7 Tipps, wie Sie Streuverluste im Suchmaschinen-Marketing (SEM) vermeiden und damit viel Geld sparen

7 Tipps, wie Sie Streuverluste im Suchmaschinen-Marketing (SEM) vermeiden und damit viel Geld sparen

SEM steht für „Search Engine Marketing“, zu deutsch „Suchmaschinenmarketing“.

SEM kostet Geld und generiert Streuverluste.

Ich würde Ihnen einen Gefallen tun, wenn ich Ihnen sage, wie Sie beides verringern, ja?

In diesem Artikel zeige ich Ihnen 7 einfache Tipps, wie sie zukünftig im Suchmaschinenmarketing Geld sparen können und gleichzeitig Ihre Webseitenbesucher glücklicher machen, indem Sie Ihre Streuverluste im SEM verringern.

SEM im Online Marketing Mix

Der Begriff „Suchmaschinenmarketing“ oder SEM steht umgangssprachlich für das Schalten von Google adwords oder Anzeigen in anderen Suchmaschinen – wobei auch Seiten wie Facebook (Personensuchmaschine), Youtube (Videosuchmaschine) oder amazon (Produktsuchmaschine) zu den Suchmaschinen gezählt werden können.

Wikipedia und das Lexikon der Gruenderszene definieren SEM als Überbegriff für die Bereiche SEO und SEA.

Unter SEO – „Search Engine Optimization“ oder „Suchmaschinenoptimierung“ versteht man die Optimierung von Webseiten und anderen Inhalten im Internet, um für ein oder mehrere Keywords eine möglichst prominente Position in der Ergebnisliste von Google und anderen Suchmaschinen zu erhalten.

SEA bedeutet „Search Engine Advertising“ oder “Suchmaschinenwerbung” und meint bezahlte Werbemaßnahmen in Suchmaschinen. Das können Google adwords sein, aber auch Banner, Google Products, usw.

SEM als Akquise-Instrument im Content Marketing

Das Ziel von SEM ist es, möglichst viele Besucher zur eigenen Webseite zu ziehen.

Oder auch nicht…

Einige SEM-Berater (oder SEO-Berater) mit absoluten Zahlen werben mit Aussagen wie:

„Mit SEM Methode XYZ 10.000 Besucher auf deiner Webseite!“

Was ich davon halte, können Sie sich sicher denken. Falls nicht, verweise ich auf diese beiden Artikel:

Garbage in – Garbage out

Klasse oder Masse?

SEM ist ein perfektes Akquise-Instrument im Content Marketing. Solange nicht versucht wird, irgendwelche absoluten Rekorde zu knacken.

Tipp 1: Wählen Sie den richtigen Kanal

Der klassischste aller SEA-Kanäle, das Werbebanner, kommt laut Internet World Business auf eine Klickrate von 0,09 %.

Von 10.000 Menschen, die das Banner angezeigt bekommen, klicken 9 Menschen auf dieses Banner.

Dabei ist nicht erfasst, wieviele dieser 9 Personen versehentlich auf das Banner klickten.

Das entspricht einem Streuverlust von mindestens 99,91 % !!!

Das Beispiel hinkt ein klein wenig, denn natürlich habe ich mir den SEA-Kanal mit der schlechtesten Klickrate ausgesucht und natürlich wirkt Bannerwerbung (vielleicht) auch, wenn sie gesehen und nicht angeklickt wird. Das mag sein.

Ich möchte mit diesem Beispiel der Werbebanner darauf hinaus, dass Akquise nicht gleich Akquise bedeutet und dass die absolute Zahl von Webseitenbesuchern keinerlei Aussagekraft über den Erfolg im Marketing hat.

Konzentrieren Sie sich auf SEA-/ SEM-Kanäle, die sich individuell aussteuern lassen. Dazu eignet sich beispielsweise Facebook-Werbung, Google adwords oder Werbung bei Youtube.

Unternehmen wie Facebook und Google besitzen eine Menge Daten über ihre Nutzer und verwenden diese Daten, um personalisiert zu werben.

Bei der Ausspielung von Werbeanzeigen werden dort üblicherweise Informationen aus dem Kontext ausgewertet. Das sind beispielsweise der eingegebene Suchbegriff, der Ort, die Region, das Land oder die Sprache des Suchenden.

Entscheiden Sie sich für Maßnahmen im Suchmaschinenmarketing, die den Streuverlust möglichst gering halten. Das freut Ihre Kunden, schont Ihren Geldbeutel, gibt Ihnen wertvolle Erkenntnisse über die Interaktion Ihrer Kunden und gibt Ihnen ein Gefühl dafür, wie qualitativ hochwertige Anzeigen aussehen sollen.

Tipp 2: Texten Sie geschickt

Sprechen Sie in der Formulierung Ihrer Anzeigen die Sprache Ihrer Kunden und vermeiden Sie klassische Werbesprache.

Google adwords bietet sich gut dafür an, verschiedene Texte gleichzeitig ins Rennen zu schicken. Google spielt die Texte gegeneinander aus und wird den erfolgreichsten Text dauerhaft verwenden.

„Erfolgreich“ definieren Sie selbst. Meine Empfehlung ist es auf Ihrer Webseite einen Google adwords Conversion-Tracking Code zu implementieren. Damit ermöglichen Sie Google den Text conversionoptimiert auszuspielen.

Ein alternatives, aber nicht so wirkungsvolles Ziel könnte ebenso die prozentuale Anzahl der Klicks, also die Click-Through-Rate sein.

Tipp 3: Versprechen Sie nicht zu viel

Seien Sie ehrlich in Ihren Aussagen in der Anzeige. Orientieren Sie sich nicht am Wettbewerb. Wir Marketer tendieren gern dazu, uns Inspiration zu holen und rechts und links ein wenig abzuschauen.

Machen Sie sich diesen Umstand zunutze und seien Sie der Marketer Ihrer Branche, der sich am Kunden orientiert, nicht am Wettbewerb. Denken Sie daran, für wen Sie arbeiten und wer auf Ihrer Webseite konvertieren soll. Der Wettbewerber? Oder der Kunde?

Vielleicht denken Sie, dass sich die Texte einer Anzeige im Endeffekt gar nicht großartig unterscheiden – ob für Wettbewerb oder Kundschaft formuliert, doch Sie werden sich wundern, wie stark das Wording voneinander abweicht. Machen Sie den Test.

Machen Sie neugierig auf den Inhalt Ihrer Webseite und bleiben Sie dabei präzise. Übertreiben Sie nicht und machen Sie keine Lockangebote.

Tipp 4: Lassen Sie sich Zeit bei der Auswahl der Zielgruppe

Die Wahl der Zielgruppe entscheidet alles.

Die Kosten.

Den Erfolg.

Den Streuverlust.

Die Kundenzufriedenheit.

Mit einer intelligenten Auswahl Ihrer Zielgruppe senken Sie Ihre Kosten, Sie maximieren Ihren Erfolg – und das bei minimalem Streuverlust und hoher Kundenzufriedenheit.

Ziehen Sie dabei alle Register.

Untersuchen Sie genau, welche Kriterien Sie zur Definition von Zielgruppen verwenden können.

Beginnen Sie lieber mit einer tendenziell kleinen Zielgruppe und justieren Sie im Lauf der Zeit nach, falls Ihre Zielgruppe nicht den gewünschten Erfolg bringt.

Schießen Sie in keinem Fall mit Kanonen auf Spatzen! Bleiben Sie behutsam und bedenken Sie, dass Menschen sich entweder über Ihr gutes Angebot freuen oder sich über die irrelevante und nutzlose Werbung ärgern.

Es liegt bei Ihnen, Menschen zu gefallen oder Menschen zu verärgern!

Tipp 5: Sorgen Sie für eine passenden Empfang

Zu oft werden die Besucher richtig guter Anzeigen aus dem Suchmaschinenmarketing einfach auf die Startseite geleitet.

Der Inhalt der Startseite passt dabei weder zum Inhalt der Anzeige, noch zum Bedürfnis des Webseitenbesuchers, der in einer Suchmaschine ein Problem in Form einer Suchanfrage formuliert hatte.

SEM-Maßnahmen ergeben Sinn, wenn Sie auf Ihrer Webseite Inhalte bereitstellen, die

  1. halten, was Ihre Anzeige verspricht
  2. darauf optimiert sind, eine Konversion zu erzeugen. Und zwar nur EINE Konversion.

Sie benötigen passende Inhalte für jedes Bedürfnis, das ein Webseitenbesucher bei Ihnen zu erfüllen versucht.

Achten Sie darauf, dass Sie die Interaktionsmöglichkeiten auf diesen Zielseiten so gering wie möglich halten. Lenken Sie den Besucher nicht ab – es geht nach wie vor aussschließlich um das Versprechen, das Sie in Ihrer Anzeige gegeben haben.

Betreiben Sie einen Online Shop? Dann haben Sie es leicht – sorgen Sie dafür, dass die Produkt-Anzeigen, die Sie schalten, direkt zur Produktdetailseite führen.
Stellen Sie in allen anderen Fällen sicher, dass Ihre Webseite darauf optimiert ist, die Bedürfnisse von Besuchern aus SEM-Kanälen zu erfüllen oder deren Probleme zu lösen.

Optimal ist es, falls Sie die Möglichkeit haben, dedizierte Landingpages bereitstellen. Eine Landingpage für jedes Bedürfnis, bzw. für jedes Problem.

Wirkungsvolle Landingpages zu erstellen ist nicht ganz einfach. Suchen Sie sich passende Berater dafür – fragen Sie gern mich (+49 (0) 176 62991886) 😉

Tipp 6: Analysieren Sie Ihre SEM-Maßnahmen und justieren Sie laufend nach

Keine SEM-Maßnahme funktioniert im ersten, initialen Setup perfekt.

SEM bedeutet fast immer Try&Error.

Natürlich existieren eine ganze Reihe Erfahrungen, Studien und Wissen zum Thema.

Dennoch ist nichts so individuell wie eine Beziehung zwischen Unternehmen und seinen Kunden.

Ich bin sicher, dass Google, Facebook und Co. sehr viel Geld dadurch verdienen, dass Unternehmen Ihre SEM-Maßnahmen aus Komplexitätsangst nicht nachsteuern, sondern einfach Budgets verblasen.

Das Thema ist komplex und manch Marketer ist sicherlich heilfroh, dass Anzeigen ausgespielt und „Erfolge“ erzielt werden, nachdem er die initiale Einrichtung der Kampagnen abgeschlossen hat.

Oft bleibt es dabei und weitere Optimierungen folgen nicht, bzw. folgen eher planlos und unstrukturiert.

Try&Error bedeutet nicht, beliebige Parameter zu ändern in der Hoffnung, etwas Gutes würde dabei herauskommen.

Try&Error bedeutet viel mehr das geordnete Abarbeiten von Plänen, dem Auswerten von Ergebnissen und dem bewussten kleinteiligen Ändern von Parametern.

Tipp 7: Holen Sie sich Hilfe, falls Sie mit SEM überfordert sind

Fast alle Kunden, die sich hilfesuchend an mich wenden, haben bereits für einige Wochen oder Monate eine Menge Zeit und Geld in SEM-Maßnahmen gesteckt, ohne zu verstehen, wie jeder einzelne SEM-Kanal funktioniert.

Gute SEM-Berater helfen Ihnen bereits für niedrige dreistellige Beträge im Monat, Ihr SEM zu optimieren. Gönnen Sie sich ggf. ein einmaliges Coaching zu Beginn Ihrer SEM-Maßnahmen.

Falls Sie Hilfe benötigen, kann ich Ihnen einige sehr gute Kollegen empfehlen. Sprechen Sie mich an oder schreiben Sie mir.

Schonen Sie Ihre Nerven, die Nerven Ihrer Kunden, Ihren Geldbeutel und engagieren Sie Profis.

Bonustipp: Setzen Sie Ziele und machen Sie kleine Schritte

SEM ist komplex.

SEM ist dennoch keine Raketenwissenschaft.

Es benötigt einige Erfahrung und eine Menge Wissen. Nichts, das sich nicht jeder von uns aneignen könnte, wenn er es wollte.

Beitreiben Sie noch kein SEM? Dann empfehle ich Ihnen einen Test.

  1. Geben Sie sich 4-8 Wochen Zeit.
  2. Bei Google adwords erhalten Sie einen kleinen Anschub von zurzeit 75 €, die Google Ihnen schenkt, um erste Erfahrungen mit adwords zu machen.
  3. Lesen Sie zu Beginn einige Grundlagen zum Thema. Im Internet existieren zahllose gute Tutorials, die Ihnen erklären, wie Sie im Detail Schritt für Schritt vorgehen, um die erste Google Anzeige zu schalten.
  4. Wählen Sie passende Keywords aus (Keywords aus mehreren Begriffen sind gut geeignet, solange die Suchhäufigkeit ausreicht), texten Sie einige Anzeigen und stellen Sie sie online.
  5. Zu Beginn genügt ein sehr kleiner Betrag, z.B. täglich 5-10 €. Dieser Betrag ist allerdings abhängig von Kosten pro Klick Ihrer gewünschten Keywords.
  6. Nehmen Sie sich in der ersten Woche täglich 15 bis 30 Minuten Zeit, um Ihre Anzeigen zu überwachen, um den Erfolg auszuwerten und um nachzujustieren.
  7. Machen Sie jeden Tag nur eine Änderungen und warten Sie ab.
  8. Werten Sie am nächsten Tag Ihre Änderung aus und wiederholen Sie diesen Prozess für einige Tage, bis sich positive Ergebnisse einstellen.

Fazit

SEM ist teuer, aufwändig und mit großen Streuverlusten verbunden.

Stimmt.

Stimmt dann, wenn Sie handeln, wie die meisten.

Stellen Sie es stattdessen schlau an und investieren Sie entweder Ihre Zeit in eine optimale Einrichtung Ihrer Kampagnen oder investieren Sie Geld in einen Profi, der Sie rundum betreut.

Arbeiten Sie nicht mit Budgets bei Ihren SEM-Maßnahmen. Definieren Sie einen Wert pro Conversion, bzw. legen Sie fest, wieviel Geld Sie in die Akquise eines Neukunden stecken (Conversion könnte hier das Ausfüllen eines Kontaktformulars bedeuten).

Beobachten Sie die Differenz zwischen Soll- und Ist-Kosten. Verwenden Sie diese Kennzahl und Sie werden mittelfristig sehr gute Ergebnisse erzielen und die Ist-Kosten deutlich senken.

Sie werden erstaunt sein, welche Einsparpotenziale in Ihren SEM-Kanälen schlummern. Sowohl Ihre Kosten betreffend, als auch Ihren Streuverlust!

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