linie keine Fanbase von 100.000. Und das kommt dann Step by Step. Mir reicht das auch erst mal zu sagen: „Da ist sind Menschen, die ich inspiriere.“ #00:09:16-1#

Sebastian Eisenbürger: Ja, das coole bei YouTube ist ja tatsächlich, dass es genau das Konzept von des positiven Marketings so was von unterstützt, weil es eben einfach da ist. Es ist passiv. Wenn jemand ein Problem hat, gibt er das Problem ein und findet seine Lösung in den Videos und dann gilt es eben die beste Lösung zu bieten. Ist halt ein ganz anderer Ansatz als im klassischen Marketing. Magst du ein bisschen erzählen, also ich finde es total spannend, dass du bei Apple warst vorher, angestellt warst. Magst du ein bisschen erzählen, wie das früher war jetzt im Vergleich zu jetzt? #00:09:44-9#

Sinthu Wenzel: Ja, also früher, muss ich sagen, war ich sehr dieses karrierefixiert, Unternehmensberatung, viel Geld verdienen. Und materielle Sachen waren mir da so sehr wichtig. Und gerade so aus dem Studium heraus, da wird man, finde ich, auch noch sehr gepusht. Du musst in die Wirtschaft und an die Spitze und so weiter. Und ich war in einer Unternehmensberatung und war todunglücklich. Die Menschen um mich herum, ich selber, ich habe das Gefühl gehabt: „Ey was mache ich denn hier?“ Das war für mich so (…) Ich habe keinen Mehrwert geschaffen und habe mich sehr, sehr klein auch damals gefühlt und mein Mindset war dann damals auch noch sehr, ja wie soll ich sagen, klein ist das falsche Wort, es war (…) #00:10:37-8#

Sebastian Eisenbürger: Vielleicht ein bisschen eingeschränkt? #00:10:38-9#

Sinthu Wenzel: (…) ja eingeschränkt. Und irgendwann habe ich mir gedacht: „So geht es nicht wieder. So geht es einfach nicht weiter.“ Und ich habe gekündigt in der Unternehmensberatung, ohne irgendwas Neues zu haben, weil ich da einfach nicht mehr hin konnte. Das ging einfach nicht. Und daraufhin habe ich mich bei Apple geworben interessanterweise, weil ich mir gedacht habe: „Hey, die machen so ein geiles Marketing.“ Und war sowieso ein Apple Fan, oder bin ein Apple Fan, und habe gedacht: „Du bewirbst dich jetzt einfach und guckst mal, was passiert.“ Und ich bin in diese Vorstellungsrunde reingekommen und die Menschen haben mich so fasziniert, geflasht, und das Unternehmen an für sich, weil die Kultur, die da gelebt wird, habe ich mir gedacht: „Krass. Da machst du mit.“ Und bin dann auch also reingekommen bei Apple. Und das war für mich so, wo ich sage: „Da hat meine Transformation angefangen.“ #00:11:33-0#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:11:33-6#

Sinthu Wenzel: Ich habe gemerkt: „Wenn ich ein Umfeld habe, was mich inspiriert, da fange ich an zu wachsen, da fange ich an Dinge an mir zu erkennen, die ich wirklich gut kann.“ Und ich habe auch unglaublich viel gelernt, was Verkauf angeht, was es bedeutet Beziehungen zu Kunden aufzubauen, Emotionen zu übertragen, weil Menschen, die ein Apple Produkt haben, die haben nicht nur irgendein Produkt, die haben eine Beziehung zu diesem Produkt und die haben eine Emotion. Die lieben ihr iPhone, die lieben ihr iMac. Und wenn sie dahinkommen und das funktioniert nicht, dann darfst du Beziehungen reparieren. Und das habe ich Apple gelernt. #00:12:12-5#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Ja, das ist wirklich total cool. Ich glaube auch Apple war mit der erste, der das verstanden hat, oder zumindest so der großen Unternehmen, dass das verstanden hat und das auch konsequent umgesetzt hat. Für mich ist so Apple das Paradebeispiel für kein Marketing, wenn ich ehrlich bin. Also Apple macht sehr, sehr wenig Marketing vergleichsweise und setzen darauf, dass die Produkte funktionieren, dass die Anwender so begeistert sind, dass sie das weitertragen. Und das funktioniert halt so was von gut, gerade bei Apple. Und das funktioniert deshalb so gut, glaube ich, weil es tatsächlich ein (…) Ja, ich sage immer, dass ein Unternehmen eine Persönlichkeit ist, und dass Unternehmen, oder auch Personen, sich nicht wirklich verstellen können. Sie können sich zwar verstellen, aber das merkt man irgendwo. Und ich mache ja auch Unternehmensberatung und stelle ich ganz, ganz oft fest, dass Unternehmen versuchen sich irgendwo zu verstellen, irgendwie Marken zu verändern, sich selbst zu verändern und überlegen sich welche Bilder „so möchten wir gerne sein“, aber sind das solange nicht, solange die Mitarbeiter irgendwo da stehenbleiben. #00:13:07-8#

Sinthu Wenzel: Mhm (bejahend). #00:13:08-4#

Sebastian Eisenbürger: Und das ist bei Apple anders. Ich glaube da wirst du auch nur reingeholt, wenn du schon dazu passt. Da wird anders ausgewählt. #00:13:13-8#

Sinthu Wenzel: Das ist richtig. Gerade im Auswahlverfahren in dieser, also in diesen Runden, das sind mehrere Runden, die suchen ganz genau sich die Leute aus, dass du auch zu diesem Mindset reinpasst. Und es fühlt sich manchmal an wie so eine Sekte, weil die auch wirklich ihre Credo haben, was die wie so eine Bibel. Da stehen Regeln drauf, die für die Mitarbeiter untereinander sehr, sehr wichtig ist, das, was sie an Kunden transportieren wollen, Werte, und die kriegst du da immer wieder eingetrichtert, weil das Unternehmen immer darauf bedacht ist, gewisse Werte, die denen wichtig ist, dass das weitertransportiert wird. Und ein Unternehmen kann nur solange auch wachsen und stabil bleiben, wenn sie eigene Werte, Visionen und eine Mission hat. Und das macht Apple wirklich sehr, sehr gut. #00:14:05-5#

Sebastian Eisenbürger: Ja, ganz deiner Meinung. Also, wenn ich ehrlich bin, ich bin nicht der größte Apple Fan (lacht). Ich nutze die Produkte tatsächlich auch, tatsächlich einfach nur, um zu wissen, wie funktionieren sie. Ich kann dir auch gar nicht sagen, woran das bei mir liegt. Ich kann es nicht sagen. Das hat sich so im Laufe der Jahre entwickelt. Ich respektiere das Unternehmen total. Ich finde es gut, was sie tun, wie sie das tun. Ich mag das Design. Mag bin auch gerne in Apple Stores, weil einfach das Umfeld passt einfach auch so perfekt zusammen alles. Ja nein, ich bin jemand lieber jemand, der einfach andere Technik mag so. Das ist der Grund. #00:14:37-8#

Sinthu Wenzel: (lacht) Alles gut. #00:14:39-4#

Sebastian Eisenbürger: Aber ich finde es tatsächlich total spannend das erste Mal jemanden im Interview zu haben. Ich habe schon einige getroffen, die da gearbeitet haben und arbeiten, habe da auch teilweise gute, also großteils gute, auch teilweise nicht so schöne Sachen gehört, aber finde es cool, dass du das hier erzählst. Hast du da was, du hast was mitgenommen daraus logischerweise. #00:14:58-1#

Sinthu Wenzel: Ja. #00:14:58-6#

Sebastian Eisenbürger: Was, weiß nicht, kannst du sagen, was so das größte Learning war dort, was du jetzt noch benutzt, was dir jetzt noch weiterhilft? #00:15:04-9#

Sinthu Wenzel: Wenn jemand wirklich dahinkommt in einen Apple Store und ich nehme jetzt mal einen Manager und sein MacBook Air ist defekt, dann reparieren wir nicht dieses MacBook Air, sondern wir gehen erst mal in den Kontakt mit dem Kunden. Der Kunde ist bei uns dann der allerwichtigste und wir gucken, dass wir immer eine Lösung für diesen Kunden finden. Und da wird nicht einfach gesagt: „Ja tut mir leid, das dauert jetzt drei Tage.“ Der kriegt ein Austausch für sein MacBook. Wir reparieren Beziehungen. Und da ist wirklich die Emotion und die Beziehung am Wichtigsten, da ist der Mensch am Wichtigsten. Und das habe ich so für mich mit rausgenommen, als ich Apple verlassen habe, dass der Mensch immer im Vordergrund steht. #00:15:56-3#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:15:57-1#

Sinthu Wenzel: Und seine Gefühle und das Wichtigste ist: „Was kann ich ihm geben? Wie kann ich ihm helfen, in dem, was er gerade braucht?“ #00:16:07-5#

Sebastian Eisenbürger: Ja, das ist auch ein schöner Satz tatsächlich. Wir kommen langsam dahin. Ich hatte dich angekündigt als die für Begeisterung steht. #00:16:17-2#

Sinthu Wenzel: Ja. #00:16:17-8#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Ja, ist toll. Was machst du noch, um zu begeistern? #00:16:22-3#

Sinthu Wenzel: Was mache ich noch, um zu begeistern? Ich bin in der Crew von Tobias Beck zum Beispiel. Tobias Beck ist einer der Speaker hier in Deutschland, Europa und er macht wirklich sensationell gute Seminare zur Persönlichkeitsentwicklung für Menschen, die vor Gruppen sprechen, für Trainer, Coaches, die selber Speaker werden wollen. Und da habe ich, ich war jetzt am letzten Wochenende wieder bei Public Speaking University und in der Crew bist du nur für die Teilnehmer da und guckst, dass der Hahn gehalten wird. Und das war unfassbar, wie sehr ich da geben kann, den Teilnehmern helfen kann in ihrer Entwicklung. Wir supporten dort die Teilnehmer, wir fangen sie auf, wir sind für sie da. Und da steht der Mensch einfach im Vordergrund. Und ich habe gelernt, wenn du einfach sehr bei dir bist und dann kannst du auch zu 100%, oder das, was dir in dem Moment zur Verfügung steht, auch geben. Und dann legst du dein Ego mal kurz vor die Tür, oder stellst dein Ego mal kurz ab, und bist einfach nur für den anderen da. Und da ist es erst mal, da bin ich egal. Da ist es egal, ob ich YouTuberin bin, ob ich Mama bin, ob ich verheiratet bin, ob ich schon mal in einer Unternehmensberatung gearbeitet habe, oder was für eine Karriere ich bisher schon gemacht habe. Da bin ich einfach Mensch und gebe zum Mensch zum Mensch und supporte. Und das kann ich immer wieder dort einfach geben und die Resonanz ist einfach der Hammer. #00:18:12-2#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:18:13-0#

Sinthu Wenzel: Das ist einfach der Hammer. Und das gibt mir auch unglaublich dieses Gefühl einen Mehrwert zu schaffen einfach nur in diesem Geben. #00:18:23-8#

Ja. Ne, ich weiß genau, was du meinst. Also ich erfahre das Woche für Woche im GlücksPodcast. Wir haben angefangen letztes Jahr im Oktober. #00:18:31-3#

Sinthu Wenzel: Mhm (bejahend). #00:18:32-2#

Sebastian Eisenbürger: Es kam nette Resonanz und dann hat es angefangen, dass es wirklich viel wurde, dass wirklich Leute sich persönlich bedankt haben für diesen, oder diesen, oder diesen Tipp, den wir gar nicht so bewusst gegeben haben. Wir haben einfach gesprochen und durch die Unterhaltung ergeben sich irgendwie Situationen, die anderen Menschen was bedeuten offensichtlich. #00:18:48-6#

Sinthu Wenzel: Ja. #00:18:49-1#

Sebastian Eisenbürger: Und das finde ich auch total faszinierend und das ja, das treibt mich auch an das unbedingt weitermachen zu wollen. Und das ist das, warum Julia von Seelenschokolade und ich wirklich auch so gut zusammenpassen irgendwo, weil wir das beide total genießen und es einfach auch keine Energie kostet, das zu tun. Wir machen das einfach, es macht total Spaß, macht uns total Spaß, umso schöner ist es dann, das Feedback zu kriegen, dass es auch anderen Leuten was hilft. Also ich weiß genau, was du meinst und ja, also meine Hochachtung für dich, dass du das tust. Ich glaube das ist auch nicht ganz einfach immer. #00:19:19-3#

Sinthu Wenzel: Anstrengend, ja. #00:19:20-4#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Und man hat ja du hast da mit vielen persönlichen Dingen zu tun wahrscheinlich von irgendwelchen Menschen, die du gar nicht kennst möglicherweise. #00:19:27-9#

Sinthu Wenzel: Ja. #00:19:29-1#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Da bin ich froh, dass ich dann vor meinem Mikrofon sitze, was ich mache und Julia nebenher und (lacht). #00:19:35-9#

Sinthu Wenzel: Es ist tatsächlich auch sehr, sehr anstrengend, weil du Menschen einfach fühlst in dem Moment. Du fühlst, was sie brauchen und du fühlst einfach diesen (…) Ok, du supportest einfach. #00:19:55-1#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:19:56-1#

Sinthu Wenzel: Du supportest einfach und das ist das. Wenn du einen Menschen fühlen kannst, und da sind 55 Teilnehmer und du fühlst jeden Einzelnen, dann nimmt dich das da auch ganz anders mit an Emotionen und das, was du gibst. Und am nächsten Tag bin ich auch ziemlich fertig und ich brauche dann auch nochmal so diesen Tag, um wie das aufzuarbeiten, all die Sachen für mich dann wieder zu reflektieren und das ist tatsächlich nicht ohne. Es macht unglaublich viel Spaß. #00:20:29-2#

Sebastian Eisenbürger: Ja, ich kann mir das gut vorstellen. Also ich kenne die Seminare von Tobias Beck auch. Habe ihn letztes Jahr das erste Mal gehört, ich glaube es war in Stuttgart bei der Rednernacht von GEDANKENtanken, und dann noch ein paar Mal danach. Ja, ich finde es auch toll, wie er das macht. Also er kriegt halt hin, ich glaube das ist einfach seine Art, die Art und Weise, wie er Dinge vermittelt, das anders zu machen als andere. Und finde ich auch sehr, sehr gut tatsächlich ja. Habe schon viel gehört, von vielen Leuten gehört, denen er wirklich da viel geholfen hat. #00:20:59-2#

Sinthu Wenzel: Mhm (bejahend). #00:20:59-8#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Ich bin tatsächlich auch am Überlegen, ob ich mal irgendwann an einem dieser Seminare teilnehme. #00:21:03-4#

Sinthu Wenzel: Unbedingt (lacht). #00:21:05-7#

Sebastian Eisenbürger: Ja, ja. #00:21:07-2#

Sinthu Wenzel: Also die Masterclass ja kann ich nur jeden empfehlen, weil sie wirklich etwas verändert. Es verändert dich. Und du nimmst, oder du kannst da so viel Dinge für dich mitnehmen. #00:21:22-6#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:21:23-4#

Sinthu Wenzel: Ja. #00:21:24-5#

Sebastian Eisenbürger: Ok. Also habe ich wieder einen Push mehr gekriegt. Ok. Weiß nicht, hast du auch wirklich auch Ziele in die Richtung, dass du selbst mal, wenn du sagst, du machst Videos zu den Themen Persönlichkeitsentwicklung, auch dort mehr in die Öffentlichkeit tun möchtest? #00:21:38-6#

Sinthu Wenzel: Ja, also ich möchte auch Speaker sein. Und bevor ich Speaker sein darf möchte ich einfach anderen Menschen erst mal helfen, ob jetzt Trainer, oder Coach. Und ja, ich möchte etwas weitergeben. Ich möchte einen Mehrwert schaffen. Ich möchte Spuren hinterlassen. Und ich denke schon, dass das in diese Richtung laufen wird Vorträge zu halten und die Menschen zu motivieren und sie anzuheizen, nicht nur das Leben einfach so zu nehmen und dahinzuvegetieren, sondern wirklich das Leben zu leben. Dafür ist es da. Und es zu genießen und jeden Moment zu genießen, den Weg und den Prozess zu genießen. Und ich denke schon, dass das ja, ich habe auf jeden Fall das Ziel Speaker zu sein. #00:22:32-4#

Sebastian Eisenbürger: Ich finde es schön, wie du drüber erzählst. Du strahlst total und bist da so drin. Das ist toll. #00:22:38-2#

Sinthu Wenzel: Danke, danke. #00:22:39-2#

Sebastian Eisenbürger: Mal schauen, wann du es schaffst. Schaffen wirst du es. #00:22:41-6#

Sinthu Wenzel: Ja, sicher. Es ist ein Weg, den ich gehen darf. Und das merke ich auch im Schauspiel. Also ich nehme Schauspielunterricht. Es ist ein Prozess und ich lerne jeden Tag was dazu. #00:22:54-2#

Sebastian Eisenbürger: Ja, das ist auch eine wichtige Erkenntnis überhaupt sich das einzugestehen, jeden Tag was dazuzulernen, um irgendwann das Ziel zu erreichen. Also ich höre auch immer wieder, wir haben jetzt, wir wollen was machen und zwar am besten gestern. #00:23:05-1#

Sinthu Wenzel: Ja, genau. #00:23:05-9#

Sebastian Eisenbürger: So, und dann soll alles das jetzt passieren, damit das eben sofort fertig ist. #00:23:09-7#

Sinthu Wenzel: Richtig. #00:23:10-3#

Sebastian Eisenbürger: Und das funktioniert halt nicht. Es geht nicht. #00:23:12-3#

Sinthu Wenzel: Richtig. #00:23:12-9#

Sebastian Eisenbürger: Und wirklich zu verstehen, das ist egal, worum es geht, ich glaube das ist auch egal, ob wir über Persönlichkeitsentwicklung sprechen, oder über Marketing, es gibt ein Ziel und der Weg zu dem Ziel ist nun mal der Weg zu dem Ziel und der Weg besteht aus vielen kleinen Schritten und oft lassen sich diese Schritte nicht abkürzen. So, das heißt einfach Schritt für Schritt, Fuß vor Fuß zu setzen und diesen Weg zu gehen. #00:23:31-4#

Sinthu Wenzel: Richtig, ja. Ich habe mir oft auch die Gedanken gemacht, jetzt wo wir gerade so ein bisschen über Marketing auch sprechen, weil du das gerade erwähnt hast: YouTube dient ja gerade, wenn ich mit Unternehmen zusammenarbeite, die nutzen das ja für ihr Marketing. Und anfangs habe ich gedacht: „Oh, ich habe vielleicht bis 2000 oder 3000 Abonnenten. Welches Unternehmen möchte mich denn schon als Marketing Tool nutzen?“ Aber das ist so eine komplett falsche Angehensweise gewesen, weil es tatsächlich Unternehmen gibt, die mit kleinen YouTubern zusammenarbeiten, weil sie selber noch gar nicht so groß sind, um das für ihr Marketing nutzen zu können. Und da war es auch so, wo ich gedacht habe: „Ok, du musst geduldig sein, bis du um 100.000 Abonnenten hast.“ Manchmal kann man diese Ungeduld einfach mal umdrehen und schauen: „Was kann ich denn mit dem, was ich schon habe, schon etwas bewirken?“ Und da versuche ich das immer ein anderes Ventil zu finden, wenn ich merke: „Ich werde gerade ungeduldig“, was total normal ist. Wenn wir Ziele haben, wollen wir das natürlich erreichen und bis das mal erreicht, das dauert es. Aber diese Ungeduld mal anders zu kanalisieren. Und das ist mir nur zu dem Punkt gerade eingefallen. #00:24:46-6#

Sebastian Eisenbürger: Ja, es ist ein total guter Punkt, da ich tatsächlich, sehe ich ganz genauso wie du, und ich sage auch immer, also auch wenn ich mit Kleinunternehmen arbeite, die einfach noch keinen so großen Kundenstamm haben: „Alles hat seine Vor- und Nachteile.“ Wenn du viele, viele Kunden hast, hast du andere Dinge, über die du denken kannst, als wenn du weniger hast. Und genauso gibt es Vorteile. Wenn du weniger hast, und bei dir sicher auch, du hast sicher Vorteile, wenn du eine kleine Gruppe hast, als wenn du mit ganz, ganz vielen zu tun hast. Also angefangen von der Anzahl der Anfragen, die man zu beantworten hat, über die Fehler, die man vielleicht macht und einfach breiter streut, die Gefahr hast du weniger, wenn du eine kleine Gruppe hast, die dich gut kennt und die dir auch Fehler eher verzeiht. Und ja es gibt eine Menge Vorteile, die man ja sich herausarbeiten kann. #00:25:28-8#

Sinthu Wenzel: Mhm (bejahend). #00:25:29-5#

Sebastian Eisenbürger: Nur leider ist es nun mal so, dass wir das große Zahlen einfach cool wirken und wir einfach uns daran messen und das ist der Fehler dabei, und zwar immer im Marketing. Und bei YouTube ist es da nicht anders. #00:25:42-0#

Sinthu Wenzel: Richtig. Ich habe auch gemerkt, wenn ich die Unternehmen anschreibe, teilweise mache ich das selber, es ist jetzt nicht so, dass die Unternehmen auf mich aufmerksam werden, sondern ich gehe auf die Menschen zu und schreibe sie an, und meine Mails sind immer sehr persönlich. Oft schreibe ich auch mit „Du“ an, wenn ich merke es ist ein freshes, junges Unternehmen und nicht so konservativ. Und das kommt immer gut an. Und ich erzähle denen auch, was ich zu den Produkten fühle. #00:26:10-6#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:26:11-4#

Sinthu Wenzel: Und das finden die dadurch, dass das dann auch diesen positiven Touch hat und sie merken: „Hey, da ist Eine, die macht sich wirklich Gedanken darüber“, dann kommt das auch, bisher kam das immer super an. Und, ich finde, wir neigen immer dazu gerade in Mails sachlich zu sein und sachlich zu wirken, weil es professionell ist. Ich finde gar nicht. Professionell ja, auf einer persönlichen Art und Weise. Immer das Gefühl mit reinnehmen. #00:26:40-7#

Sebastian Eisenbürger: Ja. Professionell ist ein Wort, da können wir mal kurz drauf stehenbleiben, wenn du magst. #00:26:44-6#

Sinthu Wenzel: Ja. #00:26:45-0#

Sebastian Eisenbürger: Das ist für mich ein Begriff, den ich auch sehr schwierig finde. Professionell distanziert sich oft so von dem menschlichen, privaten, normal, und ich finde diese Trennung schwierig. Also professionell ist ein Wort, klar, das ist wichtig. Das drückt aus, dass jemand weiß, wovon er redet. #00:26:59-4#

Sinthu Wenzel: Richtig. #00:27:00-2#

Sebastian Eisenbürger: Das heißt für mich aber nicht, wie er redet. Also die Art und Weise, wie er kommuniziert, wie er Dinge ausdrückt, das finde ich, da hast du vollkommen recht, und ich sehe es auch ganz genauso wie du im Marketing. Es wird viel zu sehr darauf geachtet, oder der Begriff professionell wird verwendet, wird irgendwie gesetzt, ohne dass er definiert wurde. Was heißt denn professionell für uns? Und tatsächlich die meisten Kunden haben gar keine Probleme mit geduzt zu werden, egal wie alt sie sind und wo sie sind. Und die meisten Kunden haben auch überhaupt kein Problem, ich sage mal, persönlich angesprochen zu werden. Im Gegenteil. Denn am Ende, und das ist total lustig, auch gerade im B2B Umfeld, das ist ja, den Begriff gibt es ja, Business to Business, aus meiner Sicht gibt es das nicht, weil es totaler Blödsinn ist. Es gibt nur den Mensch zu Mensch Kontakt, egal ob da jetzt ein Unternehmen von Unternehmen kauft. Am Ende sitzt da ein Mensch drin, der kauft von anderen Menschen etwas ein. Und wenn der dieser selbe Mensch abends Zuhause sitzt, dann kauft der als B2C, also das sind so Begriffe, die sich im Marketing, oder im Vertrieb, im Business geprägt haben über Jahrzehnte jetzt, vielleicht schon länger, die vielleicht auch veraltet sind, die wir nicht mehr brauchen. Warum sollten wir unterscheiden zwischen einer Privatperson und einem Unternehmen? #00:28:08-4#

Sinthu Wenzel: Sehe ich genauso. #00:28:09-3#

Sebastian Eisenbürger: Zwischen professionell und nicht professionell, was auch immer das heißt? #00:28:12-6#

Sinthu Wenzel: Ja, es ist, was auch immer das heißt, richtig. Die Menschen nehmen Abstand von sich Das merke ich so oft, egal, im Unternehmen, privat, die Menschen nehmen Abstand von sich und aus diesem Zustand heraus schreiben verfassen die irgendeine Mail. #00:28:27-3#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). #00:28:27-9#

Sinthu Wenzel: Und dabei statt bei sich zu bleiben und mal zu gucken: „Ok, welches Gefühl habe ich denn dazu?“, und das dann zu (…) Es geht ja nicht darum irgendeine traurige Mail zu verfassen. Machst du eh nicht, wenn du ein Unternehmen anschreibst und ein Angebot machst ne. Da bei sich zu bleiben und nicht Abstand von sich zu nehmen, das ist ganz, ganz wichtig, egal welchen Job man macht. #00:28:52-0#

Sebastian Eisenbürger: Mhm (bejahend). Lass uns da gleich noch ein bisschen detaillierter drauf eingehen. #00:28:55-5#

Sinthu Wenzel: Ja. #00:28:56-5#

Sebastian Eisenbürger: Bevor wir jetzt so tief ins Marketing Thema einsteigen: Mich würde zum Ende dieser Episode interessieren: Hast du irgendetwas, was du mir, uns, den Zuhörern mitgeben magst? Was ist so deine Inspiration, das, was du als Begeisterung noch auf Lager hast? #00:29:09-5#

Sinthu Wenzel: Das, was ich als Begeisterung noch so auf Lager habe. Ja. Also was ich mitgeben kann ist sich immer wieder zu sagen: „Du bist schon längst auf dem Weg zu deinem Ziel und alles, was du brauchst, wird zum richtigen Zeitpunkt auch kommen.“ Und das hat mir ganz viel diese Ungeduld rausgenommen. Und zu wissen: „Du machst ja schon längst, du bist ja schon längst dabei, die Dinge zu tun.“ Und man muss nicht krampfhaft sich ständig in den Vordergrund schieben und krampfhaft versuchen, etwas zu machen, sondern da die Lockerheit zu bringen. Loszulassen, loslassen ist so ein Thema, die Dinge loszulassen und es kommt in dein Leben und das mit einer (…) Finde deine Passion und tue das mit voller Begeisterung und die Dinge werden sich automatisch fügen und dich dahin bringen, wo auch immer du hingehen möchtest. #00:30:15-5#

Sebastian Eisenbürger: Vielen, vielen Dank. Ganz, ganz toller Satz zum Ende. Ja, wir haben schon ganz viel über Marketing gesprochen in dieser Episode. In der nächsten geht es dann noch viel tiefer rein ins Thema, freue ich mich sehr, sehr drauf. Hier schon mal vielen, vielen Dank liebe Sinthu, dass du hier warst, uns teilhaben hast lassen an deiner Entwicklung, deinem Leben, das, was du tust. Dankeschön. #00:30:32-2#

Sinthu Wenzel: Ich danke dir Sebastian. #00:30:33-5#

Sebastian Eisenbürger: Und bei dir, lieben Zuhörer, möchte ich mich bedanken, dass du solange drangeblieben bist und fände es total schön, wenn du mir bei iTunes eine Bewertung hinterlässt, ein paar Sterne anklickst und einen Kommentar schreibst, was du findest, was du vielleicht nicht so gut findest. Dann kann ich ein bisschen draus lesen, was ich verbessern kann in meinem Podcast. Ja, und dann freue ich mich auf die nächste Episode mit der Sinthu. Mache es gut. Tschüss! #00:30:52-8#

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Cooooookies!!!! :-D

Wie wäre es, wenn du nicht lesen musst, was du schon kennst? Um dir meine Webseite mit ihrem vollen Funktionsumfang und allen Inhalten zu zeigen, brauche ich deine Erlaubnis "Cookies" setzen zu dürfen. Falls du das nicht möchtest, kein Problem – allerdings funktioniert die Seite dann nicht richtig. Triff deine Wahl.

Triff deine Auswahl, um fortzufahren

Deine Auswahl wurde gespeichert!

Mehr Infos

Mehr Infos

Hier erhältst du noch eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • 👍Alle Cookies zulassen und Seite benutzen.:
    Das sind die Cookies, die u.a. dafür sorgen, dass du keine Inhalte doppelt empfohlen bekommst. (Das sind "Tracking- und Analytische-Cookies".)
  • 🚫Nur zwingend notwendige Cookies zulassen und Seite eingeschränkt benutzen. :
    Oder nur Cookies von dieser Webseite.

Du kannst deine Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Impressum & Datenschutzerklärung. Impressum & Datenschutzerklärung

Zurück