Was ist Dialogmarketing?

Dialogmarketing

Was ist Dialogmarketing?

Dialogmarketing ist Teil des Direktmarketing und entsteht durch Marketingaktivitäten, die auf Medien für die Interaktion mit Interessenten und Kunden setzen. Soziale Netzwerke im Internet sind ausgezeichnete Plattformen für das Dialogmarketing, doch es gibt viele weitere Möglichkeiten wie beispielsweise moderierte Kundenforen. Durch den Dialog zwischen den Kunden und dem Unternehmen sollen die Empfänger von Werbebotschaften oder anderen Aussagen des Unternehmens zu einer individuellen und gleichzeitig messbaren Reaktion (Response) veranlasst werden. Diese Definition stammt vom Deutschen Dialogmarketing-Verband.

Der Einsatz von Dialogmarketing

Im Jahr 2017 nutzen deutlich über 80 Prozent aller deutschen Unternehmen mindestens ein Medium für ihr Dialogmarketing. Sie wandten dafür in den letzten fünf Jahren rund 27 Milliarden Euro jährlich auf. Webbasiertes Dialogmarketing hat schon jetzt die klassischen Werbemedien Print-, TV- und Rundfunkwerbung überholt. Selbst das klassische Dialogmarketing auf Messen, via Kundenzeitschrift oder Couponing hinkt dem Erfolg der Social Networks und unternehmensspezifischen Kundenportale hinterher. Seinen großen Aufschwung verdankt das Dialogmarketing der technologischen Entwicklung. Diese führte zu Medien, die eine direkte Interaktion zwischen den Unternehmen und ihren Kunden ermöglichen.

„Dialog“-Marketing ?!?

Email Marketing ist ein weiterer bedeutender Bereich aus dem Dialogmarketing. Während dieser Bereich regelmäßig als größter und wichtigster im Dialogmarketing genannt wird, nehmen es viele Unternehmen mit dem „Dialog“ nicht so genau. Kurioserweise versenden viele Unternehmen Emails mit dem Absender „donotreply“ – „Antworte nicht!“, verbieten damit ihrem Empfänger den Mund und betreiben statt erfolgreichem Dialogmarketing nun mehr oder weniger erfolgreiches Monologmarketing (mehr dazu hier).

Dialogmarketing früher und heute

Dialogmarketing und die Idee, mit Kunden in Dialog zu treten, ist nicht neu. Es gab diesen schon immer etwa auf den Leserbriefseiten klassischer Zeitungen oder auch bei Fernsehsendungen des Teleshoppings, bei denen Kunden anrufen konnten. Allerdings waren die technischen Möglichkeiten und damit die Kapazitäten begrenzt, dadurch dauerten die Antworten auf Anfragen teilweise lange und konnten nur selten umfassend ausfallen. Gänzlich undenkbar war ein ganzer Thread mit mehreren Teilnehmern, der heute in Social Networks und auch auf Verkaufs- und Verbraucherportalen üblich ist. Natürlich setzen sich die Unternehmen damit der Gefahr überstarker Kritik aus, doch sie können auch sachlich unrichtige Argumente sofort entkräften und auf berechtigte Kritik umgehend und angemessen reagieren.

Weitere Formen des Dialogmarketing

Darüber hinaus schafft ja Dialogmarketing noch wesentlich mehr als nur Reaktionen auf Kritik. Ein sehr wichtiger Bereich ist die Erklärung von komplexen Produkten. Auch der Support darf hinzugezählt werden, der bei entsprechender Qualität die Kunden sehr stark bindet. Das wiederum gilt als entscheidender Kostenvorteil, denn das Gewinnen eines neuen Kunden kann je nach Branche das Fünf- bis Zehnfache gegenüber dem Binden von Bestandskunden kosten. Nicht zuletzt spricht Dialogmarketing die Kunden bei reiner Werbung gezielt unter Kenntnis ihrer individuellen Bedürfnisse an, was Streuwerbung vermeidet und dadurch ebenfalls große Kostenvorteile generiert.

Im Sprachgebrauch fällt das Dialogmarketing meist unter das Distanzmarketing mit mehr als einem Adressaten, sodass persönliche Gespräche, Telefonate, persönliche Emails und Briefe nicht gemeint sind, auch wenn sie alle Voraussetzungen des Dialogmarketings erfüllen.

Nicht zu verwechseln ist das Dialogmarketing mit dem Direktmarketing. In der Praxis werden beide Begriffe häufig synonym verwendet. Im Unterschied zum Direktmarketing (z.B. klassische Briefmailings von Unternehmen an Kunden), ermöglicht das Dialogmarketing eine Antwort des Empfängers und ermutigt ihn geradezu, sich zu äußern.

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